DD151119A5 - Vorrichtung zur herstellung von giessformenteilen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft den Maschinenbau, insbesondere die Metallurgie. Das Ziel und die Aufgabe bestehen darin, den technischen Aufwand derartiger Vorrichtungen zu verringern und gleichzeitig ihre Gebrauchswerteigenschaften zu steigern. Dies wird nach der Erfindung durch eine spezifische Konstruktion erreicht, nach der jede der hydraulischen Mechanismen aus einem mit der Traverse verbunden, verschiebbaren Zylinderteil und einem mit diesem zusammenwirkenden, feststehenden Kolbenteil mit einer Kolbenstange besteht. Dabei teilt der Kolben den Innenraum des Zylinderteils in eine auszenseitige Stirnkammer und eine innenseitige Ringkammer.
Description
Berlin, den 1. 10. 1980 1^76""1" 57 449 16
Vorrichtung zur Herstellung von Gießformenteilen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Gießformenteilen durch Kompression von Sand oder ähnlichem Material zwischen einer Druckplatte und einer Gegenplatte, die bewegliche Stirnwände in einer Formkammer bilden, welche nach der Herstellung eines Formenteiles durch Wegschieben der Gegenplatte geöffnet werden kann, wonach sich das Formenteil durch eine Fortsetzung der Bewegung der Druckplatte in deren Druckrichtung aus der Formkammer herausschieben läßt, und bei der die beiden Platten beweglich sind mit Hilfe je eines von zwei in Verlängerung voneinander angeordneten hydraulischen Mechanismen mit Kolben und Zylinder, wobei die Gegenplatte mit dem zugehörigen Mechanismus verbunden ist durch mit der Druckrichtung parallel verlaufende Zug- und Schubstangen, und eine diese miteinander verbindende Traverse, während die Druckplatte mit dem anderen Mechanismus direkt verbunden ist.
Charakteristik
der
bekannten technischen Lösungen
Bei Gießereiausrüstungen dieser Art besteht jeder der hydraulischen Mechanismen gewöhnlich aus einem feststehenden Zylinder und einem in diesem arbeitenden Kolben, dessen^ Kolbenstange mit der Druckplatte direkt bzw. mit der Gegenplatte indirekt, und zwar durch die Traverse und die Zug- und Schubstangen, fest verbunden ist. Die beiden Zylinder können zu einer feststehenden Einheit zusammengebaut und koaxial miteinander und mit der Druckkammer in einer Linie liegen, so daß die Kraftübertragung zur Druck- und zur Gegenplatte so einfach wie möglich erfolgen kann.
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Es ist ferner bekannt, und zwar beispielsweise aus der veröffentlichten deutschen Patentanmeldung Nr. 25 28 648, ein Antriebsaggregat zu benutzen, das aus einem axial verschiebbaren Zylinder, der durch Zug- und Schubstangen mit der einen Platte fest verbunden ist, und einem in diesem Zylinder arbeitenden Kolben besteht, dessen Kolbenstange die andere Platte trägt. Dadurch läßt sich also ein Zylinder mit zugehörigem Kolben einsparen, aber andererseits sind in nachteiliger Weise spezielle Maßnahmen zur Steuerung der Zylinderbewegung erforderlich, und außerdem ist es notwendig, bewegliche Leitungen oder Schläuche für das hydraulische Druckmittel zu verwenden.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist es, eine-Vorrichtung zur Herstellung von Gießformenteilen zu schaffen, die bei geringerem technischem Aufwand durch hohe Gebrauchseigenschaften ausgezeichnet ist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die technische Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, besteht darin, die Kolbenstange der Vorrichtung von Biegekräften freizuhalten, bewegliche Leitungs- oder Schlauchverbindungen zu vermeiden und eine rationelle Steuerung der Zylinderbewegung zu gewährleisten.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabenstellung dadurch gelöst, daß jeder der hydraulischen Mechanismen aus einem mit der Traverse bzw. der Druckplatte verbundenen, verschiebbaren Zylinderteil und einem mit diesem zusammenwirkenden, feststehenden Kolbenteil mit einer Kolbenstange, die sich
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dichtschließend durch eine innenseitige Stirnwand des Zylinderteils hindurcherstreckt, und aus einem eigentlichen Kolben besteht, der den Innenraum des Zylinderteils in eine außenseitige Stirnkammer und eine innenseitige, die Kolbenstange umgebende Ringkammer teilt, die beide mit Ein- und Austritten für Druckflüssigkeit versehen sind.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden sowohl die Druckflüssigkeitseintritte als auch die -austritte der beiden Kammern von Kanälen gebildet, die sich durch das Innere der feststehenden Kolbenstange erstrecken.
Ein besonderer Vorteil dieser Konstruktion ist, daß sie eine Befreiung der Kolbenstange von der Aufnahme von Biegungskräften ermöglicht, da diese hauptsächlich von den mit der Druckplatte bzw. der Traverse fest verbundenen Zylinderteilen aufgenommen werden, die sich ohne Schwierigkeiten mit genügend hoher Steifigkeit ausführen lassen, um die Biegabeanspruchungen aufnehmen zu können. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß die vom Sand bei dessen Kompression zwischen den beiden Platten ausgeübten Reaktionskräfte von Stelle zu Stelle auf den Modellhälften tragenden Vorderseiten der Platten erheblich variieren können, so daß nicht damit gerechnet werden kann, daß die Resultierende dieser Reaktionskräfte mit der Achse der Formkammer und damit der Achse der hydraulischen Mechanismen parallel verläuft, und auch nicht vorausgesetzt werden kann, daß sie auf den Punkt gerichtet ist, in dem diese Achse die Vorderseiten aer Platten schneidet, so daß die erwähnten Biegungsbeanspruchungen ziemlich groß werden können.
Zusätzlich gilt für die erfindungsgemäße Konstruktion,
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daß sich die Anwendung beweglicher Leitungs- oder Schlauchverbindungen vermeiden läßf, da die erforderlichen Eintritts· und Austrittskanäle für die Druckflüssigkeit in einem von den feststehenden Kolbenteilen gebildeten Block enthalten sein können, und außerdem kann die zur Gegenplatte gehörende Traverse am innenseitigen Ende des zugehörigen Zylinderteiles befestigt sein, was bewirkt, daß zwischen * der Gegenplatte der Traverse kürzere Zug- und Schubstangen Anwendung finden können und dem Bedienungspersonal um den betreffenden Zylinderteil herum mehr Platz zur Verfugung steht.
Eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist auf der Zeichnung schematisch wiedergegeben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, der Vorrichtung in ihrer Gesamtheit und
Fig. 2 in größerem Maßstab einen Schnitt durch die hydraulischen Antriebsmechanismen der Vorrichtung.
Die Vorrichtung hat auf übliche Weise eine Formkammer 1, die durch eine öffnung in ihrer Deckplatte 2 mit Sand oder einem anderen Formenteilmaterial aus einem Behälter 3 beschickt werden kann, der durch eine Leitung mit einem nicht eingezeichneten Ventil an einen Druckluftbehälter 4 angeschlossen ist. Die Formkammer 1 ist an ihren Stirnseiten durch eine Druckplatte 5 und eine Gegenplatte 6 verschlossen, und es wird vorausgesetzt, daß diese Platten auf ihren Innenseiten nicht eingezeichnete Modellhälften zur Erzeugung entsprechender Gießhohlräume in den Strirn-
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flächen des jeweils durch Kompression des Sandes gebildeten Formenteiles tragen. Nach der Fertigstellung eines Formenteiles kann die Gegenplatte 6 aus der Formkammer 1 herausgeschoben und mit Hilfe eines Scharniers 7 hochgeklappt werden, wonach der Druckplatte 5 eine zusätzliche Bewegung inDruckrichtung, d. h. auf der Zeichnung nach links, zum Oberführen des hergestellten Gießformenteiles auf eine Führungsbahn 8 mitgeteilt wird, wo es mit einer aus entsprechenden Formenteilen bestehenden Gießform 9 zusammengestellt wird. Nach dem Zurückstellen der Teile in ihre in Fig. 1 wiedergegebenen Stellungen kann das Verfahren zur Herstellung und Anreihung des nächsten Formenteiles wiederholt werden.
Die Verschiebungsbewegung der Druckplatte 5 wird durch einen hydraulischen Mechanismus 10 bewirkt, der aus einem Zylinderteil 11, siehe auch Fig. 2, an dem die Druckplatte 5 unbeweglich befestigt ist, und einem Kolbenteil besteht, der vom eigentlichen Kolben 12 und einer Kolbenstange 13 gebildet wird, die sich dichtschließend durch eine i'nneneeitige Stirnwand 14 des Zylinderteiles 11 hindurcherstreckt und von einem feststehenden Block 15 getragen wird. Der Kolbenteil unterteilt den Innenraum des Zylinders in eine außenseitige Stirnkammer 16 und eine innenseitige Ringkammer 17, die durch Kanäle 18 und 19 im Kolben 12 und Kolbenstange 13 und im Block 15 mit außen an der Vorrichtung befindlichen Leitungen 20 für den Ein- und Aus >-tritt von Druckflüssigkeit in Verbindung stehen. Die Beaufschlagung der Druckplatte 5 mit maximalem Druck - zwecks Kompression des Sandes in der Formkammer 1 bzw. zum Vorschieben der Gießform 9 nach der Anreihung eines neugepreßten Formenteiles - wird durch Einleitung von Druck-
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flüssigkeit in die Stirnkammer 16 und ungehinderten Austritt aus der Ringkammer 17 erreicht. Gegebenenfalls kann die aus der Ringkammer verdrängte Flüssigkeit in die Stirnkammer hinübergeleitet werden, um zu erreichen, daß sich die Drückplatte 5 schneller bewegt. Falls der Querschnitt der Ringkarnmer halb so groß wie der Querschnitt der Stirnkammer ist, kann die Druckplatte bei diesem Vorgang dieselbe Geschwindigkeit wie bei einer entgegengesetzt gerichteten Bewegung erreichen, die dadurch zustande kommt, daß Druckflüssigkeit in die Ringkammer 7 eingeleitet wird und die in der Stirnkammer 16 befindliche Flüssigkeit ungehindert aus dieser austreten kann.
Die Gegenplatte 6 hat einen analogen Antriebsmechanismus 10' mit einem Zylinderteil 11', einem Kolben 12', einer Kolbenstange 13', die ebenfalls vom Block 15 getragen wird, einer innenseitigen Zylinderstirnwand 14', einer außenseitigen Stirnkammer 16', einer innenseitigen Ringkammer 17', sowie mit Kanälen 18* und 19' im Anschluß an außen an der Vorrichtung befindliche Leitungen 20', Auch hier stellt der Zylinderteil 11' das bewegliche Element dar, und er ist mit der Gegenplatte 6 verbunden durch eine am Zylinderteil 11' an dessen innenseitigem Ende befestigte Traverse 21, die durch parallele Zug- und Schubstangen mit einem Rahmen 23 verbunden ist,.an dem die Gegenplatte 6 mit Hilfe des Scharniers 7 angebracht ist..
Claims (2)
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Erfindunqsanspruch
1φ Vorrichtung zur Herstellung von Gießformenteilen durch Kompression von Sand oder ähnlichem Material zwischen einer Druckplatte und einer Gegenplatte, die bewegliche Stirnwände in einer Formkammer bilden, welche nach der Herstellung eines Formenteiles durch Wegschieben der Gegenplatte geöffnet werden kann, wonach sich „ das Formenteil durch eine Fortsetzung der Bewegung der Druckplatte in deren Druckrichtung aus der Formkammer herausschieben läßt, und bei der die beiden Platten beweglich sindmit Hilfe je eines von zwei in Verlängerung voneinander angeordneten hydraulischen Mechanismen mit Kolben und Zylinder, wobei die Gegenplatte mit dem zugehörigen Mechanismus verbunden ist durch mit der Druckrichtung parallel verlaufende Zug- und Schubstangen und eine diese miteinander verbindende Traverse, während die Druckplatte mit dem anderen Mechanismus direkt verbunden ist, gekennzeichnet dadurch, daß jeder der hydraulischen Mechanisman aus einem mit der Traverse (21) bzw. der Druckplatte (5) verbundenen, verschiebbaren Zylinderteil (Ii'; 11) und einem mit diesem zusammenwirkenden, feststehenden Kolbenteil mit einer Kolbenstange (13*; 13), die sich dichtschließend durch eine innenseitige Stirnwand (14',; 14) des Zylinderteiles hindurcherstreckt, und aus einem eigentlichen Kolben (12*; 12) besteht, der den Innenraum des Zylinderteiles in eine außenseitige Stirnkammer (16'; 16) und eine innenseitige, die Kolbenstange umgebende Ringkammer (17*; 17) teilt, die beide mit Eintritten und Austritten für Druckflüssigkeit versehen sind.
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2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß sowohl die Druckflüssigkeitseintritte als auch die -austritte der beiden Kammern von Kanälen (18.; 18* bzw. 19; 19') gebildet werden, die sich durch das Innere der feststehenden Kolbenstange (13; 13') erstrecken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnung
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