DD153277A1 - Hochspannungsdrehtrenner - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf Geraete der Hochspannungselektrotechnik. Das Ziel und die Aufgabe ist es, bei verringertem Materialeinsatz und Raumbedarf des Trenners seine elektrische und mechanische Festigkeit zu verbessern. Dies wird erfindungsgemaess dadurch erreicht, dasz die Drehisolatoren von einem (gemeinsamen) Getriebe ausgehend v-foermig angeordnet sind und ihre Armaturen z.T. in das Getriebe integriert sind.
Description
Berlin, den 11.09.1980 TRO 4565 So/Hr
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Erfinder:
Hübner,· Heinz Reyher, Berthold
Anmel_der£ . '.·
YEB Transformatorenwerk "Karl Liebknecht" Patentabteilung
1160 Berlin - Oberschöneweide Wilhelminenhofstr. 83-85
Titel der Erfindung:
Hbchspannungsdrehtrenner
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung kann bei Hochspannungsschaltgeräten, ζ.Β«. Trennern angewendet werden.
·; i Π C\ C\ ..· ι'1. Π 'J A 'V f:
- 2 - 2 23994
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
Es ist bekannt, Drehtrennschalter konstruktiv derart zu gestalten, daß auf einem "gemeinsamen Untergestell zwei vertikal angeordnete mittels Gestänge verbund-ene Stützisolatoren angebracht sind, die mit Kontakten versehene ' Schaltarme tragen. Diese Stützisolatoren müssen eine entsprechend große Umbruchkraft aufweisen, um die mechanischen, statischen Seilzugkräfte durch Seil-.spannung temperaturabhängig sowie Seilschwingungen (Wind, Eisabwurf und im Kurzschlußfall) und aus großen Strömen herrührende elektrodynamische Kraft aufnehmen zu können. Dabei ist die über die von den Sammelschienen kommenden Seile ausgehende Biegebeanspruchung besonders kritisch. Wegen der Länge des gemeinsamen Untergestells und der Höhe der achsparallelen Drehisolatoren erfordert die "klassische"Bauart""' der Drehtrenner einen großen Raumbedarf und ist materialaufwendig. Auch an die Fundamente werden hohe Anforderungen gestellt, um präzise Montage und Justierung zu sichern und späteren Fehlern (Verwindung, Dejustierung) durch partielle Fundamentsenkung zu vermeiden. Außerdem haften an den Isolatoren leicht ' Verschmutzungen, die Kriechströme verursachen können.
Das Ziel der Erfindung ist es deshalb einen Hochspannungs drehtrenner zu schaffen, der verbesserte Gebrauchswerteigenschaften aufweist, eine erhöhte Lebensdauer besitzt und mit verringertem Materialeinsatz herstellbar ist.
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Im Sinne dieser Zielstellung besteht die Aufgabe der Erfindung darin, durch konstruktive Maßnahmen den Raumbedarf des Drehtrenners zu verringern, nur ein Getriebe zu verwenden und die mechanische und elektrische Festigkeif sowie die Funktionszuverlässigkeit zu verbessern.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Drehisolatoren mit den Schaltarmen, ausgehend von einem gemeinsamen Getriebe v-förmig angeordnet sind, wobei Teile der Armatur kraftschlüssig verbunden in das Getriebe (nur je ein Drehlager) integriert sind, das auf nur einem Stielträger auf dem Fundament angeordnet ist. Dabei können in weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens die Schaltarme des Drehtrenners als Teil einer Parallelfunkenstrecke ausgebildet werden.
Aufgrund der schrägen Säulenstellung besitzt der Trenner eine geringe Bauhöhe bei gleichzeitig kleinem Untergestell. Die Drehbewegung der Säulen kann durch Kegelräder übertragen von einem Antrieb' erfolgen. (Motor- oder Druckluftantrieb).
Der besondere Vorzug der Erfindung liegt in dem geringen materiellen und technologischen Aufwand an Erdisolation, die im Durchmesser abgestuft sein kann. Durch nur ein Drehlager an der unteren Armatur besteht eine gringe Anfälligkeit gegen Vereisung. Weiterhin ist die Übereinstimmung von Schaltstellung und Schaltstellungsmeldung gewährleistet, solange kein Totalausfall, z.B. durch Isolatorbruch eintritt. Montage und Justierung des Trenners sind vorteilhaft von der Qualität der Fundamente unabhängig, auch bei evtl. späteren partiellen Fundamentabsenkungen.
Die Schrägstellung bewirkt nicht nur günstigere mechanische Festigkeitseigenschaften (reduzierter Hebelarm für Biegekraft, Reduzierung des Biegeanteiles durch Seilangriff in Zugrichtung), sondern erhöht auch die elektrische Zuverlässigkeit. Das resultiert durch eine geringere Verschmutzung und höhere Selbstreinigung (Beregnung) der Isolatoren sowie durch eine elektrische Entlastung der gefährdeten Kriechwege des Isolators infolge der höheren Feldstärke der Luftstrecke gegen Erde, insbesondere bei Ausbildung des Schaltarmes als Teil einer Parallelfunkens trecke. Sollen Schalter für besonders hohe Spannungen ( 420 kV und höher) und große mechanische Belastung durch Seilkräfte konzipiert werden, so kann eine Verstärkung durch gegenseitige Verbindung der Crehisolatoren mittels eines (in bekannten Drehlagern geführten) Zugisolator in etwa 2/3 der Drehisolatorhöhe erfolgen. Selbstverständlich kann die Erfindung •auch an einem Drehtrenner mit nur einem Drehisolator und einem festen Isolator angewendet werden, wobei gegebenenfalls der feste Isolator eine geringere Neigung aufweisen kann. Damit wäre z.B. ein Trenner _für 245 -kV mit nur einem Drehisolator (verkürzt) und Schaltarm eines 420 kV-Trenners realisierbar. Analog konnte die Erfindung auch auf Klapptrenner (Hebeltrenner) angewendet werden, wobei aber einige der beim Drehtrenner entstehenden Vorteile entfallen würden.
Die Erfindung soll nachstehend ah einem Ausführungsbeispiel näher..erläutert werden. Dabei wird auf die zugehörige Zeichnung verwiesen, die ein Ausführungsbeispiel in zwei Ansichten darstellt. Gemäß Fig. 1 ist der Dreh-
— ξtrenner zeBe für 245 kV oder 420 kV auf einem Fundamente auf nur einem Stielträger 3 errichtet. Der Antrieb 2 mit den Drehlagern nimmt die v-förmig angeordneten Isolatoren 1 auf, die gemeinsam in einem Winkel von ca0 75° montiert sinde Durch diese Lage ergibt'die Angriffsrichtung der Seile 5 vorteilhaft eine weitestgehende Zugbelastung, die im Vergleich zur Biegebeanspruchung unkritischer ist„ Aber auch die noch wirkenden Biegekraftkomponenten sind wegen des kleineren Hebelarmes besser zu beherrschen.
Werden die Schaltarme als Teil einer Parallelfunkenstrecke ausgebildet5 ist eine noch bessere Entlastung der Kriechstrecke und eine optimale Isolationskco?dination realisierbar. " .
Claims (3)
- TRO 4565ErfindungsanspruchHochspannungsdrehtrenner mit schwenkbaren Schaltarmen, die die Anschlußseile elektrisch leitend verbinden oder trennen, und die Schaltarme tragende Drehisolatoren, gekennzeichnet dadurch, daß die Drehisolatoren mit den Schaltarmen, ausgehend von einem (gemeinsamen) Getriebe v-förmig angeordnet sind, wobei Teile der Armatur kraftschlüssig verbunden in das Getriebe (nur ein Drehlager) integriert sind, das auf nur einem Stielträger auf dem Fundament angeordnet ist;.
- 2. Hochspannungsdrehtrenner nach Punkt 1, g e k e-n nzeich.net da'durch, daß die Schaltarme als Teil einer Parallelfunkenstrecke ausgebildet sind.
- 3>. HS-Drehtrenner nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die schräggestellten Isolatoren in etwa 2/3 ihrer Höhe durch einen Zugisolator verbunden sind.Hierzu: 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD22399480A DD153277A1 (de) | 1980-09-19 | 1980-09-19 | Hochspannungsdrehtrenner |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD22399480A DD153277A1 (de) | 1980-09-19 | 1980-09-19 | Hochspannungsdrehtrenner |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD153277A1 true DD153277A1 (de) | 1981-12-30 |
Family
ID=5526350
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD22399480A DD153277A1 (de) | 1980-09-19 | 1980-09-19 | Hochspannungsdrehtrenner |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DD (1) | DD153277A1 (de) |
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1980
- 1980-09-19 DD DD22399480A patent/DD153277A1/de not_active IP Right Cessation
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