DD153883A1 - Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen herstellung von polyestern - Google Patents

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DD153883A1
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polycondensation
polyesters
stirred tank
clogging
continuous production
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DD22485680A
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Gottfried Reichel
Rolf Ruehle
Guenther Schneider
Original Assignee
Gottfried Reichel
Rolf Ruehle
Guenther Schneider
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Abstract

Die Erfindung betrifft die kontinuierliche Vorpolykondensation und Polykondensation von Alkylestern der Dicarbonsaeuren und/oder Gemischen von Dicarbonsaeureestern. Ziel ist es, bei der Herstellung von Polyestern das Zusetzen der Bruedenleitung zu verhindern und den Wartungsaufwand zu senken. Die Aufgabe besteht darin, bei stehenden oder liegenden Ruehrkesseln, die zu einer Kaskade verbunden sind, den Verlauf der Bruedenleitungen so zu veraendern, dass ein Zusetzen mit oligomeren Produkten verhindert wird. Erfindungsgemaess wird das derart geloest, dass an dem Dampfdom des entsprechenden Ruehrkessels zwei bzw. mehrere voneinander unabhaengige Bruedenleitungen angebracht sind, die an einem Vakuumsystem mit vorgeschaltetem Waermeaustauscher enden.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Polyestern
Anwendungsgebiet der Erfindung;
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Vorpolykondensation und Polykondensation von Alkylestern der Dicarbonsäuren und/oder Gemischen von Dicarbonsäure estern.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß die kontinuierliche Herstellung von Polyestern und IvIischpölyestern aus Terephthalsäure und Äthylenglykol in einer Rührkesselkaskade, bestehend aus stehenden oder liegenden Rührkesseln, durchgeführt wird (Vgl. H. Ludewig, Polyesterfasern(1975), S. 172; GB-PS 1104 198). Dabei v/erden die bei der Vorpolykondensation sowie Polykondensation entstehenden dampfförmigen Reaktionsprodukte kontinuierlich über eine beheizte Brüdenleitung abgezogen und in anschließenden Wärmetauschern, die durch ein Hosenstück verbunden sind und durch Schieber abwechselnd getrennt werden können, niedergeschlagen (CH-PS 544 784; DE-AS 2 448 649). Weiterhin sind Verfahren bekannt, bei denen die entstehenden oligomeren Anteile über eine entsprechende Vorrichtung (z. B. Oligomerenfalle) ausgetragen werden. Der ITachteil dieser Verfahrensweise ist, daß oligomere Anteile mit hohem Schmelzpunkt nicht abgeschieden werden, sondern sich als fester Bestandteil in der Brüdenleitung und im anschließenden Hosenstück absetzen. Das Zusetzen der Leitung führt zu häufigen Unterbrechungen im Herstellungsprozeß.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Vakuumarmaturen der Oligomerenfalle oft gereinigt und repariert werden müssen und dadurch ein hoher Aufwand an Instandhaltungsarbeiten entsteht.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, bei der kontinuierlichen Herstellung von Polyestern das Zusetzen der Brüdenleitung und der zugehörigen Armaturen während der Vor- und Polykondensation zu verhindern und den-Wartungsaufwand zu senken.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei den herkömmlichen kontinuierlich verlaufenden Vorpolykondensations- und Polykondensationsreaktionen in stehenden oder liegenden Rührkesseln, die zu einer Kaskade verbunden sind, den Verlauf der Brüdenleitungen so zu verändern, daß ein Zusetzen der Brüden!eitung und der damit verbundenen Armaturen mit oligomeren Produkten verhindert wird. Erfindungsgemäß wird das derart gelöst, daß bei der Vor- und Polykondensationskaskade an dem Dampfdom des entsprechenden Rührkessels zwei bzw. mehrere voneinander unabhängige Brüdenleitungen angebracht sind, die an einem Vakuumsystem mit vorgeschaltetem Wärmetauscher enden. Am Brüdendom des Rührkessels befinden sich vor den Brüdenleitungen jeweils beheizte Schieber, um ein wechselseitiges Betreiben und Reinigen der Brüdenleitungen mit dem anschließenden Vakuumsystem zu ermöglichen. Das Anbringen einer Oligomerenfalle bzw. eines Hosenstücks entfällt damit.
— 3 —
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
Die Erfindung soll anhand der zugehörigen Zeichnung näher
gO erläutert werden. In einen stehenden Rührkessel 1 wurde zum Zwecke der Vorpolykondensation kontinuierlich Bis-(2-hydroxiäthyl)-terephthalat eindosiert und als niedermolekulares Polyethylenterephthalat kontinuierlich abgezogen. Das dabei entstehende Äthylenglykol wurde kontinuierlich über eine der beiden gleichartigen voneinander unabhängigen Brüdenleitungen 3;4 mit anschließendem Wärmetauscher niedergeschlagen und über ein Vakuumsystem 7;8 abgesaugt. Zwischen dem Dampfdom 2 des Rührkessels 1 und den beheizten Brüdenleitungen 3;4 waren als einzigste Vakuumarmaturen beheizte Schieber 5;6 angebracht. Die Brüdenleitungen 3;4 wurden im Wechsel betrieben und gereinigt. Vor Einführung der Erfindung mußte die Rohrleitung etwa nach 3 Monaten gereinigt werden. Nach der neuen Verfahrensweise kam es zu keinen zusätzlichen Unterbrechungen im Herstellungsprozeß.
Reparaturen konnten in den Zyklus von 2 Jahren eingeordnet werden.
Beispiel 2
In einen liegenden Rührkessel 1 wurde niedermolekulares Polyethylenterephthalat kontinuierlich eindosiert und unter Abspaltung von Äthylenglykol zu hochmolekularem Polyethylenterephthalat mit einem Polykondensationsgrad von η S= 120 polykondensiert und danach kontinuierlich ausgetragen. Das dabei entstehende Äthylenglykol wurde analog Beispiel 1 kontinuierlich abdestilliert. Es kam zu keinen zusätzlichen Unterbrechungen im Herstellungsprozeß, so daß ein Reparaturzyklus von 2 Jahren erreicht werden konnte.

Claims (1)

  1. Erfindungsansüruch
    Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Polyestern aus Terephthalsäure und Äthylenglykol in einer Rührkesselkaskade stehender und liegender Rührkessel mit beheizter Brüdenleitung, dadurch gekennzeichnet, daß der Rührkessel (1) der Vorpolykondensations- und Polykondensationsstufe über dem Dampfdom (2) mit zwei bzw. mehreren durch beheizte Schieber (5;6) von dem Kessel getrennten voneinander unabhängigen beheizten an einem Vakuumsystem (7;8) endenden Brüdenleitungen (3;4) versehen ist.
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