DD154503A1 - Verfahren zum zuendoelarmen anfahr-,teillast-und dauerbetrieb einer kohlenstaub-feuerung - Google Patents

Verfahren zum zuendoelarmen anfahr-,teillast-und dauerbetrieb einer kohlenstaub-feuerung Download PDF

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DD154503A1
DD154503A1 DD22518380A DD22518380A DD154503A1 DD 154503 A1 DD154503 A1 DD 154503A1 DD 22518380 A DD22518380 A DD 22518380A DD 22518380 A DD22518380 A DD 22518380A DD 154503 A1 DD154503 A1 DD 154503A1
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Friedrich Bude
Dieter Koritz
Dieter Mueller
Kurt Stoeer
Hartmut Schettler
Gunter Thor
Helmut Stille
Alfred Friedrich
Bruno Schauer
Original Assignee
Friedrich Bude
Dieter Koritz
Dieter Mueller
Kurt Stoeer
Hartmut Schettler
Gunter Thor
Helmut Stille
Alfred Friedrich
Bruno Schauer
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum zuendoelarmen Anfahr-, Teillast- und Dauerbetrieb einer mit Ventilator-Muehlen und Kohlenstaub-Zuendbrenner-Anlage betriebenen Feuerung eines Dampferzeugers.Dabei wird als Kohlenstaub-Foerdergas-Gemisch eine kleine Brennstoffmenge mit gedrosselter kalter Foerdergasmenge gemahlen,Kohlenstaub abgeschieden, zwischengebunkert und ueber die Kohlenstaub-Zuendbrenner-Anlage aufgetrocknet in die Feuerung eingeblasen. Um das gesamte beim Anfahren der Muehle gefoerderte Kohlenstaub-Foerdergas-Gemisch zur Gewinnung von Zuendfaehigem Kohlenstaub zu verwenden,wird das kalte Kohlenstaub-Foerdergas-Gemisch in die vollstaendig gegenueber dem Kohlenstaub-Hauptbrenner abgesperrten Kohlenstaub-Leitungen und/oder in eine nicht mit dem Kohlenstaub-Hauptbrenner verbundene Kohlenstaub-Anfahr-Leitung gefoerdert,feuchter Kohlenstaub abgeschieden u.zwischengebunkert sowie die gedrosselte Foerdergasmenge ueber eine Entlueftungsleitung abgeleitet,das nach teilweiser oder vollstaendiger Oeffnung der Kohlenstaub-Leitungen bei Nenn-Brennstoff- u.Foerdergasmenge die Kohlenstaub-Anfahr-leitung und/oder eine oder mehrere zusaetzlich angeordnete Kohlenstaub-Leitungen zur Gewinnung konzentrierten feuchten Kohlenstaubs betrieben werden.

Description

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Titel der Erfindung
Verfahren zum zündölarmen Anfahr-, Teillast- und Dauerbetrieb einer Kohlenstaub-Feuerung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum zündölarmen Anfahr-, Teillast- und Dauerbetrieb einer mit Ventilator-Mühlen und Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage betriebenen Feuerung eines Dampferzeugers.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zum ölarmen oder -losen Anfahren einer Kohlenstaubfeuerung für Dampferzeuger ist es bekannt
- zündfähigen Kohlenstaub zu gewinnen und im Anfahr- und Teillastprozeß damit Stützfeuer zu betreiben (DD-PS 120 533« 141 249, 76 762, 42 500, 35 689; DE-OS 2 816 733, 2 806 363; DE-PS 926 213, 746 929),
- kleine Ölhilfsbrenn er und kleine Kohlenstaubstützbrenner zu betreiben (DD-PS 119 461),
- rostgefeuerte Stütsfeuer zu'betreiben (DD-PS 127 937).
Für die Herstellung eines zündfähigen Kohlenstaubes zur Realisierung der bekannten Lösungen sind erhebliche Aufwendungen in anlagen- und Terfahrenstechnischer Hinsicht erforderlich und führen auch nur zu befriedigenden Teillösungen, so daß bisher von einer Anwendung abgesehen wurde. Da jedoch mit der Vergrößerung der Kraftwerksleistung und den immer ballast« reioheren Rohbraimkohlen der Heizölbedarf auch bei ölarmer
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Anfahrweise sehr groß geworden ist? 1st eine für bestehende und Neubau-Kraftwerke anwendbare Lösung erforderlich. Zur Einsparung von St tit zf euer im Teillastbetrieb 1st es bekannt, den Kohlenstaub im Kohlenstaub-Haupt brenner zu konzentrieren (DD-PS 14 249). Obwohl diese Lösung flir den Teillastbetrieb erfolgversprechend erscheints ist jedoch ein Anfahrbetrieb in keiner V/eise realisierbar. Weiterhin ist bereits schon vorgeschlagen word en f daß der ziindfähige Kohlenstaub als konzentrierter Staubstrom durch Schwerkraftwirkung mit oder ohne Fördergas aus einer Staubleitung"des Kohlenstaubkanals unmittelbar vor einem Kohlenetaub-Hauptbrenner gesteuert entnommen wird (DD-PS ..·.„· WP F 23 C/222 330). Diese Lösung hat den Wachteil, daß beim Anfahren des Dampferzeugers große Mengen an mit Kohlenstaub beladenem Fördergas zum Kohlenstaub-Haupt brenner gelangt und kalt in die Brennkammer des Dampferzeugers geblasen wird» Dies führt zu Verzögerungen in der Anwärmung der Brennkammer und zu Ablagerungen im Dampferzeuger mit Verpuffungsgefahr und Gefährdungen im Elektrofilter (Glimmnester, Explosionsgefahr)*
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist? die Gewinnung von zündfähigem Kohlenstaub für die Kohlenstaub -Z Lind br enner »Anlage aus dem System Kohlenstaub-Mühle,. Kohlenstaub-Kanal und Kohlenstaub-Hauptbrenner so zu gestalten, daß kein Kohlenstaub-Fördergas-Gemisch über die Kohlenstaub-Haupt brenner in die Brennkammer gelangte
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde? das gesamte beim Anfahren der Mühle geförderte Kohlenstaub-Fördergas-Gemisch zur Gewinnung des zündfähigen Kohlenstaubes zu verwenden und diesen für den Anfahrprozeß an. der Zundbrenner-Mündung bereitzustellen und auch im Dauerbetrieb durch Abscheiden einer Teilstaubmenge den Betrieb der Kohlenstaub-=Zündbrenner~An« lage zu sichern« ' '
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Dies wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß das kalte Kohlenstaub-Fördergas-Gemisch in die vollständig gegenüber dem Kohlenstaub-Hauptbrenner abgesperrten Kohlenstaub-Leitungen und/oder in eine nicht mit dem Kohlenstaub-Hauptbrenner verbundene Kohlenstaub-Anfahr-'.Leitung gefördert? feuchter Kohlenstaub abgeschieden und zwischengebunkert sowie die gedrosselte Fördergasmenge über eine EntlUftungsleitung abgeleitet wird, daß nach teilweiser oder vollständiger Öffnung der Kohlenstaubleitungen bei Nenn-Brennstoff- und Fördergasmenge die Kohlenstaub-Anfahrleitung und/oder -, eine oder mehrere zusätzlich angeordnete Kohlenstaub-Leitungen zur Gewinnung von konzentriertem feuchten Kohlenstaub betrieben werden.
Zur Durchführung des Verfahrens ist erfindungsgemäß im Kohlenstaubkanal und in den Kohlenstaub-Leitungen verstellbare Absperrelemente angeordnet und/oder eine Kohlenstaub-Anfahrleitung eingebunden und der Zwischenbunker mit einem Abscheidesystem und einer Ent luftungsleitung verbunden«
Dabei weist der Kohlenstaub-Kanal
- das eine Kohlenstaub-Leitung nicht absperrende Absperrelement und im waagerechten Teil dieser Kohlenstaub-Leitung vor Kohlenstaub-Haupt brenner das als Abscheidevorrichtung wirkende Absperrelement auf, dessen Auslauf mit dem Abscheidesystem und der Entlüftungsleitung verbunden ist;
'- das eine Kohlenstaub-Leitung nicht absperrende Absperrelement sowie in der Kohlenstaub-Leitung ein den waagerechten Teil absperrendes und mit dem Kohlenstaub-Haupt brenner verbundenen senkrechten Teil öffnendes Absperrelement auf, wobei der senkrechte Teil mit dem Abscheidesystem mit Entlüftungsleitung und dem Zwischenbunker verbunden ist$
- das alle Kohlenstaub-Leitungen absperrende Absperrelement und die absperrbare Anfahr-Leitung auf, die mit dem die Entlüftungsleitung aufweisenden Abscheidesystem und dem
'Zwischenbunker verbunden ist}
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" das eine Kohlenstaub-Leitung nicht absperrende Absperrelement und die absperrbare Anfahrleitung auf? wobei der senkrechte Teil der Kohlenstaub-Leitung ein weiteres Absperrelement aufweist und über eine absperrbare Yerbindungsleitung mit der Anfahrleitung verbunden ist*
Weiterhin ist die Anfahrleitung über eine absperrbare Verbindungsleitung mit der Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage verbunden» Die Entlüftungsleitung
- weist einen Abscheider auf, dessen Staubleitung mit dem Zwischenbunker verbunden ist;
- ist über eine absperrbare Leitung mit der Rauchgasrüoksaugung verbunden. °"
Ausfiihrungsbeispiel
Anhand von Ausführungsbeispielen wird die Erfindung näher erläutert»
Die Zeichnung zeigt:
Fig. 1: öle Anordnung der Absperrband Abscheideklappen in der Kohlenstaub-Fördergas-Anlage, wobei das Kohlenstaub-Fördergas-Gemisch über Abscheider und EntIUftuiigsleitung mit Abscheider gefördert wird;
Fig» 2: die Ausbildung der Absperr- und Abscheideklappen;
Fig» 3: die Anordnung eines verlängerten senkrechten Teiles einer Kohlenstaub-Leitung mit Abscheider und Entlüftungsleitung ;
Fig» 4: die Anordnung der Absperr- und Abscheideklappen in der Kohlenstaub-Fördergas-Anlage gemäß Fig. 1 und einer .Anfahrleitung sowie Abscheider und Entlüftungsleitung mit Abscheider;
Fig».5i die Anordnung der Absperrklappen in der Kohlenstaub-Fördergas-Anlage und einer Anfahrleitung sowie Abscheider und Entlüftungsleitung;
Ftg. 6: die Anordnung nach Figo 5, wobei die Anfahrleitung mit einer Kohlenstaub-Leitung verbunden ist.
Der Kohlenstaubkanal 1 weist nach Mühle die senkrechten Staubleitungen 2.1; 2.2; 2.3 auf, wobei die Absperrklappe 3 zwischen Mühle und Staubleitungen 2.1; 22; 2.3 angeordnet ist. Dabei ist die Absperrklappe 3 so angeordnet, daß die nioht zur Kohlenstaubgewinnung herangezogenen Staubleitungen 2,2; 2.3 absperrbar sind. Die senkreohte Staubleitung geht in die waagerechte Staubleitung 4 über, die in den Kohlenstaub-Hauptbrenner 5 eingebunden ist« In der waagerechten Staubleitung ist vor Kohlenstaub-Haupt brenner 5 die Abscheide- und Absperrklappe 6 und der Auslauf 7 angeordnet. Die Abscheide- und Absperrklappe 6 ist aus einem Stück oder als zweiteilige verstellbare Klappe ausgebildet, wobei die Abscheideklappe 6o1 beliebig und die Absperrklappe 6.2 entsprechend dem Profil der Staubleitung 4 und der Abscheideklappe 6„1 als maskenförmige Klappe ausgebildet ist (Fig. 2). Im Auslauf 7 ist die Füll-Leitung 8 eingebunden und mündet in den Abscheider 25, der über den Bunker 9 mit der Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage IO verbunden ist. In den Ab-. scheider 25 ist die Entlüftungsleitung 11 eingebunden, die Abscheider 12 aufweist und über Dach 13 mit den G-asklappen und der Berstmembran 15 verbunden ist* In die Entlüftungsleitung 11 ist die Gasleitung 16 mit Absperrklappe 17 und in den Abscheider 12 sowie den Bunker 9 die Abscheide-Staubleitung 18 eingebunden»
Die Wirkungsweise ist folgende:
Beim Anfahren der Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 wird die Absperrklappe 3 so verstellt, daß die Staubleitungen 2.2; 2.3 geschlossen sind* Die Abscheide- und Absperrklappe 6 wird so verstellt, daß die Staubleitung 4 vor Kohlenstaub-Hauptbrenner 5 geschlossen ist.
Der Mühle wird eine kleine Brennstoffmenge bei gedrosselter Fördergasmenge aufgegebens so daß das Fördervolumen der auge-
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fahrenen Mühle stark gedrosselt wird. Das so erzeugte Kohlenstaub-Trägergas-Gemlsoh wird über Staubleitung 2*1 ; 4, Auslauf 7, Füll-Leitung 8, Abscheider 25? Entlüftungsleitung 11 kurzzeitig über die geöffneten Gasklappen 15 ins Freie oder über die geöffnete Absperrklappe 17 und Gasleitung 16 in die Rauchgas-Rüoksaugung gefördert« Über den Abscheider 25 wird aus dem Kohlenstaub-Trägergas-Gemisch feuchter Kohlenstaub abgesohieden und im Bunker 9 gebunkert„ Eine weitere Abscheidung erfolgt im Abscheider 12, so daß der dort abgeschiedene feuchte Kohlenstaub über die Abscheideleitung 18 ebenfalls in den Bunker gelangt«
Dar Abscheider 12 ist auch als sichter- oder syklonartiges Bauteil mit oder ohne Stolperkanten und Abweisbleohen ausbildbar^ falls damit einer Staubkonzentration erreicht wird» Ist der Füllrorgang des Bunkers 9 beendet, werden die Gasklappen 14 geschlossen und die Absperrklappe 17 geöffnet, so daß das Trägergas in die Gasleitung gefördert wird. In diesem Fall übeDjnimmt die Berstmembran 15· den Schutz der Anlage. Tor den Auswirkungen von Explosionen im Bunker 9«. Bei einem bestimmten Füllungsgrad des Bunkers 9 wird die Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 in Betrieb genommen und ae:c feuchte Kohlenstaub aufgetrocknet in die Brennkammer eingeblasen« Mit Erreichen der Zundtemperatur in der Brennkammer 22 wird die Absperrklappe 5 geöffnet, die Absperrklappe 6*2 so verstellt, daß die Staubleitung 4 geöffnet wird. Die Abscheideklappe 6,1 verbleibt in der Arbeitsstellung. Das Kohlenstaub-Trägergas-Gemisch wird über die Staubleitungen 2*1; 2*2; 2e3 zum Kohlenstaub-Haupt brenner 5 gefördert und in der Brennkammer gesundet.
Durch die Arbeitsstellung der Abscheideklappe 6„1 wird Kohlenstaub aua .dem Kohlenstaub-Trägergas-Geraisoh durch Schwerkraft wirkung über den Auslauf 7, die Füllleitung 8 sowie den Abscheider 25. in den Bunker 9 gefördert und für die Kohlenstaub-Zündbrenner«Anlage 10 zur Verfügung gestellte Soll die Kohlenotaub-Zündbrenner-vAnlage 10 bei Erreichen der Stabilität der Kohlenstaub-Haupt brenner 5 außer Betrieb genommen v?erden; so wird die Abscheideklappe 6O1 so verstellt, daß der Auslauf 7 verschlossen ist«. Der 'Bunker 9 wird loerge-·
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fahren. Falls nach Erreichen der Stabilität trotzdem Ztlndinstabilitäten auftreten, so wird die Abscheideklappe 6„1 wieder geöffnet und der Bunker wieder gefüllt. Danach ist die Kohlenstaub-Zündbrenner-Aslage wieder betriebsbereit*
Fig. 3
Der Kohlenstaubkanal 1 weist die Staubleitungen 2.1; 22.; 2.3 und die Absperrklappe 3 auf. Die Staubleitung 2.1 weist den senkrechten Teil 19 mit Absperrklappe 20 auf. Der verlängerte Teil 19 der Staubleitung 2.1 ist in den Abscheider 25 eingebunden, der die Entiaftungsleitung 11 bis Über Daoh 13 aufweist. Die Entlüftungsleitung ist über die Gasleitung 16 mit der.Rauchgas-Rücksaugleitung verbindbar. Der Abscheider 25 ist in den Bunker 9 eingebunden, der mit der Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 verbunden ist.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Beim Anfahren der Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 wird die Absperrklappe 3 so verstellt, daß die Staubleitungen 2.2; 2.3 verschlossen sind. Die Absperrklappe 6 schließt den waagerechten Teil 4 der Staubleitung und öffnet den senkrechten Teil 19 der Staubleitung 2.1. Das stark gedrosselte? Fördervolumen der angefahrenen Mühle des erzeugten Kohlenstaub-Trägergas-Gemisches wird über den senkrechten Teil 19 der Staubleitung 2.1 in den Abscheider 25 gefördert. Der im Abscheider 25 abgeschiedenen Kohlenstaub gelangt in den Bunker 9« Das Trägergas wird über die Entlüftungsleitung 11 Über Dach 13 abgeblasen oder über die Gasleitung 16 der Rauchgas-Rücksaugung rückgeführt. Bei einem bestimmten Füllgrad des Bunkers 9 wird die Kohlenstaub-ZUndbrenner-Anlage 10 in Betrieb genommen« Nach Erreichen der Zündtemperatur in der Brennkammer 22, wird die Absperrklappe 3 geöffnet, mit der Absperrklappe 20 der senkrechte Teil 19 der Staubleitung 2e1 geschlossen und die Staubleitung 4 geöffnet. Das Kohlenstaub-Trägergas-Gemisch wird über die Staubleitungen 2.1; 2*2; 2,3; 4 zum Kohlenstaub-Haupt brenner gefördert und in der Brennkammer
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gezündet. Durch dl© Arbeitsstellung der Abscheldeklappe 6 wird aus dem Kohlenstaub-Trägergas-Geraisch Kohlenstaub abge schieden und in den Bunker 9 gefördert. Dieser Kohlenstaub steht damit für die Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 zur 'Verfügung· Bei Erreichen der. Stabilität des Kohlenstaub-Hauptbrenners wird die Abscheideklappe 6 geschlossen. Bei Auftreten von erneuter Instabilität des. Kohlenstaub-Hauptbrenners wird die Abscheideklappe 6 geöffnet und Kohlenstaub über Abscheider 25 und Bunker 9 in die Kohlenstaub Zündbrenner-Anlage 10 gefördert»
Der Kohlenstaubkanal 1 weist die Staubleitungen 2e1; 2.2; 2*3 und die Absperrklappe 3 sowie die Anfahr~Staubleitung 23* und die Absperrklappe 24 auf» In der Staubleitung 4 ist vor Kohlenstaub-Haupt brenner 5 die Abscheide- und Absperrklappe angeordnet und der Auslauf 7 mit Füll-Leitung 8 in den Abscheider 25 eingebunden. Die Anfahr-Staubleitung 23 ist ebenfalls in den Abscheider 25 eingebunden, der die Entlüftungsleitung 11 aufweist« Der Abscheider 25 ist mit dem Bunker 9 verbunden. In der Entlüftungsleituag 11 ist der Abscheider und über die Absperrklappe 17 die Gasleitung 16 eingebunden* Die Entlüftungsleitung weist über Dach 13 die Gasklappe 14 und die Berstmembran 15 auf. Abscheider 12 und Bunker 9 sind über die Abscheideleitung 18 miteinander verbunden. Die Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 ist auch direkt über die Staubleitung 26 mit der Staubleitung 23 verbindbar, wobei die Staubleitung 26 die Absperrklappe 27.aufweist.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Beim Anfahren der Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 werden die Absperrklappen 3; 24 so verstellt, daß die Staubleitungen 2.1; 2.2; 2e3 verschlossen und die Anfahr-Staubleitung 23 geöffnet wird. Die Abscheidoklappe 6.1 verschließt den Staubkanal 4 vor Kohlenstaub-Hauptbrenner 5, die Absperrklappe die Staubleitung 26 und die Absperrklappe 17 die Gasleitung 16e
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Das stark gedrosselte Fördervolumen der angefahrenen M(IhIe des erzeugten Kohlenstaub-Trägergas-Gemisches wird über die Anfahr-Staubleitung 23 in den Abscheider 25 gefördert« Der abgeschiedene Kohlenstaub gelangt in den Bunker 9 und das Trägergas in die Entlüftungsleitung 11 und wird über die Gasklappen 14 über Dach 13 abgeblasen oder über die Gasleitung 16 in die Rauchgas-Rücksaugung rückgeführt« Es ist ebenso möglich, die Staubleitung 23 direkt in die Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 einzubinden. Bei einem bestimmten Füllgrad des Bunkers 9 wird die Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 in Betrieb genommen. Nach Erreichen der Zundtemperatur in der Brennkammer 22 wird die Absperrklappe 3 geöffnet, die Absperrklappen 24; 27 geschlossen und durch die Absperrklappe 17 die Gasleitung geöffnet. Das Kohlenstaub-Trägergas-Gemisch, wird über die Staubleitungen 2,1; 2,2; 2.3 zum Kohlenstaub-Haupt brenner gefördert und dort gezündet. Durch die Abscheideklappe 6,1 wird Kohlenstaub aus dem Kohlenstaub-Trägergas-Gemisch abgeschieden und in den Bunker gefördert. Bei Erreichen der Stabilität des Kohlenstaub-Hauptbrenners 5 wird die Absoheideklappe 6.1 geschlossen. Bei erneuter Instabilität des Kohlenstaub-Hauptbrenners 5 wird die Abscheideklappe in Arbeitsstellung gebracht.
Es ist aber auch ohne weiteres möglioh über die Absperrklappen 24j 27 ein Teil des Kohlenstaub-Trägergas-Gemisches Über die geöffneten Leitungen 23; 26 ohne Abscheidung direkt zur Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage zu fördern. Aufgrund der weiteren Staubaufbereitung im vorgewärmten Zündbrenner wird auch hiermit eine stabilisierende Wirkung des Kohlenstaub-Haupt brenners 5 ersielt. Diese stabilisierende Wirkung ist auch wahlweise über die halbgeöffnete Klappe 27 über eine teilweise Staub-Gas-Trennung im Abscheider 25 möglich, so daß die Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 konzentrierten Kohlenstaub vom Bunker 9 sowie Kohlenstaub-Trägergas-Gemisch aus der Staubleitung 26 erhalt.
gift. 5
Der Kohlenstaubkanal 1 weist die Kohlenstaub-Staubleitungen 2.1; 2e2; 2,3 mit dem Absperrschieber 3 auf. Vor Schieber 3 wird die Anfahr-Staubleitung 23 eingebunden, die mit dem Schieber 28 verschlossen und deren Staub-Fördergas-Beladung zusätzlich mit der Klappe 24 steuerbar ist. Die Anfahr-» Staubleitung 23 ist wahlweise je nach Stellung der Absperrklappe 27 direkt mit der Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 und/oder über den Abscheider 25 verbindbar»
Die Wirkungsweise ist folgende:
Tor dem Anfahren des kalten Dampferzeugers ist der Bunker 9 leer, der Schieber 3 und die Absperrklappe 27 zur Staubleitung 26 geschlossenj die Absperrklappe 24 zur Anfahr-Staubleltung 23 und die Schieber 28; 29 geöffnet. Die Mühle wird bei Aufgabe von geringen Rohkohlemengen in Betrieb genommen, wobei die Kohlenstaub-Hauptbrenner 5 Über Schieber 3 außer Betrieb sind« ?/egen des kleinen Querschnittes der Anfahr-Staubleitung 23, Entlüftungsleitung 11 sowie des Druckverlustes des Abscheiders 25 wird die Mühle über ein geringes Fördervolumen hohe Staubbeladungen mit Staubfeuchten größer 15 $ zum Bunker 9 fördern. Die Fördergase «erden über die Entlüftungsleitung 11 zur Rauchgas-Rücksaugung geführt
Nach entsprechendem Füllgrad des Bunkers 9 wird der Staub über die Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 gefördert, aufgetrocknet und sündfähiger Kohlenstaub an der Zündbrennermlindung zur Verbrennung gebracht* Ein Teil oder das gesamte Fördergas ist über di© mit einer Berstmembran 15 oder Klappe gegen Explosion geschützte Entlüftungsleitung 11 in die Gasleitung 16 zur Rauchgas-Rücksaugung oder in die Brennkammer 22 zu fördern und der Staub im Bunker 9 zwisohenzubunkern baWeffiit einer Teil-Fb'rdergasmenge gemeinsam über den Bunker zur Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 zu fördern« Nach einer Vorwärmzeit der Brennkammer 22 mittels des Kohlen~ staub-Zündbrenners, der auch wahlweise einen Öl-Pilotbrenner aufweist, so daß eine Kohle-Öl-Suspension zum Zünden gebracht wird,, ist das Kohlenstaub-Fördergas-Gemisch je nach Stellung
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der Absperrklappe 27 über die Staubleitungen 26 und/oder Anfahrleitung 25 mit Schieber 29 zur Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 förderbar.
Es ist afeer auch möglich, vor dem Abfahren des Dampferzeugers den Bunker 9 mit Staub zu füllen. Das kalte Anfahren des Dampferzeugers erfolgt dann derart, daß dabei die Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 vor der in Betriebnahme der Mühle oder parallel mit dieser in Betrieb genommen wird, wobei der weitere Prozeß des Wiederauffüllens des Bunkers 9 wie bereits beschrieben erfolgt.
Diese Anordnung unterscheidet sich von Fig. 5 durch die zusätzliche Anordnung einer Füll-Leitung 20, welohe mit vollständig oder teilweise geöffneter Absperrklappe 21 den Kohlenstaub-Staubkanal 2.3 vollständig oder teilweise verschließt. Damit wird nach dem Anfahrbetrieb die Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage 10 bei geschlossenem Absperrschieber 29 in Betrieb gehalten.
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
1. Durch das Schließen des Kohlenstaub-Staubkanals zum Haupttbrenner wird an diesem bei Inbetriebnahme der Mühle kein Kohlenstaub-Fördergas-Gemisch eingeblasen bzw. beim Schließen eines Staubleitungsteiles wird durch den zugeordneten Brenner kein Staub-Fördergas-Gemisch in·die kalte Brennkammer eingeblasen, so daß.nicht die Gefahr der unkontrollierten Verbrennung bzw. Ablagerung von unverbranntem Kohlenstaub entsteht.
2. Gleichzeitig wird die Förderleistung und der Druokaufbau der Mühle vollständig oder teilweise für einen erhöhten Kohlenstaub-Fördergas-Gemisch-Durchsatz durch das Abscheide-Kohlenstaub-Zündbrenner-System genutzt. Es ist somit möglich, bei abgeschaltetem Kohlenstaub-Haupt brenner den
gesamten anteiligen Kohlenstaub abzuscheiden und zu bunkern bzrc0 über die Kohlenstaub-Zündbreimer-Anlage als St lit Kf lamme einsublaseiu
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3. Bei vollständig abgeschalteten Kohlenstaub-Hauptbrennern kann eine Ventilatormühle mit kalten oder nur gering angewärmten Rauchgasen in Betrieb genommen werden, mit geringen Kohlemengen beaufschlagt werden und dabei diese bei erhöhter Staub-Umlaufzahl im Mühlensyst em sehr fein ausmahlen, teilweise auftrocknen und zur Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage fördern.
4. Die mit geringem Querschnitt ausgelegte zusätzliche Anfahrleitung gestattet die Förderung τοη hochkonzentriertem feinen Kohlenstaub mit relativ geringem Fördergas bei hohen Fördergas-Geschwindigkeiten. Damit erfolgt eine Staubkonzentration, die den Abscheide- und Zündvorgang -verbesserte
5. Eine Entlüftungsleitung über Dach kann als Explosionsschutz und gleichzeitig zur kurzzeitigen vollständigen oder teilweisen Ableitung des Fördergases über Dach während des Mühlenanfahrens dienen bzw, zur weiteren Staubabscheidung genutzt werden,,
6. Die Staubtrennung im Sichter bzw* andere Staubkonzentrationen im Leitungssystem können für erhöhte Staubkonzentration in der Anfahrleitung genutzt werden, wenn deren Einbindung in Mühle oder Sichter oder Staubleitung zum Haupt brenner an Orten dieser hohen Staubkonzentration erfolgt.
7» Der Dampferzeuger kann mit der Zundbrenner-Anlage angefahren werden, ohne daß vor dem Abfahren des Dampferzeugers zündfähiger Staub gebunkert sein muß, wenn über die Anfahrleitung entsprechend Vorteil 2 die Mühle angefahren wird.

Claims (8)

-13.- . 225 1 83 Erfindungsanspruch '
1. Verfahren zum zündölarmen Anfahr-, Teillast- und Dauerbetrieb einer mit Ventilator-Mühlen und Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage betriebenen Feuerung eines Dampferzeugers, wöbet als Kohlenstaub-Fördergas-Gemisch eine kleine Brennstoffmenge mit gedrosselter kalter Fordergasmenge gemahlen, Kohlenstaub abgeschieden, zwischengebunkert und über die Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage aufgetrocknet In die Feuerung eingeblasen wird, gekennzeichnet dadurch, daß das kalte Kohlenstaub-Fördergas-Gemisch in die vollständig gegenüber dem Kohlenstaub-Hauptbrenner abgesperrten Kohlenstaub-Leitungen und/oder In eine nicht mit dem Kohlenstaub-Hauptbrenner verbundene Kohlenstaub-Anfahr-Leitung gefördert, feuchter Kohlenstaub abgeschieden und zwischengebunkert sowie die gedrosselte Fordergasmenge fiber eine Entlüftungsleitung abgeleitet wird, daß nach# teilweiser oder vollständiger Öffnung der Kohlenstaub-Leitungen bei Nenn-Brennstoff- und Fordergasmenge die Kohlenstaub-Anfahrleltung und/oder eine oder mehrere zusätzlich angeordnete Kohlenstaub-Geltungen zur Gewinnung konzentrierten feuchten Kohlenstaub betrieben werden. .
2, Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1, wobei mit den Kohlenstaub-Leitungen zur Abscheidung von Kohlenstaub aus dem Kohlenstaub-Fördergas-Gemlsch eine Abscheidevorrichtung verbunden 1st, die einen mit einer Kohlenstaub-Zündbrenner-Anlage verbundenen Zwischenbunker aufweist, gekennzeichnet dadurch, daß im Kohlenstaubkanal und In den Kohlenstaub-Leitungen"verstellbare Absperrelemente angeordnet sind und/oder eine Kohlenstaub-Anfahrleitung eingebunden 1st,und daß der Zwischenbunker mit einem Abscheidesystem und einer Entlüftungsleitung verbunden ist.
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3« Anordnung nach Punkt 2, gekennzeichnet daduroh, daß der Kohlenstaubkanal das eine Kohlenstaub-Leitung nicht absperrende Absperrelement und im waagerechten Teil dieser Kohlenstaub-Leitung vor Kohlenstaub-Haupt brenner das als Abscheidevorrichtung wirkende Absperrelement aufweist, dessen Auslauf mit dem Abscheidesystem und der Entlüftungsleitung verbunden ist·
4. Anordnung nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch? daß der Kohlenstaubkanal das eine Kohlenstaub-Leitung nicht absperrende Absperrelement sowie in der Kohlenstaub-Leitung . ein den waagerechten Teil absperrendes und mit dem Kohlenstaub-Hauptbrenner verbundenen senkrechten Teil öffnendes Absperrelement aufweist, wobei der senkrechte Teil
. mit dem Abscheidesystem mit Entlüftungsleitung und dem Zwischenbunker verbunden ist,
5«, Anordnung nach Punkt 2, gekennzeichnet daduroh, daß der Kohlenstaubkanal das alle Kohlenstaub-Leitungen absperrende Absperrelement und die absperrbare Anfahrleitung aufweist, die mit dem die Entlüftungsleitung aufweisenden Absoheidesystem und dem Zwischenbunker verbunden ist«
6* Anordnung nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch,, daß der Kohlenstaubkanal das eine Kohlenstaub-Leitung nicht absperrende Absperrelement und die absperr.bare Anfahrleitung aufweist, wobei der senkrechte Teil der Kohlenstaub-Leitung ein weiteres Absperrelement aufweist und über eine absperrbare Yerbindungsleitung mit der Anfahrleitung verbun-/
den ist, ^
7« Anordnung nach Punkt 2 und 4 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß die Anfahrleitung über eine absperrbare Verbindungsleitung mit' der Kohlenstaub-ZUndbrenner-Anlage verbunden ist.
8. Anordnung nach Punkt 5? gekennzeichnet dadurch, daß die Entliiftungsleitung einen Abscheider aufweist, dessen Staub· leitung mit dem Zwischenbunker verbunden ist·
9c Anordnung nach Punkt 2 bis 8$ gekennzeichnet dadurch« daß die Entlüftungsleitung über eine absperrbare Leitung mit der Rauchgas-Rücksaugung verbunden ist»
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