DD155155B1 - Vorrichtung zum Verteilen von Schüttgutströmen - Google Patents

Vorrichtung zum Verteilen von Schüttgutströmen

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Description

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Titel der Erfindung
Vorrichtung zum Verteilen von Schüttgutströmen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur wahlweisen Verteilung eines oder mehrerer Schuttgutströme insbesondere von stark schleißendem, staubentwickelndem Fördergut, durch vorrangig ferngesteuerten elektrischen Antrieb auf mehrere im Block angeordnete Bunker, Silos oder andere Behälter, wobei jeweils gleichzeitig der gesamte Massestrom exakt nur einem Bunker, bzw· einer Zelle des Bunkers zugeführt wird. Vorgeschlagene Ordnungseinheit: B 65 G, 11/20
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Begannt ist ein Verteiler nach DRP 526 373, der mit einem drehbaren Trichter staubförmiges Schüttgut wahlweise verschiedenen Fallrohren zuführt. Der Nachteil dieses Vorteilers besteht darin, daß zwischen Trichterabschluß und Bodenplatte ein Spalt notwendig ist, durch den Staub ins Innere des Verteilers gelangt, der sich auf Bodenplatte und an den Stützrollen absetzt und so zu einer i\mktionsbeeinträchtigung beim Verstellen führt. Außerdem tritt bei dem nach IRP I26 373 bekannten Trichter eine
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Querschnittsverengung zum Auslauf hin ein, was zu einer Brückenbildung im Schüttgut führen kann. Weiterhin ist dieser bekannte Trichter nicht gegen starken Verschleiß durch das Fördergut geschützt. Bekannte ebene Verschleißschutzplatten sind nicht anwendbar und er ist relativ kompliziert zu fertigen. Eine automatisch elektromechanisch^ Verstellung ist mit diesem Verteiler kaum möglich, da die hohe notwendige Verstellgenauigkeit nur schwer erreichbar ist, voifallem nach einer gewissen Betriebszeit, wenn die Staubablagerung im Verteiler die Verstellung behindert.
Ziel der Erfindung
Ziel der Srfindung ist eine Verteilervorrichtung für stark schleißendes und staubentwickelndes Fördergut, die eine verlustlose und exakte Verteilung dieses Fördergutes gewährleistet und die wartungsarm ist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Verteilervorrichtung zu entwickeln, bei der keine funktionsstörenden Staübablagorungen auftreten können, die ohne Bodenplatte und offen liegende (im Staubbereich liegende) Rollenlagerung auskommt, die Brückenbildung verhindert und die die Anwendung störanfälliger elektromechanischer Steuerungen ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in einem zylindrischen oder kegelförmigen Außenkörper, der zentrii3ch über im Block angeordnete Bunker, Silos oder anderо Behälter befestigt ist, ein zylindrischer odor kegelförmiger Innenkörper, der innen schräg, etwa von. der Oberkante zur Unterkante des Mantels verlaufend, eiae ebene ellipsenförmige Eutschflache enthält, die in ihrem unteren Teil eine Auslauföffnung in Form eines
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Kreissektors aufweist, drehbar aufgehangen ist· Der zentrisch über einem im Block angeordnete Bunker, Silo oder anderem Behälter angebrachte zylindrische oder kegelförmige Außenkörper ist auch nach oben und seitlich staubdicht geschlossen und nach unten zu den Bunkern, Silos oder anderen Behältern offen· Er ist feststehend und wird über Ausschnitten in Bunker-, Silo- oder anderem Behälterdächern gewöhnlich nach außen staubdicht befestigt· Die offene Grundfläche des zylindrischen oder kegelförmigen Außenkörpers muß dabei über alle zu erreichenden Bunker, Silos bzw. anderen Behälter gleichmäßig verteilt werden. In den Decksl des zylindrischen oder kegelförmigen Außenkörpers münden der oder die Zuführkanäle für das Fördergut· Die Anordnung der Zuführkanäle ist beliebig und ist nach Größe und Anzahl der Leitungen optimal festzulegen.
Der drehbar aufgehangene ebenfalls zylinder- oder kegelförmig ausgebildete Innenkörper wird seiner Verteilerfunktion dadurch gerecht, daß schräg, unter einem bestimmten Winkel, der von der Art des Fördergutes abhängig ist, etwa von der Oberkante zur Unterkante des Innenkörpermantels verlaufend, eine ebene, vorwiegend ellipsenförmige Butsehfläche (Blech) eingefügt wird, die in ihrem unteren Teil eine Auslauföffnung in Form eines Kreissektors besitat, der in seiner Art und Größe dem Idassestrom und der Bunked-, Silo- oder anderen Behälterform so angefaßt wird, daß der Sdktor den Auslauf des Fördergutes exakt nur Шеѵ einem Bunker, Silo oder anderem Behälter freigibt. Die ebene, ellipsenförmige Rutschfläche kann gut gegen Verschleiß durch das Fördergut geschützt werden, indem sie mit verschleißfesten Platten, Steinen oder anderen Materialien belegt wird.
Die Verstellung des drehbar aufgehangenen Innenkörpers erfolgt über eine Antriebsgruppe mit Elektromotor, die
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oberhalb des Außenkörpers angebracht ist, wobei vorteilhaft der Außenkörper als Stützgerüst verwendet werden kann·
Die Ansteuerung des vorgewählten Bunkers, Silos oder anderen Behälters kann von Hand oder über Fernsteuerung erfolgen· Es ist vorteilhaft die Fernsteuerung mittels Nocken- oder Steuerscheibe und Endschalter auszuführen. Durch Verwendung von Bremsmotoren, bzw. Getriebemotoren mit sehr geringen Abgangsdrehzahlen wird eine ausreichende Genauigkeit bei der Verstellung erreicht·
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachfolgend anhand der zugehörigen Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen
Figur 1: einen Querschnitt der Verteilervorrichtung Figur 2i die Draufsicht in die Verteilervorrichtung
Im nachfolgend angeführten Ausführungsbeispiel wird eine Verteilervorrichtung für Koks und Anthrazit unterschiedlicher Korngröße auf vier Bunker näher beschrieben. Die Verteilervorrichtung hat eine zylindrische Form und sitzt im Achsenkreuz von vier im Block angeordneten Bunkern 8 fest auf· Im Deckel eines Außenkörpers 2 enden zwei Zuführungskanäle 1. Der Schüttgutstrom, in diesem Falle Koks und Anthrazit, fällt auf die Schräg elliptische Rutschfläche Ц- des Innenkörpers 3 die mit Verschleißplatten belegt ist. Durch den Auslaufsektor 9 dessen Winkel kleiner als 90° gewählt ist, fällt das Schüttgut in einen der vier Bunker. Der Tnnenkörper 3 hängt fliegend am unteren Ende der Welle 6 und sein zylindrischer Mantel wird von vier kräftigen Sragrippen 10 gehalten, die nach oben abgeschrägt sind, so daß kein einlaufendes Fördergut darauf
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liegen bleibt« Der oberste Teil des Innenkörpers 3 hat eine kegligo Form 11, diese ist als Anpassungsstück gewählt worden, um für die Mantelgröße des Innenkörpers 3 und des Außenkörpers 2 standardisierte Rohrdurchmesser verwenden zu können. Gleichzeitig wird dadurch die Einlauffläche vergrößert und maximal genutzt und ein Hineinlaufen von Fördergut in den ilaum zwischen Innenkörper 3 und Außenkörper 2 verhindert.
Die Antriebsgruppe für die ferngesteuerte Verstellung befindet sich oberhalb des Verteilers und ist über eine Welle 6 mit dem Innenkörper 3 verbunden. Auf der Welle sitzt eine Steuerscheibe 7» die vier Stück Steuerstromendtaster bedient, also für jede Endstellung ein Endtaster· Die senkrechte Welle $ ist zweimal in den Lagern 5 gelagert. Die Lager 5 übertragen die aufgenommenen Kräfte in den Deckel des Außenkörpers 2, einmal direkt und einmal über den Stützbock 12.

Claims (3)

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    Erfindungs anspräche
    1, Vorrichtung zum Verteilen von Schüttgutströmen, insbesondere von stark schleißendem staubentwickelndem Fördergut, bestehend aus einem starren Außenkörper und fliegend gelagerten Innenkörper über mehreren im Block angeordneten oder in Zellen unterteilte Bunker, Silos oder ähnliche Behälter, gekennzeichnet dadurch, daß im zylindrischen oder kegelförmigen Innenkörper (3) eine ebene ellipsenförmige Rutschfläche (4) schräg, etwa von der Oberkante zur Unterkante des Innenkörpermantels (3) verlaufend, angeordnet ist, welche in ihrem unteren Teil eine Auslauföffnung (9) in Form eines Kreissektors besitzt·
    2· Vorrichtung zum Verteilen von Schüttgutströmen nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Außenkörper (2) auf den im Block angeordneten oder in Zellen unterteilte Bunker, Silos oder ähnliche Behälter (8) zentrisch und staubdicht angeordnet ist.
    3. Vorrichtung zum Verteilen von Schüttgutströmen nach Punkt 1 bis 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Winkel der ebenen ellipsenförmigen Rutschfläche (4), der Art des Fördergutes angepaßt ist.
  2. 4. Vorrichtung zum Verteilen von Schüttgutströmen nach Punkt 1 bis 3» gekennzeichnet dadurch, daß die -Auslauföffnung (9) den Auslauf des Fördergutes exakt nur über einer Bunker-, Silo- oder anderen Behälteröffnung freigibt und in ihrer Art und Größe dem Massestrom angepaßt ist.
  3. 5. Vorrichtung zum Verteilen von Schüttgutströmen nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß die ellipsenförmige Rutschfläche (4) gegen starken
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    Verschleiß mit Platten, Steinen oder anderem Material belegt werden kann«
    - Hierzu ein Blatt Zeichnung -

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