DD152573A1 - Herstellungsverfahren fuer durch klebverbindungen zusammengesetzte erzeugnisse - Google Patents

Herstellungsverfahren fuer durch klebverbindungen zusammengesetzte erzeugnisse Download PDF

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DD152573A1
DD152573A1 DD22256980A DD22256980A DD152573A1 DD 152573 A1 DD152573 A1 DD 152573A1 DD 22256980 A DD22256980 A DD 22256980A DD 22256980 A DD22256980 A DD 22256980A DD 152573 A1 DD152573 A1 DD 152573A1
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Wolfgang Kleber
Dieter Auerbach
Helmut Bauch
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Wolfgang Kleber
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Herstellungsverfahren fuer durch Klebeverbindungen zusammengesetzte Erzeugnisse aus Metall, Glas, Keramik, Preszstoffen und aehnlichen Materialien. Sie verfolgt das Ziel, den Zeit- und Materialaufwand zu reduzieren und bei metallischen Elementen den Korrosionsschutz zu verbessern. Die Erfindung loest die Aufgabe, beim Zusammenfuegen der Teile das Ausquetschen eines Klebstoffueberschusses zu vermeiden, waehrend des Prozesses der Verfestigung einen Schwund zu verhindern und die zur Verklebung dienende Schicht formstabil zu gestalten, damit die Teile fuer beliebige Zeit zwischengelagert und mechanisch bearbeitet werden koennen. Die erfinderische Loesung sieht vor, ein gleichermassen als Beschichtungsstoff und als Klebstoff geeignetes Plastpulver elektrostatisch auf die Oberflaeche der zusammenzufuegenden Bauteile aufzutragen,durch eine Zwischenerwaermung unterhalb der Mindestreaktionstemperatur die Pulverschicht aufzuschmelzen, nach dem Abkuehlen und einer eventuellen Zwischenlagerung die Teile zu fixieren und in einer anschliessenden zweiten Waermebahandlung den Plastfilm erneut zu verfluessigen und bei Verwendung duroplastischer Pulver auszuhaerten.

Description

HD Dr6se.techno Wolfgang Kleber Dresden, den 02*07e1980 Dr.-Ing« Dieter Auerbaoh Drying«, Helmut Bauch Dr«,-Ingo Peter Dreßler
Titel der Erfindung
Herstellungsverfahren für durch Klebverbindungen zusammengesetzte Erzeugnisse
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen aus Metall, Glas, Keramikj Preßstoffen und ähnli™ ohen Materialien, die aus Einzelteilen zusammengefügt und mittels thermoreaktiver oder thermoplastischer Klebstoffe verbunden und ganz oder teilweise mit einem organischen Überzug versehen werdene
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Es sind zahlreiche Verfahren zur Erzeugung unlösbarer Verbindungen zwischen zwei oder mehreren Fügeteilen mittels flüssiger j pastenförmiger oder pulverförmiger Klebstoffe bekannt» Nach entsprechender Klebfläohenvorbereitung erfolgt das Auftragen des Klebmittels auf diese Flächen, bei flüssigen Klebstoffen duroh Aufstreichen oder pneumatisches Spritzen, bei pastenförmigen Klebstoffen durch Aufwalzen oder Einpressen, bei pulverförmigen Stoffen durch Aufstäuben oder Aufsieben* Der Einsatz pulverförmiger Klebstoffe ist auf waagerechte Flächen begrenzt, sofern nicht durch besondere konstruktive Maßnahmen das Einbringen des Pulvers zwischen die zusammengefügten Flächen ermöglicht wird» Solche Lösungen sind jedoch nur in einigen Ausnahmefällen möglich? ZoBe bei Bohrmuffen
(BD-AP 109 022) oder ebenen, großflächigen metallischen oder nichtmetallischen Teilen (DD-WP 102 402)· Nach dem Auftragen des Klebstoffes erfolgt das Zusammenfügen und Fixieren der Einzelteile und anschließend die Verfestigung des Klebstoffes durch chemische Reaktion und/oder physikalische Vorgängej meist unter Einwirkung von Luftj Wärme oder ähnlichem.
Die bekannten Verfahren haben den Nachteil, daß w an den Fügestellen Klebnähte entstehen, die das dekorative Aussehen beeinflussen bzw. in einem zusätzlichen Arbeitsgang beseitigt werden müssen^
~ zum Fügen und/oder während der Verfestigung bzw«. Aushärtung ein ständiger· Druck einer Fixiervorrichtung erforderlich ist, die so groß sein muß, daß die Schichtdicke verringert und vergleichmäßigt wirds
- zur Erzielung korrosionsschützender und dekorativer Oberflächen ein zusätzliches Aufbringen von Beschichtungsstof- fen notwendig ist, v/obei es sehr schwierig und teilweise unmöglich ist, die an die Klebflächen sich unmittelbar anschließenden Oberflächen der bereits zusammengefügten Ein-» zelteile wegen der nur engen Zwischenräume einwandfrei zu beschichten, so daß diese Gebiete einem erhöhten Korrosionsansatz unterliegen·
Zur Verringerung dieser Nachteile v/urden spezielle Lösungen Torgeschlagen, die jedoch nur in Sonderfällen einsetzbar sind und die genannten Schwierigkeiten auch nicht vollständig überwindenβ So wird in der DE-OS 2 923 314 ein Klebverfahren vorgeschlagen, bei dem zur Herstellung von zusammengesetzten Fahrzeugteilen, wie Türen, Kofferklappen u* ä«, auf die Verbindungsflächen und um diese herum ein hitzehärtbarer, korrosionsbeständiger Montagekleber und zusätzlich auf die Innenflächen eine Grundierung aufgetragen wird, die nach dem Zusammenfügen in einer thermischen Nachbehandlung gemeinsam aushärten» Danach erfolgt in weiteren Verfahrensschritten eine Grundierung der Außenflächen und eine Deoklackierung. Dieses Verfahren besitzt insbesondere den Nachteil einer großen Anzahl von aufeinanderfolgenden Verfahrensschritten,
weil Montagekleber und Grundierung getrennt aufgetragen werden müssen und eine weitere Becklackierung erforderlich ist« Weiterhin ist von Nachteil, daß der hitzehärtbare Klebstoff nur an der Luft eine Schutzschicht an seiner Oberfläche bildet und damit die technologischen Schwierigkeiten der Luft-' trocknung bei automatisierten Fertigungsabläufen bestehen« Schließlich ist es ein großer Nachteil, daß die pastösen Kleber nur jeweils auf einer der Verbindungsflächen und erst bei relativ großen Schichten über 200 /Um in annähernd gleichmäßiger Dicke aufgetragen werden können und die eilige·" setzten Lösungsmittel auf Erdölbasis mit einem Anteil von mindestens 8 % bei ihrer Verflüchtigung eine Schrumpfung der Schicht hervorrufen, wodurch Zusammenkleben von räumlichen Bauteilen unmöglich ist« Schließlich ist bereits vorgeschlagen worden, als Kleber PVC-Piastisöle einzusetzen und nach dem Auftragen eine erste Wärmezufuhr zur Vorgelierung und nach dem Zusammensetzen der zu klebenden Bauteile eine zwei-= te Wärmezufuhr zur Härtung des Klebers einzusetzen (DE-OS 2 620 029)«, Von Nachteil ist hier, daß der Kleber nach dem Gelieren mit etwa gummiartiger Konsistenz ausgestattet ist, die zwar die Lager- und Transportfähigkeit der Einzelteile vor dem Zusammensetzen ermöglichen soll, aber erhebliche Schwierigkeiten'bei der Herstellung der Klebverbindung zeigt, besonders wenn es sich gleichzeitig um Klebflächen in mehreren Ebenen handelt, weil bei der erneuten Erwärmung die gummiartige Konsistenz das Fügen der Einzelteile erschwert, ein Fließen verhindert und durch die sofort einsetzende ständige Verfestigung die Verbindungsflächen nur stellenweise als Klebflächen wirksam werden»
Ziel der Erfindung
Die Erfindung verfolgt das Ziel, ein neues, universell einsetzbares Verfahren zum Verbinden von Bauteilen durch Kleben, anzugeben? daß die vorgenannten Nachteile der bekannten Klebverfahren nicht aufweist, die Zahl der Verfahrensschritte bei der Herstellung zusammengesetzter Erzeugnisse und damit den Zeitaufwand reduziert, sich·in automatische Ferti-
g'ungsstraßen einbeziehen läßt und au einer besseren Ökonomie durch., höhere Materialausnutzung führt*
.Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Klebverfahren ansugeben, daß beim Zusammenfügen das Ausquetschen eines Klebstoff Überschusses vermeidet, während des Prozesses der Verfestigung keinen Schwund aufweist? mit dünnen Klebstoffschichten auskommt und für beliebige Zeit zwischen dem Auftragen des Klebstoffes und dem Zusammenfügen eine Lagerung der Teile erlaubt, wobei die zur Verklebung dienende Schicht formstabil und nicht gummiartig sein soll und eine mechanische Bearbeitung wie Schneiden, Schleifen oder Polieren zuläßt·
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß auf die durch eine Klebfläche au verbindenden Teile
- im ersten Verfahrensschri'tt ein gleichermaßen als Beschichtungsstoff für den Oberflächenschutz und als Klebstoff geeignetes Plastpulver mittels bekannter elektrostatischer Beschichtung sgeräte auf die durch Kleben zu verbindenden Flächen und in der Regel auch auf die übrige Oberfläche dieser Bauteile aufgetragen wird und
- in einem zweiten Verfahrensschritt die aufgetragene Pulverschicht durch Erwärmen auf eine Temperatur, die oberhalb des Schmelzpunktes und bei duroplastischen Materialien unterhalb der Mindestreaktionstemperatur liegt, aufgeschmolzen und anschließend wieder abgekühlt wird,
- in einem weiteren Verfahrensschritt das Zusammenfügen der mit einem Pla3tfilm versehenen Bauteile mit anderen Bauteilen? die ebenfalls mit einem Plastfilm versehen sein können, und ihre Fixierung in der gewünsohten Anordnung erfolgt und
.«- in einem anschließenden Verfahrensschritt die zusammengefügten und in dieser Anordnung mit bekannten Mitteln fixierten Erzeugnisse wieder.erwärmt v?erden, bis der Plastfilm nochmals flüssig wird und bei Verwendung duroplastischer Pulver so lange auf einer Temperatur oberhalb der Mindestraaktionstem-. peratur gehalten werden, bis der Plastwerkstoff ausgehärtet ist ο ·
Es wurde gefunden, daß die für den Oberflächenschutz metallischer Werkstücke entwickelten Beschichtungspulver auf der Basis von Epoxid-, Polyester-, Epoxidpolyester- und ähnlichen Harzen in ihrer Zusammensetzung mit Härter, Pigmenten, Füllstoffen und Verlaufsmitteln hierfür geeignet sind, wenn das Teraperatur-Zeit-Regime, das sum Aushärten der Plastsohicht für Zwecke der korrosionsschütaenden und/oder dekorativen Oberflächenbeschichtung notwendig ist, in der vorgenannten Weise verändert wird«
Die Bildung des nicht ausgehärteten Überzuges kann auch dadurch erreicht werden, daß das Werkstück auf eine Temperatur unterhalb oder wenig oberhalb der Mindestreaktionstemperatur vorerwärmt wird und der Pulverauftrag auf die erwärmte Oberfläche erfolgte
Durch elektrostatisches Auftragen des Plastpulvers auf die nicht vorerwärmte Oberfläche wird es ermöglicht, in an sioh bekannter Weise gleichmäßige und dünne Schichten, deren Schichtdicken im aufgeschmolzenen Zustand bei duroplastisohen oder thermoreaktiven Pulvern im Bereich 20 bis .150 /um, selten darüber liegen und bei thermoplastischen Pulvermaterialien bis 300 /um erreichen, auf a,llen Flächen unabhängig von ihrer geometrischen Lage aufzutragen und das Pulver entgegen der Schwerkraft bis zur ersten Wärmebehandlung zur elektrischen Haftung zu bringen·
Das Zusammenfügen der zu verbindenden Teile kann auf verschiedene V/eise erfolgen« Entweder unmittelbar während der Schraelzphase bei der ersten Wärmebehandlung, bevorzugt jedoch nach einer Abkühlung, In diesem Zustand sind die Teile oberflächengeschützt, beliebig lange lagerfähig, stapelbar, und da auch der nichtausgehärtete Sohmelzfllra hinreichende Festigkeit aufweist, können Bearbeitungen wie Trennen, Sohneiden, passungsgerechtes Schleifen u. ä«, vorgenommen werden. Nach dem , Zusammenfügen, der zu verbundenen Teile ist in der Regel eine Fixierung in entsprechenden Vorrichtungen erforderlich, um das Schwimmen der Bauteile während der Anfangsphase der zweiten Wärmebehandlung zu vermeiden· Fixierungen lassen sich auch. durch entsprechende Formgebungen der Bauteile erreichen. Da
-.*- b -"· 2 2 Z O Ü »
die Schichtdicke die Haftfestigkeit bzw, die Tragfähigkeit einer Klebverbindung direkt beeinflußt und die optimale Schichtdicke des Klebstoffes bekanntermaßen bei 100 bis 150 /um liegt, benötigen die Fixierungsvorrichtungen nur geringe Preßkräfte, weil die aufgetragenen Schmelzfilrae schwundfrei sind, bereits im Bereich der optimalen Schichtdicke liegen und keine sonst übliche Preßkraft zur Reduzierung und Vergleichmäßigung der Kleberschicht bedürfen« Die zweite Wärmebehandlung führt erfindungsgemäß gleichzeitig zu einem ausgehärteten Oberflächen-Plastfilm mit den bekannten Eigenschaften einer hochwertigen Deckbeschiohtung und gum festen Verkleben der zusammengefügten Bauteile* Wird das Verfahren sur Herstellung mehrfarbiger Erzeugnisse genutzt, so werden die Bauteile erfindungsgemäß Jeweils mit einem Plastpulver in unterschiedlichem Farbton beschichtet und die Pulverfilme eingeschmolzen, jedoch nicht ausgehärtet· Die so gewonnenen verschiedenfarbigen Bauteile werden in der gewünschten Weise zusammengefügt und in der anschließenden . zweiten Wärmebehandlung zum fertigen Erzeugnis mit mehrfarbigem Plastüberzug fest verklebt»
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Verbindung von vorzugsweise unbeschichteten Bauteilen durch Swischenlegen von Metallfolien oder -profilen, die zuvor mit einem aufgeschmolzenen und durch Abkühlung wieder verfestigten, jedoch bei duroplastisohem Pulvermaterial nicht ausgehärtetem Überzug versehen werden.
In einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von Klebverbindungen mittels vorbeschichteter Zwischenlagen erfolgt die zweite Wärmebehandlung sur Aushärtung des Klebstoffs durch direkte Stromwärme über den elektrischen Widerstand des Schichtträgers·
Ausführungsbeispiel
Nachfolgend wird der Gegenstand der Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen für.den technologischen Ablauf bei der Herstellung verschiedener durch Klebverbindung zusammengefügter Erzeugnisse eingehend erläutert.
Die zugehörigen Zeichnungen zeigen;
Fig. 1 die schematische Darstellung eines Verfahrensablaufs zur Herstellung oberflächenbeschichteter Erzeugnisse der Ausführungsform nach Figo 2,
Fig« 2 eine Teil-Schnittdarstellung eines o'berflächenbeschichteten und' durch Klebverbindung zusammengefügten Erzeugnisse,
Fig» 3 die schematische Barstellung einer weiteren Gestaltung des Verfahrensablaufs zur Herstellung oberflächengeschützter und durch Klebverbindungen zusammengefügter Erzeugnisse,
Fig. 4 die schematische Darstellung des Yerfahrensablaufs zur Herstellung eines mehrfarbigen plastpulverbeschichteten Erzeugnisses nach Fig. 5}
Fig. 5 eine Halbschnitt-Darstellung eines aus verschiedenfarbigen Bauteilen zusammengefügten plastbeschichteten Erzeugnisses,
Fig* 6 die schematische Darstellung einer weiteren Ausbildung des erfindungsgemäßen yerfahrensablaufs zur Herstellung von zusammengefügten Erzeugnissen nach Figo 7,
Fig. 7 eine Ansicht eines Bausteins für elektronische Schaltungen, der aus elektrisch leitenden und nichtleitenden Teilen zusammengefügt ist,
Fig* 8 eine Teil-Schnittdarstellung einer mittels Verbindungselement hergestellten Klebverbindung an einem Erzeugnis.
Fig. 1 zeigt in schematischer Form den erfindungsgemäßen Verfahrensablauf zur Herstellung eines durch Klebverbindungen zusammengefügten Erzeugnisses j wie z*B. zur Herstellung einer in Fig. 2 im Schnitt dargestellten Frontplatte eines elektro™
Ä»
nisohen Gerätes j die aus Grundplatte 1:, Siohtblende 2 für Instrumente, Schildern 3 und Montagewinkeln 4 zusammengefügt wird*
Auf die durch Klebverbindung zu fügenden Bauteile 1 bis 4 wird' im Verfahrenssohritt P mit elektrostatischen Sprühgeräten und mit für den Korrosionsschutz handelsüblichen Plastpulvern, z.B. Epoxidharz-Pulverlacken, bestehend aus einem Gemisoh von Epoxidharz höherem Molekulargewichts mit festem Härter, anorganischem Füllstoff und Pigmenten im gewünschten Farbton, eine gleichmäßige Plastpulverschicht auf die gesamte Oberfläche der Bauteile 1, 2, 4 oder bei einigen Bauteilen 3 zumindest auf die zu klebende Oberfläche der Bauteile aufgetragen» In der sich anschließenden Wärmebehandlung - Verfahrensschritt W. - erfolgt das Aufschmelzen der Plastpulverech'icht zu einem homogenen Plastfilm 5 mit einer Stärke im Bereich γόη 50 - 150 /um bei einer Temperatur, die im Bereich zwi-
sehen dem Schmelzpunkt von 68 ··· 75 C und der Mindestreaktionstemperatur für die Vernetzung des Harzes mit dem einextrudierten Härter von ca. 1200C liegt, also bei etwa 90 bis 11O0C.
Nach Abkühlen - im Schema Fig. 2 Verfahrenschritt K^ - besitzen die Bauteile 1 bis 4 einen Plastüberzug 5, der noch nicht ausgehärtet ist, aber den Anforderungen an temporären Korrosionsschutz und an eine hinreichend feste, nicht klebende Oberfläche für die Lager- und Stapelfähigkeit der Bauteile genügt·
Im Verfahrensschritt F werden die beschichteten Bauteile 1 bis 4 in der gewünschten Zu.ordnung zusammengesetzt und mit in der Klebetechnik bekannten Mitteln in dieser Lage fixiert*
In einer zweiten Wärmebehandlung - Verfahrensschritt W« *-..'. erfolgt eine Erweichung und ein Verschmelzen der sich an den Klebflächen· berührenden Plastfilme 3 mit. anschließender Aushärtung während der Dauer der Wärmebehandlung, ζ·Β. bei dem oben genannten Epoxidharz 12 Minuten bei 2000C, so daß auf den Außen- und Klebflächen ein fester Plastfilra entsteht, der
nach Abkühlung - Verfahrenssohritt Ep r einen allseitigen Oberflächenschutz mit dekorativem Aussehen bietet.
Fig* 3 gibt das Schema des Verfahrensablaufs wieder, wenn die Bauteile unmittelbar vor der elektrostatischen Beschichtung erwärmt werden und im auf 90 bis 1300C vorerwärmten Zustand das Aufbringen des Plastpulvers erfolgt, so daß sioh sofort der Plastfilm 5 auf der -Oberfläche der erwärmten Bauteile" ausbildet» Ein überschreiten der Mindestreaktionstemperatur ist vorteilhaft und bei Y/erkstücken mit niedriger Wärmekapazität notwendig, da durch den ¥/ärmeentzug beim Schmelzen das Werkstück schnell abkühlt« Die weiteren Verfahrensschritte K^ j F, W2 und K2 folgen dannwie im Schema Flg· 1 dargestellt«.
4 zeigt in schematisoher Form einen Verfahrensablauf zur Herstellung eines mehrfarbig plastbeschichteten Erzeugnisses, wie s«Be zur Herstellung des in Fig, 5 im Halbschnitt dargestellten Lampenteils, das aus einem mit Plastfilm 5 im Farbton a beschichteten Oberteil 6, einem Mittelteil 7 mit Plastfilm 5 im Farbton b und einem Unterteil 8 mit Plastfilm 5 im Farbton c zusammengefügt wird· Auf die durch Klebverbindung zu fügenden und dekorativ zu beschichtenden Bauteile 6 bis 8 wird in getrennten Anlagen oder zeitlich nacheinander im Verfahrensschritt P mit elektrostatischen Auftragsgeräten und mit für die Oberflächenbeschichtung bekannten Plastpulvern auf jedem Bauteil eine Pulverschicht im jeweils vorgesehenen Farbton aufgetragen um im Verfahrenssohritt W- bei einer Temperatur im Bereich zwischen Schmelzpunkt und Mindestreaktionstemperatur, bei dem vorgenannten Epoxidharz, also Temperaturen zwischen 90 und 1100C aufgeschmolzene. Nach dem Abkühlen Verfahrenssohritt K4 - werden die Bauteile' 6 bis 8 mit den verschiedenen Farben a, b und c im Verfahrensschritt F zusammengesetzt und in ihrer lage fixiert, wobei die Fixierung zeB, durch die Form der Bauteile und/oder ihre Eigenmasse bei entsprechender Aufhängung erfolgt· Während dar abschließenden Wärmebehandlung - Verfahrensschritt W«'- 3«.Be 15 Min· bei 1800C oder 12 Min. bei 2000C, erfolgt das Verbinden der Bauteile mit dem gleichzeitigen Aushärten, der Plastfilme, wobei ein Teil entsteht, das naoh
Abkühlung - Verfahrenssahritt Kp "" drei in unterschiedlichen Farben mit scharfer Trennung plastbesohichtete Abschnitte besitzt·
Fig. 6 zeigt in schematisoher Form einen Verfahrensablauf zur Herstellung plastbeschichteter Erzeugnisse durch Klebverbindungen, dessen einzelne,Schritte, wie bereits in Fig. 1 oder 3 und 4 dargestellt, verlaufen, wobei jedoch nach dem Verfahrensschritt Κ, eine Unterbrechung des Verfahrensablaufs erfolgt und die Schritte \?£ und Kp erst dann durchlaufen werden, wenn zuvor eine Zwischenlagerung und/oder ein spanloses oder spangebendes Umformverfahren L auf die Bauteile angewendet wurde, wie ζ·Β# zur Herstellung der in Fig· 7 dargestellten keramisohen' Substratplättchen#
Figo 7 zeigt ein keramisohes Isolierplättchen 9, das als Substrat für eine elektronische Schaltung dient und auf der die Leiterfolie 10 in der Weise aufkaschiert wird, daß aus einer Kupferfolie, die in den Verfahrensschritten P, W^ und K^ auf einer Seite mit einem Überzug, ζ·Β· eines Pulverlackes für elektrische Isolierungen, versehen wird, im Verfahrensschritt L kleine Foliensegraente 10 entsprechend der Größe der Substratfläche abgetrennt werden und in den Verfahrensschritten F, Wp und Kp die innige Verbindung des Foliensegments über die Kleberschicht 5 mit dem Isolierplättchen 9 vorgenommen wird«
Burch die so erzielt.e Verbindung einer leitenden Fläche auf einem Isolierwerkstoff wird für die Verwendung in elektronischen Schaltungen ein Ausätzen feinster Leiterzüge ohne die Gefahr des Ablösens benachbarter Folienteile bei Gewährleistung einer hohen elektrischen und mechanischen Festigkeit zwischen den verbleibenden Leiterteilen und dem Substrat erreicht.
Ein weiteres Beispiel zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens stellt die Herstellung von Erzeugnissen aus unbeßchichteten Bauteilen, die mit beschichteten Verbindungselementen im Verfahxensschritt F zusammengefügt und in den Folge-
·" '"' - Ί Z Z ο b a
schritten W« und Kp mittels dieser Verbindungselemente dicht und fest verbunden werden, day» Fig© 8 zeigt Im Teilschnitt 'Verbundscheiben, die aus den unbeschichteten Glasscheiben 11 „mit der beidseitig beschichteten Verbindungsfolie-12 hergestellt wurden· Um ein Wiederauflösen der Verbindung zu erreichen, können auoh thermoplastische Pulvermaterialien, z.B, aus Polyäthylen, Polyamid, thermoplastisch eingestellte Polyester, PVC oder ähnliche eingesetat werden»

Claims (6)

Erfindungsanspruch
1, Herstellungsverfahren für durch Klebverbindungen zusammengesetzte Erzeugnisse aus Metall, Glas, Keramik, Preßstoffen und anderen temperaturbeständigen Materialien, die ganz oder teilweise mit einem organischen Überzug versehen sind, wobei der die Klebverbindung erzeugende Stoff vor dem Zusammenfügen aufgetragen und die feste Verbindung durch Erwärmung des zusammengesetzten Gegenstandes erzeugt wird, gekennzeichnet dadurch, daß
- im ersten Verfahrensschritt (P) ein gleichermaßen als Besohichtungsstoff für den Oberflächenschutz und als Klebstoff geeignetes Plastpulver mittels bekannter elektrostatischer Besohichtungsgeräte auf die durch Kleben zu verbindenden Flächen und in der Regel auch auf die übrige Oberfläche dieser Bauteile (1 bis 9) aufgetragen wird und
- in einem zweiten Verfahrensschritt (W.) die aufgetragene Pulverschicht durch Erwärmen auf eine Temperatur, die oberhalb des Schmelzpunktes und bei duroplastischen Materialien unterhalb der Mindestreaktionstemperatur liegt, aufgeschmolzen und anschließend wieder abgekühlt wird,
«· in einem weiteren Verfahrensschritt (F) das Zusammenfügen der mit einem Plastfilm (5) versehenen Bauteile mit anderen Bauteilen, die ebenfalls mit einem Plastfilm versehen sein können, und ihre Fixierung in der gewünschten Anordnung erfolgt und
- in einem anschließenden Verfahrensschritt (W2) die zusammengefügten und in dieser Anordnung mit bekannten Mitteln fixierten Erzeugnisse wieder erwärmt werden, bis der Plastfilm (5) nochmals flüssig wird, und bei Verwendung duroplastischer Pulver so lange auf einer Temperatur oberhalb der Mindestreaktionstemperatur gehalten werden, bis der Plastwerkstoff ausgehärtet ist·
2* Verfahren nach Punkt 1., gekennzeichnet dadurch, daß der erste und zweite Verfahrensschritt (P.und W^) durch Vorerwärmen der zu beschichtenden Teile gleichzeitig ablaufen·
3.· Verfahren nach Punkt 1· und 2., gekennzeichnet dadurch, daß zur Herstellung mehrfarbiger. Erzeugnisse die zusammenzufügenden Bauteile (6 bis 8) mit verschiedenfarbigen Plastpulvern beschichtet werden·
4· Verfahren nach Punkt 1. bis 3», gekennzeichnet dadurch, daß nach dem zweiten Verfahrensschritt (W.) eine Unterbrechung im technologischen Ablauf erfolgt, während der die beschichteten und zusammenzufügenden Teile zwischengelagert und/oder durch spanlose oder spanabhebende Trenn- und Umformverfahren (L) bearbeitet werden»
5· Verfahren nach Punkt 1* und 2«, gekennzeichnet dadurch? daß nach dem.ersten und zweiten Verfahrensschritt (P und Wj) Halbzeuge in Form von vollständig oder teilweise beschichteten Metallfolien oder Profilen (12) hergestellt werden, die in den Folgeschritten (F und W2) als Verbindungselemente zwischen den zusammenzufügenden unbeschichteten Bauteilen (11) eingesetzt werden«,
6· Verfahren naGh Punkt 5.,gekennzeichnet dadurch, daß die zweite Wärmebehandlung (Wp) durch direkte Stromwärme über den elektrischen Widerstand des Schichtträgers erfolgt*
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2843756A1 (fr) * 2002-08-26 2004-02-27 Commissariat Energie Atomique Procede de soudage d'une surface polymere avec une surface conductrice ou semi-conductrice et ses applications

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2843756A1 (fr) * 2002-08-26 2004-02-27 Commissariat Energie Atomique Procede de soudage d'une surface polymere avec une surface conductrice ou semi-conductrice et ses applications
WO2004018548A3 (fr) * 2002-08-26 2004-04-08 Commissariat Energie Atomique Procede de soudage d'une surface polymere avec une surface conductrice ou semi-conductrice

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