DD155408A1 - Farbwerk fuer druckwerke von rollenrotationsdruckmaschinen - Google Patents

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DD155408A1
DD155408A1 DD22617580A DD22617580A DD155408A1 DD 155408 A1 DD155408 A1 DD 155408A1 DD 22617580 A DD22617580 A DD 22617580A DD 22617580 A DD22617580 A DD 22617580A DD 155408 A1 DD155408 A1 DD 155408A1
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Siegfried Lindner
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein umsteuerbares Farbwerk fuer Druckwerke von Rollenrotationsdruckmaschinen fuer Hoch- oder Offsetdruck, das sich durch eine kostenguenstige Fertigung und gute Bedienbarkeit und Wartungsmoeglichkeit auszeichnet. Aufgabe ist es, den seine Drehrichtung nicht aendernden und den umzusteuernden Farbwerkteil unter Beteiligung eines um einen Reibzylinder schwenkbaren Zwischenwalzenpaares mit wenigen Walzen mit ueblichen Durchmessertoleranzen bei guter Walzenzugaenglichkeit und geringem technischen Aufwand zu verbinden. Hierzu stehen die Walzen des Zwischenwalzenpaares miteinander in Kontakt. Ausserdem beruehrt die eine Walze den Reibzylinder, und wahlweise ist die eine oder andere Walze an einen Reibzylinder des anderen Farbwerkteiles schwenkbar.

Description

Farbwerk für Druckwerke von Rollenrotationsdruckmaschinen
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung betrifft ein Farbwerk für Druckwerke von Rollenrotationsdruckmaschinen für Hoch- oder Offsetdruck, das in seiner Drehrichtung umkehrbar ist. Das Farbwerk ist für Zeitungsdruckmaschinen anwendbar.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
IO
In ihrer Drehrichtung umkehrbare Farbwerke bestehen aus einem Farbwerkteil, der den Duktor enthält und seine Drehrichtung nicht ändert, und einem Farbwerkteil, der seine Drehrichtung bei einer Drehrichtungsumkehr des Plattenzylinders wechselt. Gemäß der DE-PS 1 239 325 werden beide Farbwerkteile einmal mittels einer Zwischenwalze verbunden, die um eine Farbtrommel des seine' Drehrichtung beibehaltenden Farbwerkteils schwenkbar ist. Bei einem Drehrichtungswechsel des Farbwerkes wird die Zwischenwalze von einer Färb trommel des in seiner Drehrichtung umkehrbaren Farbwerkteils abgeschwenkt. An der Trennstelle wird eine weitere Zwischenwalze in den Farbfluß eingeschaltet, die um die in ihrer Drehrichtung umkehrbare Farbtrommel schwenkbar ist und bisher als Reiterwalze fungierte. Zur Mechanisierung der Umstellung sind die Walzenlagerungen miteinander mechanisch gekoppelt und mit einem Arbeitszylinder verbunden.
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Dieses Farbwerk ist mit dem Nachteil behaftet, daß die Schwenklagerungen der Zwischenwalzen das Farbwerk in der Herstellung verteuern. Außerdem bedingt die Mechanisierung der Walzenumstellung einen weiteren größeren technischen Aufwand.
Es ist auch ein Farbwerk bekannt (DE-OS 2 301 692), bei dem der seine Drehrichtung beibehaltende und der seine Drehrichtung wechselnde Farbwerkteil über ein schwenkbares Zwischenwalzenpaar miteinander gekoppelt sind. Das Zwischenwalzenpaar steht mit einem Reibzylinder des letztgenannten Farbwerkteils in Kontakt und ist um diesen Zylinder schwenkbar. In der einen Schwenkstellung verbindet die eine Wälze des Zwischenwalzenpaares den Reibzylinder mit einem Reibzylinder des seine Drehrichtung beibehaltenden Farbwerkteils. In der anderen Schwenkstellung ist diese Verbindung unterbrochen und wird durch die andere Walze des Zwischenwalzenpaares und eine Walze, die am seine Drehrichtung beibehaltenden Reibzylinder angeordnet ist, ersetzt.
Dieses Farbwerk weist zwar nur ein Schwenklagerpaar für die beim Umsteuervorgang zu verstellenden Walzen auf, und die Verstellung ist mit geringem technischen Aufwand mechanisierbar. Die Herstellungskosten werden aber dadurch erhöht, daß das Farbwerk für die Umsteuerung eine dritte Farbwalze erfordert. Außerdem ist nachteilig, daß diese Walzen durch schlechte Zugänglichkeit beschwerlich zu wechseln und justieren sind.
Wieder ein anderes Farbwerk (auf der Messe "Drupa" 1977 ausgelegter Prospekt der Druckmaschine Colorman der Fa, MAN, S. 6) wird mit einer Zwischenwalze umgesteuert, die am Reibzylinder des seine Drehrichtung beibehaltenden Farbwerkteiles anliegend um diesen schwenkbar ist. Die Zwischenwalze ist wahlweise an einen Reibzylinder oder eine mit diesem in Kontakt stehende Farbwalze des in sei-
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ner Drehrichtung umkehrbaren Farbwerkteils schwenkbar.
Bei diesem Farbwerk ist nachteilig, daß die Zwischenwalze schwer zugänglich ist. Sie ist nur nach Ausbau der Farbwalze austauschbar. Außerdem sind diese beiden Walzen nur in begrenztem Maße nachschleifbar, da ansonsten die Anschwenkbarkeit an den Reibzylinder nicht mehr gegeben ist und der Schwenkwinkel für die Umstellung infolge der Nachstellung der Farbwalze unzu- - lässig eingeschränkt wird.
Ziel der Erfindung:
Die Erfindung verfolgt das Ziel, ein in seiner Drehrichtung umkehrbares Farbwerk zu schaffen, das kostengünstig herstellbar ist und sich durch gute Bedienbarkeit hinsichtlich der Oustierung und dem Wechsel von Farbwalzen und deren'gute Wartungsmöglichkeit auszeichnet.
Wesen der Erfindung:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem in seiner Drehrichtung umkehrbaren Farbwerk für Druckwerke von Rollenrotationsdruckmaschinen für Hoch- oder •Offsetdruck den seine Drehrichtung· beibehaltenden Farbwerkteil und den in seiner Drehrichtung umkehrbaren Farbwerkteil unter Beteiligung einer geringen Anzahl Walzen mit üblichen Durchmessertoleranzen bei guter WaI-zenzugänglichkeit und geringem technischen Aufwand zu verbinden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einem Farbwerk, bei dem beide Farbwerkteile mittels eines um einen Reibzylinder schwenkbar gelagerten Zwischenwalzenpaares miteinander verbunden sind, dadurch gelöst, daß die Walzen des Zwischenwalzenpaares miteinander in Kontakt stehen, außerdem die eine Walze den Reibzylinder berührt und wahlweise
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die eine oder andere Walze an einen Reibzylinder des anderen Farbwerkteiles schwenkbar ist. Dadurch vereinigt dieses Farbwerk die Vorteile der beschriebenen Varianten des Standes der Technik. Das Farbwerk enthält nur ein Schwenklagerpaar für die bei der Umsteuerung zu verstellenden Walzen. Die Umsteuerung erfolgt unter Mitwirkung von nur zwei Zwischenwalzen. Das Farbwerk ist dadurch kostengünstig herstellbar.
Die genannten Zwischenwalzen sind gut zugänglich und somit schnell justierbar und wechselbar, wobei der Wechsel einer Walze ohne Ausbau der anderen möglich ist. Auch können die Zwischenwalzen einige Male nachgeschliffen werden, da ihre räumliche Anordnung es erlaubt, übliche Abweichungen vom Nenndurchmesser . durch Verstellung auszugleichen.
Die Walzenumstellung für eine Umsteuerung ist mit geringem technischen Aufwand mechanisierbar, indem erfindungsgemäß das Zwischenwalzenpaar beidseitig in je einem Lagerschild lagert, an dem jeweils ein sich am Maschinengestell abstützender Arbeitszylinder angreift, und den Lagerschilden je zwei gestellfeste, einstellbare Anschläge zugeordnet sind,
Ausführungsbeispiel:
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbei« spiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigt:
. Fig. 1: ein Farbwerk schematisch in der Seitenansicht
Fig. 2: das Farbwerk nach Fig. 1, umgesteuert 135
Das Farbwerk besteht aus einem·seine Drehrichtung stets beibehaltenden Farbwerkteil und einem Farbwerkteil, der
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bei einem Drehrichtungswechsel des Plattenzylinders seine Drehrichtung ändert. Dem erstgenannten Farbwerkteil gehören ein Farbduktor 2, eine Farbzuführwalze 3, eine Gummiwalze 4 und ein Reibzylinder 5 an. Der in seiner Drehrichtung umkehrbare Farbwerkteil enthält einen Reibzylinder 6 sowie zwei Farbauftragwalzen 7; 8, Beide Farbwerkteile sind mittels eines Zwischenwalzenpaares miteinander verbunden, das um den Reibzylinder 5 schwenkbar ist. Hierzu werden die Walzen 9; 10 des Zwischenwalzenpaares beidseitig jeweils in einem Lagerschild 11 aufgenommen, das auf einem Walzenzapfen des Reibzylinders 5 lagert. Die beiden WaI-zen 9; 10 des Zwischenwalzenpaares stehen miteinander in Kontakt. Außerdem liegt die Walze 9 am Reibzylinder 5 an* Oe nach Schwenkung der Lagerschilde 11 ist die Walze 9 oder 10 an den Reibzylinder 6 anstellbar. Die ^Justierung dieser Walzen 9; 10 zum Reibzylinder erfolgt mittels zweier gestellfester, einstellbarer Anschläge 12; 13, die den Schwenkwinkel der Lagerschilde 11 begrenzen. An jedem Lagerschild 11 ist ein Arbeitszylinder 14 angelenkt, der sich gelenkig am Maschinengestell abstützt. .·
Bei der in Figur 1 gezeichneten Stellung dreht sich der Plattenzylinder 1 entgegen dem Uhrzeigersinn. Der in seiner Drehrichtung umkehrbare Farbwerkteil und der seine Drehrichtung beibehaltende Farbwerkteil sind über die Walze 9 miteinander verbunden, die bei Anlage der Lagerschilde 11 an den Anschlägen 12 am Reibzylinder 6 anliegt. Die Walze 10 fungiert dabei als Reiterwalze auf aer Walze 9.
Bei entgegengesetzter Drehrichtung des Plattenzylinders 1 (Figur 2) werden durch Umsteuern der Arbeitszylinder 14 die Lagerschilde 11 an die Anschläge 13 geschwenkt. Dabei wird die Walze 9 vom Reibzylinder 6 abgehoben und an letzteren die Walze 10 angelegt. Nunmehr erfolgt der
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Farbfluß vom Reibzylinder 5 über die Walzen 9 und IO auf den Reibzylinder 6.
Die Arbeitszylinder 14 werden mit einem flüssigen oder gasförmigen Medium betrieben. Durch eine Kopplung der Arbeitszylindersteuerung mit anderen Umsteuerfunktionen der Druckmaschine kann die Farbwerkumsteuerung auch in die Druckmaschinenautomatisierung einbezogen werden.
Ebenfalls zum Gegenstand der Erfindung gehörend ist . es möglich, die Lagerschilde 11 statt auf den Walzen« zapfen des Reibzylinders 5 auf denen des Reibzylinders 6 zu lagern. Es ist dann, wahlweise die Walze 9 oder 10 an den Reibzylinder 5 anlegbar.

Claims (2)

  1. -7 - 22 61 75
    Erfindungsanspruch:
    1» Farbwerk für Druckwerke von Rollenrotationsdruckmaschinen für Hoch- oder Offsetdruck mit einem seine Drehrichtung beibehaltenden Farbwerkteil und einem in seiner Drehrichtung umkehrbaren Farbwerkteil, bei dem beide Farbwerkteile mittels eines um einen Reibzylinder schwenkbar gelagerten Zwischeriwalzenpaares miteinander verbunden sind; gekennzeichnet dadurch, daß die Walzen (9; 10) des Zwischenwalzenpaares miteinander in Kontakt stehen, außerdem die eine Walze (9) den Reibzylinder (5) berührt und wahlweise die eine oder andere Walze (9; 10) an einen Reib-. zylinder (6) des anderen Farbwerkteiles schwenkbar ist«,
  2. 2. Farbwerk nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß dao Zwischenwalzenpaar beidseitig in je einem Lagerschild (11) lagert, an dem jeweils ein sich am Maschinengestell abstützender Arbeitszylinder (14) angreift, und den Lagerschilden (11) je zwei gestellfeste, einstellbare Anschläge (12; 13) zugeordnet sind.
    Hierzu /f Seite Zeichnung
DD22617580A 1980-12-17 1980-12-17 Farbwerk fuer druckwerke von rollenrotationsdruckmaschinen DD155408A1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2942733A1 (de) * 1979-10-23 1981-05-07 M.A.N.- Roland Druckmaschinen AG, 6050 Offenbach Farbwerk fuer offset-rotationsdruckmaschinen
DE3303988A1 (de) * 1983-02-05 1984-09-13 M.A.N.- Roland Druckmaschinen AG, 6050 Offenbach Farbwerk
DE4245016B4 (de) * 1992-09-16 2005-09-08 Heidelberger Druckmaschinen Ag Farbwerk in einer Rotationsdruckmaschine

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DE4245016B4 (de) * 1992-09-16 2005-09-08 Heidelberger Druckmaschinen Ag Farbwerk in einer Rotationsdruckmaschine

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