DD155334A1 - Verfahren zur stauchkammertexturierung multifiler faeden mit feinem titer - Google Patents
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Abstract
Verfahren zur Stauchkammertexturierung multifiler Faeden mit feinem Titer zur Anwendung auf Stauchkammertexturiermaschinen bei Chemiefaserherstellern und Textilbetrieben, wodurch eine wesentliche Erweiterung des verarbeitbaren Titerbereichs in Richtung feinerer Titer erzielt wird durch die Loesung der Aufgabe, multifile Faeden ab 15 tex mit Arbeitsgeschwindigkeiten oberhalb von 350 m min hoch -1 zu texturieren. Erfindungsgemaess wird der zu texturierende Faden mit feinem Titer durch einen Faden groberen Titers zum Gesamtfaden komplettiert und der Stauchkammer so zugefuehrt, dass beide Faeden ohne Abstand nebeneinander die Klemmlinie der Einzugsraeder passieren. Texturiert und fixiert wird der Gesamtfaeden getrennt, einzeln aufgewunden und zwei unterschiedlichen Weiterverarbeitungsprozessen zugefuehrt, beispielsweise zur Feinfiltergewebe- und Teppichherstellung.
Description
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Titel der Erfindung
Verfahren zur Stauchkaßmertexturierung multifiler Fäden nit feinem Titer
Anwendungagebiet der Erfindung
Die Erfindung ist anwendbar bei Chemiefaserherstellern und in Textilbetrieben an Stauchkammer-Texturiermaachinen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei der Herstellung texturierter Endlosfäden verschiedenster Polymerer nach physikalischen Prinzipien kristallisierten sich im wesentlichen zwei Verfahren heraus: Das Falschdrahtverfahren zur Kräuselung von multifilen Fäden des Titerbereiches 1,7 bis 40 tex bei Arbeitsgeschwindigkeiten von 170 bis 350 m min" für Titer oberhalb 15 tex.
Das Stauchkammerverfahren wird dagegen nur für gröbere Fäden im Titerbereich von 130 bis 5000 tex beschrieben· Die Arbeitsgeschwindigkeiten liegen hier zwischen 600 und 1000 о min ·
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Es ist durch WP 7бОб5 bekannt, auch zwei Fäden des groben Titerbereichs gleichzeitig einer Stauchkammer zuzuführen, gemeinsam zu texturieren, nach dem Fixieren zu trennen und einzeln aufzuwickeln. Іш Interesse einer problemlosen Trennung der Fäden nach dem Passieren der Stauchkammer werden sie nit definiertem Abstand, sich gegenseitig nicht berührend, in die Klemmlinie der Einzugsräder eingeführt. Es ist auch bekannt nach DS-AS 1660441 zwei thermisch unterschiedlich vorbehandelte multifile Päden eines PolyBiers mit gleichem Titer einer Kräuselkammer zuzuführen, gemeinsam zu kräuseln und einen ineinander verschlungenen, fülligen Gesamtfaden herzustellen·
Beide genannten Lösungen zeigen die Möglichkeit des Stauoh- oder Kräuselkammertexturierens Mehrerer Päden in nur einer Kräuselvorrichtung auf· Dabei sind es Päden des gleichen Titers, die mit einer dem Stauchkaminerprinzip typischen Arbeitsgeschwindigkeit verarbeitet werden· Die Grenzen der Titerbereiche im Hinblick auf das vorgenannte Falschdrahtverfahren sind unverändert.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung zielt hin auf eine Erweiterung des verarbeitbaren Titerbereichs für das Stauchkammerverfahren in Richtung der feineren Titer.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Dabei war die Aufgabe gestellt, multifile Endlosfäden ab 15 tex mit oberhalb der Grenzen des Falschdrahtverfahrens liegenden Arbeitsgeschwindigkeiten (etwa 350 m min ) zu texturieren·
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Бз wurde gefunden, daß ein niultifiler Faden mit feinem Titer nach dem Stauchkammerprinzip dadurch texturierbar ist, daß mindestens ein Faden feinen Titers gemeinsam mit einem Träger-Faden als Gesamtfaden der mit Einzugsrädern ausgerüsteten Stauchkammer zugeführt wird, wobei beim Einlauf beide Fäden ohne Zwischenraum nebeneinander geführt, nach dem Texturieren und Fixieren in Einzelfäden getrennt und auf je einen umfangsgetriebenen Wickelkörper aufgewunden werden·
Der genannte Gesamtfaden besteht dabei aus dem zu texturierenden Faden im Titerbereich von 15 bis 130 tex und dem Trägerfaden im Titerbereich von 50 bis 510 tex und wird mit mehr als 600 m min" Arbeitsgeschwindigkeit texturiert. Das erfindungagomäßa Verfahren nutzt für das Texturieren von Fäden feinerer Titer unter 130 tex nach dem Stauchkamnerverfahren die hierzu notwendige Steifheit des Gesamtfadens, um nach dem Trennen des texturierten multifilen Gesanrcfadens in зеіпе Ausgangsfäden den texturierten Faden mit feinem Titer zu erhalten· Flir den Texturierprozeß ist der zu texturierende Faden durch den Trägerfaden, so zum Gesamtfaden zu ergänzen, daß in Abhängigkeit von technologischen und textilphysikalischen Parametern, wie zum Beispiel Arbeitsgeschwindigkeit, Behandlungstemperatur, geforderter Bausch, Anzahl und Titer der Einzelfilamente, Festigkeit und Dehnung, die für die Stauchtexturierung erforderliche Mindeststeifigkeit erreicht wird· Der Trägerfaden ist dabei vorzugsweise so zu wählen, daß er nicht nur die dargestellte Funktion hat, sondern gleichzeitig ein für die Weiterverarbeitung geeignetes Produkt darstellt. Unter diesen Bedingungen ist es möglich, daß der Titer des Trägerfadens auch kleiner als der des zu texturierendon Fadens sein kann· Es wurde weiterhin gefunden, daß auch ein aus mehr als zwei Fäden bestehender Gesaratfaden verarbeitbar ist,
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dadurch, daß in der Kleramlinie der Einzug3räder beidseitig des Trägerfadens je ein Faden des feineren Titers in der genannten Form angelagert ist. Die Trennung der texturierten Fäden erfolgt wie vorbeschrieben, während die Aufwicklung der Fäden des feineren Titers vorteilhaft nach einem Fadenschluß auf einer einzigen Spule vorgenommen wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren zeigt seine wesentlichsten Vorteile in
- der Anwendung auf verfahrensmäßig erprobten Stauchkam-юегп mit Einzugsrädern, die bislang nur flir die Herstellung grober Titer vorgesehen waren
- der Möglichkeit, texturierte Fäden im Titerbereich von 15 bis 130 tex mit aiehr als doppelter Abzugsgeschwindigkeit (im Vergleich zum Falschdrahtverfahren) herzustellen
- der besseren Auslastung der projektierten Gesaatkapazität einer Stauchkamaer
- dem geringeren zusätzlichen Aufwand ftir die vorrichtungsseitige Ergänzung vorhandener Staucheinrichtung zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens·
AusfUhrungsbeiapiel
In einer Stauchvorrichtung ist ein Faden des Titers 32 te-X (80) nit einer Arbeitsgeschwindigkeit von 890 m min zu texturieren. Er ist mit еіпеаз Trägerfaden von 130 tex (64) zu komplettieren. Diese beiden
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Fäden werden ohne Zwischenraum nebeneinander der Staucheinrichtung über die Einzugaräder zugeführt, in die3er Lage texturiert und fixiert. ITaсh den Fixieren wird der Gesamtfaden in seine Einzelfäden aufgetrennt und auf je einen Wickelkörper aufgewunden. Der Wickel mit dem feineren Titer wird der Weiterverarbeitung zu technischen Filtergewebe zugeführt, während der Faden gröberen Titers für die Verarbeitung als textiler Fußbodenbelag vorgesehen ist.
Claims (2)
1· Vorfahren zur Stauchkasnsiertexturiorung multifiler Faden mit feinem Titer, bei dem mindestens zwei multifile polymere Endlosfäden einer Stauehkamaier mit Einzugsr'ädern zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der zu texturierende Faden des Titerbereichs von 15 tex bis 130 tex gemeinsam ait einem Trägerfaden des Titerbereichs von 50 tex bis 510 tex als Gesamtfaden in einer Stauohkamaier texturiert wird, wobei beide Fäden beim Einlauf in die Stauchzone ohne Zwischenraum nebeneinander geführt, nach dem Texturieren und. Fixieren in Einzelfäden aufgetrennt und auf je einea unfangsgetriebenen Wickelkörper aufgewunden werden·
2, Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Päden längs der Klemmlinie ohne Zwischenraum nebeneinander in die Stauchzone eingeführt werden·
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD22611680A DD155334A1 (de) | 1980-12-16 | 1980-12-16 | Verfahren zur stauchkammertexturierung multifiler faeden mit feinem titer |
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Publications (1)
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| DD155334A1 true DD155334A1 (de) | 1982-06-02 |
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Country Status (1)
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| DD (1) | DD155334A1 (de) |
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1980
- 1980-12-16 DD DD22611680A patent/DD155334A1/de unknown
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