DD153055A5 - Sohle aus holz fuer schuhe - Google Patents
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Abstract
Sohle aus Holz fuer Schuhe, die aus vorgeformten Holzteilen besteht, die im Ballenbereich durch biegsame Zwischenteile aus aufgeschaeumten Polyurethan miteinander verbunden sind. D. Aufgabe besteht darin, d. Sohle derart auszubilden, dass sich auch bei starken Biegebeanspruchungen im Bereich der Zwischenteile weder die Verbindung zwischen diesen Zwischenteilen und den Holzteilen loest noch die Zwischenteile brechen oder einreissen. Weiterhin soll bei einem starken Abbiegen im Bereich der Zwischenteile keine fuehlbare Woelbung an der der Fuszsohle des Benutzers zugewandten Sohlenseite entstehen. D. Erfindung loest diese Aufgabe dadurch, dass d. Breite des Zwischenteiles bzw. der Zwischenteile, gemessen in der Sohlenlaengsrichtung, in dem der Fuszsohle benachbarten Randbereich und in dem der Laufsohle benachbarten Randbereich groesser ist als die Breite im dazwischenliegenden Mittelbereich. Die beiden Randbereiche des Zwischenteiles bzw. der Zwischenteile gehen hierbei zweckmaessig abgerundet in den Mittelbereich und tangential in die Sohlenoberflaeche ueber.
Description
Sohle aus Holz für Schuhe Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Sohle aus Holz für Schuhe, bestehend aus vorgeformten Holzteilen, die im Ballenbereich durch biegsame Zwischenteile, die aus aufgeschäumtem Polyurethan bestehen, miteinander verbunden sind«
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Sohlen aus Holz sind bereits bekannt und weisen zahlreiche Vorteile auf. Derartige Holzsohlen sind im Fersenbereich, im Gelenkbereich und im Spitzenbereich hart und stützen daher den FuS in orthopädisch günstiger Weise ab. Sind die Holzsohlen orthopädisch mit einem Fußbett ausgebildet, dann besitzen sie weiterhin eine Fersenwölbung, eine Innengelenkstutze, eine Außengelenkstütze, eine Mittelfußstütze, eine Ballonmulde und gegebenenfalls noch eine Zehenbarriere, wobei alle diese Teile gleichfalls eine bestimmte Festigkeit und Stabilität aufweisen müssen, was bei einer HoIzeohle erfüllt ist· Dazu kommt noch, daß das Holz kälteisolierend, temperaturregelnd und feuchtigkeitssaugend wirkt, so daß aus Holz bestehende Fußsohlen hygienisch und angenehm zu tragen sind« Nachteilig ist jedoch die Steifigkeit der bekannten, insgesamt aus Holz bestehenden Sohlen im ßallenberoich, da diese Steifigkeit der Abrollbewegung dos Fußeo beim Gehen hinderlich ist und unter Umständen gesundheitsschädlich sein kann. Es sind daher bereits Sohlen bokannt, die aus zwei Molztoilen bestehen, die im Oallcnbercich durch ein biegsames Zwischenteil miteinander
verbunden sind. Dadurch wird die Sohle im Ballenbereich flexibel und elastisch und kann sich dor Abrollbewegung des Fußes beim Gehen anpassen.
Insbesondere ist es auch bekannt, das biegsame Zwischenteil aus aufgeschäumtem Polyurethan zu bilden. Bei Verwendung eines solchen Materials für das Zwischenteil wird ohne zusätzliche Maßnahmen eine sichere und feste Verbindung zwischen dem Zwischenteil und den Holzteilen erzielt. Das Polyurethan wird dabei aus zwei Komponenten gebildet, und zwar aus Polyolvorbindungen auf Polyesterbasis oder Polyätherbasis und aus Isocyanaten, die teilweise NCO enthalten, das mit den OH-Gruppen des Holzes bzw, den anderen im Holz vorhandenen, aktive Wasserstoffatome enthaltenden Verbindungen chemisch reagiert, wodurch diese feste chemische Vorbindung zwischen Holz und Polyurethan gewährleistet ist.
Es erfolgt aber auch eine mechanische Verbindung dadurch, o'aß der Polyurethanschaum bei seiner Entstehung in die Poren des Holzos eindringt und sich daher das Polyurethan untrennbar mit dem Holz verbindet. Außerdem lassen sich derartige Sohlen rasch und einfach dadurch herstellen, daß die Holzteile in eine Form eingelegt werden und der verbleibende Hohlraum mit dem polyurethanbildonden Mittel ausgefüllt wird»
Es hat sich nun gezeigt, daß die bekannten Sohlen, die aus durch Polyurethan miteinander verbundenen Holzteilen bestchen, nicht allen an sie gestellten Anforderungen entsprechen, '..'orden solche Sohlen im Ballenboreich stark abgebogen, so besteht die Gofahr, daß die Randbereiche des Zivischenteilos, die einerseits der Fußsohle und andererseits
der Lauffläche benachbart sind, zu stark gedehnt oder gestaucht werden. Erfolgt oine zu starke Dehnung, wird also die spezifische Dehnung zu groß, so besteht aber die Gefahr, daß sich im Zwischenteil aus Polyurethan bzw. an der Übergangsstelle zwischen diesem Zwischenteil und den Holzteilen Risse und Bruchstellen bilden. Erfolgt eine zu starke Stauchung, so wölbt sich das Zwischenteil nach außen auf, was vom Träger des Schuhs als unangonehm empfunden wird. Außerdem besteht bei einer zu starken Stauchung die Gefahr, daß die Fußsohle des Trägers zwischen den beiden Holzteilen eingeklemmt wird, wenn die Breite dos Zwischenteiles, in Sohlenlängsrichtung gemessen, in dem der Fußsohle benachbarten Randbereich gering ist und sich daher die beiden durch das Zwischenteil verbundenen Ränder der Holzteile beim Abbiegen stark annähern.
Ziel der Erfindung ist eine Sohle" aus Holz for Schuhe mit hohen Gebrauchswerteigenschaften.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sohle aus vorgeformten Holzteilen, die im ßallenboroich durch biegsame Zwischenteile aus aufgeschäumtem Polyurethan miteinander verbunden sind, derart auszubilden, daß sich auch bei starken Bieg8boanspruchungen im Bareich der Zivischenteile weder die Verbindung zwischen den Zwischenteilen und den Holzteilen löst, noch dio Zwischenteile brechen oder einreißen und bei einem starken Abbiegen im Bereich der Zwischenteile keine fühlbare Wölbung on der der Fußsohle des
Benutzers zugewandten Sohlenseite entstehen.
Dies wird dadurch erreicht, daß die Breite des Zwischenteiles bzw. der Zwischenteile, gemessen in der Sohlenlängsrichtung, in dem der Fußsohle benachbarten Randbereich und in dem der Lauffläche benachbarten Randbereich größer ist als im dazwischenliegenden Mittelbereich. Durch die Vergrößerung der Breite in den Randbereichen wird der Vorteil erzielt, daß die spezifische Dehnung bzw. Stauchung beim Abbiegen der Sohle im Ballenboreich wesentlich geringer wird und daß daher die erwähnten Nachteile nicht auftreten. Außerdem wird durch diese Ausbildung auch die Verbindungsfläche zwischen den Zwischenteilen und den Holzteilen größer als bei einer Ausführungsform, bei der die Zwischenteile überall gleich breit sind, so daß dadurch auch eine bessere mechanische und chemische Verbindung zwischen den Holzteilen und den Zwischenteilen aus Polyurethan gewährleistet ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gehen die beiden Randbereiche des Zwischenteiles bzw. der Zwischenteile abgerundet in den Mittelbereich über. Dadurch werden scharfe Kanten vermieden, in welchen beim Abbiegen große Zug- und Druckspannungen auftreten, die zu einer Zerstörung der Zwischenteile in diesem Bereich führen können, und die so ausgebildeten Zwischenteile hinterschneiden die entsprechend geformten Holzteile, und zwar sowohl in dem der Fußsohle benachbarten Randbereich als auch in dem der Lauffläche benachbarten Randbereich, so daß die Verbindung zwischen den Holzteilen und den Zwischenteilen noch weiter verbessert wird und das bei dor Goftbe'.vegung erwünschte Abbiegen dor Sohle im Ballenbereich, durch die
der Tragekomfort erhöht wird und die gesundheitsschädigenden Wirkungen der überall steifen Holzsohle vermieden worden, durch derart ausgebildete Zwischenteile mit Sicherheit ermöglicht wird.
Vorzugsweise gehen die Randbereiche des Zwischenteiles bzw, der Zivischenteile tangential in die Sohlenoberfläche über, wodurch keine Stufen an der Übergangsstelle entstehen, die insbesondere an der Seite der Sohle, an der die Fußsohle des Benutzers anliegt, von diesem als störend empfunden werden» Die Dicke der Zwischenteile, senkrecht zu der an der Fußsohle anliegenden Fläche gemessen, nimmt bei einer solchen Ausfuhrungsform von Null ausgehend stetig zu, bis sie schließlich die Gesamtdicke der Sohle erreicht, so daß ein sanfter Obergang zwischen den unnachgiebigen Holzteilen und den nachgiebigen Zwischenteilen gebildet wird und auch bei Belastung des nachgiebigen Zwischenteiles keine störenden Stufen zwischen den Holzteilen und den Zwischenteilen auftreten.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Zwischenteil bzw« sind die Zwischenteile zu einer im wesentlichen senkrecht zur Lauffläche verlaufenden Mittelachse und vorzugsweise auch zu einer auf diese Mittelachse senkrecht stehenden, im wesentlichen in Sohlen3ängsrichtung verlaufenden Achse symmetrisch ausgebildet* Dadurch werden alle auftretenden Biegebeanspruchungen in gleicher Weise von den Zwischenteilen aufgenommen, und es worden Beschädigungen dieser Zwischenteile bei derartigen Biegebeanspruwit Sicherheit vermieden»
Insbesondere bei stark beanspruchten Sohlen, die gleichzeitig die Brandsohle und/oder das Fußbett bilden, ist es von Vorteil, wenn gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vom Mittelbereich des Zwischenteiles bzw« der Zwischenteile beidseitig im wesentlichen in Sohlenlängsrichtung verlaufende Ansätze abstehen, die einstückig mit dem Zwischenteil ausgebildet sind« Diese Ansätze bewirken eine weitere Vergrößerung der Verbindungsfläche zwischen den beiden Holzteilen und dem Zwischenteil und daher eine noch bessere chemische Verbindung· Die mechanische Verbindung kann bei einer derartigen Ausführungsform noch dadurch sicherer gemacht werden, daß die Ansätze an ihren freien Enden Hinterschneidungen aufweisen, beispielsweise schwalbenschwanzförmig ausgebildet sind. Um örtliche Spitzenbeanspruchungen zu vermeiden, ist es hierbei zweckmäßig, wenn die Ansätze abgerundet in den Mittelbereich des Zwischenteiles bzw« der Zwischenteile übergehen«
Bei der bekannten Ausführungsform ist ein einziges Zwischenteil aus Polyurethan vorgesehen, das zwei Holzteile miteinander verbindet« Bei einer solchen Ausführungsforn muß die gesamte Beanspruchung beim Abbiegen der Sohle von diesem einen Zwischenteil aufgenommen werden, wodurch dieses Zwischenteil übermäßig stark beansprucht wird. Außerdem wird dadurch, daß sich bei Anordnung eines einzigen Zwischenteiles die Abbiegung auf eine einzige Stelle konzentriert, der mit der Sohle verbundene Oborteil dos Schuhs beim Abbiegen gleichfalls an einer einzigen Stelle sehr stark belastet, so daß es erforderlich ist, an dieser Stelle im Verbindungsbereich mit der Sohle im Oberteil Zwickel auszunehmen, was bereits bei zehen- und/oder fersenfreien Schuhen bzw, Sandalen als störend empfunden
werden kann, Holzoohlen nit biegsamen Zwischenteilen ermöglichen jedoch auch die Verwendung für geschlossenes Schuhwerk, das also weder zehen- noch fersenfroi ist. Bei einem geschlossenen Schuh wäre eine Unterbrechung im Oberteil in Form einer Ausnehmung, eines Ausschnittes bzw« eines Zwickels erst recht völlig undenkbar« Gemäß einem v/eiteren Merkmal der Erfindung sind daher mehr als zwei durch im Ballenbereich angeordnete Zwischenteile miteinander verbundene Holzteile vorgesohen, wodurch das Abbiegen der Sohle beim Gehen auf mehrere Zwischenteile verteilt wird. Die Zwischenteile können dann gegenüber der Verwendung nur eines einzigen Zwischenteiles schmaler gehalten sein; die Biegebeanspruchung wird auf mehrere Zwischenteile bzw« auf einen größeren Bereich verteilt, und es ist bei dieser Ausführungsform nicht erforderlich, im Oberteil im Bereich der Zwischenstücke Zwickel auszunehmen.
Die Zwischenteile können im Schnitt parallel zur Lauffläche gerade verlaufen, ZwockmäÜig ist es jedoch, diese Zwischenteile im Schnitt parallel zur Lauffläche bogenförmig auszubilden, wodurch die Abbiegung der Sohle beim Gehen in orthopädisch günstigerer Weise der Fußbewegung angepaßt wird«
Dio Erfindung ermöglicht es auch, die Laufsohle mit dem Zwischenteil einstückig auszubilden, wodurch nicht nur die Herstellung vereinfacht wird, sondern auch eine, zusätzliche Verbindung der Holzteile durch die Laufsohle erfolgt.
Es ist beroits bekannt, eine Sohle mit einem Zwischenstück aus Polyurethan dadurch herzustellen, daß die Holzteilo in eine Form eingelegt werden und daß in den freibleibenden
Teil der Form polyurethanbildendes Material· eingegoben wird, das bei geschlossener Form ausgeschäumt wird. Eine derart hergestellte Sohle weist jedoch keine völlig ebenen, stufenlosen Flächen auf, da es nicht möglich ist, die Holzteile mit einer entsprechenden Genauigkeit herzustellen und daher ein Austrieb des Polyurethans entsteht. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß die Hoüäeile und die Foren nie so aufeinander abgestimmt werden können, daß ebene Außenflächen der Sohle entstehen* Das ist technisch infolge der Eigenschaften des Holzes und der immer ungleichmäßigen Abarbeitung, selbst unter Einsatz der modernsten Maschinen, nicht möglich. Erfindungsgemäß werden daher nach dem Ausformen der Sohle zumindest die der Fußsohle zugewandte Fläche und die Seitenflächen der Sohle, vorzugsweise durch Schleifen oder Fräsen, bearbeitet, so daß diese Flächen völlig stufenlos ausgebildet sind und keine störenden Erhebungen aufweisen*
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird das polyursthanbildonde Material vor dem Schließen der Form in diese eingefüllt, wodurch eine einfache Herstellungs« weise der Sohle ohne teure Geräte möglich ist»
Wie bereits eingangs erwähnt, findet bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Sohle eine chemische Reaktion zwischen dem im Isocyanat enthaltenen NCO und den OH-Gruppon des Holzes bzw, den anderen aktive Wasserstoffatome enthaltenden Verbindungen statt, so daß dadurch eine besonders feste und dauerhafte chemische Verbindung zwischen den Holzteilen und den Zwischonteilen hergestellt wird. Es hat sich nun gezeigt, daß für das Ablaufen dieser Reaktion der Feuchtigkeitsgehalt der Holzteile vor dem Anbringen des Zwischen-
teilos von ausschlaggebender Bedeutung ist. Ist nämlich der Feuchtigkeitsgehalt zu groß, so läuft dio chemische Reaktion zu rasch ab, und der sich bildende Polyurethanschaum hat dadurch keine Zeit, in die Poren des Holzes einzudringen, so daß dadurch die Fostigkeit der mechanischen Verbindung zwischen den Holzteilen und den Zwischenteilen verringert wird» Außerdem entsteht dann beim Ablauf der Reaktion eine große Menge von Kohlensäure, was zur Folge hat, daß an den Verbindungsstellen zwischen den Holzteilen und den Zwischenteilen diese eine sehr große Schaumstruktur aufweisen, was wiederum die Bruchgefahr in diesem 3eroich begünstigt. Gemäß einem weiteren Merkmal des Verfahrens beträgt nun der Feuchtigkeitsgehalt der Holzteile vor dem Einlegen in die Form weniger als 12 %, Vorzugswoise weniger als 6 %, Besonders untrennbare Verbindungen zwischen den Holzteilon und dem Zwischenteil ergeben sich dann, wenn dor Feuchtigkeitsgehalt der Holzteile zwischen 0,01 und 5 % beträgt. Es läuft nämlich dann die Reaktion zwischen den im Holz enthaltenen Hydroxylgruppen bzw. zwischen den anderen aktive '.Vasserstoffatooe enthaltenden Verbindungen, dio gleichfalls im Holz vorhanden sind, und den im Isocyanat des polyurethanbildenden Materials enthaltenen NCO-Gruppen in besonders vorteilhafter weise ab, wodurch nicht nur eine mechanische Verbindung zwischen den Holzteilen und den Zwischenteilen aus Polyurethan durch Eindringen dos Polyurethans in die Poron des Holzes sichergestollt wird, sondern auch eine besonders feste chemische Verbindung gewährleistet ist.
Die erfindungsgemäße Ausbildung der Sohle kann sowohl für eino Drandcohle verwendet werden, über die das Schuhoberteil gezwickt wird und an der im Anschluß daran eine Zwischen-
sohle mit einer Laufsohle oder eine Laufsohle allein befestigt wird, oder auch als eine solche Sohle, die gleichzeitig die Brandsohle und/oder das Fußbett bildet und an der das Schuhoberteil seitlich befestigt wird. Eine derartige Holzsohle wird in der Regel mit einer Laufsohle versehen» Ist nun die Laufsohle mit den Zwischenteilen einstückig ausgebildet, so läßt sich nicht nur die Laufsohle rasch und einfach anbringen, da sie gleichzeitig mit der Herstellung des Zwischenstückes gebildet werden kann, sondern es erfolgt durch die Laufsohle auch eine zusätzliche Verbindung zwischen den Holzteilen« Außerdem wird eine sichere Verbindung der Laufsohle mit den Holzteilen gewährleistet und ein Ablösen der Laufsohle vor allem im Ballenbereich, wo die Zwischenteile angeordnet sind und wo der Biegevorgang erfolgt, mit Sicherheit vermieden. Weiterhin ist bei einer solchen Ausführungsform gewährleistet, daß die Laufsohle auch im Bereich der Zwischenteile keine Abstufungen besitzt, und es- ist bei gleichzeitiger Herstellung der gesamten.Laufsohle zusammen mit den Zwischenteilen diesbezüglich keine Nachbearbeitung erforderlich» Die gleichzeitige Herstellung von Laufsohle und Zwischenteilen, bei welcher naturgemäß Polyurethan mit Laufsohlenqualität verwendet werden muß, kann aber nur dann erfolgen, wenn die Holzteile den erfindungsgemäßen Feuchtigkeitsgehalt von weniger als 12 %, vorzugsweise weniger als 6 %, besitzen, da ein Polyurethan, das Laufsohleneigenschaften aufweist, ein höheres spezifisches Gewicht besitzt und bei einem solchen Polyurethan die erwähnte chemische Reaktion nur dann in zufriedenstellender Weise abläuft, wonn der genannte Feuchtigkeitsgehalt des Holzes gegeben ist.
Au s f ü.hrunn sbs 3 spiel
Die Erfindung soll nachstehend an einen Ausführungsbeispiel näher erläutert werden« In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig, 1: eine Sohle im Schnitt in Sohlenlängsrichtung bei Verwendung als Brandsohle, über die das Oberteil gezwickt wird;
Fig, 2: eine Sohle in Schnitt, die gleichzeitig die Brandsohle und/oder das Fußbett bildet,
Die in der Zoichnung dargestellte Sohle besteht aus zwei Holzteilen 1; 2, die durch ein Zwischenteil 3 miteinander verbunden sind, das aus Polyurethan besteht und im Ballenbereich angeordnet ist. Auf der Sohlenoberfläche 4 ruht die Fußsohle des Benutzers eines mit einer solchen Sohle versehenon Schuhs, Die Sohlenoberfläche 5 ist der Lauffläche zugewandt und bei der Ausführungsform nach Fig, 1, bei der die Sohle als Brandsohle verwendet wird, nit einer nicht dargestellten Zwischensohle und gegebenenfalls einer Laufsohle verbunden, wogegen bei der Ausführungsform nach Fig, diese Sohlenobcrflache 5 direkt die Laufsohle б trägt, die dann vorzugsweise einstückig mit dem Zwischenteil 3 ausgebildet ist.
Das Zwischenteil 3 ist sowohl zu einer in wesentlichen senkrocht zur Lauffläche verlaufenden fiittelachso 7 alo auch zu einor auf diesor Nittelachoo 7 senkrecht stehenden, im wesentlichen in Sohlonlängorichtung verlaufenden Achoo syi:net riech c-usgobilc'ot, Dio Dreite D in den ^andboreichen dec Zwinchcntoilos 3, also in den den Sohlenoborflochen 4;
~ 12 -
der Sohle zugewandten Bereichen, ist größer als die geringste Breite b im dazwischenliegenden Mittelbereich, Wie aus der Zeichnung klar hervorgeht, gehen die beiden Randbereiche abgerundet in den Mittelbereich und tangential in die Sohlenoberflächen 4; 5 der Sohle über.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform stehen außerdem von Mittelbereich des Zwischenteiles 3 beidseitig im wesentlichen in Sohlenlängsrichtung verlaufende Ansätze 9 ab, die einstückig mit dem Zwischenteil 3 ausgebildet sind. Die Ansätze 9 sind ballenförmig dargestellt, können jedoch auch schwalbenschwanzförmig ausgebildet sein«
In der Zeichnung ist eine Sohl© dargestellt, die aus zwei Holzteilen 1; 2 besteht, die durch ein einziges Zwischenteil 3 miteinander verbunden sind« Es können aber auch im Ballenbereich mehrere Zwischenteile vorgesehen sein, wobei sich dadurch auch die Anzahl der durch die Zwischenteil© verbundenen Holzteile erhöht. Die Holzteile zwischen benachbarten Zwischenteilen können hierbei jedoch sehr schmal ausgebildet sein, da alle Zwischenteile im Ballenbereich vorgesehen sein müssen·
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Sohle erfolgt dadurch, daß die Holzteile 1; 2 in eine Form eingelegt werden und der freibleibende Teil der Form mit einem polyurethanbildenden Material ausgefüllt wird. Das polyurethanbildende Material kann hierbei vor dom Schließen der Form oder nach dem Schließen der Form eingegossen werden* Es ist auch möglich, das polyurothanbildende Material nach dem Schließen der Form in diese einzuspritzen* In jedem Fall werden die Zwischenteile 3 aus Polyurethan sowohl geformt als auch
untrennbar mit den Holztoilen 1; 2 verbunden, wobei bei der Ausführungsform nach Fig« 2 gleichseitig auch die Laufsohle б angeformt wird. Nach dem Entfernen der Sohle aus der Form wird die der Fußsohle zugewandte Fläche abgeschliffen, so daß diese Fläche keine störenden Erhebungen und Vertiefungen besitzt *
Claims (14)
1. Sohle aus Holz für Schuhe, bestehend aus vorgeformten Holzteilen, die im Ballenbereich durch biegsame Zwischenteile, die aus aufgeschäumtem Polyurethan bestehen» miteinander verbunden sind, gekennzeichnet dadurch, daß die Breite (B) des Zwischenteiles bzw. der Zwischenteile (3), gemessen in der Sohlenlängsrichtung, in dem der Fußsohle benachbarten Randbereich und in dem der Lauffläche benachbarten Randbereich größer als die Breite (b) im dazwischenliegenden Mittelbereich ist·
2, Sohle nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die beiden Rondbereiche des Zwischenteiles bzw, der Zwischenteile (3) abgerundet in den Mittelbereich übergehen.
3« Sohle nach den Punkten 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Randbereiche des Zwischenteiles bzw. der Zwischenteile (3) tangential in die Sohlenoberfläche (4; 5) übergehen.
4. Sohle nach den Punkten 1, 2 oder 3, gekennzeichnet dadurch, daß das Zwischentoil bzw. die Zwischenteile (3) zu einer im wesentlichen senkrecht zur Lauffläche verlaufenden Mittelachse (7) und vorzugsweise auch zu einer auf diese Mittelachse (7) senkrecht stehenden, im wesentlichen in Sohlenlängsrichtung verlaufenden Achse (8) symmetrisch ausgebildet ist bzw. sind.
5. Sohle nach einen der Punkte 1 bis 4, gekonnzeichnet dadurch, daß vom Mittelbereich des Zwischenteiles bzw. der Zwischenteile (3) beidseitig im wesentlichen in
Sohlenlüngsrichtung verlaufende Ansätze (9) abstehen, die einstückig mit dem Zwischenteil (3) ausgebildet sind,
6· Sohle nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß die Ansätze (9) an ihren freien Enden Hinterschneidungen aufweisen, beispielsweise schwalbenschwanzförmig ausgebildet sind«
7. Sohle nach Punkt 5, gekonnzeichnet dadurch, daß die Anoätze (9) abgerundet in den Mittelbereich des Zwischenteiles bzw. der Zwischenteile (3) übergehen.
8. Sohle nach einem der Punkte 1 bis 7, gekennzeichnet dadurch, daß mehr als zwei durch im Ballenbereich angeordnete Zwischenteile (3) miteinander verbundene Holzteile (1; Z) vorgesehen sind.
9· Sohle nach einem der Punkte 1 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß die Zwischenteile (3), im Schnitt parallel zur Lauffläche, bogenförmig ausgebildet sind.
10. Sohle nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Laufsohle (6) mit dem Zwischenteil (3) einstückig ausgebildot ist.
11. Verfahren zur Herstellung einer Sohle nach einem der Punkte 1 bis 10, wobei die Holzteile in eine Form eingelegt und in den freibleibenden Teil polyurethanbildendas Material eingegeben wird, das bei geschlosoenor Form aufgeschäumt wird, gekennzeichnet dadurch, dau nach dom Ausformen der Sohle zumindest die der FuGsohle
zugewandte Fläche und die Seitenflächen der Sohle,
vorzugsweise durch Schleifen oder Fräsen, bearbeitet werden.
vorzugsweise durch Schleifen oder Fräsen, bearbeitet werden.
12, Verfahren nach Punkt 11, gekennzeichnet dadurch, daß das polyurethanbildende Material vor dem Schließen der Form in diese eingefüllt wird.
13« Verfahren nach Punkt 11 oder 12, gekennzeichnet dadurch, daß Molzteile verwendet werden, deren Feuchtigkeitsgehalt vor dem Einlegen in die Form weniger als 12 c/ot vorzugsweise weniger als 6 %, beträgt,
14» Verfahren nach Punkt 13, gekennzeichnet dadurch, daß der Feuchtigkeitsgehalt der Holzteile zwischen 0,01 und 5 % beträgt.
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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