DD151704A5 - Schleudergussverfahren und-vorrichtung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung dient der Herstellung von Guszrohren mit aufgeweitetem Rohrende. Die in die Gieszform gegossene Guszmenge wird durch blosze Veraenderung der Neigung der Gieszrinne reguliert. Insbesondere gegen Ende des Gusses wird die Beschickung der Rinne unterbrochen und dann ihr vorderes Ende allmaehlich angehoben. Dieses Anheben kann automatisch durch einen Gusz-Fuellstandsanzeiger,der an die Guszschnauze angrenzt, gesteuert werden. Auf diese Weise lassen sich auch genau umgrenzte Dickenfehler einer Serie von Rohren korrigieren. Es koennen somit Rohre hergestellt werden, die ueber ihre gesamte Laenge hinweg eine konstante Dicke aufweisen, ohne dasz es notwendig ist, die Bewegungsgeschwindigkeit der Rinne zu aendern und ohne die Guszpfanne zu kippen.
Description
. Berlin, den 12.11.1980
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Schleudergußverfahren und -anlage Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf den Schleuderguß von Rohren oder anderen rohrförmigen Körpern aus Guß, Sie betrifft vor allem das Gußverfahren nach De Lavaud, bei dem der flüssige Guß über eine durch eine Gußpfanne beschickte Gießrinne in eine sich drehende Schale gegossen wird, wobei eine relative Längsbewegung zwischen dieser Rinne und der Gießform erzeugt wird und bei dem die Beschickung der Rinne mit Guß unterbrochen wird, bevor die Gußschnauze das Austrittsende der Gießform erreicht hat.
Wie in der Technik bekannt ist, hat der Gießkanal die allgemeine Form einer Rinne und wird vorn durch einen verbreiterten Überlauf verlängert, in den die Pfanne den Guß gießt. Die Gießrinne kann aus einem Stück oder aus mehreren Segmenten zusammengesetzt und durch eine Stützwiege versteift sein. Diese Wiege kann wegfallen, wenn die Rinne aus einem Stück besteht. Die Gußform weist meist ein aufgeweitetes Ende und ein glattes Ende auf, wobei letzteres der Rinne am nächsten liegt.
Es 1st häufig erforderlich, die in die Schale gegossene Gußmenge zu variieren. So kann es passieren, daß bei einer bestimmten Gießform beim Gießen mit konstanter Translations* geschwindigkeit und mit einer konstanten, von der Pfanne gelieferten Gußmenge bestimmte Ungleichmäßigkeiten in der
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Dicke der Rohre immer an der gleichen Stelle festgestellt werden. Es ist darüber hinaus zu vermeiden, wenn man die Beschickung der Rinne mit Guß unterbrochen hat, daß die in die Gießform eintretende Gußmenge abnimmt, damit eine konstante und gleichmäßige Dicke der gegossenen Masse über die gesamte Länge der Gießschale erzielt wird.
Um die in die Gießform einfließende Gußmenge zu korrigieren, wird bei den herkömmlichen Verfahren auf die relative Translationsgeschwindigkeit zwischen der Gießform und der Rinne eingewirkt, was eine Komplizierung der Steuerung dieser Bewegung bedeutet. Außerdem muß am Ende des Gießens nach der Unterbrechung der Beschickung der Rinne diese Translationsgeschwindigkeit im Sinne einer Verminderung verändert werden, was den Nachteil mit sich bringt, daß die Dauer des Herstollungszyklus eines Rohres verlängert wird.
Wenn man versucht, die in die Gießform gegebene Menge durch Beeinflussen der Kippgeschwindigkeit der Pfanne oder allgemein der Beschickungsmenge der Rinne zu verändern, führt das ebenfalls zu einer verhältnismäßig schwierigen und komplizierten Steuerung, deren Wirkung durch die große Länge der Gießrinne verzögert wird.
Außerdem verbleibt in den beiden vorhergehenden Fällen nach Gußende in der Rinne ein Gußrest, der in Form einer kleinen Zunge erstarrt, die vor dem folgenden Guß entfernt werden muß und unnötig Schmelzenergie verbraucht.
Ziel der Erfindung ist es, die ungleichmäßige Beschickung und die dadurch verursachten Dickendifferenzen zu vermeiden.
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Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Gußverfahren des oben beschriebenen Typs zu liefern, bei dem es möglich ist, die in die Gießform gegossene Gußmenge auf einfache und präzise Weise zu modulieren. Erfindungsgemäß erfolgt diese Modulation durch Veränderung der Neigung der Rinne«
Vor allem nach Unterbrechung der Gußzufuhr wird die Neigung der Rinne allmählich so erhöht, daß die Gußmenge konstant gehalten wird, bis die Gießschnauze aus der Gießform herauskommt« Dadurch ist es möglich, die Rinne bei jedem Guß nahezu vollständig zu leeren, wodurch die auf die oben erwähnten Gußreste zurückzuführenden Nachteile fast vollständig ausgeschaltet werden.
Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Geschwindigkeit der relativen Längsbewegung während des Gießens und/oder das Beschickungsvolumen der Gießrinne bis zur Unterbrechung dieser Zufuhr konstant gehalten werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren gestattet es somit, gegossene Teile von gleichmäßiger Dicke ohne Einflußnahme auf die relative Translationsgeschwindigkeit und die Beschickungsmenge der Gießrinne mit Guß herzustellen.
Die Erfindung beinhaltet auch eine Gußvorrichtung für Schleudergußmaschinen, die für die Anwendung eines solchen Verfahrens bestimmt ist. Diese Vorrichtung von dem Typ, der einen annähernd horizontalen freitragenden Balken enthält, auf dem die nahezu gleichlange Gießrinno liegt, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Rinne an den Balken in der Nähe ihrer Gießschnauze angelenkt ist, und daß ein Hub-
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zylinder es gestattet, das vordere Ende der Rinne in bezug auf diesen Balken anzuheben.
Bei einer Gußvorrichtung, bei der die Rinne einen wiegenförmigen Halter enthält, ist vorteilhafterweise die Wiege an den Balken angelenkt und wird von der Hubvorrichtung angetrieben· Es kann auch zweckmäßig sein, daß das vordere Ende des Balkens an einem beweglichen Wagen befestigt ist, an den ein Ende der Hubvorrichtung angelenkt ist.
Entsprechend einer Variante, die vor allem zur Herstellung von Rohren mit kleinen und mittleren Durchmessern bestimmt ist, beinhaltet die Erfindung eine Schleudergußanlage zur Anwendung des oben definierten Verfahrens. Diese Anlage des Typs, der eine in Längsrichtung unbewegliche Gießrinne, die durch eine Gußpfanne beschickt wird, und einen in Längsrichtung in bezug auf diese Rinne beweglichen Schleudergußwagen enthält, der mit einem Halteorgan für diese Rinne versehen ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Hubzylinder es gestattet, die Höhe des vorderen Endes der Rinne zu verändern.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich gut für eine automatische Steuerung mit Hilfe einer Vorrichtung zur Regulierung der Neigung einer Gießrinne mit veränderlicher Neigung mittels eines Hubzylinders, einer Vorrichtung, die einen an die Gießschnauze der Rinne angrenzenden Füllstandsanzeiger enthält, der ein Steuerventil zur Versorgung des Hubzylinders mit Druckflüssigkeit betätigt.
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Ausführungsbeispiel
Weitere Merkmale und Vorzüge der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles hervor» In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig* 1: eine schematische Seitenansicht und einen Teilausechnitt in kleinem Maßstab einer Anlage zum Gießen von Rohren mit großem Durchmesser, die mit einer erfindungsgemäßen Gußvorrichtung ausgestattet ist;
Fig# 2: eine analoge schematische Ansicht der Gießvorrichtung dieser Anlage in größerem Maßstab;
Fig, 3: eine dor Fig, 2 entsprechende Ansicht, die die Rinne in angehobener Stellung zeigt;
Fig, 4 und 5: jeweils Schnitte entlang der Linien 4-4 der Fig. 2 und 5-5 der Fig. 3;
Fig, 6 und 7: Teilansichten, jeweils eine Seitenansicht mit Ausbruch und eine Endansicht entlang der Linie 7-7 der Fig, 6, die eine Variante der Erfindung mit einer Rinne aus einem Stück veranschaulichen;
Fig, 8: eine schematische Seitenansicht mit Teilausschnitt einer erfindungsgemäßen Schleudergußanlage für Rohre kleiner und mittlerer Durchmesser;
Fig, 9: eine Teilansicht, analog zu ііѳг Fig, 8, die das Ende eines Gusses veranschaulicht;
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Fig. 10: schematisch eine erfindungsgeraäße Regulierungsvorrichtung.
Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Schleudergußanlage enthält eine Schleudergußraaschine 1 für Gußrohre 2 mit aufgeweitetem Rohrende, die einen Durchmesser beispielsweise zwischen 600 und 2000 mm haben. Diese Zahlenwerte der Durchmesser sind lediglich als Beispiel angeführt und keineswegs einschränkend. Um das Ausmaß dieser Maschine und der zu gießenden Rohre 2 beurteilen zu können, ist eine menschliche Figur 3 neben der Maschine dargestellt.
Die Maschine 1 enthält im wesentlichen eine rotierende Gußform 4 mit der annähernd horizontalen Achse X-X, die in einem Gehäuse 5 untergebracht ist und auf Rollen б liegt, von denen wenigstens eine eine treibende Rolle ist. Die Rollen lagern auf einem feststehenden Gestell 7 parallel zur Achse X-X.
Die Gießform 4 wird durch eine im folgenden beschriebene Gußvorrichtung 8 mit flüssiger Gußma6se beschickt. Diese Gußvorrichtung enthält einen auf dem Gestell 7 geradlinig parallel zur Achse X-X beweglichen Wagen 9, so daß eine Baugruppe Rinne-Balken 10 bis zum entferntesten Ende der Gießform, das mit einer Aufweitung 11 versehen ist, in die Gießform eingeführt werden kann.
Die Gußvorrichtung 8 wird ihrerseits durch eine Kipppfanne 12 mit Guß beschickt, die teilweise dargestellt ist und deren Kippachse feststehend ist.
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In der Verlängerung des Gehäuses 5 auf der anderen Seite der Vorrichtung 8 enthält die Anlage eine Entformungsvorrichtung 13, die im wesentlichen aus einer Laufbahn 14 parallel zur Achse X-X, auf der zwei Stützwagen 15; 16 und ein Abstreiferwagen 17 laufen, und aus einer Hubvorrichtung 18 besteht. Die Vorrichtung 13 kann insbesondere von dem im Patent FR 74, 23 701 beschriebenen Typ sein. Die Baugruppe 10 umfaßt einen Stützbalken 19 von großer Starrheit und eine zusammengesetzte Rinne 20, Der Balken 19 ist mit seinem vorderen Ende am Wagen 9 befestigt und erstreckt sich freitragend in Richtung der Schleudergußmaschine 1, Das freie Ende dieses Balkens weist seitlich zwei horizontale zylindrische Warzen 21 auf, die senkrecht zur Achse X-X und in der Verlängerung zueinander liegen.
Die Rinne besteht aus einer Wiege 22, in die sich eine Gießrinne 23 einpaßt, die vorne mit einem Oberlauf 24 und hinten mit einer Gießschnauze 25 ausgestattet ist und aus einigen aufeinanderfolgenden Segmenten besteht. Als Variante könnte die Rinne 23 übrigens aus einem Stück bestehen.
Die Wiege 22 erstreckt sich nach hinten bis zur Gießschnauze 25, In geringem Abstand vor derselben enthält sie außen zwei seitliche zylindrische ösenhälften 26, die sich jeweils an den oberen Teil der Warzen 21 des Trägers 19 anpassen und auf den letzteren ruhen. Unmittelbar hinter dem Wagen 9 springt ein Gabelbügel 27 unter der Wiege vor. Ein doppeltwirkender Zylinder 28 ist an einerseits an diesen Gabelbügel und andererseits an einen anderen Bügel 29 angelenkt, der vorderseitig am Wagen 9 vorgesehen ist.
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So ist die zusammengesetzte Rinne 20 zwischen einer nahezu horizontalen niedrigen, in den Fig. 1 und 2 abgebildeten Stellung und einer hohen, um einen Winkel oC zur Horizontalen geneigten, in Fig. 3 dargestellten Stellung um ihr hinteres Ende kippbar gelagert. Diese beiden extremen Stellungen entsprechen jeweils dem vollkommen eingezogenen Zustand und dem vollkommen ausgefahrenen Zustand des Zylinders 28.
Die Gießvorrichtung 10 enthält auch eine in Fig. 10 schematisch dargestellte Vorrichtung zur Regulierung der Gußmenge. Diese Regulierungsvorrichtung enthält einen Guß-Füllstandsanzeiger 30 in unmittelbarer Nähe der Gießschnauzo 25, die mit einem Schieberventil 31 mit zwei Stellungen verbunden ist, der die Versorgung des Zylinders 28 mit Druckflüssigkeit steuert. Der Anzeiger 30 ist ein Induktor, der durch elektrische Leitungen 32 mit einem Steuermagneten 33 verbunden ist, der auf den Schieber des Ventils 31 entgegen einer Rückholfeder 34 einwirkt.
Der Induktor 30 ist außen an der Gießschnauze angebracht und befindet sich folglich nicht in direktem Kontakt mit dem Guß. Er besteht im wesentlichen aus einer Wicklung, die empfindlich auf das Vorhandensein des Gusses in einer gegebenen Höhe N reagiert, unterhalb derer er eine elektrische Stromversorgung auf der Leitung 32 aufrechterhält und oberhalb derer er diese Zufuhr unterbricht. Im ersten Fall wird Druckflüssigkeit in die untere Kammer des Zylinders 28 geschickt, was eine Neigung der Rinne 20 bewirkt; im zweiten Fall wird diese Druckflüssigkeit in die obere Kammer des Zylinders 28 geleitet, um die Rinne 20 in ihre niedrige Stellung zurückzuführen* In diesem Fall wird die nicht beschick-
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te Kammer des Zylindere entlastet.
Die Steuervorrichtung 33 ist ebenfalls mit einem Chronometer 33a ausgestattet, das die Stromzufuhr unterbrechen kann, wenn die angezeigte Zeit verstrichen ist.
Der Guß eines Rohres 2 (Fig. 1, 2 und 3) mit Hilfe dieser Anlage geht folgendermaßen vor sich.
Vor dem Gießen bewegt sich der Wagen 9 geradlinig in der Richtung f_, bis sich die Gießschnauze 25 der Rinne 20 innerhalb des aufgeweiteten Endes 11 der um eine Achse X-X rotierenden Gießform befindet. In diesem Augenblick wird der flüssige Guß über die Pfanne 12 in den Oberlauf 24 gegossen und beginnt in die Gießform zu laufen. Nun fährt der Wagen 9 geradlinig in umgekehrter Richtung g so zurück, daß die Gußschnauze 25 die gesamte Länge der Gießform durchläuft, bis sie aus dem glatten Ende derselben heraustritt.
Während dieser rückläufigen Bewegung kann im Bedarfsfalle die Neigung der Rinne 10 mit Hilfe des Zylinders 28 verändert werden, um die durch die Schnauze 25 an oiner beliebigen Stelle der Gießform abgegebene Gußmenge zu modulieren. Wenn an im Schleuderguß hergestellten Rohren eine genau umgrenzte und immer an der gleichen Stelle auftretende Oberdicke oder Verdünnung festgestellt wird, kann Abhilfe geschaffen werden, indem die Neigung des Kanals (bei einer Verdünnung) augenblicklich erhöht oder (bei einer Überdicke) sofort in dem Moment verringert wird, wo die Schnauze 25 den Punkt der Gießform erreicht, wo sich die zu beseitigende Unregelmäßigkeit befindet, und indem
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dann die Rinne in ihre normal geneigt© Stellung zurückgeführt wird, und das alles unter gleichzeitiger Konstanthaltung der Kippgeschwindigkeit der Pfanne 12 und der Fahrgeschwindigkeit des Wagens 9» Bei dieQor Korrektur wird die Regulierungsvorrichtung der Fig. 10 nicht eingesetzt.
Es ist anzumerken, daß diese Methode der zeitiveiligen Änderung der in die Gießform gegossenen Gußmenge durch dae Vorhandensein des erweiterten Überlaufs 24 möglich wird, der die Funktion eines Puffers mit einem in gewissem Maße variablen Fassungsvermögen zwischen der Pfanne 12, die einen konstanten Flüssigkeitsstrom liefert, und der eigentlichen Rinne 23 innehat.
Wenn die Gießschnauze der Rinne 20 einen Punkt ihres V/ogeö erreicht, der sich beim glatten Ende der Gießform 4 befindet, wird die Zufuhr von Guß über die Pfanne 12 in den Überlauf 24 gestoppt. Immer ohne Änderung der Fahrgeschwindigkeit des Wagens 9 wird der Zylinder 18 dann erneut so betätigt, daß die Neigung der Baugruppe 10 allmählich so zunimmt, um in die gesamte Gießform 4 eine gleichbleibende Gußmenge zu gießen, d. h,, damit die Menge an der Gußschnauze bis zum Austritt derselben aus der Gießform konstant bleibt.
Während dieser Gußphase kippt die Baugruppe 10 um zwei Drehzapfen des Balkens 19, Die Zunahme der Neigung der Rinne 20 kompensiert die mangelnde Zufuhr im vorderen Teil, so daß das glatte Ende der rotierenden Gießform die gleichen Schleifen an flüssigem Guß in gleicher Dicke wie vor der Unterbrochung der Zufuhr erhält. Daraus ergibt sich, daß das schloudergegossene Rohr 2 ein glattes Ende von derselben
Dicke und der gleichen Neigung der Windungen wie sein laufender Teil aufweist, und daß die Qualität dieses Rohrs bis zum glatten Ende gleichmäßig ist.
Es ist leicht einzusehen, daß diese Zunahme der Neigung automatisch durch die Vorrichtung der Fig« 10 gesteuert werden kann, die nach der Unterbrechung der Beschickung des Überlaufs 24 in Aktion tritt, sobald der Stand des Gusses in der Nähe der Gießschnauzo sinkt.
Wenn die Gioßschnauzo 25 aus der Gießform herauskommt, ist die Rinne 20 von ihrem flüssigen Guß nahezu entleert. Der Zylinder wird zum Веізріеі durch den Befehl des Chronomotors 33 eingezogen, um die Baugruppe 10 zu senken und sie in die normale niedrige Ruhestellung der Wiege 22 auf dem Stützbalken 19 im Hinblick auf den folgenden Guß zurückzuführen.
Da die Fahrgeschwindigkeit des Wagens 9 am Ende des Gießprozesses nicht verlangsamt wurde, wird der Herstellungszyklus verkürzt, und die Steuerung der Bewegung des Wagons 9, die während des gesamten ІѴѳдез mit gleichbleibender Geschwindigkeit erfolgt, wird vereinfacht, Außerdom äußert sich während des Gusses die geringste Änderung der Neigung der Rinne augenblicklich durch eine korrelative präzise Änderung der in die Gießform gegossenen Menge,
Der fast vollständige Wegfall von in Stäbchen- oder Zungenform erstarrten Gußresten in der Rinne nach dem Guß ermöglicht Einsparungen in bezug auf den Verbrauch an Guß, an Schmelzenergie für diesen Guß, an Zeit, die für die Entfernung der Gußstäbchen aus der Rinne 20 und ihre Wartung
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erforderlich ist.
Die Fig. 6 und 7 veranschaulichen eine Variante der Erfindung, bei der die Gießrinne 23 aus einem Stück besteht und keine Lagerwiege besitzt. In diesem Fall sitzen die Dsenhälften 26 direkt an dieser Rinne.
Die Fig. 8 und 9 zeigen die Anwendung der Erfindung auf eine Schleudergußanlage für Gußrohre 2 mit kleinem und mittlerem Durchmesser, zum Beispiel von 200 bis 600 mm. Diese Werte werden lediglich als Beispiele angeführt, doch aus Raumbedarf sgründen ist es schwierig, unter den Durchmesser von 200 mm zu gehen. Um die Abmessungen beurteilen zu können, ist die gleiche menschliche Silhouette 3 wie vorher neben der Schleudergußmaschine la dargestellt.
rs
Wie zuvor enthält die Maschine 1 eine Schleudergußform 4 mit der leicht gegenüber der Horizontalen geneigten Achse X-X, Diese Maschine stellt jedoch einen Schleudergußwagen dar, der geradlinig auf einer Laufbahn 7a, parallel zur Achse X-X, fahrbar ist.
Wie beim Beispiel der Fig. 1 bis 5 ist aus Gründen der Vereinfachung die Gießform 4 sehr schematisch ohne ihr Drohantriebssystem und Kühlsystem, das ein Wassermantel oder ein VVassersprühsystem sein kann, und ohne ihren Aufweitung&kern dargestellt. Ebenso system dargestellt.
dargestellt. Ebenso ist der Wagen la ohne sein Fahrantriebs-
In der Verlängerung dos Wagens 1 ist aufwärts von der Laufbahn 7 eine Gießrinne 20 angeordnet, die vorn mit einem Oberlauf 24 ausgestattet ist, der durch eine um eine fest-
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stehende Achse kippende Gußpfanne 12 beschickt wird.
Die Gießrinne 20 , die in diesem Beispiel aus einem Teil besteht, wird an zwei Punkten ihrer Länge gestützt, einerseits am Ende des Oberlaufs 24 durch eine Stütze und andererseits an einem variablen Punkt durch eine Stützwalze 36 mit einer horizontalen Achse rechtwinklig zur Achse X-X. Diese Stützwalze 36 wird von einem Träger 37 gehalten, der an der Schleudergußmaschine angeordnet ist.
Die vordere Stütze 35 der Gießrinne ist ausdehnbar. Sie enthält über einem Bock 38 einen Zylinder 28 , der mit seinem Körper an diesen Bock angelonkt ist und dessen Kolbenstange an einen Gabelbügel 26 angelenkt ist, der mit dem vorderen Ende der Rinne 20 formschlüssig verbunden ist. Die Stützwalze 36 dient als Kippzapfon für diese Rinne. In eingezogener Stellung dos Zylinders 28a befindet sich die Rinne 20 in niedriger normaler Stellung mit einer geringen Noigung oder ohne Neigung in bezug auf die Achse X-X der Schleudorgußform 4a. In der maximal ausgefahrenen Stellung der Kolbenstange des Zylinders 28a befindet sich die Rinne 20 in hoher Stellung und weist eine maximale Neigung um einen Winkel f mit der Achse X-X der Gießform auf.
Wie man sieht, ist im Gegensatz zum vorhergehenden Beispiel die Gießform geradlinig beweglich, und die Gioßrinne ist geradlinig feststehend.
Auf der anderen Seite der Maschine la in bezug auf die Rinne 20 ist schematisch ein Abst reif ervvagen 17 dargestellt, der mit einem in der Entformung begriffenen Rohr
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im Eingriff steht«
Die Arbeitsweise der Anlage der Fig, 8 und 9 ist analog zu der des vorhergehenden Beispiels»
Es gilt ein Rohr 2 zu gießen« Vor dem Guß bewegt sich der Schleudergußwagen la geradlinig in der Richtung g, bis sich die Schnauze der Gießrinne 20 in niedriger Stellung nahe bei dem aufgeweiteten Ende 11 der Gießform 4 befindet« In diesem Augenblick wird der flüssige Guß in die Rinne gegossen und fließt in die in Umdrehung versetzte Gießform 4a· Der Schleudergußwagen 1° kehrt geradlinig in umgekehrter Richtung £ so zurück, daß die Rinne 20a die gesamte Länge der Gießform durchläuft«
Während dieser Bewegung und über den größten Teil der Länge der Gießform hinweg ruht die Rinne 20a in niedriger Stellung auf der Rolle 36, die sich in Annäherung an die Gießschnauze bewegt, und auf dem in eingezogener Stellung befindlichen Zylinder 28a« Wenn die Gießschnauze der Rinne 2Oa einen Punkt ihree Weges erreicht, der sich in der Nähe des glatten Endes der Gießform befindet, wird die Beschickung dieser Rinne mit Guß durch den Oberlauf 24a unterbrochen. Ohne die Fahrgeschwindigkeit des Schleudergußwagens 1 zu verändern, wird der Zylinder 28a so betätigt, daß or die Rinne 20a anhebt, die allmählich um die Stützwalze 36 kippt, auf der sie ruht (Fig· 9). Der flüssige Guß, der sich noch in der Rinne befindet, wird durch die Schnauze der Rinne in konstanter, gleicher Menge wie vor der Unterbrechung der Gußzufuhr des Überlaufs 24a ausgegossen. Wenn das mit Gießschnauze versehene Ende der Rinne 20a aus dem glatten Ende der Gießform 4a herausgetreten ist, ist die Rinne
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nahezu von Guß entleert. Dann wird die Rinne 20a durch Betätigung dos Zylindere 28a in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt.
Ebenso gestattet es die Betätigung des Zylinders 28 , die örtlich begrenzten Dickcünderungen zu korrigieren, die eventuell bei einer Serie von Rohren 2a festgestellt werden. Die Vorzüge sind die gleichen wie beim vorhergehenden Beispiel»
Als Variante kann in der Anlage der Fig. 8 und 9 eine durch eine Wiege versteifte Gießrinno verwendet werden. In diesem Fall kann diese Wiege selbst durch zwei ösenhälften an einem Stützbalken gelenkig angebracht werden wie im Fall des Beispiels der Fig. 1 bis 5. Dieser Balken ist dann feststehend und ruht vorn auf dem Bock 38, wo er den Zylinder 28 trägt, und an der hinteren Seite auf der Rolle
Claims (9)
1. Verfahren zur Herstellung eines rohrförmigen Körpers durch Schleudern von dem Typ, bei dem der flüssige Guß über eine durch eine Gußpfanne beschickte Gießrinne in1 eine sich drehende Schale gegossen wird, wobei eine relative Längsbewegung zwischen dieser Rinne und der Schale erzeugt wird, und bei dem die Beschickung der Rinne mit Guß unterbrochen wird, bevor die Gießschnauze das Austrittsende dor Gießform erreicht hat, gekennzeichnet dadurch, daß dos in die Schalo gogosseno Gußvolumen variiert wird, indem die Neigung dor Rinne während des Gießens verändert wird.
2. Verfahren gemäß Punkt 1, gekonnzeichnet dadurch, daß nach Unterbrechung der Gußzufuhr die Neigung der Rinne allmählich so gesteigert wird, daß das Gußvolumen solange konstant gehalten wird, bis die Gußschnauze aus der Schale herauskommt.
3. Verfahren gemäß einom der Punkte 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Geschwindigkeit der relativen Längsbewegung während des Gießons konstant gehalten wird.
4. Verfahren gemäß einem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß das Beschickungsvolumen der Gießrinne bis zur Unterbrechung dieser Zufuhr konstant gehalten wird.
5» Gießvorrichtung für Schleudormaschinen zur Anwendung eines Verfahrens gemäß einem der Punkte 1 bis 4 von dem Typ, der einen annähernd horizontalen freitragenden
12.11Л980 - 17 - 56 656/17
Balken enthält, der die nahezu gleichlange Gießrinne trägt, gekennzeichnet dadurch, daß die Rinne (20) an den Balken (19) in der Nähe ihrer Gießschnauze (25) angelenkt ist und daß es eine Hubvorrichtung (28) gestattet, das vordere Ende der Rinne in bezug auf diesen Balken hochzuheben,
6. Vorrichtung gemäß Punkt 5, bei der die Rinne (20) einen
wiegonförtnigen Halter (22) enthält, gekennzeichnet dadurch, daß die Wiege an den Balken (19) angelenkt ist und von der Hubvorrichtung (28) angetrieben wird,
7, Vorrichtung gemäß einem der Punkte 5 und 6, gekennzeichnet dadurch, daß das vordere Ende des Balkens (19) an einem beweglichen Wagen (9) befestigt ist, an den ein Ende der Hubvorrichtung (28) angelenkt ist»
8# Gußvorrichtung für Schleudermaschinen zur Anwendung eines Verfahrens gemäß einem der Punkte 1 bis 4 von dem Typ, der eine in Längsrichtung unbewegliche Gießrinne, die durch eine Gußpfanne beschickt wird, und einen in Längsrichtung in bezug auf diese Rinne beweglichen Schleuderwagen enthält, der mit einem Halteorgan für die Rinne versehen ist, gekennzeichnet dadurch, daß es eine Hubvorrichtung (28a) gestattet, die Höhe des vorderen Endes der Rinne (20a) zu verändern,
9« Vorrichtung gemäß einem der Punkte 5 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß sie einen an die Gießschnauze (25) der Rinne (20) angrenzenden Füllstandsanzeiger enthält, der ein Steuerventil (31) zur Steuerung der Versorgung der Hubvorrichtung (28) mit Druckflüssigkeit betätigt.
Hierzu 3 Ssiten Zeichnungen
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