DD153199A1 - Fallsicherung fuer hydraulische pressen - Google Patents

Fallsicherung fuer hydraulische pressen

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung fuer hydraulische Pressen, insbesondere Kunststoffpressen, die das Abfallen des oberen Pressentisches infolge auftretender Stoerungen verhindern soll, nach Patentanmeldung WP B 30 B /215 659. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Loesung des Hauptpatentes durch einen einfacheren Sperrklinkenmechanismus weiter zu entwickeln. Diese Aufgabe wird dadurch geloest, dasz die Sperrklinke mit einer an einem Elektromagnet angekoppelten Zugstange verbunden ist und ein von der Sperrklinke zu betaetigender Endschalter Steuermagnete eines an sich bekannten elektrohydraulisch betaetigten Vorsteuerventils elektrisch zu- oder abschaltet.

Description

"218 981-4-
Titel der Erfindung .
ν- .
Fallsicherung für hydraulische Pressen
Anwendungsgebiet der Erfindung
""5 Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für hydraulische Pressen, insbesondere Kunststoffpressen, die das Abfallen des oberen Pressentisches infolge auftretender Störungen beim Öffnen der Presse verhindern soll, nach Patent; ^^ß^^P"
Charakteristik der bekannten technischen Lösung
Die in der Patentanmeldung TiSP B 30 B / 21 5 659 beschriebene Vorrichtung besteht darin, daß eine am oberen Pressentisch starr befestigte Zahnstange mit einer durch einen hydraulisch betätigten Steuerkolben ein- und ausrückbaren Sperrklinke 'zusammenwirkt und der Steuerkolben in und mit einem Hydraulikzylinder das an sich bekannte Hydrauliksystem der Presse ansteuert. Dazu ist ein Druckraum des Hydraulikzylinders vor einem Steuerkolben durch eine Druckleitung mit einem Vorsteuerventil verbunden, während eine vom Steuerkolben verschließbare Steuerleitung von dem hinter dem Steuerkolben liegenden Saum des Hydraulikzylinders zu einem an sich bekannten Hauptwegeventil führt.
Diese prinzipiell sehr funktionssichere und zuverlässige Lösung ist durch den Hydraulikzylinder und dessen Steuerleitungen ins-
gesamt noch su aufwendig. ' '
rro mc· fi νc- r. 5 ( η "
Ziel der Erfindung · '
Ziel der Erfindung ist die Beseitigung des genannten Nachteiles durch eine einfachere, kostengünstigere Ausgestaltung des Lösungsprinzipes gemäß IP - Anmeldung WP B 30 B / 21 5 659.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die erfindungsgemäße Lösung nach WP - Anmeldung B 30 B / 215 659 durch einen neuen, einfacheren Sperrklinkenmechanismus weiterzuentwickeln. Außerdem' sollen, insbesondere für Nachrüstung, serienmäßig bzw. ausrüstungsseitig ohnehin vorhandene Maschinenteile in die erfindungsgemäße Vorrichtung mit. einbezogen werden. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Sperrklinke mit einer an einem Elektromagnet angekoppelten Zugstange verbunden ist und ein von der Sperrklinke zu betätigender Endschalter Steuerraagne te eines an sich bekannten, elektrohydrau« lisch betätigten Vorsteuerventils elektrisch zu- oder abschaltet.
Hach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wirkt die Sperrklinke mit einem Klinkenrad zusammen, das an ein Zahnrad angeflanscht ist, welches mit einer an sich bekannten, am oberen Pressentisch zur Endlagenbegrenzung angebrachten Zahnstange kämmt.
Schließlich besteht ein Merkmal der Erfindung darin, daß die Sperrklinke in einem Langloch der Zugstange beweglich gelagert ist und sich gegen eine Druckfeder abstützt.
Ausführung: sbe isp ie I ·
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen: 3?ig. 1: die schematische Darstellung der Vorrichtung mitdem Hydraulikschaltplan,
Fig. 2: die. vereinfachte Seitenansicht des Sperrklinkenmechanismus und ·
Fig. 3: die Druntersicht zu Fig. 2 ..
Am oberen Pressentisch 1 ist nach Fig'. 1 eine parallel zum Pressenstößel 2 verlaufende Zahnstange 3 starr befestigt, die mit einer ein- und ausrückbaren Sperrklinke 4 zusammenwirkt. Letztere ist mit einer Zugstange 15; 23 verbunden, die an. einen Elektromagneten 16 angekoppelt ist. Die Sperrklinke 4 betätigt auch den Endschalter 17, der die Steuermagnete 13; 18 des an sich bekannten elektrohydraulischen Vorsteuerventils 9 elektrisch zu oder abschaltet. Die Sperrklinke 4 wird durch die Druckfeder 24 im Eingriff mit der Zahnstange 3 gehalten, solange sich die Presse im "Halt" oder in sich öffnender Stellung befindet. Der Elektromagnet 16 ist in nicht dargestellter Weise fest mit dem Pressenständer verbunden. Die Funktionsweise der Vorrichtung ist folgende:
Die Zahnstange 3 führt die gleiche Hubbewegung wie der Pressenstößel 2 aus. Mit dem Auslösen der Abwärtsbewegung des Pressenstößels 2 wird der Elektromagnet 16 erregt, dadurch der Sperrklinkeneingriff geöffnet und mit der geöffneten Sperrklinke 4 der Endschalter 1? betätigt. Letzterer schließt den. Stromkreis für den Steuermagnet 13 des elektrohydraulischen VorSteuerventils 9, das über das Hauptwegeventil 11 die Abwärtsbewegung des Pressenstößels 2 einleitet.
Wird die Abwärtsbewegung angehalten, sind der Elektromagnet 16 und damit über den Enschalter 17 der Steuermagnet 13 stromlos, sodaß das Vorsteuerventil 9 und dann das Hauptwegeventil 11 wieder die Nullstellung einnehmen. Zugleich wird die Sperrklinke 4 durch die Druckfeder 24 wieder mit der Zahnstange 3 in Eingriff gebracht
Beim Einleiten der Aufwärtsbewegung des Pressenstößels 2, z.B.
durch Öffnen eines in der Zeichnung nicht dargestellten Schutzgitters werden der Elektromagnet 16 und damit der Steuermagnet stromlos und die Sperrklinke 4 wird durch die Druckfeder 24 in Eingriff mit der Zahnstange 3 gedrückt. Mit dem nun freigegebenen Bndschalter 17 kann über den Steuermagneten 18 das Vorsteuer-
318 981
·» 4 —
ventil 9 wahlweise von Hand oder mittels Zeitrelais geschaltet und so die Aufwärtsbewegung des Pressenstößels 2 bis zur oberen Endlage eingeleitet werden.
Fällt der obere Pressenstößel 2 bei längerem Stillstand der Maschine und/oder defekten Manschetten, sodaß der Elektromagnet 16 beim Einleiten der Abwärtsbewegung die Sperrklinke 4 nicht außer Eingriff schalten kann, muß erst die Aufwärtsbewegung geschaltet werden, da bei. Nichtbetätigung des Endschalters 17 durch die Sperrklinke 4 keine Abwärtsbewegung des Pressenstößels 2 erfolgen kann.
Aus den Fig. 2 und 3 geht eine Lösung hervor, mit der an sich bekannnte, bei einer Heihe von hydraulischen Pressen ohnehin vorhandene Maschinenelemente,in den Sperrklinkenmechanismus einbezogen werden. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine Zahnstange 21 mit Modul- oder Trapezverzahnung, die zur Endlagenbegrenzung am oberen Pressentisch 1 fest angebracht ist. Erfindungsgemäß kämmt mit dieser Zahnstange 21 ein Zahnrad 20, an das ein Klinkenrad 19 angeflanscht ist, mit dem die Sperrklinke 4 zusammenwirkt.
Gemäß Fig. 2 ist ferner die Sperrklinke 4 in einem Langloch der Zugstange 23 (in Fig. 1 Pos.15) gelagert. Auf diese "Weise wird erreicht, daß die Bewegungen der Sperrklinke 4 beim Übergleiten der Zahnstangen- bzw. Klinkenrad- Verzahnung im Falle der Aufwärtsbewegung des Pressenstößels 2 nicht auf den Anker des Elektromagneten 16 übertragen werden. Diese Maßnahme führt zur Eeduzierung von Yerschleißerseheinungen an den beweglichen Teilen des Elektromagneten, oder beim Hauptpatent des Hydraulikzylinders, mit dem die Sperrklinke 4 ein- und ausgerückt wird.

Claims (3)

  1. Patentansprüc he
    T. Vorrichtung für hydraulische Pressen,"insbesondere Kunststoffpressen, die das Abfallen des oberen Pressentisches in- · folge auftretender Störungen beim Öffnen der Presse verhindern' soll, mit einer am oberen Pressentisch starr befestigten Zahnstange, die mit einer ein- und. ausrückbaren Sperrklinke zusammenwirkt, nach WP "t^ß ^&_Q„ '» dadurch
    gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (4) mit einer an einem . Elektromagnet (16) angekoppelten Zugstange (15;23) verbunden ist und ein von der Sperrklinke (4) zu betätigender Endschalter (17) Steuermagnete (13;18) eines an sich bekannten elektrohydraulischen Vorsteuerventils.(9) elektrisch zu- oder abschaltet. '
  2. 2» Vorrichtung für hydraulische Pressen nach Punkt '. 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (4) mit einem Klinkenrad (19) zusammenwirkt, das an ein Zahnrad (20) angeflanscht ist, welches mit einer an sich bekannten, am oberen Pressen-» tisch zur Endlagenbegrenzung angebrachten Zahnstange (21) kämmt.
  3. 3* Vorrichtung für hydraulische Pressen nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (4) in einem Langloch (22) der Zugstange (23) beweglich gelagert ist, und sich gegen eine Druckfeder (24) abstützt.
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