DD154265A3 - Fadenklemmvorrichtung fuer strickmaschinen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Strickmaschinen zum Klemmen der Faeden zwischen Fadenfuehrernuesschen und Spulenkoerper nach deren Trennung vom Gestrick. Ihr Ziel und ihre Aufgabe bestehen in der Entwicklung einer Fadenklemmvorrichtung, die keine Verschleissteile aufweist, keine Kurventeile fuer ihre Betaetigung benoetigt, nur einen unbedeutenden Einstellaufwand erfordert und ein Zurueckrutschen sowie ein Ausfaedeln des Fadens aus dem Fadenfuehrernuesschen ausschliesst. Erfindungsgemaess wird dies durch eine Fadenklemmvorrichtung erreicht, welche aus einem seitlich offenen Grundkoerper mit einer Grundflaeche zum Entlanggleiten des Fadens, je einer offenen Feder an der Einlass- und der Auslassseite des Fadens und aus einer in einer Wulst am oberen Rand abgestuetzten Zunge besteht, die durch eine Zugfeder gegen die Grundflaeche drueckbar ist. Zur sicheren Fuehrung und Aufnahme des Fadens ist die Grundflaeche zu einem Kanal geformt und die Federn an der Einlass- sowie Auslassseite mit bogenfoermigen Erhoehungen versehen.
Description
Fadenklemmvorrichtung für Strickmaschinen
) Anwendungsgebiet der Erfindung:
) Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Strickmaschinen zum Klemmen der Fäden zwischen Fadenführernüßchen und Spulenkörper nach deren Trennung vom Gestrick.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
An Flachstrickmaschinen mit in einer Richtung umlaufenden Stricksystem ist zum Klemmen der Fäden nach deren Trennung vom Gestrick am Ende der Nadelbetten jedem Fadenführer eine Fadenklemme zugeordnet. Diese Fadenklemme, bestehend aus zwei Klemmschenkeln, einem Spreizkeil und einem Steuerteil, wird über ein an den Nadelbetten angeordnetes Kurventeil betätigt.
ι Die Klemme hat aber den Nachteil, daß sie sehr viele dem Verschleiß unterliegende Teile aufweist, über besondere am Nadelbett angeordnete Kurventeile betätigt werden muß und sehr viel Zeit für ihre genaue Einstellung erfordert. Außerdem wird eine bestimmte Betätigungszeit benötigt, welche der Strickgeschwindigkeit und dem Abstand der einzelnen Stricksysteme Grenzen setzt.
Weiterhin ist aus der DE-OS 2 410 415 bereits eine Fadenzuführund Klemmvorrichtung mit Mehrfachfadenwechsel bekannt, bei v/elcher auf einer mit der Anzahl der Fadenwechsel entsprechenden Durchläufen versehenen Fadenführerscheibe Klemmbolzen angeordnet sind, die die Fäden federbelastet an die Bohrungswand der Klemmstellen drücken.
Auch diese Vorrichtung hat den Nachteil, daß die Klemmen mechanisch, nämlich durch jeweiliges Verdrehen der Fadenführe rs ehe ibe , betätigt werden müssen. Für das Verdrehen der Fadenführerscheibe ist eine entsprechende Steuervorrichtung vorgesehen. Außerdem ist der dabei neu vorgelegte Faden bis zu seiner Erfassung durch die ersten Nadeln nicht mehr bzw. nicht ausreichend geklemmt, so daß dieser durch irgend- _ welche Einflüsse leicht aus der Fadenvorlage rutschen bzw. gezogen werden kann.
Beiden Fadenklemmvorrichtungen haftet noch der Nachteil an, daß bei Fadenbruch, der meistens am Nüßchen auftritt, der Faden aus dem Nußeheη gezogen wird und neu eingefädelt werden muß.
Ziel der Erfindung:
Das Ziel der Erfindung besteht in der Entwicklung einer Fadenklemmvorrichtung, die keine Verschleißteile auf v/eist, keinen oder nur einen unbedeutenden Einstellaufwand erfordert, ein Zurückrutschen der Fäden aus dem Fadenführernüßchen nach deren Trennung vom Gestrick ausschließt und damit eine sichere Fadenvorlage bei Strickreihenbeginn gewährleistet.
Darlegung des Wesens der Erfindung: .
Die Fadenklemmvorrichtung soll entsprechend der Aufgabe der Erfindung eine äußerst dichte Folge von Fadenführern bei hoher Strickgeschwindigkeit zulassen. Sie soll so gestaltet sein, daß sie keine am Nadelbettenträger oder Maschinengestell anzubringende Kurventeile oder ähnliches zur Betätigung erfordert, daß keine Zeit für deren Öffnen und Schließen benötigt und ein Ausfädeln des Fadens bei Fadenbruch am Fadenführernüßchen ausgeschlossen wird. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Fadenklemmvorrichtung aus einem seitlich offenen Grundkörper mit einer Grundfläche zum Entlanggleiten des Fadens, je einer offenen Feder an der Einlaß- und der Auslaßseite des Fadens und aus einer in einer Wulst am oberen Rand abgestützten Zunge besteht, die durch eine Zugfeder gegen
die Grundfläche drückbar ist.
Anstelle der Zunge und der Zugfeder ist es nach einem v/eiteren Merkmal der Erfindung auch denkbar, eine am oberen Rand des Grundkörpers befestigte Blattfeder vorzusehen. Die Grundfläche ist zur sicheren Führung des Fadens zu einem Kanal geformt.
Nach einem letzten Merkmal der Erfindung schließlich sind zur sicheren Führung und Aufnahme des oder der Fäden eine oder mehrere Federn mit bogenförmigen Erhöhungen an der Einlaß- und der Auslaßseite vorgesehen.
Ausführungsbeispiel:·
J Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: die Vorderansicht der Fadenklemmvorrichtung, teilweise geschnitten
Fig. 2: die Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1
Fig. 3: die Vorderansicht einer v/eiteren Ausführungsform der Fadenklemmvorrichtung
Fig. A' die Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 3
Die Fadenklemmvorrichtung ist an der Strickmaschine an ) jeder beliebigen Stelle zwischen dem Fadenführernüßeheη und den Spulenkörpern, am vorteilhaftesten jedoch in unmittelbarer Nähe des. Fadenführernüßchens, anbringbar. Sie besteht aus einem Grundkörper 1 mit Grundfläche 2, über welche der Faden 3 gleitet, sowie je aus einer offenen Feder 4; 5 an der Einlaßseite und der Auslaßseite des Fadens 3. Im Bereich der Grundfläche 2 drückt eine Zunge auf den Faden 3. Die Zunge 6 stützt sich in einer Wulst am oberen Rand 8 des Grundkörpers 1 ab. Sie wird durch eine Zugfeder 9, die über einen Stift 10 mit dem Grundkörper 1 verbunden ist, gegen die Grundfläche 2 und die Wulst 7 gedrückt, ^ie dabei durch die Zunge 6 auf den Faden 3 wirkende Kraft ist verhältnismäßig gering. Diese
Kraft wird vom Gewicht und dem Angriffswinkel der Schräglage der Zunge 6 sowie durch die Kraft der Zugfeder 9 bestimmt. Zur Führung und Sicherung des Fadens 3 sowie der Zunge 6 ist die Grundfläche 2 zu einem Kanal 11 geformt und die beiden Federn 4; 5 mit einer bogenförmigen Erhöhung 12 versehen. Die Fadenklemmvorrichtung ist zum besseren Einlegen des Fadens 3 seitlich offen.
Im Verlauf des Strickprozesses gleitet der Faden 3, geführt durch die Erhöhung 12, auf der Grundfläche 2 der Vorrichtung entlang. Am Gestrickrand, nachdem·der Faden 3 zwischen Fadenführernüßchen und Gestrickende getrennt wurde oder bei Nadelbruch im Stricknadelbereich , könnte der Faden 3 sich frei in Gegenrichtung bewegen. Beim Ziehen des Fadens 3 in dieser entgegengesetzt zum Fadenlauf beim Strickvorgang führenden Richtung,- versucht'der Faden 3 die Zunge 6 mitzunehmen und wird dabei zwischen der Zunge 6 und der Grundfläche 2 geklemmt. Da der Faden 3 nicht zurückgleiten kann, steht das bei der Fadentrennung entstandene freie Fadenende weiterhin aus dem Fadenführernüßchen heraus und kann im Bereich des Nadelbettes sicher von den Nadeln erfaßt werden.
Soll diese Vorrichtung auch für zwei oder mehr Fäden einsetzbar sein, ist eine entsprechende Anzahl bogenförmiger Erhöhungen 12 an den Federn 4;5 vorgesehen d.h. an der Einlaßseite und der Auslaßseite der Fadenklemmvorrichtung sind je mehrere Federn 4;5 mit unterschiedlicher Erhöhung 12 vorhanden. Bei zwei Fäden 3 unterschiedlichen Durchmessers .laufen zur sicheren Spannung des dünnen Fadens die Fäden in der Vorrichtung überkreuzt. Es wird so erreicht, daß der geklemmte.stärkere Faden den dünneren Faden in die Klemmung hineinzieht.
Anstatt der Zunge 6 ist es gemäß den Fig. 3 und 4 auch möglich, eine Blattfeder 13 am oberen Rand 8 des Grundkörpers 1 mittels Schrauben 14 zu befestigen. Auch hierdurch wird der Faden 3 an einer Bewegung entgegengesetzt zum Fadenverlauf beim Strickvorgang gehindert. Die Blattfeder 13 stützt sich hierbei an der Schraube 14 ab.
Claims (4)
1. Fadenklemmvorrichtung für Strickmaschinen zum Klemmen der Fäden zwischen Fadenführernüßchen und Spulenkörper nach deren Trennung vom Gestrick, gekennzeichnet dadurch, daß sie aus einem seitlich offenen Grundkörper (1) mit einer Grundfläche (2) zum Entlanggleiten des Fadens (3), je einer offenen Feder (4;5) an der Einlaß- und der Auslaßseite des Fadens (3) und aus einer in einer Wulst (7) am oberen Rand (8) abgestützten Zunge (6) besteht, die durch eine Zugfeder (9) gegen die Grundfläche (2) drückbar ist.
2. Fadenklemmvorrichtung für Strickmaschinen nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß anstelle der Zunge (6) sowie der Zugfeder (9) eine am oberen Rand (8) des Grund-. körpers (1) befestigte Blattfeder (13) vorgesehen ist.
3. Fadenklemmvorrichtung für Strickmaschinen nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Grundfläche (2) zur sicheren Führung des Fadens (3) zu einem Kanal (11) geformt ist.
4. Fadenklemmvorrichtung für Strickmaschinen nach Punkt 1 oder 2 und 3, gekennzeichnet dadurch, daß zur sicheren · Führung und Aufnahme des oder der Fäden (3) an der Einlaß- und der Auslaßseite eine oder mehrere Federn (4;5) mit bogenförmigen Erhöhungen (12) vorgesehen sind.
Hierzu ^ Seite Zeichnung .
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Family Applications (1)
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Families Citing this family (2)
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