DD153534A1 - Farbwerk fuer eine offset-rotationsdruckmaschine - Google Patents
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Abstract
Waehrend das Ziel der Erfindung in der Bereitstellung eines hohe Gebrauchswerteigenschaften aufweisenden Farbwerkes fuer eine Offset-Rotationsdruckmaschine liegt,besteht die Aufgabe darin, den sowohl beim Einrichten der Druckmaschineals auch gelegentlich waehrend des Auflagendruckes im Farbwerk auftretenden, dieses uebersaettigenden Farbueberschuss aus dem Farbwerk abzuziehen, ohne das Farbwerk bzw. die Druckmaschine abstellen zu muessen. Zum Ruecktransport von ueberschuessiger, im Farbwerk befindlicher Farbe werden nunmehr die Auftragwalzen von dem Plattenzylinder abgehoben und die Farbzonenschrauben auf Farbzufuhr"Null" gestellt.Infolge der auftretenden Farbspaltung wird nun die ueberschuessege Farbe ueber die Farbheberwalze auf die Farbkastenwalze auf die Farbkastenwalze und somit in den Farbkasten zurueckuebertragen. Die Uebersteuerung der Farbzonenstellstifte und der An-bzw. Abstellbewegungen der Auftragwalzen ist sowohl hydraulisch/pneumatisch oder mechanisch als auch unter Verwendung von elektronischen Steuermitteln, beispielsweise eines Mikroprozessors, moeglich. Durch einen beispielsweise von einem zentralen Steuerpult an die Steuervorrichtung gegebenen Befehl koenen somit folgende Funktionen ausgeloest werden:1.VollerDuktorweg.2.Heber" an",3.Farbzufuhr " Null",4.Farbauftragwalzen" an".
Description
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Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Farbwerk für eine Offset-Rotationsdruckmaschine, das·eine angetriebene Farbkastenwalze, ein zur Farbdosierung an die Farbkastenwalze mittels Farbzonenstellstiften oder -schrauben anstellbares Farbmesser, eine die Farbe von der Farbkastenwalze zu einer ersten Farbwerkwalze führende Heberwalze sowie den Farbwerkwalzen nachgeschaltete, vom Plattenzylinder abhebbare Farbauftragwalzen umfaßt.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Aus der DE-Auslegeschrift 2 113 608 ist bereits ein Verfahren zum Betrieb einer Offset-Rotationsdruckmaschine bekannt, nach dem der Farbfluß durch Vor- und Rückspaltung bei abgestellter Farbzufuhr zum Farbwerk zwischen den Farbwerkwalzen, dem Plattenzylinder und dem Gummizylinder während kurzer Betriebsunterbrechungen aufrechterhalten bleibt, wobei die Heberwalze von der im Farbkasten umlaufenden Farbkastenwalze abgestellt ist. Bei dieser Betriebsweise kann die bei der Abstellung der Farbzufuhr auf den Walzen und Zylindern vorhandene Farbe einer fortlaufenden Spaltung unterworfen werden, da einerseits die Farbzufuhr abgestellt ist und andererseits keine Farbabnahme vom Gummizylinder her erfolgen kann. Dadurch wird der Einfluß der durch Sauerstoffaufnahme während einer Druckunterbrechung sich verändernden Konsistenz der Farbe auf der. Platte und im Farbwerk oder auf dem Gummizylinder ausgeschaltet, da durch dauerndes gegenseitiges Aufeinanderabrollen der Farbwalzen und Zylinder und der
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damit verbundenen Farbspaltung ein Antrocknen der Farbe, verhindert wird» Ein Abzug der während der vorgenannten Betriebsart im Farbwerk befindlichen Farbe ist weder erwünscht noch möglich.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines höhere Gebrauchswerteigenschaften aufweisenden Farbwerkes für eine Offset-Rotationsdruckmaschine , welches eine Arbeitsproduktivitätssteigerung der Offset-Rotationsdruckmaschine ermöglicht»
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den sowohl beim Einrichten der Druckmaschine als auch gelegentlich während des Auflagendruckes im Farbwerk auftretenden, dieses übersättigenden Farbüberschuß aus dem Farbwerk abzuziehen, ohne das Farbwerk bzw, die Druckmaschine abstellen zu müssen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Auftragwalzen durch Vorrichtungen, wie z, Be Elektromagnete, von dem Plättenzylinder abstellbar sind und bei umlaufenden Farbwerkwalzen und angestellter Heberwalze die Farbzonenstellstifte oder -schrauben durch eine Steuervorrichtung auf die Farbzufuhr "Null" einstellbar sind, so daß die im Farbwerk befindliche Farbe in den Farbkasten rücktransportierbar ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
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in einem elektronischen Speicher die individuellen Einstellpositionen der Farbzonenstellstifte oder -schrauben abspeicherbar sind»
Vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang ebenfalls, wenn die Farbzonenstellstifte oder -schrauben von individuellen Einstellpositionen aus positionsmäßig durch die Steuervorrichtung auf die Farbzufuhr "Null" durchsteuerbar sind.
Zweckmäßig ist weiterhin, daß die Farbzonenstellstifte oder -schrauben durch elektromagnetische Stellglieder einstellbar sind.
Als vorteilhaft hat sich weiterhin gezeigt, wenn die Steuervorrichtung ein Mikroprozessor ist.
Nach einem nach der Erfindung ausgebildeten Farbwerk ist es möglich, daß sich das Farbwerk selbst von der überschüssigen Farbe befreien kann, indem diese durch Farbrückspaltung auf die nicht mit Farbe überzogene Farbkastenwalze und somit in den Farbkasten zurückgezogen wird. Diese zurückgeführte Farbe geht deshalb nicht verlustig, sondern kann erneut auf dem üblichen Weg in das Farbwerk eingegeben werden. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß Farbschwankungen und besonders bei anspruchsvollen Druckarbeiten die dadurch verursachte Makulatur weitestgehend reduziert werden. Bei einem Farbwerk gemäß der. Erfindung ist es des weiteren möglich, Rückschlüsse auf die Funktion des Feuchtwerkes zu ziehen, da bei einer Rückspaltung das Farbbild auf den Walzen mit abnehmender Farbschichtdicke bestimmte Aussagen zuläßt» Der Drucker ist nun nicht mehr gezwungen,
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die Druckmaschine anzuhalten und in zeitaufwendiger Weise das Farbwerk im Stillstand von der überschüssigen Farbe zu befreien*
Beim Wechsel des Druckauftrages wird durch die dadurch notwendige neue Farbzoneneinstellung das alte Farbbild durch Rückspaltung gelöscht,
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert v/erden» Die zugehörige Zeichnung zeigt das Farbwerk gemäß der Erfindung, schematisch dargestellt« . · ·
Ein Plattenzylinder 1 wird durch Auftragwalzen 2; 3 und 4 eingefärbt. Die Farbzufuhr erfolgt über zwei Stränge. Im erster. Strang sind Farbwerkwalzen 5 und 6 zwischen der Auftragwalze 4 und einem Reibzylinder 7 und im zweiten Strang Reib- bzw« Farbwerkwalzen 8 und 9 zwischen den Auftragwalzen 2 und 3 und dem Reibzylinder 7 angeordnet. Der Reibzylinder 7 wird über weitere Farbwerkwalzen 10 und 11, eine Farbheberwalze 12 und eine Farbkastenwalze 13 von einem Farbkasten 14 her mit Farbe versorgt,
Die Einfärbung der Farbkastenwalze 13 ist durch ein in dem Farbkasten 14 angeordnetes Farbmesser 15 quantitativ steuerbar· Diese Steuerung wird durch eine Anzahl nebeneinander angeordneter, jeweils auf einen Stellhebel 16 wirkender Farbzonenstellstifte oder -schrauben 17 vorgenommen· Die Farbdosierung entlang der Farbkastenwalze 13 kann ferngesteu-
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art von einem zentralen, nicht gezeigten Steuerpult aus vorgenommen wertüen. Die Farbzonenstellstifte 17 sind für diesen Zweck jeweils mit einem elektromagnetischen Stellglied 18 ausgestattet, das über Steuerleitungen 19 und 20 mit einer Steuervorrichtung 21 in Verbindung steht» Die Steuervorrichtung 21 besteht vorzugsweise aus einem Mikroprozessor und ist von einem zentralen Steuerpult her (nicht gezeigt) ansprechbar. Die individuelle Einstellung der Farbzonenstellstifte 17 durch eine Farbzonensteuerlogik 22 der Steuervorrichtung 21 wird in einem Speicher 23, beispielsweise einem Halbleiterspeicher oder einem Magnetkernspeicher, festgehalten. In dem Speicher 23, der als Farbzonenstellstift-Positionsspeicher verwendet wird, ist für die Speicherung der eingestellten Position eines Farbzonenstellstiftes 17 jeweils ein separater Speicherplatz vorhanden, der als Rechteck in dem Speicher 23 angedeutet ist«
In einem mit dem Speicher 23 korrespondierenden gleichartigen Speicher 24 ist für jeden Farbzonenstellstift 17 ein weiterer Speicherplatz vorgesehen, der für jeden Farbzonenstellstif t 17 eine Stellgröße speichert, die mit dem jeweiligen in dem Speicher 23 befindlichen Wert den gesamten Einstellbereich bzw. -wert der Farbzonenstellstifte 17 darstellt, d, h., daß durch die Hinzugabe der in dem Speicher 24 gespeicherten Werte zu den in dem Speicher 23 gespeicherten Werten eine volle Durchsteuerung der Farbzonenstellstifte möglich ist, bei der das Farbmesser 15 so an die Farbkastenwalze 13 angestellt wird, daß von dieser sämtliche Farbe durch das Farbmesser 15 abgerakelt ist, was der Farbzufuhr "Null" entspricht. Gleichzeitig mit der Einstellung der Farbzufuhr "Null" durch Knopfbetätigung von dem zentralen Steuer-
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pult aus, wird die Steuervorrichtung 21 über eine Walzensteuerschaltung 25 die Auf tragwalzen 2; 3 und 4 von dem Plattenzylinder 1 abheben.
Die Auftragwalze 3 ist durch einen über eine Steuerleitung
28 aktivierbaren, symbolisch angedeuteten Elektromagneten
29 und die Auftragwalze 2 durch einen Ober eine Steuerleitung 30 aktivierbaren Elektromagneten 31 von dem Plattenzylinder 1 abhebbar. In der gleichen Weise wird die Auftragwalze 4 durch einen Elektromagneten 32, der über eine Steuerleitung 33 erregt wird, von dem Plattenzylinder 1 weggeschwenkt» Die Walzensteuerschaltung 25 betätigt über eine 'Steuerleitung 26 einen Elektromagneten 27 weiterhin die Farbheberwalze 12, so daß sie einmal mit der Farbabnahmewalze 11 und einmal mit der Farbkastenwalze 13 in Berührung kommt».
Da bei der Farbzufuhr "Null" durch die Vollänstellung des Farbmessers 15 die Farbkastenwalze 13 nicht mehr von dem Farbkasten 14 her eingefärbt wird, erfolgt bei abgestellten Auftragwalzen 2} 3; 4 ein Rücktransport der in dem Farbwerk befindlichen Farbe über die Farbheberwalze 12 auf die Farbkastenwalze 13 und somit in den Farbkasten 14. Nach einer bestimmten Zeit, die beispielsweise durch ein in der Steuervorrichtung vorhandenes Zeitglied oder durch Tastenbetätigung von dem zentralen Steuerpult her bestimmbar ist, kann der vorbeschriebene Farbrücktransport wieder unterbrochen werden, wonach die Auftragwalzen 2; 3; 4 an den Plattenzylinder durch ihre jeweilige Steuervorrichtung anstellbar sind und die Farbzonenstellstifte 17 durch Zurückstellen um einen in dem Speicher 24 befindlichen Wert auf den ur-
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sprünglichen im Speicher 23 definierten Wert einstellbar sind. Somit ist aer Ausgangszustand, d. h. der ursprüngliche Einstellwert an jeder Stelle, d· h. an jedem Farbzonenstellstif t 17, entlang des Farbmessers 15 wieder vorhanden»
Es versteht sich, daß anstelle der Verwendung von in dem Speicher 24 festgehaltenen Differenzwerten auch eine Volldurchsteuerung der Farbzonenstellstifte 17 auf den jeweiligen maximalen Einstellwert möglich ist, wobei in diesem Felle der Oberhub infolge der jev/eiligen Grundeinstellung öer Farbzonenstellstifte beispielsweise durch ein Rutschkupplung aufgefangen werden muß.
Im hier beschriebenen Ausführungsbeispiel wurde das erfindungsgemäße Farbwerk unter Verwendung eines Mikroprozessors beschrieben, mit dem eine ferngesteuerte Einstellung aer Farbzonenstellstifte 17 möglich ist. Derartige ferngesteuerte Anlagen sind unter der Bezeichnung CCI-Anlagen bekannt (computer controlled inking). Es liegt im Rahmen der Erfindung, anstelle der elektrischen bzw. elektronischen Steuerung der Farbzonenstellstifte und der Auftragwalzen auch pneumatische oder hydraulische Steuersysteme zu verwenden. Auch ist der Einsatz beispielsweise einer exzentrischen Spindel parallel zum Farbmesser mit Aussparungen für die Farbzonenschrauben im Rahmen der Erfindung möglich, mit der eine Oberlagerung der individuellen Einstellung der Farbzonenschrauben bis hin zur Volldurchsteuerung, d, h. Farbzufuhr "Null" , unter Verwendung allgemein bekannter Steuer» und Einstellmittel durchführbar ist.
Claims (5)
1» Farbwerk für eine Offset-Rotationsdruckmaschine, das eine angetriebene Farbkastenwalze, ein zur Farbdosierung an. die Farbkastenwalze mittels Farbzonenstellstiften oder -schrauben anstellbares Farbmesser, eine die Farbe von aer Farbkastenwalze zu einer ersten Farbwerkwalze führende Heberwalze sowie den Farbwerkwalzen nachgeschaltete, vom Plattenzylinder abhebbare Farbauf trogwalzen umfaßt, gekennzeichnet dadurch, daß die Auf tragwalzen (2; 3; 4) durch Vorrichtungen, wie z. B. Elektromagnete (29j 31; 32), von dem Plattenzylinder (1) abstellbar sind und bei umlaufenden Farbwerkwalzen (5 bis 11) und angestellter Heberwalze (12) die Farbzonenstellstifte oder -schrauben (17). durch eine Steuervorrichtung (21) auf die Farbzufuhr "Null" einstellbar sind, so daß die im Farbwerk befindliche Farbe in den Farbkasten (14) rücktransportierbar ist· .
2· Farbwerk nach Punkt lf gekennzeichnet dadurch, daß in einem elektronischen Speicher (23) die individuellen Einstellpositionen der Farbzonenstellstifte oder -schrauben (17) abspeicherbar sind.
3, Farbwerk nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Farbzonenstellstifte oder -schrauben (17) von individuellen Einstellpositionen aus positionsmäßig durch die Steuervorrichtung (21) auf die Farbzufuhr "Null" durchsteuerbar sind.
4# Farbwerk nach einem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet
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dadurch, daß die Farbzonenstellstifte oder -schrauben (17) durch elektromagnetische Stellglieder (18) einstellbar sind.
5. Farbwerk nach einem der Punkte 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Steuervorrichtung (21) ein Mikroprozessor ist.
Hierru /\ S<iite Zeichnung .
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