DD154175A3 - Verfahren zur auskleidung der rauchgasabzugseinrichtungen von feuerstaetten - Google Patents

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DD154175A3
DD154175A3 DD21390479A DD21390479A DD154175A3 DD 154175 A3 DD154175 A3 DD 154175A3 DD 21390479 A DD21390479 A DD 21390479A DD 21390479 A DD21390479 A DD 21390479A DD 154175 A3 DD154175 A3 DD 154175A3
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Heinz Horn
Klaus Deutsch
Bernd Stark
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Heinz Horn
Klaus Deutsch
Bernd Stark
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23J—REMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES 
    • F23J13/00—Fittings for chimneys or flues 
    • F23J13/02—Linings; Jackets; Casings
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23J—REMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES 
    • F23J2213/00—Chimneys or flues
    • F23J2213/30—Specific materials

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chimneys And Flues (AREA)

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Auskleidung bzw. Sanierung der Rauchgasabzugseinrichtungen von Feuerstaetten, insbesondere Hausschornsteinen. Erfindungsgemaess werden auf das innere Mauerwerk des Schornsteins mit siliziumorganischen Verbindungen auf der Basis von Alkylphenylpolysiloxanen in Verbindung mit einer Grundierung aus Silikaten oder organisch substituierten Silikaten, z.B. Alkylsilikaten mit Spritz- oder Schleudertechnik aufgetragen. Dabei ist es unerheblich, ob der Schornstein aus Kalkstein- oder Ziegelmauerwerk, Betonfertigteilen bzw. Gipsfaserverbunden besteht und ob es sich bei dem Schornstein um eine neue oder bereits in Betrieb befindliche Anlage handelt.

Description

2 ι 3 9 O 4
.Verfahren zur Auskleidung der Rauchgas-Abzugseinrichtungen von Feuerstätten
Anwendungsgebiet ,der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Auskleidung der Rauchgas-Abzugseinrichtungen von Feuerstätten, insbesondere von Hausschornsteinen.
Die Auskleidung erfolgt vorzugsweise mit·Kunststoffen und dient der Verhinderung von Schornsteinversottungen.
^h^ZS)^0^^?-^ ^..eX..k?X^.J?.E.''';^£b,. A6.?-!1.^isc;hen_ JLösurigeη
Es ist bekannt, dai3 durch die Versottung von Schornsteinen, insbesondere Hausschornsteinen, große Schäden auftreten*
Bei der Verbrennung von festen5- flüssigen und gasförmigen Energieträgern entstehen Rauchgase, deren Bestandteile im Zusammenwirken fri-i; Wasser Säuren bilden. Diese Säuren, überwiegend Jedoch die entstehende schweflige Säure, zerstören durch chemische Reaktionen das Mauerwerk des Schornsteine..Die Versottung des. Schornsteinmauerwerks entsteht' .immer dnnn, wenn die Rauchgase vor Verlassen des Schornsteins ihren Taupunkt erreichen« Dadurch bildet sich, innerhalb des Zuges ein Kondensat, das sich an den Wangen des Schornsteins niederschlügt und zusammen mit den aggressiven Bestandteilen des Rauchgases die zerstörenden Prozesse einleitet»
Die Zerstörungen des Schornsteins beginnen an der Schornsteinspitze, setzen sich nach unten fort und sind mit einer sichtbaren Verfärbung der Schornsteinaußenhaut von hell- bis tiefdunkelbraun, verbunden«:
Die gleichzeitig entstehende Durchlässigkeit des Schornsteinmauerwerks zieht eine starke Geruchsbelästigung in den angrenzenden Räumen nach sich.
Diese' Versottungen können verhindert -werden, indem man einen vielschichtigen Aufbau von Isolierstoffen auf das !.feuerwerk im Inneren des Schornsteins aufbringt'.
21 39 04
Es ist in diesem Zusammenhang bekannt, heißhärtende Kunstharze, die mit Erdalkalisulfiten versetzt sind und eine hohe Temperatur-Stabilität besitzen, als Wärmesperrschicht-Lasuren aufzuragen. Darüber hinaus.ist bekannt, Kombinationen von PVC und/oder PVC-Copolymerisaten sowie Duroplasten einzusetzen, wobei die Thermoplaste das Schichtinnere bilden.
Weiterhin ist gemäß DD-WP 129.224, DD-WP 59-916 bzw. DD-WP 134.970 bekannt, Kunststoff-schichten, Bitumenemulsionen und Einkomponentenlacke auf Betonschichten oder Hausw'erke .als Schutz gegen Säuren oder Verwitterungen aufzubringen
Alle genannten Methoden haben eine Anzahl von Nachteilen.
So werden beispielsweise geford-erte Temperaturstabilitäten nicht erreicht, können bei Reaktionsharzen durch Schrumpfungen während der Reaktion oder während der Inhibierung Risse und Schsdstellen im Überzug entstehen oder es können bei bestehenden Schornsteinen mit relativ geringen Querschnitten die notwendigen Schutzschichten überhaupt nicht mehr eingebracht werden.
Weitergehend ist auch bekannt und gemäß'DE-OS 2.635.131 bzw. DD-WP 95.262 bereits vorgeschlagenen bestehende Schornsteine . schlauchförmig^ Auskleidungen einzuführen, die den aggressiven Medien den Zutritt zum Schornsteinmauerv/erk verwehren. Diese Methode hat vor allem die Nachteile, daß es zu einer Reduzierung des verfügbaren Schornsteinquerschnitts kommt und daß ein sicheres Anliegen des KunststoffSchlauches an das Mauerwerk nicht gewährleistet werden kann.
'.Ziel der ,Erfindung .
Die Erfindung hat. zum Ziel, den Mangeln des Standes der Technik abzuhelfen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Daraus leitet sich die Aufgabe der Erfindung ab, ein Verfahren zur Auskleidung von Schornsteininnenwänden zu entwickeln, durch das bestehendes oder neu errichtetes Schornsteinnauerwerk auf . einfache Art und Weise-wirtschaftlich und mit großer Wirksamkeit behandelt werden kann.
.- 3 - 2 13 9 04
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß durch Spritz- oder Schleudertechnik zunächst eine Grundierung aus Silikaten oder organisch, substituierten Silikaten auf die Schornsteininnenwand aufgetragen wird..
Diese Grundierung dient zum Ausgleich von Unebenheiten auf der Schornsteininnenwand und dient als Trägerschicht fur die eigentliche isolierende und chemikalienresistente Schicht. Diese, ebenfalls durch Spritz- oder Schleudertechnik aufgetragene Schicht besteht aus Alkylphenylpolysiloxanen und ist gegenüber den bei der Verbrennung'der festen, flüssigen und gasförmigen Energie- träger auftretenden Temperaturen und den gleichzeitig entstehenden Reaktionsprodukten beständig.
Diese Resistenz wird bewirkt durch organische und anorganische Gerüstsubstanzen, die auch bei längerer Einwirkzeit der aggressiven Medien erhalten bleiben und einen festen Schutzfilm bilden. Als erfindungswesentlich -ist darüber hinaus auch, daß gerade durch die Kombination von Silikat- bzw.'organisch substituierten Silikatschichten und A-lkylphenylpolysilBxan-Schicht eine hohe Abriebfestigkeit auf dem Baumaterial der Rauchgasabsugseinrichtung erreicht wird. Diese Abriebfestigkeit ist bei der enormen mechanischen Belastung im Verlauf der periodischen Reinigungsarbeiten (z.B. mit Stahlbesen) der Rauchgasabzugseinrichtungen notwendig, um einen dauerhaften Versottungsschutz der Rauchgasabzugseinricbtung zu garantieren.
Eine solche Abriebfestigkeit ist durch, das alleinige Anwenden von Silikonlö.cken in dünnen Schichten auf Baugrund eras Beton, Ziegeln o.a. nicht erreichbar, da schon geringe Unebenheiten auf der zu behandelnden Oberfläche der Bausubstanz einen gleichmäßiger) und .rißfreien Überzug verhindern können.
Darüber hinaus ist festgestellt worden, daß die Haftung von Silikaten oder organisch substituierten Silikaten auf der zu behandelnden Bausubstanz'höher ist als die der Silikonlacke, beispielsweise eines Alkylphenylpolysiloxans urrd der in Alkohol gelöst' auf Silikaten aufgetragene Silikonlack selbst ein ausgezeichnetes Haftvermögen auf dieser Grundierungssc'hicht besitzt«
Aus diesem Grunde ist zur Lösung.der Aufgabe der Erfindung die vorgeschriebene Zneischichten-Kombination für das Sanierimgeverfahren gewählt worden* .
213 9 04
Erfindungsgemäß· sind sowohl das Grundierungsmsterial als. auch die Materialien der Silikonlack-Schutzschicht entweder in organischen. Lösungsmitteln gelöst oder in Wasser dispergiert. Der Lösungsmittel- oder Dispergiermittelanteil beträgt erfindungsgemäß. 70 bis 90 Volumen %. .
Die isolierende und chemikalienbeständige Schicht wird entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren in einem physikalischen Vorgang durch· die Verdunstung des Lösungs- oder Dispergiermittels gebildet.
• Das erfindungegemäße Verfahren ist -darüber hinaus geeigne.t, innerhalb der Vorfertigung auf die sur Errichtung des Schornsteins notwendigen Materialien die entsprechende Grundierungs- und Schutzschicht aufzubringen.
Das erfindungsgemäße Verfahren soll durch nachstehende Beispiele näher erläutert werden.
In einem in monolithischer Bauweise errichteten Schornstein wird vor der Inbetriebnahme^zweimal eine Lösung von Äthylsilikat in Äthanol auf die Oberfläche der Schornsteinwandung aufgebracht« Danach erfolgt eine Trocknung durch den natürlichen Schornstein-.ZUg über 24 Stunden.
Anschließend wird in einem einmaligen Auftrag ein Silikonlack auf der Basis von Dimet-hylsiloxan,. gelöst in Toluol, aufgesprüht und über 48 Stunden unter den gleichen Bedingungen getrocknet» Es entsteht ein temperaturbeständiger,.chemikalienresistenter und abriebfester PiIm, der den Schornstein vor den bei der Verbrennung entstehenden sauren Verbindungen schützt und eine Versottung verhindert.
- 5 - 2 13
Beispiel 2
Ein versotteter Schornstein wird zunächst ausgetrocknet und gründlich gereinigt. Danach wird eine Lösung von Äthylsilikat i'n Methanol in zwei Arbeitsgängen auf die Schornsteininnenwandung aufgetragen und nach dem Trocknen eine 20-prozentige Lösung eines Silikonlackes auf der Basis von Dimethylsiloxan in Xylol übersprül: Nach dem Trocknen liegt eine siliziumorganische Polymerschicht auf der Schornsteininnenwand, die ein nochmaliges Versotten ver-' hindert. ' " .

Claims (1)

  1. -6-2 13 9 04
    Erfind ungsanspruch ' .
    Verfahren zur Auskleidung der Rauchgasabzugseinrichtungen von Feuerstätten, insbesondere Hausschornsteinen, bestehend aus
    Kalksandstein- oder Ziegelmauerwerk, Betonfertigteilen, GIa sfaserVerbunden oder ähnlichen Materialien
    gekennzeichnet dadurch, daß
    auf die Innenwände der Abzugseinrichtungen eine Grundierungsschicht aus Silikaten oder organisch substituierten Silikaten und danach eine Deckschicht aus'Alkylphenylpolysiloxanen, gelöst in Alkohol, wobei der Anteil des Lösungsmittels 70 bis
    90 Vol. % beträgt, aufgetragen
DD21390479A 1979-06-27 1979-06-27 Verfahren zur auskleidung der rauchgasabzugseinrichtungen von feuerstaetten DD154175A3 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19505807A1 (de) * 1995-02-21 1996-08-22 Steag Ag Abgasführung und zugehöriges Bauteil
EP1124098A1 (de) * 2000-02-11 2001-08-16 Gastec N.V. Kanalsystem, insbesondere für Hochleistungsheizkessel, Verfahren für die Behandlung eines bestehenden Kanalsystems und ein Rauchgasabzugskanal

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19505807A1 (de) * 1995-02-21 1996-08-22 Steag Ag Abgasführung und zugehöriges Bauteil
EP1124098A1 (de) * 2000-02-11 2001-08-16 Gastec N.V. Kanalsystem, insbesondere für Hochleistungsheizkessel, Verfahren für die Behandlung eines bestehenden Kanalsystems und ein Rauchgasabzugskanal

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