DD154972A1 - Verfahren und vorrichtung zur thermischen entschlichtung eines glasseidenflaechengebildes - Google Patents

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DD154972A1 DD22657680A DD22657680A DD154972A1 DD 154972 A1 DD154972 A1 DD 154972A1 DD 22657680 A DD22657680 A DD 22657680A DD 22657680 A DD22657680 A DD 22657680A DD 154972 A1 DD154972 A1 DD 154972A1
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Manfred Barth
Heinz Momberg
Wolfgang Berger
Manfred Arnold
Arndt Trapp
Hermann Schier
Juergen Richter
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Manfred Barth
Heinz Momberg
Wolfgang Berger
Manfred Arnold
Arndt Trapp
Hermann Schier
Juergen Richter
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum thermischen Entschlichten eines Glasseidenflaechengebildes, wie Gewebe, Gewirke und Baender. Ziel der Erfindung ist es, von dem Glasseidenflaechengebilde vor der Impraegnierung mit Haftvermittlern mit geringem Energie- und technischem Aufwand, ohne Schaedigung des Erzeugnisses, die auf ihm befindliche Schlichte zu entfernen. Die Arbeitsproduktivitaet soll dabei wesentlich gesteigert werden. Das erfindungsgemaesse Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das Glasseidenflaechengebilde in einer ersten Heizzone einer kurzzeitigen Waermebehandlung unterzogen wird und danach in die Heiz- und Absaugzonen der Segmente gefuehrt wird. Dabei werden jeweils spezifische Schlichtekomponenten vom Glasseidenflaechengebilde durch die Waermeeinwirkung entfernt und danach abgesaugt.

Description

22 6 576 -
Verfahren und Vorrichtung zur thermischen Entschlichtung eines Glasseidenflächenfrebildeg
• Any/end_ung ^r1 Erf ind up,g
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum thermischen Entschlichten einea Glasseidenflächengebildes, wie Gewebe, Gewirke und Ränder.
Bekannte technische Lösungen und Ihre Ijffingel Es sind Verfahren bekannt, nach welchen Glasseidenflächengebilde vor der Imprägnierung mit Haftvermittlern einer Ent-Schlichtung unterzogen werden*
Nach dem DD-WP 45 057 ist eine technische Lösung bekannt, nach welcher das Glasseidenflächengebilde unmittelbar nach einer Erwärmung mit an sich bekannten Wärmequellen einer plötzlichen Abkühlung unterzogen wird« Die Abkühlung erfolgt durch einen Luftstrom, dem ein Hydrophobierungsmittel beigemischt ist.. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, daß durch die Kondensation von Schlichtedämpfen das Glaeseidenflächengebilde verschmutzt und dadurch qualitätsgemindert wird. Außerdem kommt es durch die kondensierten Schlichtedämpfe haufig zu. unerwünschten Entzündungen dieser Dämpfe und dabei gleichzeitig zu unkontrollierten Wärmeentwicklungen,, Diese beeinträchtigen die mechanischen Eigenschaften des Glasseiden-= flächengebildes erbeblich* Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens besteht im erhöhten Energiebedarf j v/eil bei diesem nach DD-YTP 45 057 geschützten Verfahren eine mehrstufige Kühlung des Glasseidenflächengebildes /erfolgt , nach welcher stets eine erneute Erwärmung erforderlich ist»
Ebenso ist nach dem DD=YZP 69 097 ein Verfahren bekannt., bei ,welchem die Wärmeübertragung auf das Glasseidenflächengebilde, die zur Verdampfung der organischen Substanzen erforderlich ist, durch Kontakt in einem Metallsalzbad erfolgt» In einem weiteren Verfahrensschritt werden die am Glasfaserstoff haftenden Salzreste durch eine Wäsche im Wasser entfernt. Danach erfolgt die Trocknung des Glasfaserstoffes in erhitzter Luft.
Durch diese bekannte technische Lösung zur thermischen Entschlichtung eines Glasseidenflächengebildes werden die mechanischen Eigenschaften des Erzeugnisses verbessert. Jedoch erfordert dieses Verfahren einen erhöhten Material- und Energiebedarf«,
Bin weiterer Nachteil dieses nach DD-WP 69 097 geschützten Verfahrens ist» daß das auf diese Art behandelte Erzeugnis auf Grund der an ihm noch haftenden Salzpartikelreste für bestimmte Anwendungegebiete nicht geeignet bzw, eine technisch aufwendige mehrmalige Nachwäsche erforderlich ist* Alle diese Verfahren gewährleisten nicht den optimalen Effekt hinsichtlich der Prozeßführung selbst, insbesondere in Bezug auf die Qualität des behandelten Glasseidenflächengebildes·
Ziel,der Erfindung;
Ziel der Erfindung ist es, mit geringem Energie- und technischem Aufwand, ohne Schädigung des Glasseidenflächengebildes, d, h, ohne erhebliche Festigkeitsverluste und Verschmutzungen, eine-gleichmäßige Entfernung der auf dem Glasseidenflächengebilde befindlichen Schlichte zu erreichen sowie die Arbeitsproduktivität wesentlich zu erhöhen,,
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Mangel der bekannten Verfahren ?,\x beseitigen und eine thermische' Entschlichtung von Glasseidenflächengebilden bis zu einem Restschlichtegehalt von 0,1 % mit einfachen Mitteln zu erreichen. Erfindungsgemäß, ist das Verfahren zur thermischen Entschlichtung eines Glasseidenflächengebildes dadurch gekennzeichnet, daß ein kompakter horizontaler Sntschlichtungsofen in eine erste Heizzone und danach in mehrere Segmente mit separaten Heiz- und Absaugzonen unterteilt ist und der Durchlauf des Glasseidenflä-
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chengebildes in kontinuierlicher Weise geschieht» In einer er~ eten Heizzone außerhalb der Segmente erfolgt eine kurzzeitige Wärmebehandlung des Glasseidenflächengebildes im Temperaturbereich von 900 ·«<. 100O0C,
Danach gelangt das Glasseidenflächengebilde in die Heiz- und Absaugzone der Segmente dea Entschlichtungsofens«, Die Temperatur jeder Heizzone liegt im Bereich von 350 ·„. 65O0C, vorzugsweise 4000C, und sie ist so gewählt, daß im ersten Segment vorrangig die leichtflüchtigen und in den darauffolgenden Segmenten die höher siedenden Schlichtekomponenten verdampfen und die entstandenen Schlichtedämpfe abgesaugt werden, damit deren Kondensation nicht möglich ist*
Im Gegensatz zu der im DD-WP 45 057 geschützten technischen Lösung erfolgt nach dem Durchlauf des Glaeseidenflächengebildes durch jedes Segment keine Kühlung» .Die Beheizung der einzelnen Heizzonen kann mit an sich bekannten Wärmequellen einheitlich erfolgen, z. B, elektrisch, oder durch Anwendung verschiedener Wärmequellen in kombinierter Form,
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen technischen Lösung ist der im Vergleich zu den mit DD-WP 45 057 und DD-WP 69 097 geschützten Verfahren geringere Energiebedarf pro Erzeugniseinheit, Desweiteren treten mit dem erfindungsgemäßen Verfahren neben guten mechanischen Eigenschaften weitere Qualitätsverbesse-» rungen des Glasseidenflächengebildes gegenüber dem mit bekannten technischen Lösungen entschlichteten ein» Durch die sofortige Absaugung der Schlichtedämpfe wird die Verschmutzung des Glasseidenflächengebildes wesentlich verringert und eine unkontrollierte Wärmeentwicklung durch Verbrennung der Schlichtedämpfe vermieden.
Durch eine auf die einzelnen Schlichtekomponenten abgestimmte Temperatürführung und «konstanz wird eine gleichmäßige Entschlichtung bis zu einem Restschlichtegehalt des Glasseidenflächengebildes von 0,1 % erreicht,
Durch die zu Beginn des thermischen EntSchlichtens kurzzeitig hohe Wärmeeinwirkung auf das Glasseidenflächengebilde wird seine Schiebefestigkeit verbessert*
Ein weiterer Vorteil dee erfindungsgemäßen Verfahrens ist es, daß durch die Anordnung der Heizzonen effektive Durchlaufge-
i-0 echwindigkeiten bis 30 m/min erreicht werden können·
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Damit sind die Voraussetzungen gegeben, die erfindungsgeraäße Vorrichtung in hochproduktive Imprägnieranlagen zu integrieren,
Ausfuhrungsbe iapie1
Das erfindungsgemäße Verfahren zur thermischen Entschlichtung eines Glasseidenflächengebildes und die Vorrichtung sollen nachstehend erläutert werden»
Ein Ausführungsbeispiel wird in der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht; es zeigen
Pig, 1 als schematische Seitenansicht die Vorrichtung zur thermischen Entschlichtung eines Glasseidenflächengebildes,
Fig. 2 die schematische Vorderansicht eines Segmentes der Vorrichtung zur thermischen Entschlichtung.
Ein Glasseidenflächengebilde (1) mit einer Breite bis zu 180 cm wird über eine Breithalterwalze (2) geführt und passiert nacheinander die vertikal versetzt angeordneten Gasbrenner (3 und 4). Die Führung des Glasseidenflächengebildes über die Gasbrenner geschieht mittels der Umlenkwalzen (5, 6, 7 und 8) in einem Abstand von ca· 4 - 5 cm an den GasbrennerOberkanten, so daß beide Seiten des Glasseidenflächengebildes mit den Gasflammen in Berührung kommen. In dieser ersten kurzzeitigen Behandlungsstufe im Temperaturbereich von 900 ·<,, 10000C erfolgt neben der Verbrennung spezifischer Schlichtekomponenten gleichzeitig eine Fadenfixierung an den Fadenkreuzungspunkten und damit eine Verbesserung der Schiebefestigkeit des Glassei-.denflächengebildes. Die entstandenen Schlichtedämpfe bzw,'Verbrennungsabgase werden sofort über die Absaugeinrichtung (9) entfernt, um ein Kondensieren der Dämpfe und das Tropfen auf das zu entschlichtende Glasseidenflächengebilde und damit eine Qualitätsminderung zu vermeiden. Entsprechend der Erfindung gelangt das Glasseidenflächengebilde im Anschluß daran ohne Kontakt- bzw«. Auflagefläche mittels der Umlenkwalzen (8 und 26) durch die Heizzonen (12 und 20) der elektrisch und/oder gasgeheizten Segmente, Jedes Segment stellt eine Einheit mit jeweils selbständiger Heizzone und Absaugzone (17 bzw, 23) dar. Die Trennung der Segmente wird durch auswechselbare Einschübe (10, 18 und 24) über verstellbare Trennwände (11, 19 und 25) ermög-
licht«. Durch die Auswecheelbarkeit der Einschüb'e der einzelnen Segmente ist eine problemlose Pflege, Wartung und Instandhaltung der Heizzonen und Einbauten gewährleistet* Die Trennwände werden zum Einbringen und Durchziehen des Anfanges dee Glasseidenflächengebildes abgeschwenkt*
In der Heizzone jedes Segmentes werden mit den Heizquellen (13» 14, 21 und 22) die erforderlichen Temperaturen zur weiteren Verbrennung der einzelnen Schlichtekomponenten erzeugt * Die Heizquellen sind derart angeordnet, daß ein schnelles Aufheizen der Heizzone möglich ist, wiederum beide Seiten des Glasseidenflächengebildes der Wärmeeinv/irkung ausgesetzt sind und ein gleichmäßiger Entschlichtungseffekt bis zu einem Restechlichtegehalt von 0,1 % auf dem Glasseidenflächengebilde erreicht werden kann,
Die Thermoelemente (15 und 16) dienen zur Temperaturanzeige, -registrierung und -regelung, da für unterschiedliche Sortimente von Glasseidenflächengebilden ein anderes Entschlichtungsregime vorgegeben wird und Temperaturkontrollen notwendig sind,
Erfindungsgemäß werden die jeweils anfallenden Schlichtedämpfe sofort in jedem Segment· durch die Absaugzonen entfernt, um Verunreinigungen des Glasseidenflächengebildes und dadurch Qualitätsminderung zu vermeiden
Bei Eingliederung des Entschlichtungsofens in eine hochproduktive Färbe- bzw, Veredlungsanlage ist es zweckmäßig, eine Unterführung der gesamten Vorrichtung vorzusehen«, Das Glasseidenflächengebilde wird über die Umlenkwalzen (27 bis 31) im Wechsel darüber bzw, darunter hindurchgeführt.

Claims (6)

Anspruch
1«, Verfahren zur thermischen Entschlichtung eines Glasseiden-•flächengebildea, bei welchem das Glasseidenflächengebilde in einem kontinuierlichen Prozeß einer Wärmeeinwirkung unterzogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Glasseidenflächengebilde eine erste Heiz- und Absaugzone und danach mehrere Segmente mit separaten Heiz- und Absaugzonen durchläuft, wobei es in der ersten Heizzone kurzzeitig auf eine Temperatur im Bereich von 900 ,.. 100O0C, in den Heizzonen der Segmente auf.eine Temperatur im Bereich von 350 ».· 650 C, vorzugsweise 4000C, erwärmt wird,
2, Verfahren nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß 2 bis 6 ' Segmente, vorzugsweise 3 Segmente, hintereinander angeordnet sind,
3, Verfahren nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß das Glasseidenflächengebilde in der ersten Heizzone von beiden Seiten und in den Heizzonen der Segmente ebenfalls von beiden Seiten gleichzeitig einer Erwärmung unterzogen wird,
4, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß sich die erste Heizzone außerhalb der einzelnen Segmente befindet,
5, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1 und 3 dadurch gekennzeichnet, daß die Beheizung regelbar, in der ersten Heizzone mit Gas und die Beheizung in den Heizzonen der Segmente elektrisch und/oder mit Gas erfolgt*
6, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Durchlaufge-Bchwindigkeit von 30 m/min eine Eingliederung in hochproduktive Imprägnieranlagen möglich ist«,
Hierzu 1 Seiie Zeichnungen
DD22657680A 1980-12-23 1980-12-23 Verfahren und vorrichtung zur thermischen entschlichtung eines glasseidenflaechengebildes DD154972A1 (de)

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CS818769A CS876981A1 (en) 1980-12-23 1981-11-27 Zpusob a zarizeni k tepelnemu oslichtovani textilniho platna z nekonecneho skleneneho vlakna

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