DD153578A1 - Stabilisierung von oxydationsempfindlichen wirkstoffen,vorrangig dithranol in arzneizubereitungen - Google Patents

Stabilisierung von oxydationsempfindlichen wirkstoffen,vorrangig dithranol in arzneizubereitungen Download PDF

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DD153578A1
DD153578A1 DD22469780A DD22469780A DD153578A1 DD 153578 A1 DD153578 A1 DD 153578A1 DD 22469780 A DD22469780 A DD 22469780A DD 22469780 A DD22469780 A DD 22469780A DD 153578 A1 DD153578 A1 DD 153578A1
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stabilization
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Hans Meffert
Dietmar Werchan
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Hans Meffert
Dietmar Werchan
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Abstract

Die Stabilisierung von oxydationsempfindlichen Wirkstoffen, vorrangig Dithranol, in Arzneizubereitungen findet Anwendung auf dem Gebiet der Dermatologie u. a. bei der Behandlung von Psoriasis. Die Erfindung hat das Ziel, durch ein einfaches Verfahren die oxydationsempfindlichen Wirkstoffe zu stabilisieren und fuer eine industrielle Verwertung nutzbar zu machen. Die Aufgabe besteht darin, ein Stabilisierungsverfahren zu entwickeln unter Ausschluss von chemischen Antioxydantien. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, indem das Vehikel bei 0,666*10&exp2! Pa bis 13,332*10&exp2! Pa(0,5 bis 10 Torr) im Vakuum entgast wird und nachfolgend der oxydationsempfindliche Wirkstoff bei Aufrechterhaltung des Vakuums oder Begasung mit einem inerten Gas gegebenenfalls unter Waermezufuhr zur Loesung gebracht wird.

Description

« Blatt
Titel der Erfindung
Stabi.lisieru.ng von oxydationsempfindlichen Wirkstoffe^ vorrangig Dithranolg in Arzneizubereitungen · .
Anwendungsgebiet der Erfindung
3>ie Erfindung betrifft die stabilisierung von oxydationsempfindlichen Wirkstoffen in .Arz-neizubereitungen"·"
Derartige Zubereitungen untex· Verwendung osydationsempfindliclier Wirkstoffe finden Anwendung in der Medizin, vorrangig auf dein Gebiet der Dermatologie* Bei Einsatz von Dithranol als Wirkstoff kann erfolgreich die Behandlung von Psoriasis vorgenommen werden«
Charakteristik der bekannten technischen Lösimg
Arznei Zubereitungen j, die oxy dationaaarpf inaliche Wirkstoffe enthalten* sind vielfältiger Art bekannt.
BgBonders in öligen Vehikeln kommt es durch die Oxydationsreaktionen in Gegenwart von -Fetten und. die dabei entstehenden Zm-•schenreaütionsprodukte sowie durch dGü EinfluB des in den-Vehikeln gelösten Luft sauerstoffes KU einem Wirkungsverlust von darin enthaltenen Wirkstoffen,
Das führt; beispielsweise beim leicht oxydablen Idthranol zu braiineü oder schv/arzea Oxyda^lonöproduliceiij die eino stark färbende Wirkung auf Haut und Klei dung hervorrufen,.
2* Blatt ' . 5 Λ -
Der Nachteil der Oxydationsempfindlichkeit führte dazu, daß bisher keino. industrielle Produktion von Dithranol enthaltenden Arzneizubereitungen stattfand. Im Bereich der subindustriellen Herstellung können derartig hergestellte Präparate nur kurzzeitig ν er v/endet wer den o
Durch Anwendung von Antioxydantien, wie Askorbinsäure (DT-OS 281827) oder deren Esters Tokophenole, Kordihydroguajaret säure,. Gallussäureester, Butyl hydroxy anisol und Butylhydroxytoluol oder auch Salizylsäure, in ditliranolhaltigen. Der mat i~ ka lassen sich Oxydationserscheinungen über bestimmte Zeiträume aufhalten· .
Zum weiteren ist bekannt, daß Stoffe, wie Zitronen- oder Weinsäure und Phosphorsäurederivate, als -Synergisten wirken, die den Effekt der aufgezeigten Antioxydantien überadditiv zu steigern vermögen.» Ihre Wirkung ist jedoch sehr stoff-» und vehikelspezifische
Das psoriasiswirksame Dithranol zeigt seine optimale therapeutische Wirkung im alkalischen odsr neutralen Milieu* Die aufgezeigten .Antioxydantien sind deshalb nur differenziert einsetzbar.
Die bekannten, üblichen Dithranolpasten oder -salben auf Kohlenwasserst off basis erlauben keine Anwendung auf behaarten Körperpartienj vorrangig des Kopfes, da sie schlecht auswaschbar sind»
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es^ durch ein technologisch einfaches und ökonomisch vorteilhaftes Verfahren oxydat'ionscmpfindliche Wirkstoffe in ArzneiZubereitungen wirksam zu stabilisieren und somit die Sacht eile aller bereits bekannten Stabilisierungsme« thoden zu beseitigeno Die Stabilisierung soll gewährleisten^ daß eine industrielle Verwertung z* B« von dithranolhaltigen Arzneizubereitungen vorgenommen werden kann«
J5* Blatt Darlegung des "Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Stabilisierung von oxydationsempfindlichen· Wirkstoffen in Arzneizubereitungen unter Ausschluß von chemischen Antloxydatlen vorzunehmenvund gleichzeitig den Wirkungsgrad des eingesetzten Wirkstoffes voll zu erhalten. Erflndungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst ? indem die Wirkstoffe$ wie Dithranol oder Vitamine oder Hormone in ein fettartiges Öl mit Emulgatorzusatz eingebracht werden. Dazu wird das pflanzliche oder tierische öl mit Emulgatorzusatz, das beim Vermischen mit Wasser eine feindisperse Öl-in-Wasser-Emulsion ergibt, In einem geschlossenen Behälter bei 0*666 . 102 Pa bis 13,3^2 0 102 Pa (0,5 bis 10,0 Torr) Im Vakuum entgast. Hierbei ist es günstig, das Vehikel in eine möglichst dünne Schicht zu bringen*, Dies wird erreicht durch Schütteln des evakuierten Behälters, Rühreii der ölartigen Flüssigkeit'oder anderer bekannter technologischer Verfahren-,
Danach ist der oxydationsempflndllche Wirkstoff, wie Dithranols lipoididlösliche Vitamine oder Hormone zur Lösung 'zu bringen, wobei der Unterdruck aufrechterhalten wird oder das System mit einem inerten Gas, wie Stickstoff oder Argon, zu begasen ist« Gegebenenfalls ist beim Lösen des Wirkstoffes Wärme zuzuführen.
Die so hergestellte Arzneizubereitung wird in bekannter $eise in Sin- oder Mehrdosenbehälter abgefüllt, wobei die·Konfektionierung unter.einem Schutzgas durchzuführen ist.
Ausführungsbei spiele 1« Beispiels
O g eines vegetabilen Öles mit Smulgatorzusatz werden in einem evakuierten Gefäß unter 1 Torr in eine möglichst dünne Schi eilt gebracht, geschüttelt oder mit einem Rührer in möglichst hohe Rotation versetzt, bis der gelöste Luftsauerstoff restlos entfernt ist. Dem entgasten öl werden 0,25 g Dithranol zugefügt. Durch leichte Eriväroiung wird der Wirkstoff im Vakuum zur Lösung gebracht* : · . .
^ Pt
Das System wird mit einem Schutzgas belüftet, und die Arzneizubereitung wird unter- dem Einfluß dieses Gases in geeignete Behältnisse geleitete · · . .
29 Beispiels
In 1OOSO g eines vegetabilen Öles mit E&ulgatorzusatz werden zunächst 5?0 g Salizylsäure gelöst,,- Des weiteren wird wie unter Ausführungsbeispiel 1 beschrieben verfahren,
Um den Effekt der Entgasung auf den oxydationsempfindlichen . Wirkstoff zu be stimmen * 'wird dessen oxy dative Zerstörung infolge Lagerung bei 40C* bei Raumtemperatur (200C ~ 5°C) und bei 370C bestimmte . ·
Im Falle der Verwendung des oxydationsempfindlichen Wirkstoffes Dithranol wird die Stabilitätsprüfung spektroskopisch durchgeführt. Dazu wird das Adsorptionsspektrum des gelösten Dithranols unter Verwendung eines geeigneten Instrumente aufgenommen. Mittels Durch!eiten von Sauerstoff durch öle Dithranol lösung werden die als "Dithranolbraun" bezeichneten Oxydationsprodukte erhalten» Das Adsorptionsspektrum von Dithranolbraun wird in gleicher Weise wie für Dithranol beschrieben aufgenommen -(Abb. 1). Die Adsorptionsspektren unterscheiden sich insbesondere bei 550 nm und bei 4-50 nm.
Durch die Dithranollösung wird so lange Sauerstoff geleitet, bis die Extinktion der Lösung bei 405 nm nicht mehr zunimmt«. Die aktuelle Konzentration von Dithranol bzw« Dithranolbrauii kann durch Messung der Absorption bei 405 um (Kontrolle bei · 350 nm) unter Zuhilfenahme von Referenslösungen mit einer Genauigkeit von £ 8 fo bestimmt'werden* Zur Stabilitätsprüfung wurde die Zubereitung, wie in Ausführungsbeispiel 1 angegeben, hergestellt und in mit ELastaschraubyersclilüssen versehene, braune Glasflaschen abgefüllt« Die Ergebnisse der Prüfung sind nachfolgend dargestellt»
.κι a ι,· τ»
Probe Lagerung bei . .±,agerzeit QyydlsztiQs Dithranol
gerung
Nr. C0G) (Wochen) .
1 4 VJI
2 25 ^
3 37
4 4 : 5
VJl 25 -
6 37
8 ' 25,'c
9 37
30 0
15 0
2 91
D5.6 Ei'oben 7 "bis 9 waren nicht entgast worden* Die Lagerung bei 25 ί 5 0C erfolgte im diffusen Tageslicht« Die bei 4 0C bzw« bei 37 0C gelagerten Proben wurden im Dunkeln aufbewahrte ' ·

Claims (1)

  1. 6. Blatt '
    Erfindung s ansppuch .
    Stabilisierung von oxydationsempfindlichen Wirkstoffen in Arzneizuber eitungen, wobei als Träger sub stanz ein eniulgatorhaLtiges fettiges öl zum Einsatz kommt, gekennzeichnet dadurch, daß das Vehikel bei 0*666 ·. iO2lPa bis 13,332 . 102 Pa (0s5 bis 10 Torr) im Vakuum entgast wird und anschließend unter Aufrechter haltung des Vakuums oder Begasung mit einem inerten Gas der Wirkstoff gegebenenfalls unter Wärmezufuhr zur Lösung gebracht und unter den gleichen'Bedingungen konfektioniert ward«,
    ί3^>1^^
DD22469780A 1980-10-22 1980-10-22 Stabilisierung von oxydationsempfindlichen wirkstoffen,vorrangig dithranol in arzneizubereitungen DD153578A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2809619A1 (fr) * 2000-06-06 2001-12-07 Pharmatop Nouvelles formulations aqueuses de principes actifs sensibles a l'oxydation et leur procede d'obtention
WO2007065999A3 (fr) * 2005-12-06 2007-09-20 Pharmatop Scr Procede d'obtention de solutions injectables par degazage de liquides et son application a la stabilisation de substances sensibles a l'oxydation

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FR2809619A1 (fr) * 2000-06-06 2001-12-07 Pharmatop Nouvelles formulations aqueuses de principes actifs sensibles a l'oxydation et leur procede d'obtention
WO2001093830A1 (fr) * 2000-06-06 2001-12-13 Pharmatop Scr Procede d'obtention de formulations aqueuses de principes actifs sensibles a l'oxydation
WO2007065999A3 (fr) * 2005-12-06 2007-09-20 Pharmatop Scr Procede d'obtention de solutions injectables par degazage de liquides et son application a la stabilisation de substances sensibles a l'oxydation

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