DD152607A5 - Dickstoffpumpe,insbesondere zur foerderung von beton - Google Patents
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Abstract
Dickstoffpumpe, insbesondere zur Foerderung von Beton durch ein Gehaeuse einer Rohrweiche, die einen auf einer Schwenkwelle befestigten Schwenkkoerper aufweist. Es ist das Ziel der Erfindung, die Dickstoffpumpe so auszuruesten, dass eine hohe Betriebssicherheit gewaehrleistet ist und die auftretenden Verschleisserscheinungen ebenso ausgeglichen werden wie etwa auftretende bauliche Fehler des Gehaeuses, waehrend es ihre Aufgabe ist, die mechanischen Belastungen der die Eintrittsoeffnungen bildenden Gehaeusewand durch den Schwenkkoerper stark zu vermindern, ohne dass vergroesserte Biegebelastungen der Schwenkwelle in Kauf genommen werden muessen. Erfindungsgemaess wird das dadurch geloest, dass die Schwenkwelle axial abgestuetzt ist und die Abstaende der Eintrittsoeffnungen und der Austrittsoeffnung von der Wellenachse unterschiedlich und so gewaehlt sind, dass der Abstand der Eintrittsoeffnungen groesser als der Abstand der Austrittsoeffnung ist.
Description
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^ AP F 04 B/223 331
Dickstoffpumpe, insbesondere zur Förderung von Beton Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Dickstoffpumpe, insbesondere zur Förderung von Beton durch ein Gehäuse einer Rohrweiche, welche einen auf einer Schwenkwelle befestigten Schwenkkörper aufweist, der eine in einer Gehäusewand angebrachte Austrittsöffnung mit zwei in einer anderen Gehäusewand angeordneten Eintrittsöffnungen abwechselnd verbindet, wobei die Mittelpunkte der Sin- und Austrittsöffnungen jeweils in radialem Abstand von der Wellenachse angeordnet sind.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Betonpumpen sind in vielen Ausführungsformen bekannt. So weist diese bekannte Dickstoffpumpe in der Regel zwei abwechselnd fördernde Zylinder auf, denen im Gehäuse der Rohrweiche je eine Eintrittsöffnung zugeordnet ist, durch die die von dem betreffenden Kolben aus dem Zylinder ausgedrückte Teilmenge in den Schwenkkörper gelangt. Die Austrittsöffnung ist einer Förderleitung zugeordnet, in die caer gepumpte Beton gelenkt wird.
Das vorstehend beschriebene Prinzip ist in der Praxis nicht leicht zu beherrschen, insbesondere wenn mit hohen Förderwiderständen gerechnet werden muß. Denn hierbei treten erhebliche hydrostatische Kräfte, z. B..in der Größenordnung von 20.000 kp auf, welche dazu führen, daß auch bei reichlicher Demensionierung der hiermit belasteten elastischen . Bauteile, welche die Gegenkräfte liefern müssen, Verformungen auftreten. Diese Verformungen führen zur Bildung von Spalten an den aufeinandergleitenden Dichtkörpern der Rohrweiche. Dadurch entstehen bereits ohne den verschlechtern-
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den Einfluß des unvermeidlichen Verschleißes Undichtigkeiten', die zum Auspressen von Plussigkeitsanteilen aus dem Beton und damit zu Betriebsstörungen führen. Außerdem dringen Teile des Sandes .in die entstehenden Spalte ein, die nach der bei jedem Schwenkvorgang der Rohrv/eiche eintretenden Entlastung eingeklemmt werden. Das führt zu Schaltstörungen und zu großem Verschleiß.
Die zur Beseitigung solcher Probleme vorgeschlagenen Dichtungen sehen ζ .· B. einen in dem Schwenkkörper axial ver-. schieblich angeordneten Schleißring vor, der mit dem.Druck des Fördermediums belastet ist und angepreßt wird (DE-OS 26 14 895)· Es hat sich jedoch herausgestellt, daß auch hierbei der Sand zu Verkleidungen führt. Denn der Ringspalt zwi-.schen dem Ende des Schwenkkörpers und dem auf diesem angeordneten Schleißring ändert seine Länge mit der Belastung und der hierauf beruhenden Dehnung der Gegenhalteeinrichtung und wird während des Druckhubes um größenordnungsmäßig_ mehrere Millimeter größer; während des SchaltVorganges der Rohrweiche tritt eine Entlastung ein, die auch die elastisch gespannte Gegenhalteeinrichtung entlastet5 so daß der erwähnte Ringspalt seinerseits wieder zusammengedrückt wird. Es wird daher angestrebt, durch kurze Zuganker oder Biegeträger die elastischen Verformungen möglichst klein zu halten. · '
Es ist bekannt (DE-PS 12 85 319), den Schwenkkörper als Rohr auszubilden, das annähernd S-förmig gebogen ist, wobei die Austrittsöffnung des Schwenkrohres die gleiche freie Fläche wie die Austrittsöffnung des Gehäuses aufweist. An dieser Stelle gleichen sich'daher die hydrostatischen Kräfte aus, die im übrigen in der Wellenachse wirken« im den Eintrittsöffnungen, die im Abstand von der Achse der Schwenkwelle angeordnet sind, treten jedoch Biegemomente auf, welche von
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der Große der Kräfte und ihrer radialen Entfernung von der Wellenachse bestimmt werden. Das führt zum Verkanten des Vorfüllbehälters, v/eil die Schwenkwelle in dessen Wandung gelagert ist und damit zu der erwähnten Spaltbildung an den Eintrittsoffnungen.
Bei einer anderen der vorbekannten Dickstoffpumpen (DE-AS 21 04 191)$ welche ebenfalls ein annähernd S-förmig gekrümmtes Rohr als Schwenkkörper verwendet, v/erden die erwähnten Momente in der Lagerung der Welle aufgenommen. Dann ergeben sich sehr große Wellenöurchmesser, ohne daß elastische Verformungen und damit Spaltbildüngen ganz zu vermeiden wären. Bei den eingangs erwähnten hohen Pörderwiderstanden sind solche Ausführungsformen deswegen praktisch nicht zu verwirklichen.
Eine weitere der vorbekannten Dickstoffpumpen (DE-PS 21 62 406) sieht als Schwenkkörper ein annähernd U-förmig gekrümmtes Rohr vor, dessen Rücken im Bereich des unteren Schwenkeis auf einem Quer'joch abgestützt ist. Im Gegensatz zu den vorerwähnten Ausfuhrungsformen gleitet diese Abstützung des Schwenkrohres im Fördermedium, was die Reibung und den Verschleiß v/eiter erhöht. Außerdem muß das Quer joch mit verhältnismäßig langen Zugankern festgehalten v/erden. Die aufgrund der erheblichen elastischen Dehnung der Zuganker und der Durchbiegung des Joches auftretenden elastischen Verformungen führen ihrerseits zu erheblichen Größenordnungen der Spalte, die sich an den Eintrittsöffnungen bilden.
•Die,Erfindung geht von einer vorbekannten Dickstoffpumpe aus (US-PS 1 278 247). Die Rohrweiche ist mit einem der .Krümmung des Gehäuseb'odens angepaßten Schwenkkörper verse** hen, .der eine runde Eintrittsöffnung und zwei Austrittsöffnungen aufweist, deren Begrenzungskanten teilweise zu-
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. sarnmenf allen. Hierbei ist der Abstand aller drei Öffnungen von der Achse der Schwenkwelle gleich groß. Zur Abdichtung der Eintrittsöffnungen wird auf die betreffende Innenwand des Gehäuses eine Brillenplatte aufgesetzt. Auf dieses Bauelement wirkt dann eine erhebliche Axialkraft. Wollte man diese Axialkraft mit Hilfe der Schwenkwelle auf das Gehäuse abtragen, ergäben sich senkrecht zur Welle erhebliche Kräfte, welche die Welle, deren ausreichende Festigkeit vorausgesetzt, elastisch verbiegen und damit zur Verkantung .des Gehäuses und des Schwenkkörpers im Gehäuse führen wurden. Dadurch ergeben sich auch bei dieser Ausführungsform die aufgrund der Spaltbildung auftretenden Verklemmungen beim Schalten des Schwenkkörpers, der hierauf beruhende erhebliche Verschleiß und die darauf zurückzuführende mangelnde Betriebssicherheit«
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, die Dickstoffpumpe, insbesondere zur Förderung von Beton so. auszurüsten, daß eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet ist und die auftretenden Verschleißerscheinungen ebenso ausgeglichen werden wie etwa auftretende bauliche Fehler des Gehäuses.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dickstoffpumpe, insbesondere zur Förderung von Beton durch ein Gehäuse einer Rohrweiche, welche einen auf einer Schwenkwelle befestigten Schwenkkörper aufweist, der eine in-einer Gehäusewand angebrachte Austrittsöffnung mit zwei in einer anderen Gehäusewand angeordneten Eintrittsöffnungen abwechselnd verbindet, wobei die Mittelpunkte der Ein- und Austrittsöffnungen jeweils in radialem Abstand von der
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Wellenachse angeordnet sind, so auszubilden, daß sich die mechanischen Belastungen der die- Eintrittsöffnungen bildenden Gehäusewand durch den Schwenkkörper stark vermindern, ohne daß vergrößerte Biegebelastungen der Schwenkwelle in Kauf genommen v/erden müssen.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Schwenkwelle axial abgestützt ist und die Abstände der Eintrittsöffnungen und der Austrittsöffnung von der Wellenachse unterschiedlich und so gewählt sind, daß der Abstand der Eintrittsöffnungen -größer als der Abstand der Austrittsöffnung ist.
Erfindungsgemäß wird durch die Wahl der Abstände bezogen auf einen auf der Wellenachse liegenden Punkt Momentenfreiheit bzw. annähernde Momentenfreiheit erreichbar. Die verbleibende Axialkraft läßt sich auf diese Weise mit der Welle etwa über ein auf Druck oder Zug belastetes Lager biegungsfrei abtragen. Dieses Lager kann außerhalb der zu fördernden Massen angeordnet werden. Außerdem vereinfacht sich die Abdichtung durch die Entlastung der Gehäusewand, worauf die Möglichkeit beruht, axial bewegliche Dichtringe an den Öffnungen des Schwenkkörpers anzuordnen.
Völlige Momentenfreiheit erreicht man erfindungsgemäß dadurch, wenn im Schwenkkörper das Produkt aus der Austrittsfläche bzw. -flächen und des Abstandes des gemeinsamen Flächen-schwerpunk-tes von der Wellenachse gleich dem Produkt aus der Eintrittsfläche und des Abstandes ihres Flächenschwerpunktes von der Wellenachse ist.
.Es ist natürlich auch·zweckmäßig, den Schwenkwinkel des Schwenkkörpers so klein wie möglich auszuführen. Im Rahmen der erfindungsgemäßen Dickstoffpumpe ist daher vorgesehen,
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im Schwenkkörper die Umrißlinie der teilweise zusammenfallenden Austrittsöffnungen nierenförmig auszubilden.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist zur axialen Abstützung der Schwenkwelle ein an der Austrittsseite des Gehäuses angeordnetes Drucklager vorgesehen. Dieses Drucklager ist mit der Schwenkwelle in zur !Förderrichtung entgegengesetzter Richtung belastet.
Vorzugsweise ist im Schwenkkörper das Produkt aus der Austrittsfläche bzw. den -flächen und des Abstandes des gemeinsamen Flächenschwerpunktes von der Wellenachse gleich dem Produkt aus der Eintrittsfläche und des Abstandes ihres Flächenschwerpunktes von der Wellenachse. Es ist besonders zweckmäßig, wenn im Schwenkkörper die Umrißlinie der teilweise zusammenfallenden Austrittsöffnungen nierenf örmig ist..
In weiterer Ausführung-ist vorgesehen, daß zur axialen Abstützung der Schwenkwelle ein an der Austrittsseite des Gehäuses angeordnetes Drucklager vorgesehen ist, das mit der Schwenkwelle in zur Förderrichtung entgegengesetzter Richtung belastet ist.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung, weist die Schwenkwelle an der Eintrittsseite des Gehäuses ein axiales Drucklager auf, das als Spannvorrichtung für das Gehäuse ausgebildet ist.
Bei verkürzter Bauart des Schwenkkörpers ergeben sich verkürzte Bauteile des Gehäuses., die ohne größeren Aufwand so stark ausgeführt werden können, daß sich nur minimale Dehnungen des Gehäuses in axialer Richtung einstellen. Die axiale Dehnung des Gehäuses wird durch die entgegen der Förderrichtung von der Schwenkwelle über-das Axiallager auf das
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Gehäuse übertragene Axialkraft erheblich vermindert. Wird außerdem die Schwenkwelle auch auf der Eintrittsseite mit der beschriebenen Spannvorrichtung versehen, so kann die axiale Dehnung des Gehäuses infolge der Starrheit der. Schwenkwelle in bezug auf Zugbelastungen fast völlig unterdrückt werden.
Schließlich ist es zweckmäßig, die Öffnungen des Schwenkkörpers mit Schleißringen zu umgeben, d'ie axial beweglich der jeweiligen Stirnseite des Druckkörpers .gelagert sind.
Im Ergebnis wird durch die Erfindung erreicht, daß der Schwenkkörper nur von der Schwenkwelle axial geführt wird . und sich auch an dieser in axialer Richtung abstützt, wodurch die Schwenkwelle keine Biegebelastungen und das Steu-· ergehäuse keine verwindenden Schubbelastungen erfahren. Da-. rauf beruht u. a. der Vorteil, daß auf den Schwenkkörper aufgesetzte Dichtringe,.die sich optimal unter dem Betondruck gegen die senkrecht zur Schwenkwelle verlaufenden Begrenzungsflächen des' Steuergehäuses anlegen, diesem anpassen können. Dadurch können ungleichmäßiger Verschleiß ebenso ausgeglichen werden wie bauliche Fehler des Gehäuses.
Schließlich wird durch die erfindungsgemäße Ausbildung erreicht, daß die Reibung während des Schwenkvorganges und damit auch der Verschleiß minimal gehalten werden können, weil sich die Axialkraft außerhalb des Betons auf einem normalen Drehgleitlager abstützen läßt. Da die verbleibenden axialen Dehnungen des Gehäuses sehr g-ering sind, wird jeder Tendenz zum Verklemmen durch in die Spalte gedruckte Sandteilchen wirksam entgegengewirkt.
Au s führung s be i s ρ i e1 .
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbei-
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spiels näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigenί
Pig. 1 j in abgebrochener Darstellung eine erfindungsgemäße Dickstoffpumpe in Seitenansicht und teilweise im Schnitt, .
Fig. 2i einen Schnitt längs der Linie A-B der Pig. 1,
Pig. 3s einen Schnitt längs der Linie C~D der Pig. 1,
Pig. 4J einen Schnitt längs der Linie E-P der Pig. 1 und
Pig. 5i einen Schnitt längs'der Linie G-H der Pig. 3.
Die erfindungsgemäße Dickstoffpumpe kann außer Beton Stoffgemische von schlammartiger Konsistenz, z. B. Klärschlamme fördern. Die Erfindung wird jedoch anhand der Förderung von Beton beschrieben, da es sich hierbei aus verschiedenen Gründen, z. B. wegen der durch Flüssigkeitsverluste eintreT tenden Verschlechterung des Betons und der Verschleißwirkung des im Beton enthaltenen Sandes um ein besonders schwierig zu pumpendes Fördermedium handelt.
Gemäß dem dargestellten Ausfuhrungsbeispiel befindet sich unter einem strichpunktiert angedeuteten Vorfüllbehälter 1 eine allgemein mit 2 bezeichnete Rohrweiche.·Die Rohrweiche hat gemäß dem Ausfuhrungsbeispiel ein axial kurz bauendes Gehäuse 3. Dieses Gehäuse 3 ist in Querrichtung mit einer Rippe 4 unterteilt, die eine Querwand bildet. Auf der Querwand 4 ist eine Brillenplatte 5 befestigt, in der Eintrittsöffnungen 6 b'zw. 7 für d.en von zwei Förderzylindern 8 bzw. .9 geförderten Beton ausgebildet sind (Fig. 2). Die Enden der beiden Förderzylinder 8 bzw. 9 sind hierbei in Buchsen 10 bzw. 11 gehalten, welche auf ihren Stirnseiten
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Dichtungen 12 tragen und außer in der Querwand 4 in der rückwärtigen Gehäusewand'5' gehalten sind. Das Gehäuse 3, das mit den erwähnten Wänden 4; 5' einstückig ausgebildet ist, wird durch einen Deckel 14 verschlossen. Auf einem Lochkreis des Deckels 14 sind Schrauben 15 angeordnet, die in entsprechende Bohrungen des Gehäuseflansches 16 eingedreht v/erden können. Auf der Innenseite des Deckels .14 befindet sich eine Platte 17 rni.t einer Austrittsöffnung 25. Eine Buchse 19 mit Dichtungen 20 bzw. 20· dient zum flüssigkeitsdichten Anschluß einer Förderleitung 21, in die die Pumpe den geförderten Beton drückt.
Die beiden Förderzylinder 8; 9 saugen aus dem Vorfüllbehälter 1 über den Innenraum 24 des Gehäuses 3 abwechselnd Beton an. Jn folgenden Takt drücken die Zylinder 85 9 abwechselnd den angesaugten Beton durch die EintrittsÖffnungen 6; 7 in der Brillenplatte 5. Bevor dieser Takt einsetzt, werden die Eintrittsöffnungen 6 bzw. 7 mit der in der Schleißplatte 17 vorgesehenen AustrittsÖffnung 25 des Gehäuses 3 verbunden. Dazu dient ein allgemein mit 26 (Fig. 1, 2) bezeichneter Schwenkkörper, dessen Ausbildung sich insbesondere aus den Fig. 3 und 4 ergibt. Der Schwenkkörper 26 hat gemäß Fig. 3 ,eine von dem in Fig. 2 dargestellten, axial beweglichen Ring 27 umgebene Eintrittsöffnung 28, welche von der in Fig. 2 mit 29 bezeichneten Kante umgeben ist. Diese Kante 29 gibt der Eintrittsöffnung 28 gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel einen kreisförmigen lichten Querschnitt. Der'Flächenschwerpunkt sitzt desv/egen in der Mitte der Kreisfläche.
Ferner hat der Schwenkkörper 26, wie insbesondere die Fig. zeigt, an seinem gegenüberliegenden Ende eine von einem axial beweglichen Ring 30 umgebene Austrittsfläche 32. Diese Fläche 32 wird von der Stirnkante 31 des' Schwenkkörpers begrenzt. Hire Umrißlinie ist, wie sich insbesondere aus
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-Pig. 4 ergibt, nierenförmig. Innerhalb der nierenförmigen Umgrenzung fallen demnach die kreisförmigen Austritts öffnungen 32 teilweise zusammen. Der Plächenschwerpunkt liegt in der Mitte der nierenförmigen Austritts öffnung 32. Er besitzt von der mit 35 in I'ig. 1 bezeichneten geometrischen Achse einen radialen Abstand R2, während die zuvor beschriebene Eintrittsöffnung 28 von der geometrischen Achse 35 einen radialen Abstand JL besitzt.
Der Schwenkkörper 26 ist gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel einstückig mit einem Arm 37 ausgebildet, der · mit einem Lagerdeckel 38 zusammenwirkt. Der Lagerdeckel 38 läßt sich mit Hilfe von zwei Schraubenpaaren 39; 40 mit dem Arm 37 verbinden, so daß sich ein mittlerer Abschnitt einer Schwenkwelle 44 zwischen den beschriebenen beiden Teilen einspannen läßt.
Wie Pig. 5 zeigt, ist gemäß dem dort dargestellten Ausführungsbeispiel die Schwenkwelle 44 im Bereich des Schwenkkörpers 26 mit einem Mehr ka.nt abschnitt 45 versehen. Dieser endet an einem im Durchmesser vergrößerten Bund 46, so daß sich der Schwenkkörper 26 auf der .Welle 44 axial festlegen läßt. Der Bund 46 geht in einem im Durchmesser verminderten zylindrischen Abschnitt 47 über, welcher in einem kombinierten Radial- und Axiallager 48 abgestützt ist. An der gegenüberliegenden Seite geht der mehrkantige Abschnitt 45 in einen im Durchmesser verminderten zylindrischen Abschnitt
49 über, der sich in einen wreiter im Durchmesser verminderten Spindelabschnitt 50 fortsetzt. Auf den Spindelabschnitt
50 läßt sich eine Mutter 52 mit einer Kontermutter 51 aufdrehen. Über den Muttern 51; 52 stützt sich die Schwenkwelle 44'auf einer mehrteiligen Scheibe 53, die ihrerseits auf der Stirnseite einer Lagerbuchse 54 abgestützt ist» Ss handelt sich somit bei der Lagerbuchse 54 um ein axiales. Drucklager, das entgegen der Förderrichtung des Betons durch
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den Schwenkkörper 26 belastet ist.
Wird angenommen, daß die hydrostatisch beaufschlagte Fläche des Schwenkkörpers 26 an der Eintrittsöffnung nach Pig. 3 gleich P1 ist und wird die hydrostatisch beaufschlagte Pläche der nierenförmigen Austrittsfläche 25 des Schwenkkörpers 44 nach Pig. 4 mit Pp bezeichnet, so ergibt sich
P2 = ζ
In dieser Punktion bezeichnet der Wert ζ eine von der Konstruktion abhängige Größe, die angibt, um wieviel Mal die hydrostatisch beaufschlagte Pläche des Schwenkkörpers 44 an der Eintrittsöffnung 28 kleiner als- die hydrostatisch beauf schlagte Pläche der nierenförmigen Austrittsfläche 25 ist.
Wird weiter angenommen, daß jede Eintrittsöffnung 28 hydrau lisch mit K1 beaufschlagt ist, die Austrittsöffnung 25 je2 ausgleich
doch mit K2, so ergibt sich als Bedingung für den.Momenten
K-t
Da nun
- Z
- Z
Das bedeutet aber, daß die in Pig. 1 an den beiden Lagern der Schwenkwelle 44 wirkenden Kräfte V nicht auftreten. Es ; ist ' ·
Daraus·folgt; Werden die radialen Abstände R von der Schwenkwelle 44 so gewählt, daß der Abstand R^ der Eintrittsöffnung
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28 ζ mal größer ist als der Abstand Rp des Schwerpunktes der nie.renf Örmigen Austritts öffnung 25, so entstehen keine senkrechten Kräfte auf die Y/elle 44 und damit auf ihre Lager 48, weil die Momente gleich Null sind. Die Y/elle 44 wird daher nicht auf Biegung beansprucht. Das Gehäuse3wird auch nicht verkantet. Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Schwenkwelle 44 mit Hilfe eines Schubkolbengetriebes 60 über eine Kurbel 61· betätigt; welche, wie in Pig. 5 dargestellt, auf das mit Keilnuten 62 versehene Ende 47 der Y/elle 44 wirkt. Während gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Pig. 5 das zylinderseitige Ende 47 der Y/elle 44 in dem Lager 48 lediglich geführt ist, weist dieses Schwenkwellenende 47 im Ausführungsbeispiel der Pig. 1 eine Ausbildung auf, welche der Lagerung entspricht, die an der den Gehäusedeckei 14 tragenden Gehäuseseite verwirklicht ist. Mit 'Hilfe einer Mutter 63 und einer Mutter 64 laßt sich dementsprechend die Schwenkwelle 44 an ihren beiden Enden spannen, damit Verformungen der Teile, welche die axialen Lagerbelastungen aufnehmen, entgegengewirkt v/erden kann. Die "Keilnuten 62 sind demzufolge hinter den Muttern 63} 64 angeordnet, welche die axiale Verspannung ermöglichen und zu dem allgemein mit 66 bezeichneten Lager gehören.
Gemäß der Erfindung ist somit die Anordnung so gewählt, daß die Schwenkwelle 44, an der der Schwenkkörper 26 aufgehängt ist, axial auf-wenigstens einem Lager 54 bzw. 66 abgestützt ist, das auf der vorderen oder hinteren Gehäusewand 17 bzw* 4; 5' angeordnet sein kann.
Dabei sind die Eintrittsöffnungen 6} 7» welche von dem Schwenkkörper 26 bzw.. seinen Dichtringen 27 berührt werden und gemäß dem Ausführungsbeispiel in einer Brillenplatte angeordnet sind, so angebracht, daß der Abstand ihrer Mit-.tel- oder Schwerpunkte von der Achse -der Schwenkwelle 44 großer als der entsprechende Abstand der Austrittsöffnung ist. .
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Der Schwenkkörper 26 ist demgegenüber so ausgebildet, daß er in den beiden Endstellungen der Schwenkwelle 44 eine der beiden Eintrittsöffnungen 6; 7 im Gehäuse 3 und auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite die Austritts öffnung', 2 5 im Ge'häuse 3 abdeckt. Der Schwenkkörper 26 bzw. der ihn mit der Schwenkwelle 44 verbindende Arm 70 in Pig. 5 bzw. 37 in Pig. 3 sind so ausgebildet, daß sich die eingangs beschriebene Zuordnung des Schwenkkörpers 26 zur Schwenkwelle 44 ergibt .
Die Anordnung ist ferner so getroffen, daß die Stirnseiten des Schwenkkörpers 26 vor den ihnen zugeordneten senkrechten Gehäusewänden 5j 51 enden und der dadurch bedingte Abstand durch die Schleißringe 27? '30 überbrückt wird.
Außerdem sind im Schwenkkörper 26 2 Achsen vorhanden, welche jeweils eine der beiden Austrittsöffnungen 25 mit der Eintrittsöffnung 28 verbinden. Diese Achsen sind stärker geneigt als es erforderlich wäre, wenn sämtliche Öffnungen 25; 28 den gleichen Abstand von der Schwenkwellenachse hätten. Schließlich ist der Schwenkwinkel verhältnismäßig klein gehalten, so daß-sich im Ausführungsbeispiel die in Pig. 4 gezeigte nierenförmige Austrittsöffnung 25 ergibt, welche die bei größerem Schwenkwinkel nötigen beiden Austrittsöffnungen 25 zu einer Öffnung zusammenfaßt.
Claims (6)
- - 14 - 57 902 23AP P 04 B/223 331Erfindungsanspruch1. Dickstoffpumpe, insbesondere zur Förderung von Beton durch ein Gehäuse einer Rohrweiche, welche einen auf einer Schwenkwelle befestigten Schwenkkörper aufweist, der eine in einer Gehäusewand angebrachte Austrittsöffnung mit zwei in einer anderen Gehäusewand, angeordneten Eintrittsöffnungen abwechselnd verbindet, wobei die Mittelpunkte der Ein- und Austrittsöffnungen jeweils in radialem Abstand von der Wellenachse.angeordnet sind, gekennzeichnet dadurch, daß die Schwenkweile (44) axial abgestützt ist und die Abstände der Eintrittsöffnungen. (6j 7) und der Austrittsöffnung (25) von der Wellenachse (35) unterschiedlich und so gewählt sind, daß der Abstand- (R2) der Eintrittsöffnungen (6j 7) größer als der Abstand (R^) der Austrittsöffnung (25) ist,
- 2. Dickstoffpumpe nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß im Schwenkkörper (26) das Produkt aus der Austrittsfläche bzw. den -flächen (32) und des Abstandes des gemeinsamen J1Iächenschwerpunktes von der Wellenachse (35) gleich dem Produkt aus der Eintrittsfläche (28) und des Abstandes ihres Flächenschwerpunktes von der Wellenachse (35) ist.
- 3. Dickstoffpumpe nach den Punkten 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß im Schwenkkörper (26) die Umrißlinie der teilweise zusammenfallenden Austrittsöffnungen (32) nierenförmig ist.
- 4. Dickstoffpumpe;nach den Punkten 1, bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß zui- axialen Abstützung der Schwenkwelle (44) ein an der Austrittsseite des Gehäuses (3) angeordnetes Drucklager (51 ι 52j 53; 54) vorgesehen ist, das mit der223331 - 15 - . 57 902 23AP P .04 B/223 331Schwenkwelle (44) in zur Porderrichtung entgegengesetzter Richtung belastet ist.
- 5. Dickstoffpumpe nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß "die Schwenkweile (44) an der Eintrittsseite (4; 5) des Gehäuses (3) ein axiales Drucklager (66) aufweist, das als Spannvorrichtung (63; 64) für das Gehäuse (3) ausgebildet ist.
- 6. Dickstoffpumpe nach den Punkten 1 bis 4» gekennzeichnet dadurch, daß die Öffnungen (25; 28) des Schwenkkörpers (26) mit Schleißringen (27; 30) umgeben sind, die' axial beweglich in der jeweiligen Stirnseite des Schwenkkörpers (26) gelagert sind.Hierau_j£LSeiten Zeichnungen
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