DD153984A3 - Vorrichtung zum einziehen von rohren - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einziehen von Rohren, insbesondere von Auskleidungsrohren in Rohr-Leitungen oder andere Umhuellungen zur Rohrsanierung oder bei der Rohrverlegung in Leitungssystemen. Das Ziel der Erfindung ist es, eine einfache Zugvorrichtung zu schaffen mit wenig Aufwand an Material, an Vorbereitungs- und Montagezeit fuer das Einziehen von Rohren. Die Aufgabe besteht darin, insbesondere flexible PE-HD-Rohre mit Hilfe der Zugvorrichtung in die zu sanierenden Rohrleitungen einzuziehen; die Rohre muessen sich leicht loesbar mit der Zugvorrichtung verbinden lassen. Erfindungsgemaess besteht die Vorrichtung aus einem Kreuzkopf (2) mit verstellbaren Mitnehmern (3; 4), die in vorhandene bestimmte Bohrungen des Rohres eingreifen, aus einer Zugstange (1) mit Zentrierkegel (5) und einem Zugkopf (8).
Description
Vorrichtung zum Einziehen von Rohren
Anwendungsgebiet der Erfindung
Vorrichtung zum Einziehen von Rohren, insbesondere von Auskleidungsrohren in Rohrleitungen oder andere Umhüllungen zur Rohrsanierung oder bei der Verlegung in Rohrleitungssystemen«
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Die bekannten Vorrichtungen zur Auskleidung bzw, Sanierung von Rohren mit vorzugsweise flexiblen Rohren sind so gestaltet, daß mit ihrer Hilfe Rohre von solchem Außendurchmesser in die Hüllrohre mit nur wenig kleinerem Innendurchmesser eingebracht v/erden können, um die Durchsatzleistung nur v/enig zu verringern, was für die drucklosen Leitungen wesentlich ist (DE-AS 19.55 488; DE-OS 22 18 216; Relining- u«a* Verfahren)· Die einzubringenden Rohre wie aus Polyäthylen (beispielsweise PE-HD-Rohr) stabilisieren die Hüllrohre noch zusätzlich, umsomehr der Unterschied zwischen dem Innenzu Außendurchinesser von Hüllrohr zur Auskleidung durch weitere Maßnahmen gering gehalten wird·
Andere Verfahren der Auskleidung mit flexiblen Rohren aus weichen Materialien, die hautartig an die Innenwand des Hüllrohres gebracht v/erden, bleiben hierbei außer Betracht, da sie andere Vorrichtungen benötigen (US-PS 3,080,269; US-PS 2,312,993; u,a.)·
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Die Vorrichtungen zu vorgenannten Verfahren haben allgemein den Nachteil, daß die Auskleidungsrohre in der Hülse eines Zieh- oder Drückkopfes stecken und dadurch bedingt kleiner als der Innendurchmesser des Hüllrohres sind; daß das Auskleidungsrohr während des Auskleidungs Vorganges separat, aber gleichmäßig mit dem Ziehoder Drückkopf vorgeschoben wird (DE-OS 22 18 216)·
Eine direkte Mitnahme des Auskleidungsrohres ist durch DE-AS 19 55 488 bekannt; im gezogenen Ende des Rohres ist eine aufwendige Vorrichtung mit Druckluftmotor und Schwingungserzeuger angeordnete Die dargestellten vier Rippen tragen je drei Gewindebohrungen für die Befestigungsschrauben des Auskleidungsrohres. Nachteilig ist die Art und der Aufwand der Befestigung»
Eine v/eitere bekannte Anordnung der direkten Mitnahme des Auskleidungsrohres durch den Ziehkopf erfolgt derart, daß eine geteilte Scheibe über die am gezogenen Rohrende anzubringende Wulst mit ihrem Profil übergreift und so die beiden montierten Scheibenhälften das Rohr mittels Seilaug einziehen·-Nachteilig hierbei ist der Aufwand für das Herstellen der Wulst.
Ziel, dern Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist es, eine Zugvorrichtung mit weniger Aufwand an Material, an Vorbereitungs- und Montagezeit zu entwickeln.
Darlegung des Wesens der Erfindung; Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde t eine Vorrichtung für Rohre, insbesondere für flexible PE~HD«Rohre, zum Einziehen in andere Hüllen wie zu sanierende Rohrleitungen zu entwickeln, die am gezogenen Ende des Auskleidungsrohres mit diesem leicht lösbar verbunden ist und den größtmöglichen Außendurchmesser des Auskleidungsrohres zum Innendurchmesser des Hüllrohres zuläßt und die unter Ausgleich der Rohrtoleranz an der Innenwand des Auskleidungsrohres anliegt«
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Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch, gelöst, daß sich axial an einer Seite einer Zugstange und mit dieser fest verbunden ein Mitnehmerkreuz mit radial dazu angeordneten Gewindebohrungen befindet, in denen Mitnehmer verstellbar eingeschraubt sind· Die andere Seite der Zugstange ist mit Außengewinde versehen, auf das ein gabelförmiger Zugkopf aufgeschraubt ist. An dem Gewindestück des Zugkopfes liegt eine Schiebehülse an, die einen Zentrierkegel jeweils in der entsprechenden Größe des Auskleidungsrohres trägt· Durch die Bohrung des Gewindestückes und den Durchbruch in der Zugstange ist radial ein Kopfbolzen mit Sicherung gesteckt·
Das Mitnehmerkreuz wird in das Auskleidungsrohr soweit eingeführt, bis die im Rohr vorhandenen kreuzweisen Bohrungen mit den Mitnehmern korrespondieren· Danach werden die Mitnehmer durch Drehen nach außen soweit in die Bohrungen des Rohres eingebracht, daß sie mit dem Rohraußendurchmesser bündig stehen· Die Gewindebuchsen der Mitnehmer werden nach außen gedreht, bis sie spielfrei an der Innenwand des Auskleidungsrohres anliegen; gegebenenfalls werden die Mitnehmerbolzen in den Mitnehmern nachjustiert· Der mit der Schiebehülse fest verbundene Zentrierkegel wird bis zum Anschlag an die Stirnseite des Auskleidungsrohres herangeschoben und durch Nachsetzen des Zugkopfes auf dem Gewindeteil der Zugstange angedrückt· Durch Einsetzen des Kopfbolzens wird der Zugkopf gegen Verdrehen gesichert. Nach erfolgter Verbindung des Zugkopfes mit dem Zugmittel wird das Auskleidungsrohr eingezogen.
In dieser Weise können auch Rohre aus anderen Y/erkstoffen als Hart-Polyäthylen gezogen und verlegt werden, wie ζ·Β· in unterirdischen Kanälen, ohne daß eine Schweißverbindung, sondern eine leicht lösbare mechanische Verbindung mit dem Zugkopf hergestellt wird.
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Ausführungsbeispiel
Die Vorrichtung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden· Die zugehörige Zeichnung zeigt die Vorrichtung in Teilschnitten.
Die Vorrichtung besteht aus der Zugstange 1 mit einseitig aufgebrachtem Bolzengewinde und einem Langloch für den Kopfbolzen 11 zur Sicherung gegen Verdrehen des Zugkopfes 8 und andererseitig angearbeiteten beispielsweise vier Bestimmungsflächen, zur festen radialen Anordnung des Mitnehmerkreuzes 2, in dessen Gewindebohrungen jeweils gegenüberliegend sich zwei Mitnehmer 3 und zwei Mitnehmer 4 mit Gewindebuchse 12 und Mitnehmerbolzen 13 befinden. Auf dem glatten zylindrischen Teil der Zugstange 1 ist der Zentrierkegel 5 mit Zentrierring β verschiebbar auf einer Schiebehülse 7 fest angeordnet«, Auf dem Gewindeteil der Zugstange 1 ist der gabelförmig ausgebildete Zugkopf 8, bestehend aus den beiden mit Bohrungen versehenen Laschen 10 und dem fest verbundenen Gewindestück 9, aufgeschraubte Die radial durchgehende Bohrung im Gewindestück 9 dient zur Aufnahme des Kopfbolzens 11, der auch durch das Langloch in der Zugstange 1 greift und gegen unbeabsichtigtes Herausfallen mit bekannten Sicherungselementen versehen ist.
Die Vorrichtung ist auf Grund ihrer Bauart· speziell für das Einziehen von Rohren bei der Rohrsanierung anzuwenden sowie auch für andere Rohrverlegearbeiten, wie sie im unterirdischen Bauraum bei begehbaren und nichtbegehbaren Kanälen üblich sind.
Die Vorteile bei Anwendung der Vorrichtung liegen einmal in der einfachen Handhabung und Arbeitsvorbereitung zum Rohrziehen und zum anderen darin, daß keine losen Teile zur Vorrichtung gehören. Weiterhin ist vorteilhaft, daß eine direkte Mitnahme des Auskleidungsrohres durch den Ziehkopf erfolgt j daß ein optimaler Außendurchmesser des Auskleidungsrohres zum Innendurchmesser der Hülle gewählt werden kann, wodurch die Durchsatzleistung der sanierten Rohrleitung nur unbedeutend vermindert, aber die Festigkeit des sanierten Rohres er-
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höht wird unter Einbeziehung weiterer bekannter Maßnahmen und daß die Mitnahme bzw· das Ziehen der Rohre durch eine lösbare mechanische Verbindung erfolgt, indem mit geringsten gerätetechnischen Aufwand und Fertigkeiten nur ζ·Β· vier radiale kreuzweise Bohrungen in das zu ziehende Rohr eingebracht werden müssen, ohne daß schweißtechnischer Aufwand notwendig ist·
Claims (1)
- β 22 1589Erfindungsansprüche1. Vorrichtung zum Einziehen von Rohren in Umhüllungen, insbesondere von Auskleidungsrohren in Rohrleitungen, dadurch gekennzeichnet« daß an dem der Zugrichtung entgegengesetzten Ende einer Zugstange (1) ein Mitnehmerkreuz (2) angeordnet ist mit in diesem radial und vornehmlich paarweise gegenüberliegenden und einzeln verstellbaren Mitnehmern (3; 4) sowie dem Mitnehmerkreuz (2) axial gegenüber auf der Zugstange (1) sich ein verschiebbarer Zentrierkegel (5) mit einem Zentrierring (6) auf einer Schiebehülse (7) befindet und ein gabelförmiger Zugkopf (8)j bestehend aus einem Gewindestück (9) und damit fest verbundenen Laschen (10) mit Bohrungen, vorgeordnet ist·2· Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gelee nnze ichnet f daß wenigstens zwei radial gegenüberliegend angeordnete lind in einer Achse liegende Mitnehmer (3) zweiteilig ausgebildet sind, bestehend je aus einer im Mitnehmerkreuz (2) verstellbaren Gewindebuchse (12) mit Innengewindedurchmesser kleiner als Außengewindedurchmesser und einem linsenförmigen Spannkopf, in dem sich ein Mitnehmerbolzen (13) verstellbar in einer Führung befindet·3e Vorrichtung nach Punkt 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wölbung der linsenförmigen Flächen des Spannkopfes der Gewindebuchse (12) annähernd der Krümmung des Innendurchmessers des zu ziehenden Rohres entspricht·4· Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mitnehmerkreuz (2) vornehmlich aus je zwei gleichen, gegenüberliegenden Mitnehmern (3) und Mitnehmern (4) gebildet wird, oder auch aus einer größeren Anzahl gerad- oder ungeradzahliger, paariger oder nichtpaariger$ gegenüberliegender oder nicht gegenüberliegender Mitnehmer (3; 4) gebildet werden kann.Hierzu 1 Seite
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