DD152577A1 - Stabilisierungsmittel fuer das bodengefuege - Google Patents

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DD152577A1
DD152577A1 DD22330980A DD22330980A DD152577A1 DD 152577 A1 DD152577 A1 DD 152577A1 DD 22330980 A DD22330980 A DD 22330980A DD 22330980 A DD22330980 A DD 22330980A DD 152577 A1 DD152577 A1 DD 152577A1
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Johannes Kreis
Anton Kullmann
Juergen Lehfeldt
Werner Lier
Gerhard Moser
Guenter Salewski
Henning Zobel
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Johannes Kreis
Anton Kullmann
Juergen Lehfeldt
Werner Lier
Gerhard Moser
Guenter Salewski
Henning Zobel
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Mittel zur Stabilisierung des Bodengefueges von landwirtschaftlich genutzten Boeden, bevorzugt Sand- und Lehmboeden, auf der Basis kationaktiver Emulsionen von Bitumen, Oelen, Harzen oder Gemischen dieser Stoffe, Wasser und Saeure. Dieses Mittel ist gekennzeichnet durch einen Gehalt an einer quarternaeren Ammoniumverbindung und eines alkoxylierten Alkylphenols oder eines alkoxylierten langkettigen Alkylphenols oder langkettigen Alkanols alkoxylierten Alkylamins oder eines Gemisches dieser Verbindungen u.bzw.oder eines langkettigen Alkylamins oder einer langkettigen quarternaeren Ammoniumverbindung oder eines Gemischer dieser Verbindungen.

Description

Stabilisierimgsmittel für das Bodengefüge Anwendungsgebiet der Erfindung
Bis Erfindung betrifft ein Mittel zur Stabilisierung des Bodengefüges von landwirtschaftlich genutzten Böden, bevorzugt Sand- und Lehmböden,auf der Вазіа kationaktiver Emulsionen von Bitumen, Ölen % Harzen oder Gemischen dieser Stoffe, Wasser und Säure.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur Sicherung stabiler, hoher Erträge in der Pflanzenproduktion sind usa. die physikalischen Bodeneigenschaften von entscheidendem Einfluß. Je nach den Standortbedingungen werden spezielle acker- und pflanzenbauiiche Maßnahmen erforderlich, um vorrangig den Luft- und Wasserhaushalt des Bodens annähernd optimal für die Pflanzenproduktion zu gestalten» Häufig geht der durch die Boden- und Saatbettbereitimg geschaffene Gefügezustand relativ schnell infolge des Witterungeeinflusses und der Bewirtschaftungsmaßnahmen verloren, wodurch auch andere physikalische sowie chemisch und mikrobiologische Bodeneigenschaften negativ beeinflußt werden.
Es ist bekannt, daß durch synthetische Bodenverbesserungsmittel ein labiles Bodengefüge so stabilisiert werden kann, daß infolge der verbesserten physikalischen Bodeneigenschaften Ertragssteigerungen erzielt werden können· Dies wird entweder durch Einmischen verschiedener Produkte in den Boden oder durch ein* Boctenotaerflacbenbchaixdlung mit Bodenverbesserungsmittel erreicht« Шж die *rsteve Arbeitsweise worden vorwiegend
Polyacrylate, Polyacrylamide, Polyvinylalkohole und diverse Copolymere--ζ· B. Vinylacetat-Maleinsäuremethylester-verwen.det, die über Haupt- und Nebenvalenzbindungen verkettend und damit stabilisierend auf benachbart liegende Bodenteilchen einwirken. Unter den für diesen Verwendungszweck ebenfalls in Betracht kommenden Harzen werden Harnstoff-Formaldehyd-Harze bevorzugt eingesetzt, die die Meso- und Makroporenräume auskleiden und die Mikroporen ausfüllen, so daß nach dem Aushärten ein auf das Gefüge stabilisierend wirkendes dreidimensionales Stützskelett entsteht. Bodenoberflächenbehandlungen werden mit Dispersionen von Butadien-Styrol-Latex, Polyvinylacetat, Bitumen, Polyurethan, ölen, Paraffin, Wachs oder mit Gemischen einiger dieser ge~ nannten Produkte durchgeführt. Auf diese V/eise wird ein Film, auch als Mulchdeckschicht bezeichnet, erzeugt, in den etwa die obersten 1 bis 3 mm des Bodens einbezogen werden können. Durch diese Filme wird die gefügezerstb'rende Wirkung aufprallender Regentropfen und der Wasser- und Windabtrag von Boden reduziert. Bei Verwendung von bitumenhaltigen Bodenverbesserungsmitteln wird infolge der dunklen Einfärbung darüber hinaus eine für die Pflanzenentwicklung günstige Bodentemperaturerhöhung während der Keimphase und des Jugendwachstuma erreicht.
Der Einsatz der genannten Bodenverbesserungsmittel zur Gefügestabilisierung auf sandigen und lehmigen Böden ist jedoch nicht oder nur unter Inkaufnahme verschiedener Nachteile möglich:
- Auf Sandböden können infolge des geringen Tonkolloidgehaltes diejenigen Bodenverbesserungsmittel nicht effektiv eingesetzt werden, deren Wirkprinzip vor allem auf Hauptvalenzbindungen beruht.
- Die auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen vorhandenen Mineralien weisen negativ geladene Oberflächen auf. Die meist anionischenoder nichtionogenen Bodenverbesserungsmittel haben deshalb Insbesondere bei Applikation auf feuchten Böden eine zu geringe Haftung an den einzelnen Bodenteilchen, um eine maximale Wirkung ku erreichen.
- Zahlreiche Bodenverbesserungsmittel haben infolge zu hoher Viskosität und bzw. oder eines zu großen Durchmessers der dispersen Teilchen ein zu geringes Eindringvermögen, so daß zur homogenen Verteilung im Boden aufwendige Bearbeitungsmaßnahmen notwendig sind.
- Bei Oberflächenbehandlungen des Bodens liegt der Bodenverbesser ungsmitt elf ilm häufig ohne ausreichende Bindung zum Boden auf, so daß vor allem auf kuppigem und geneigtem Gelände derartige Filme leicht von Y/asser unterspült bzw. vom Wind unterweht und dann abgetragen werden.
- Die Möglichkeit einer zusätzlichen, indirekten Stabilisierung des Bodengefüges durch eine hydrophobe Materialeigenschaft des verwendeten Bodenverbesserungsmittels wird-ausgenommen bei Bitumen - so gut wie gar nicht oder nur unvollkommen genutzt.
Um die genannten Nachteile zu beseitigen, wurde auch versucht, mittels kationaktiver Emulsionen zu arbeiten. Dabei wurden vor ellem Erfahrungen aus dem Straßenbau übernommen, yjo mittels organischer primärer, sekundärer, tertiärer oder quarternärer Ammoniumsalze, beispielsweise Monoalkyl-trimethyl- bzw. Dialkyl-dimethylammoniumverbindungen oder Alkyl-imidazolinderivate als Emulgatoren brauchbare Bit umenemulsionen gewonnen wurden* die auch feuchte negativ geladene Stein- und Sandpartikel umhüllen können. Diese bekannten Lösungen führten jedoch bei ertragsarmen Sand- und Lehmböden nicht zu einer gewünschten Hydrophobierung. Außerdem werden auch nicht die notwendigen Sindringtiefen von über 10 mm erreicht und die gewünschte Aggregat st aMlität des Bodens über einen längeren Zeitraun tritt nur in geringem Maße ein.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Herstellung eines Mittels zur Stabilisierung des Bodengefüges für landwirtschaftlich genutzte Sand·*· und Lehmböden auf der Basis von kationaktiven Öl-inWasser-Emulsionen, die in den Boden gut eindringen, die eine ausreichende Haftung auch bei feuchten Bodenbedingungen sichern und die sowohl durch ihre verklebende Wirkung auf die Bodenteilchen als auch durch den ihr anhaftenden Hydrophobieeffekt eine langanhaltende Stabilität der einzelnen Bodenaggregate und des gesamten Bodengefüges bewirken.
Darlegung des Wesens der Erfind Ling
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Bodenverbesserungsmittel auf der Basis von kationaktiven Öl-in-Wasser-Emulsionen aus Bitumen, Harzen, Ölen oder Gemischen dieser Stoffe unter Verwendung einer quarternären Ammoniumverbindung als Emulgator und zusätzlichen Emulgator hilfsstoffen zu entwickeln.
Erfindungsgemäß vfird die Aufgabe durch kationaktive Emulsionen aus Bitumen, Harzen, Ölen oder Gemischen dieser Stoffe gelöst, die 0,05 bis 5 Ma»-% einer quarternären Ammoniuaverbindung und 0,01 bis 3 .Ma.-% eines alkoxylierten Alkylphenols oder alkoxylierten langkettigen Alkanols oder alkoxylierten langkettigen Alkylamins oder einuGemischesdieser Verbindungen and bzw. oder 0,01 bis 3 Ma«-% eines langkettigen Alkylamins oder einer langkettigen quarternären Ammoniumverbindung oder eines Gemische dies er Verbindungen enthält·
Die als Emulgator wirkende quarternäre Ammoniumverbindung hat dabei die allgemeine Formel
R1-N 1 I \
(CH9 - CH - 0)_ H
(CH2 -OH- 0)y H R3
wobei R1 ein aliphatischer Kohlenwasserstoffrest mit 12 bis 22, vorzugsweise 16 bis 18 Kohlenstoffatomen,
R9 und R~ ein CH-,- oder C2H,--Radikal oder ein H-Atom, R, ein CHo- oder C2H5-Radikal,
A ein Anion, vorzugsweise CH3SO4", C2H5SO4", CE3O", Cl~und χ und у ganze Zahlen mit der Summe χ + у = lOsind.
Die als Emulgatorhilfsstoffe wirkenden alkoxylierten Alkylphenole, Alkohole oder Amine besitzen Alkoxylierungszahlen von 3 bis 10. Die weiterhin als Emulgatorhilfsstoffe wirkenden langkettigen Alkylamina sind gesättigte und bzw. oder ungesättigte primäre und bzw. oder sekundäre Pettamine mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bia 18 Kohlenstoffatomen. Die langkettigea quarternären Ammoniumverbindungen enthalten eine lange Kette mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 Kohlenstoffatomen und kurzkettige Kohlenwasserstoffradikale mit vorzugsweise 1 bis 3 Kohlenstoffatomen.
Es wurde gefunden, daß durch Einsatz der erfindungsgemäß verwendeten quart ernär en Ammoniuraverbindung feindisperse Emulsionen vom Typ Öl-in-Wasser von Bitumen, verschiedenen ölen, Destillaten, Rückständen und Harzen der Erdölverarbeitung und der Kohleveredlung sowie von Gemischen dieser Stoffe hergestellt werden könn-en. Schon durch Verwendung kleinster und damit ökonomisch äußerst günstiger Mengen der quarternären Ammoniumverbind ung von 0,1 Ma.-% sind Emulsionen erzielbar« Dabei wird in üblichen Herstellungsverfahren gearbeitet, wobei die quarternäre Ammoniumverbindung, die zumeist als 30 bis 50 %ige wäßrige Lösung vorliegt, dem Emulsionswasser zugesetzt wird. Gleichzeitig wird mittels Zugabe einer Mineralsäure oder einer organischen Säure ein pH-Y/ert von 1 bis 4 in der wäßrigen Phase eingectellt und die gesamte Lösung auf 30 bis 70 0C unter Mischen erwärmt.
Бае zum Emulgieren vorgesehene Produkt wird auf 40 bis 150 0C je nach Viskosität erwärmt und in einem diskontinuierlich arbeitenden Mischgerät der vorbereiteten ·Emulgatorlösung unter
ständigem Rühren zugesetzt.
Günstiger ist es jedoch, das zu emulgierende Produkt und die saure Emulgatorlösung getrennt in eine Kolloidmühle zu führen und zu emulgieren. In jedem Fall ist es möglich, feindisperse, niedrigviskose Emulsionen mit einem Anteil an der dispersen Phase bis zu 80 Ma.-% herzustellen.
Mit der Erfindung ist es überraschend gelungen, zwei gegensätzliche Qualitätsanforderungen - der Hydrophilie einerseits und der Hydrophobie andererseits - in einer Verbindung in Form des angewendeten Emulgators zu vereinen. Dadurch ist es möglich, solche Eigenschaften, wie hohe Stabilität der Emulsion, gute Benetzbarkeit der Bodenteilchen und tiefes Eindringen in den Boden z.u erzielen, die alle auf eine gute Hydrophilie schließen lassen* Andererseits sind aber auch ein relativ schnelles Brechen der Emulsion, eine gute Umhüllung und eine hohe Aggregatstabilität der Bodenteilchen und des gesamten Bodengefüges zu verzeichnen, die alle auf die hydrophoben Eigenschaften der emulgierten Produkte hinweisen.
Durch den Zusatz von Emulgatorhilfsstoffen zu dem erfindungsgemäß eingesetzten Emulgator können somit die Eigenschaften Viskosität, Eindringtiefe, Hydrophobierung und Aggregatstabilität des zu verbessernden Bodens wesentlich beeinflußt werden.
Dabei bewirken steigende Zusätze von alkoxylierten Alkylphenolen oder längerkettigen Alkanolen oder Aminen oder von Gemischen dieser Stoffe Verbesserungen vor allen hinsichtlich der Emulgatoreingenschaften, wie hohe Lagerstabilität, WiderStandsfähigkeit gegenüber Transporten und mechanischen Belastungen,wie Pumpen oder Spritzen und Verdünnen mit V/asser. Weiterhin wird dadurch im wesentlichen die Eindringtiefe des Bodenverbesserungsmittels positiv beeinflußt. Die erauigiertsn öle, Harze oder Bitumen erhalten durch den Zusatz dieser Emulgatorhilfsstoffe eine hohe Beweglichkeit im emulgierten Zustand, so daß sie leicht in den Boden eindringen können, ohne an" der Oberfläche eine filraartige Haut zu bilden«
7 "·
Die Zusätze von langkettigen Alkylaminen oder langkettigen quarternären Ammoniumsalzen bewirken vor allem eine Viskosität sregulierung der Emulsion. Besonders bedeutungsvoll ist das bei Emulsionen von niedrigviskosen ölen oder Ölgemischen, die auf Grund der meist niedrigeren Dichte gegenüber dem Dispersionsmedium Wasser stark zum Aufrahmen und Entmischen neigen. Durch die Zugabe dieser Emulgatorhilfsstoffe wird durch die Viskositätserhöhung ein gelierender Effekt erzeugt, der einem Entmischen stark entgegenwirkt. Ebenso kann auf diese Y/eise auch einem Sedimentieren von emulgierten Produkten mit höherer Dichte als vom Dispersionsmedium Wasser entgegengewirkt werden.
Am günstigsten ist der gleichzeitige Einsatz von den erfindungsgemäßen Emulgatorgemischen einzuschätzen. Durch den Kombinationseffekt der erfindungsgemäß eingesetzten quarternären Ammoniumverbindung mit den alkoxylierten Alky!phenolen, Alkanolen oder Aminen, langkettigen Alkylaminen oder quarternären Ammoniumverbindungen werden die günstigsten Gebrauchseigenschaften für ein Bodenverbesserungsmittel erzielt. Bin Emulgatorgemisch mit beispielsweise 0,6 Ma.-% der quarternären Ammoniumverbindung, 0,5 Ma·-% alkoxyliertem Alkylphenol, 0,5 Ma.-% alkoxyliertem Alkanol und 0,3 Ma»-% gesättigtem AlkyImonofettamin vermag bis zu 80 Ma..-/« hochviskoser paraffine armer Öle der Erdölraffination oder der Kohleveredlung oder bis zu 75 Ma.-% Bitumen oder harzartige hochmolekulare Erdölprodukte odor Gemische von diesen genannten Stoffklassen in beliebigen Mengenverhältnissen zu emulgieren. Besonders günstig erscheint es, daß auch Nebenprodukte und Sekundärerzeugnisse der Petro- und Carbochemie zu wertvollen Emulsionen verarbeitet werden können, soweit sie bei Temperaturen bis zu 150 C eine Viskosität unter 1000 mPa · s besitzen und wenig paraffinische Inhaltsstoffe enthalten.
Die verschiedenen Emulsionen der angeführten Erzeugnisse sind schaumfrei und besitzen günstige Verarbeitungsviskositäten von 15 bis 40 s Auslaufdauer, gemessen im Straßenteerviskosimeter mit einer 2,5 mm-Düse. Die Emulsionen sind über 6 Monate bei Temperaturen zwischen + 0 und 35 0C lagerbeständig, ohne iiennenswert zu sediment ier en, aufzurahmen oder zu ver klumpen.
Die Emulsionen lasaen sich auch mit hartem Wasser vor dem Verarbeiten verdünnen. Nach dem Ausspritzen auf den zu verbessernden Boden· dringen die Emulsionen bis zu 30 ram tief, in den Boden ein. Durch die Kationaktivität vermögen die dispergierten Teilchen sowohl nasse als auch trockene Bodenpartikel zu umhüllen baw. wirkungsvoll zu hydrophobieren und bewirken dadurch eine gute Aggregat- und Gefügestabilität der behandelten einzelnen Bodenpartikel.
Obwohl kationische Tenside üblicherweise je nach ihrer chemischen Struktur germicide, fungicide und auch herbicide Eigenschaften besitzen, treten bei diesen quarternären Ammoniumverbindungen als Emulgatoren in den Bodenverbesserungsmitteln nach dem Auebringen keine phytotoxischen Wirkungen ein«. Durch die Verbesserung der Struktur des Bodens wird der Wasser- und Iiufthaushalt im Boden optimiert und führt zur Ertragssteigerung an ITutzpflanzen. Die Emulsionen mit dem Emulgatorgemisch können vorteilhaft in Kolloidmühlai hergestellt werden. Dabei werden die quarternäre Ammoniumverbindung und die alkoxylierten Alkylphenole bzw. Alkanole bzw. Amine immer der wäßrigen Phase zusammen mit der Mineral- oder organischen Säure zugesetzt. Das langkettige Alkylainin und die langkettige quarternäre Ammoniumverbindung können sowohl dem Bitumen, Öl oder Harz oder den Gemischen aus diesen Stoffen als auch der wäßrigen Phase zugemischt werden. Im letzteren Pail muß das langkettige Alkylamin .bei Temperaturen über 55 0C in der wäßrigen, sauren Lösung in ein wasserlösliches Salz überführt werden.
Ausführungsbeispiel
1· In einem Rührwerk werden 375 kg Wasser, 5 kg konzentrierte Salzsäure, 10 kg einer 35 %igen wäßrigen Lösung einer quarternären Ammoniumverbindung mit der Strukturformel
C18H3? -
- CH9 - OH
CH3SO4
und 10 kg Dodecylphenolpolygly&o.läther mit der Äthoxylierungszahl von б bei 45 0C homogen verrührt· Diese Lösung. wird mit βμί 100 0C erhitztem Bitumen mit einer Penetration von 150 bia 2201/І0 mm in einer üblichen Kolloidmühle zusammengebracht, wobei das Mengenverhältnis Bitumen:wäßrige Lösung 60 zu 40 beträgt.
Die fertige feindisperse braune Emulsion wird in Tanks geäammelt. Sie kann in üblichen Spritzgeräten mit Wasser verdünnt und auf den zu verbessernden Boden oberflächlich aufgetragen werden
Die Emulsion besitzt folgende Eigenschaften:
Auslaufdauer im Straßenteerviskosimeter bei
25 °C-2,5 mm-Düse 15,0 s
pH-Wert 1,5
Filmbildende Anteile 62,0
Siebrückstand nach 8 Wochen Lagerung 0,1
Eindringtiefe in Sandboden nach
2 h Einwirkzeit 12 mm
Anteil wasserstabiler Aggregate bei Sandbodsn (1 % Zusatz)
95%
Anteil wasserstabiler Aggregate bei Lehmboden (1 % Zusatz)
53 %
2· Wie in Beispiel 1 beschrieben wird eine Lösung aus 213 kg Wasser, 4,5 kg konzentrierter Salzsäure, 20 kg einer 35 %igen wäßrigen Lösung einer quarternären Ammoniumverbindung mit der Strukturformel
I /(сн2 - CH3 O)3 H
С2 McH2 - ** CH - O)4 H
C16H33 Н5 CH -
10 kg Tetradecylpolyglykoläther mit der Äthoxylierungszahl von 8 und 2,5 kg Hexadexylamin bei 50 C homogen vermischt·. Die Lösung wird getrennt mit einem auf 80-100 C 'erhitzten paraffinarmen.Öl oder Ölgemisch mit einer Viskosität von 20· mPa · s bei 70 0G einer Kolloidmühle zugeführt, wobei das Mengenverhältnis öl : wäßriger Lösung 75 zu 25 beträgt.
Die fertige feindisperse gelbe Emulsion wird in Vorratsbehältern gesammelt. Die Emulsion besitzt folgende Eigenschaften:
Auslaufdauer (2,5 mm-Düse) 65 s
pH-Wert 2,1
Filmbildende Anteile 82,3 %
Beschaffenheit nach 8 Wochen leicht homogenisierbar Bindringtiefe in Sandboden 10 mm
Anteil wasserstabiler Aggregate - Sandboden (1 %) 70 % Anteil wasserstabiler Aggregate - Lehmboden (2 %) 18 %
Die Wäßrige Lösung wird bei 60 0C aus 270 kg Wasser, 5 kg konzentrierter Salzsäure, 70 kg einer 40 %igen wäßrigen Lösung von Gemischen der quarternären Ammoniumverbindungen wie in d§n Beispielen 1 und 2 beschrieben und 5 kg eines technischen Talgamins hergestellt.
In einer Mischmaschine werden zu dieser Lösung im Verlauf von 30 Minuten unter ständigem Rühren 650 kg eines auf 100 0C erhitzten Harzes aus der Propanentasphaltierung langsam eingemischt. Es entsteht eine hellbraune, viskose Emulsion mit folgenden Eigenschaften:
Auslaufdauer (2,5 mm-Düse) 91 s
pH-Wert 3,4
Filmbildende Anteile 68,3 %
Beschaffenheit nach 8 Wochen etwas sedimentiert,
homogenisierbar
Eindringtiefe in Sandboden 11 mm
Anteil wasserstabiler Aggregate. - Sandboden (1 %) 30 % Anteil wasserstabiler Aggregate - Lehmboden (1 %) 39 %
Die wäßrige Lösung wird bei 45 0C aus 275 kg V/asser, 5 kg konzentrierter Salzsäure, 14 kg einer 37 %igen wäßrigen quarternären Ammoniumverbindung wie in Beispiel 1 oder 2 beschrieben, 2 kg Dodecylpolyglykoläther und 2 kg Uonylphenolpolyglykoläther beide mit Alkoxylierungszahlen von bis 8 hergestellt. In einem anderen Gefäß werden 350 kg Extraktionsbitumen der Propanentasphaltierung mit einem Erweichungspunkt von 70 0O, 350 kg Öl mit der Viskosität von 10 mPa · s bei 70 0C und 2 kg eines Gemisches von Monofettaminen mit 15 bis 20 Kohlenstoffatomen homogen vermischt. Beide Phasen werden im Mengenverhältnis Bitumen/Ölphase : wäßriger Phase = 70 : 30 einer Kolloidmühle zugeführt und emulgiert.
Die Emulsion ist braun, mittelviskos und besitzt folgende Eigenschaften:
Auslaufdauer (2,5 mm-Düse) 32 в
pH-Wert 2,5
Filmbildende Anteile 75»3 %
Siebrückstand nach 8 Wochen 0,1 %
Eindringtiefe in Sandboden 21 mm
Anteil wasserstabiler Aggregate - Sandboden (1 %) 66 %
Anteil wasserstabiler Aggregate - Lehmboden (1 %) 52 %
In einem Rührwerk werden 359 kg Wasser, 5 kg konzentrierte Salzsäure, 20 kg einer 35*%igen wäßrigen Lösung einer quarternären Ammoniumverbindung wie in Beispiel 1 oder 2 beschrieben, 10 kg alkoxyliertes Hexadecylamin mit der Oxäthylierungszahl 3, 3 kg langkettiges Alkylamin und 3 kg Octadecyl-trimethylammonium-methylsulfat verrührt und auf 50 C erwärmt. In einem zweiten Gefäß werden 300 kg Extraktionsbitumen der Propanentasphaltierung und 300 kg eines bei der Bitumenverblasung anfallenden Öls bei 120 0C vermischt. Beide Phasen werden im Mengenverhältnis Bitumen/Öl-Phase s wäßriger Phase = 60 : 30 einer Kolloidmühle zugeführt und
emulgiert.
Die Emulsion 1st braun, mittelviskos und besitzt folgende Eigenschaften:
Auslaufdauer (295 mm-Düse) 28 s
pH-Y/ert 2,0
Filmbildende Anteile 63 %
Eindringtiefe in Sandboden 30 mm
Siebrückstand nach 8 Wochen 0,05 %
Anteil wasserstabiler Aggregate - Sandboden (1 %) 94 %
Anteil wasserstabiler Aggregate - Lehmboden (1 %) 84 %

Claims (5)

Erfind и ngsanspruch
1 I (CH9 - CH - 0)v H
1. Stabilisierungsmittel für das Bodengefüge landwirtschaftlich genutzter Sand- und Lehmböden auf der Basis kationaktiver Emulsionen von Bitumen, Ölen, Harzen oder Gemischen dieser Stoffe, Wasser und Säure, gekennzeichnet durch einen Gehalt an 0,05 bis 5 Ma.-fo einer quarternären Ammoniumverbindung und 0,01 bis 3 llB.t-% eines alkoxylierten Alkylphenols oder eines alkoxylierten langkettigen Alkanols oder alkozylierten Alkylamina oder eines Gemisches dieser Verbindungen und bzw. oder 0,01 bis 3 Ma.-% eines langkettigen Alkylamins oder einer langkettigen quarternären Ammoniumverbindung oder eines Gemisches dieser Verbindungen .
2· Stabilisierungsmittel für das Bodengefüge nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die quarternäre Ammoniumverbindung die allgemeine "о«-·««ч
(CH2 - CH - O)x H
3· Stabilisierungsmittel für das Bodengefüge nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet , daß das alkoxylierte Alky!phenol, das alkoxylierte, langkettige "Alkenol und das alkoxylierte Alkylamin Alkoxylierungszahlen zwischen 3 und 10 besitzen.
4· Stabilisierungsmittel für das Bodengefüge nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das langkettige Alkylamin ein gesättigtes und bzw. oder ungesättigtes primäres und bzw. oder sekundäres Fettamin mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 Kohlenstoffatomen ist.
4 R
R3
besitzt, wobei
R^ ein aliphatischer Kohlenwasserstoffrest mit 12 bie 22, vorzugsweise 16 bis 18 Kohlenstoffatomen
R2 und R3 ein CH^- oder CgHc-Radikal oder ein H-Atom
R„ ein CH0- oder C0Hr--Radikal,
4 3 2 5 '
A ein Anion, vorzugsweise CH^SO."", C2Ht-SO,", CHoO"", Cl", und χ + у = 10 sind.
5· Stabilisierungsmittel für das Bodengefüge nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die langkettige quarternäre Ammoniumverbindung eine lange Kette mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 Kohlenstoffatomen, und 3 Kohlenwasserstoffradikale mit vorzugsweise 1 bis Kohlenstoffatomen enthält.
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