DD151726A1 - Pneumatischer trogfoerderer fuer rieselfaehige und fluidisierbare massengueter - Google Patents
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Abstract
Die Efindung betrifft pneumatische Trogfoerderer fuer grob- und feinkoernige rieselfaehige und fluidisierbare Massengueter, beispielsweise Zementrohmehl mit dem Ziel, durch die Verringerung des Verschleisses und der Stoeranfalligkeit eine Erhoehung der zeitlichen Auslastung und Verfuegbarkeit der pneumatischen Foerderrinnen zu erreichen. Es ist die Aufgabe der Erfindung, bei pneumatischen Tragfoerderer und Einsatz von Filtertuechern die Verschleissfestigkeit der Oberflaeche der Filtertuecher zu erhoehen und gleichzeitig Deformierungen der Filtertuecher bei thermischer Belastung weitgehend zu verhindern. Erfindungsgemaess wird dieses dadurch erreicht, dass pneumatische Rinnen von poroesen Tuechern in einen Luftfuehrungskanal und einen aus Schuettgut bewegenden oberen Raum gegliedert sind. Die Gewebebahn beispielsweise Filtertuecher, besteht aus einem Gewebe, welches ganz oder teilweise bei thermischer Belastung schrumpft. Im Trogunterteil bzw. -oberteil sind ganz oder teilweise in Laengsrichtung Zwischenwaende angeordnet. AlsVerbindung zwischen den Trogunter- und Oberteilen sind Schnellschlussbolzen angeordnet. -Fig.1-
Description
-4- 222 070
Pneumatischer Trogförderer für rieselfähige und fluidisierbare Massengüter
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft pneumatische Trogförderer für grob- und feinkörnige, rieselfähige und fluidisierbare Massengüter beispielsweise Zementrohmehl, Asche, Sand und dgl. Die Erfindung ist ebenfalls anwendbar für Auflockerungseinrichtungen beispielsweise, in Siloanlagen und -dgl«
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zum pneumatischen Transport von trockenen, groben, rieselfähigen und fluidisierbaren Massengütern werden in vielen-Fällen pneumatische Förderrinnen eingesetzt. Die pneumatischen Förderrinnen bestehen im Wesentlichen aus einen Oberteil und Unterteil, zwischen welchen ein luftdurchlässiges Medium beispielsweise Sintermetallplatten, Filtersteine oder Gewebe eingespannt ist« Arn häufigsten werden dafür Baumwollgewebe eingesetzt. Die maximale Betriebstemperatur von Bauinwollgeweben liegt bei ca« 100 0C. Im praktischen Betrieb treten oft anlagenbedingte Überschreitungen der n;sx» zulässigen Betriebstemperaturen aufj so daß das Baumwollgewebe thermisch zerstört und dadurch die Förderrinne funktionsuntüchtig wird» Ein
weiterer Nachteil ists daß in der pneumatischen Förderrinne auf Grund der Dehnung des Baumwollgewebes Aufwölbungen auftreten, so daß grobe Bestandteile und anlagenbedingte Fremdkörper wie z. B0 Mahlkörpersbhrott einer Mühle sich vom feinen Massengut trennen und am Rand der Förderrinne sich bewegen, wo es zu enormen Verschleiß am Gewebe kommt» Die Folge ist, daß sich am Rand des Gewebes Scheuerstellen in Längsrichtung des Gewebes bilden· Es entstehen länglich Löcher, die zum Ausfall der pneumatischen Förderrinne führen. Auf Grund der relativ geringen Standzeit der pneumatischen Förderrinnen bei abrasiven Massengütern ist ein häufiges Auswechseln des Baumwollgewebes notwendig, was mit hohem Montageaufwand verbunden ist, da das Längs- und Querspannen des Baumwollgewebes kompliziert und aufwendig und die Gefahr der Faltenbildung groß ist, was wiederum zu erhöhten Verschleiß führt.
Besondere Schwierigkeiten ergeben sich beim Einbringen der Löcher in das Baumwollgewebe. Solche Montagetechnologien wie Einbrennen bzw« Einstanzen der Löcher führen zu Beschädigungen des Baumwollgewebes und setzen die Gebrauchswerteigenschaften wesentlich herab. Aus der DE AS 1 919 816 ist bekannt für Filtergewebe synthetische Stützgewebe aus Polyamid zu verwenden· Der Einsatz von schrumpffähigem Material hat aber dabei nur die Aufgabe, durch entsprechende Verbindungen beim V/eben bzw. durch Nachbehandlung eine Formbeständigkeit des Filtergewebes im gespannten Zustand zu erhalten.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, durch die Verringerung des Verschleißes und der Störanfälligkeit eine Erhöhung der zeitlichen Auslastung und Verfügbarkeit der pneumatischen För· derrinnen zu erreichen0
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es ist Aufgabe der Erfindung bei pneumatischen Trogförderern und Einsatz von Filtertüchern die Verschleißfestigkeit der Oberfläche der Filtertücher zu erhöhen und gleichzeitig eine Deformierung der Filtertücher bei thermischer Belastung weitgehend zu verhindern.
Erfindungsgemäß wird dieses dadurch erreicht, daß pneumatische Rinnen von porösen Tüchern in einen Luftführungskanal und einen das Schüttgut bewegenden oberen Raum gegliedert* sind. Die Gewebebahn beispielsweise Filtertücher besteht aus einem Gewebe, welches ganz oder teilweise bei thermischer Belastung schrumpft·
Die Gewebebahn ist außerdem mit einem oder mehreren Hochpolymeren ausgerüstet, deren Erweichungspunkt vorzugsweise S 120 0C beträgt. Diese Gewebe verbinden sich in diesem Zustand mit festen Partikeln vorzugsweise mit Fördergut-Partikeln. Dadurch wird die Verschleißfestigkeit der Oberfläche wesentlich erhöht.
Im Trogunterteil bzw» -Oberteil sind ganz oder teilweise in Längsrichtung Zwischenwände angeordnet. Als Verbindung zwischen den Trogunter- und Oberteilen sind Sehnellochlußbolzen angeordnete
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Trogförderer mit Führungswänden im Trogoberteil
Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Trogförderer mit Führungswänden im Trogunterteil
Fig» 3 einen Querschnitt durch einen Trogförderer mit Führungswänden im Trogoberteil und im Trogunterteil
4 - 222 070
Ausführungsbeispiel der Erfindung
Der pneumatische Trogförderer besteht aus einem Trogoberteil 1 und einem Trogunterteil 2. Zwischen dem Trogoberteil 1und Trogunterteil 2 befindet sich eine Gewebebahn 3· Trogoberteil und Trogunterteil v/erden mit einer bestimmten Anzahl von Schnellschlußbolzen 4 miteinander verbunden* Der zylindrische Teil des Schnellschlußbolzens ist geschlitzt und am Ende angefast. Mittels Flachkeil wird der Bolzen angezogen, wobei der Keil einen Teil des Planschbleches gleichmäßig niederhält. Damit wird der Einspanneffekt der Gewebebahn 3 bei relativ dünnen Planschblechen verbessert.
Dabei kann nach Wahl das Loch in der Gewebebahn mit dem angewärmten Schnellschlußbolzen oder mit einem angewärmten Dorn eingebracht werden. Ein Längs- und Querspannen der Gewebebahn im eingelegten Zustand ist nicht erforderlich» Bei Temperaturbeaufschlagung, wahlweise durch das warme Fördergut oder Heißluft bzw» Dampf, schrumpft das Gewebe selbständig im Trog. Damit entfällt das aufwendige Längs-, und Querspannen mittels Vorrichtungen und das Gewebe wird straff und faltenfrei*
Durch diese Maßnahme erübrigt sich ein Unterstützen und Niederhalten des Gewebes.
Durch die straffe und faltenfreie Lage der Gewebebahn verbessert sich das Fließverhalten des Fördergutes und es kommt zu einer Durchsatzsteigerung. Ebenfalls wird der Verschleiß reduziert.
Als zusätzliche verschleißmindernde Maßnahme bei sehr abrasiven Massengütern ist das Anordnen von den abgestützten Längsrohren und Führungswänden sowie das Auflegen von Streckmetall, Drahtgepflecht, Lochblech, Gleitblech und dgl. auf die Gewebebahn möglich.
Zur Erhöhung der Punktionstüchtigkeit der pneumatischen Trogförderer bzw. zur Erhöhung der Standzeit der Gewebebahn kann das Trogunterteil in einzelne Schotten eingeteilt v/erden. So b.leibt z. B. bei Beschädigung eines
Streifens der Gewebebahn der pneumatische Trogförderer funktionstüchtigs da nur ein Schotteil ausfällt und die anderen Schotteile funktionstüchtig bleiben. Je nach Erfordernis kann das Gewebe auch im eingebauten Zustand durch Heißluftbeaufschlagung durch einen dem Produktionsprozeß vorangehenden Behandlung mit heißen Medien ,wie g.e B·, Heißluft oder Dampf erfolgen. Weiterhin kann das Gewebe auch vor Einbau wärmebehandelt werden, wenn der Einsatz- für kalte Massengüter z. B. in Siloanlagen oder Sandanlagen erfolgen soll. Das Trogoberteil 1 gemäß Pig» 1 des pneumatischen Trogförderers ist durch ein- oder mehrere Führungswände 5, Längsrohre 7. und das Trogunterteil 2 gemäß Figur 2 durch Führungswände 6 in mehrere Schotten eingeteilt. In Fig. 3 sind im Trogoberteil 1 sowie im Trogunterteil 2 des pneumatischen Trogförderers in Längsrichtung ein- oder mehrere Führungswände ^ untergebracht.
Dadurch wird das Massengut gleichmäßig verteilt im pneumatischen Trogförderer transportiert, was eine Vergleichmäßigung des Verschleißes zur Folge hat und bei Ausfall eines Schottes durch Verschleiß an der betreffenden Gewebebahn die- anderen Schotten funktionstüchtig bleiben. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind z. B. der Einbau von Trogförderunterteilen als Auflockerungseinheit in Siloanlagen.
Claims (3)
1· Pneumatischer Trogförderer für rieselfähige und fluidisierbare Massengüter beispielsweise Zementrohmehl, Asche, Sand und dgl. bestehend aus einem Trogoberteil und Trogunterteil sowie zwischen Ober- und Unterteil angeordneter Gewebebahn, gekennzeichnet dadurch, daß die Gewebebahn ganz oder teilweise aus einem bei thermischer Belastung in Längsund / oder Querrichtung schrumpfendem Gewebe besteht und die Gewebebahn Faserstoffe oder andere Hochpolymere enthält, dessen Erweichungspunkt t= 120 0C ist und sich in diesem Zustand mit festen Partikeln beispielsweise Pördergutpartikeln verbindet.
2. Pneumatischer Trogförderer nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß im Trogoberteil (1) und / oder Trogunterteil (2) in Längsrichtung .führungswände (5; 6) angeordnet sind.
3· Pneumatischer Trogförderer nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß als Verbindung zwischen Trogober- und Unterteil Schnellschlußbolzen (4) angeordnet sind.
Hierzu ή Seite Zeichnung
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD22207080A DD151726A1 (de) | 1980-06-23 | 1980-06-23 | Pneumatischer trogfoerderer fuer rieselfaehige und fluidisierbare massengueter |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DD151726A1 true DD151726A1 (de) | 1981-11-04 |
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ID=5524903
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD151726A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4812085A (en) * | 1985-01-15 | 1989-03-14 | Swiss Aluminium Ltd. | Conduit for transporting finely-divided or fine-granular, dry bulk materials and a process for operation of same |
-
1980
- 1980-06-23 DD DD22207080A patent/DD151726A1/de unknown
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| US4812085A (en) * | 1985-01-15 | 1989-03-14 | Swiss Aluminium Ltd. | Conduit for transporting finely-divided or fine-granular, dry bulk materials and a process for operation of same |
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