DD153962A3 - Antriebsvorrichtung fuer feuchtwerke an druckmaschinen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung fuer Feuchtwerke an Druckmaschinen mit Heberuebertragung zwischen Feuchtduktor und Feuchtreiber, bei welchem die Feuchtmittelmenge durch schrittweise Betaetigung des Feuchtduktors aus dem Wasserkasten gefoerdert wird und die Schrittgroesse zur Regulierung der Feuchtmittelmenge einstellbar ist. Die Aufgabe, eine Antriebsvorrichtung fuer Feuchtwerke (oder auch Farbwerke) zu schaffen, bei welcher eine vom Drucker definierte Feuchtmittelueberschussmenge (oder auch Farbueberschussmenge) dem Druckprozess von einem zentralen Kontrollpunkt aus zugefuehrt werden kann und vom selben Kontrollpunkt auch die mittlere Feuchtmittelmenge (oder Farbmenge) einem neuen Druckprozesszustand angepasst werden kann, wird dadurch geloest, dass d. Hauptantrieb des Feuchtduktors aus einem Schrittschaltgetriebe mit vorgeschaltetem fernbedienbarem Verstellantrieb, dessen Bedienelemente und die des Zusatzantiebes auf einem Kontrollpult angeordnet sind, besteht.
Description
Antriebsvorrichtung für Feuchtwerke an Druckmaschinen
Anwendungsgebiet, der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für Feuchtwerke. an Druckmaschinen mit Heberübertragung zwischen Farbduktor und Feuchtreiber, bei welchem die Feuchtmittelmenge durch schrittweise Betätigung des Feuchtduktors aus dem Wasserkasten gefördert wird und die Schrittgröße zur Regulierung.der Feuchtmittelmenge einstellbar ist.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Im Druckprozeß ist man bestrebt, die Feuchtmittelmenge dem Druckmotiv derart anzupassen, daß man sich zwischen den Bereichen Schmiergrenze und Auftreten von Wassermarken bewegt. Dabei wird versucht, die Peuchtmittelmenge minimal zu halten, um eine hohe Farbbrillanz zu erzielen und minimale.Verformung des Bedruckstoffes zu garantieren. ' .' Bedingt durch Veränderungen der Temperaturverhältnisse in der
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Maschine und im Drucksaal sowie Veränderungen der Luftfeuchtigkeit müssen von Zeit zu Zeit im Druckprozeß und vorzugsweise in der Einrichtungsphase Korrekturen in der Feuchtmittelmenge vorgenommen werden«
Ein besonderes Problem bezüglich der Einhaltung der Druckqualität stellt das Auftreten von Schmiermarken dar. Diese werden erstmalig bei der Qualitätsbegutachtung in der Nähe der Bogenauslage registriert*·Um dieser Erscheinung kurzfristig entgegenwirken zu können, muß ein befristetes Überangebot an Feuchtmittel dem jeweiligen Druckwerk zugegeben und gleichzeitig die mittlere Peuchtmittelmenge angehoben werden« Das geschieht im allgemeinen durch das Eingreifen des Druckpersonals am Druckwerk durch die Anwendung der Spritzflasche oder ein Durchdrehen des Duktors vonhand und ein' anschließendes Ver» .ändern d.er Duktorschrittgröße am Stellgetriebe. Diese Bedienhandlungen müssen in kürzesten Zeiten durchgeführt werden, um die Anzahl von inzwischen gedruckten Makulaturbogen in kleinen Grenzen halten zu können.
Ähnliche Probleme treten im Farbwerk auf, die sich in einer Unterfärbung des Druckbogens zeigen· und durch analoge Bedienhandlungen am Druckwerk durch das Bedienpersonal beseitigt werden müssen (Parbschock, Anheben der mittleren Farbmenge)« Oben genannte Mängel versucht man, wie in der DE-OS 2 340 300 geschrieben, dadurch zu beseitigen, daß man einem kontinuierlich umlaufenden Farbduktor, der über ein Verstellgetriebe mit der Druckmaschine in Wirkverbindung steht, einen Zusatzantrieb zuordnet, der dem Farbduktor eine größere Drehzahl während der Anlagezeit des Hebers am Duktor verleiht« Mit der Maßnahme ist man in der Lage eine kurzzeitige Überfärbung oder auch Überfeuchtung zu erreichen; die Einstellung einer größeren mittleren Farb<~ oder Peuchtmittelmenge am ' Druckwerk muß weiterhin vom Druckpersonal durch Verlassen des Kontrollpunktes an der Auslage erfolgen«·
Ziel der Erfindung·
Es ist Ziel der Erfindung, eine Antriebsvorrichtung für Feuchtwerke an- Druckmaschinen zu schaffen-, an dem die optimale Feuchtmittelmenge schnell und ohne-großen Aufwand eingestellt werden kann, um eine gute Druckqualität bei geringem Anfall von Makulatur zu erreichen.
Aufgabe der Erfindung .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Antriebsvorrichtung für Feuchtwerke (oder auch Farbwerke) zu .schaffen, bei welche] eine vom Drucker definierte Feuchtmittelüberschußmenge (oder auch Farbüberschußmenge) dem Druckprozeß von einem zentralen Kontrollpunkt aus zugeführt werden kann und vom selben Kontrollpunkt aus auch die mittlere Feuchtmittelmenge" (oder Farbmenge) einem neuen Druckprozeßzustand angepaßt werden kann.
Wesen der Erfindung
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Hauptantrieb des Feuchtduktors aus einem Schrittschaltgetriebe mit vorgeschalteten fernbedienbaren Verstellantrieb dessen Bedien- elemente und die des Zusatzantriebes auf einem Kontrollpunkt angeordnet sind, besteht«
Das Schrittschaltge'triebe besteht aus einer Koppel, die über einen Hebel an einem Freilauf befestigt ist, einer an der Koppel befindlichen Lasche, die über ein Kurbelrad mit dem Gestell verbunden ist, sowie einer mit dor Koppel verbundenen Schwinge, die über ein Zahnsegment mit einem Stellritzel in Eingriff steht und öiner Lagerplatte, auf der diese Getriebeelemente angeordnet sind.
Weiter ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellantrieb aus einem auf der Lagerplatte angeordneten Motor, der über eine Stellschnecke mit einem Schneckenrad verbunden ist, besteht«.
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Der Duktorantrieb und die Verstellung des Antriebes sind einfach im Aufbau und in der Bedienung«,
Färb- und Feuchtschwankungen können im Druckwerk schnell ausgeglichen werden und die optimale Feuchtmittel- und Farbmenge ist unkompliziert von. einem Bedienplatz aus einstellbar.
Ausführungsbeispiel
Anhand eines Ausführungsbeispieles soll die Erfindung näher beschrieben werden*
In den Zeichnungen, zeigt:
Fige 1 eine Draufsicht in Prinzipdarstellung des Feuchtduktors
neben Feuchtheber, Feuchtreiber und Wasserkasten des • Feuchtduktorzusatzantriebes', des Schrittschaltgetriebes mit Stellantrieb..
Fige 2 eine Seitenansicht nach Fig« 1 außer Feuchtheber, Feuchtreiber und Wasserkasten,,
An einem Feuchtduktor 1, der in Seitenwänden 2 und 3 drehbar gelagert ist, greift an einem Ende ein·Hebel 4 über einen Freilauf 5 an» Dieser Hebel 4 wird über ein Schrittschaltgetriebe 6, 7, 8S 9j 10, 11, gebildet aus Koppel 6, Lasche 7, Kurbelrad 8., Schwinge S9 Zahnsegment 1.0, Stellritzel 11 und Lagerplatte 1'2 beim Umlauf des Kurbelrades 8 in Schwingbewegung versetzt« Die Schwingbewegung wird in ihrer Größe durch die Stellung des Zahn-Segmentes 10, hier* nicht naher erläutert, bestimmt« Durch den Freilauf 5 wird der Feuchtduktor 1 pro Umdrehung des Kurbelrades 8 einmal entgegen dem Uhrzeigersinn um einen bestimmten Betrag geschaltet« Die dabei aus dem Wasserkasten 13 geförderte Wassermenge wird durch den Feuchtheber 14 an den Feuchtreiber 15 übertragen,, Das Stellritzel 11 steht in Wirkverbindung mit einem Schneckenrad I6e In das Schneckenrad .16 greift die über den Mo-.tor 17 angetriebene Stellschnecke 18 ein, Motor 17f Stellechnekke T8, Schneckenrad 16, sind Teil des dem Schrittschaltgetriebe 6-12 vorgeschalteten Verstellgetriebes 17, 18, 16.
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Das Stellritzel 11 ist in Zahnverbindung mit dem Antriebsritzel 19, welches mit einem Potentiometer 20 zusammenarbeitet. Am zweiten Ende des Feuchtduktors 1 ist über einem zweiten Freilauf 21 ein Antriebszahnrad 22 angebracht. Das Antriebszahnrad 22 steht in Wirkverbindung mit dem Antriebsmotor 23 über das Motorritzel 24 und das Doppelrad 25. Antriebsmotor 23, Motorritz el24 j Doppelrad 25 und Antriebszahnrad 22 bilden den Zusatzantrieb 23, 24, 25, 22 des.Feuchtduktors 1. Der Feuchtheber 14 arbeitet mit einem Schalter 26 zusammen, der in Reihe mit einem Kontakt 27 und einer Lampe 28 geschaltet ist. Der Kontakt 27 ist geschlossen, wenn der Antriebsmotor 23. eingeschaltet ist.
Die Arbeitsweise der Einrichtung ist folgende:
Stellt das Bedienpersonal einer Druckmaschine am .Bedienpult, welches vorzugsweise in der Nähe der Bogenauslage angeordnet ist, eine Unregelmäßigkeit in der Feuchtung (oder Einfärbung) an einem Druckwerk fest, so wird z. B. durch Druckknopfsteuerung der Antriebsmotor 23 in Drehung versetzt. Durch eine nicht dargestellte Drehzahlsteuerung erhöht sich dabei die Duktordrehzahl. so 'daß mehr Feuchtmittel ( oder Farbe) dem Heber 14 zugeführt wird. Damit das Druckpersonal ein Gefühl für die Einschaltdauer des Zusatzantriebes 22, 23, 24, 25 bekommt, wird im Hebertakt ein optischer oder akustischer Signalgeber 28, hier als Lampe ausgebildet, eingeschaltet» Es versteht sich von selbst, daß mit der gleichen Einrichtung die Einsehaltdauer (in Anzahl von Hebertakten) des Zusatzantriebes in die Maschinensteuerung programmiert werden kann. Zur besseren Wahrung der Übersicht am Bedienpult ist ein Druckzahlwählschalter sinnvoll, um die Anzahl der Befehls- und. Anzeigegeräte zu minimieren«
Nachdem das Bedienpersonal durch eine definierte Überfeuchtung (oder Überfärbung) der auftretenden Störung entgegengewirkt hat, ist eine Korrektur der mittleren Feuchtmittelzuführung (oder Farbzuführung) durch eine Schrittferneinstellung über den Motor 17 möglich. Die Fotentiome'terspannung wird dabei zur
Fernanzeige der Schrittschaltgetriebestellung genutzt* Während des Eingriffes in den Druckprozeß, wie oben beschrieben, braucht das Bedienpersonal das Bedienpult nicht zu verlassen, Steuerungsmäßlg ist der Antrieb so ausgestaltet, daß Zusatzantrieb 23 j 24 j 255 22 und. Hauptantrieb getrennt und/oder gleichzeitig auf den Duktor 1 einwirken können«, Von dem zentralen Bedienpult kann der Zusatzantrieb 23, 24* 25, 22 für alle Druckwerke gleichzeitig betätigt werden»
Claims (3)
1» Antriebsvorrichtung-für Feuchtwerke an Druckmaschinen mit gesteuertem Fcuchtduktor und pendelndem Heber zwischen Duktor und Reibzylinderj wobei, der Duktor mit einem fernsteuerbaren Zusatzantrieb und einem Hauptantrieb versehen ist, gekennzeichnet dadurch, daß der Hauptantrieb des Feuchtduktors (1) aus einem Schrittschaltgetriebe (6 ~ 12) mit'vorgeschalteten fernbedienbaren Verstellantrieb (16, 17, 18), dessen Bedienelemente und die des'Zusatzantriebes (22 - 25) auf einem Kontrollpult angeordnet sind, besteht, ·
2« Antriebsvorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Schrittschaltgetriebe (6 - 12) aus einer Koppel (6)5 die über einen Hebel (4) an einem Freilauf (5) befestigt ist, einer an der Koppel (6) befindlichen Lasche (7), die über ein Kurbelrad (8) mit dem Gestell verbunden ist, sowie einer mit d< Koppel (6) verbundenen Schwinge (9), die über ein Zahnsegment (10) mit. einem Stellritzel (11) in Eingriff steht und einer Lagerplatte (12), auf der diese Getriebeelemente (6 ~ 11) angeordnet sind, besteht,
3* Antriebsvorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Verstellantrieb (16, 17 5 18) aus einem auf der Lagerplatte (12) angeordneten Motor (17), der über eine Stellschnecl (18) mit einem Schneckenrad (16) verbunden ist, besteht«
Hierzu ^Seiten Zeichnungen
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