DD155570A1 - Verfahren zur modifizierung der oberflaecheneigenschaften von polymerfolien - Google Patents

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DD155570A1
DD155570A1 DD22633380A DD22633380A DD155570A1 DD 155570 A1 DD155570 A1 DD 155570A1 DD 22633380 A DD22633380 A DD 22633380A DD 22633380 A DD22633380 A DD 22633380A DD 155570 A1 DD155570 A1 DD 155570A1
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polymer
plasma
modifying
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polymer foam
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DD22633380A
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Inventor
Konrad Buehler
Karin Dumke
Klaus Gruber
Werner Lauterberg
Herbert Steinmetzer
Hans-Juergen Tiller
Werner Taube
Hubert Zernt
Original Assignee
Konrad Buehler
Karin Dumke
Klaus Gruber
Werner Lauterberg
Herbert Steinmetzer
Tiller Hans Juergen
Werner Taube
Hubert Zernt
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur plasmaelektrischen Oberflaechenmodifizierung von Polymerfolien. Es sollte ein Modifizierungseffekt erreicht werden, der eine dauerhafte Verklebung und Bedruckung der Polymerschaumfolie gewaehrleistet. Nach dem erfindungsgemaessen Verfahren wird die Polymerschaumfolie einer unmittelbaren plasmaelektrischen Entladung ausgesetzt, wobei das Plasmagas aus dem aus der Polymerschaumfolie austretenden Verschaeumungsmittel und weiteren Komponenten besteht.

Description

VEB Leuna-V/erke Leuna, 17. 11. 1980
"Walter Ulbricht"
LP 80107 Titel der Erfindung
Verfahren zur Modifizierung der Oberflächeneigenachaften von Polymerfolien
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Modifizierung der Oberflächeneigenschaften von Polymerschaumfolie, es werden inabesondere mit Preon geschäumte Polyolefinschaumfolien behandelt. Durch die Modifizierung der Folienoberfläche wird eine Verbesserung der Verklebbarkeit und Bedruckbarkeit erzielt.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, Polymeroberflächen zur Verbesserung der Haftung gegenüber anorganischen und organischen Komponenten mit Koronaentladungen zu behandeln. Durch das Verfahren werden an der Polymeroberfläche Haftzentren, vor allem polare oder reaktive Gruppen sowie morphologische Defekte geschaffen. An Polyolefinen wird die Bildung von -C=O und -C-O-C- -gruppen beschrieben (C. Kim, J. appl. Polym. Sei. 15 (1971), 1365; S. Abasow, Europ. Polym. J. 7 (1971), 1287). Daneben bilden sich durch Bindungsbrüche Radikale (N. Stefanowitsch, Plaste u. Kautschuk 19 /1972/, 94; J. Janca, Folia Fac. Sei. Nat.
Univ. Brno XVI /1975/, 15), die Ausgangspunkt für Reaktionen sein können. Diese Radikale sind auch Ausgangspunkt des Polymerabbaus (E. Lebedevv, Suitez i fiz.-Khim. Polyra. 14 /1974/, 90; E. Lav/ton, J. Polymer Sei. A-1 /1972/ 10, 1857λ der Bildung von Doppelbindungen und Vernetzungen (M. Hudis, J. appl. Polymer Scie. 16 /1972/, 2397; H. Schonhorn, J. appl. Polymer Sei. 18 /1974/, 235λ Weiter ist bekannt, daß als Entladungsgase für die Koronabehandlung Luft, N2, ЯН,» 0O2 geeignet sind. Sie dienen vor allem der Erzeugung polarer bzw. reaktiver Ober*- flächengruppen auf den behandelten Polymeroberflächen. Weiterhin v/erden zur Erzeugung antistatischer Oberflächeneigenschaften Entladungsgase aus der Gruppe der Olefine u.a. organische Verbindungen, sowie eine Vielzahl von Oxidationsmitteln eingesetzt (DE-OS 1494269)1 Zur Herabsetzung der Oxidationsanfälligkeit von Polymeroberflächen wird auch die Koronabehandlung in Gegenwart von Pluorkohlenstoffverbindungen angewandt, dabei wird eine Hydrophobierung der Oberfläche erreicht (J· Amouroux, Conf. Proc. Int. Symp. Plasma Chem. 4 th. /1979/ 2, 759, US-PS 41B8426). Pur die Behandlung in !Tiederdruckentladungen ist das bekannte Spektrum an Substanzen, die zur Oberflächenmodifizierung eingesetzt v/erden, noch wesentlich breiter(DE-OS 1494269)und enthält ebenfalls Pluorkohlenstoffverbindungen bei der Behandlung von Kunststoffformkörpern.
Weiterhin sind für die technische Realisierung der Koronabehandlung eine Vielzahl von Varianten bekannt, die sich in der Arbeitsfrequenz und änderen elektrischen Parametern sowie in apparativen Details unterscheiden (GB-PS 1306276; US-PS 2991360; US-PS 3017339; US-PS 2876358; US-PS 3157785; US-PS 3192385; US-PS 3734849; US-PS 3514393; GB-PS 125363$.
Schließlich ist ebenfalls eine Kopplung der Koronaentladung mit der Beflammung bekannt (DE-OS 2306935k
Die Anwendung der bekannten Lösungen auf die Koronabehandlung Preon-enthaltender Polymerschaumfolie mit der Zielstellung
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einer Verbesserung der Verklebbarkeit und Bedruckbarkeit ist problematisch, da Freon bei der Koronabebandlung die Oberflächenoxidation der Folienoberfläche herabsetzt und zu einer Hydrophobierung der Folienoberflache führt (J. Amouroux, Conf. Proc· Int. Symp. Plasma Chem. 4 th. /1979/2, 759; US-PS 4188426), was.eine Verklebung und Bedruckung unmöglich macht. Ein weiteres Problem liegt in der Übertragbarkeit der Ergebnisse der Koronabehandlung glatter Oberflächen auf die Morphologie geschäumter Polymerfolien.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, an Polymerschaumfolien einen hohen und langzeitstabilen Modifizierungseffekt zu erreichen, der eine dauerhafte Verklebung und Bedruckung der Polymerschaumfolie gewährleistet.
Darlegung des V/es ens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Koronaentladungsbehandlung so zu verändern, daß Polymerschaumfolien sich homogen so modifizieren lassen, daß die Oberflächenmodifizierung erreicht wird. Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Modifizierung der Oberflächeneigenschaften von Polymerfolien durch plasmaelektrische Entladungen gelöst, wobei erfindungsgemäß die Polymerschaumfolie einer unmittelbaren plasmaelektrischen Entladung ausgesetzt wird und das Plamagas aus dem aus der Polymerschaumfolie austretenden Verschäumungsmittel und weiteren zugesetzten Komponenten besteht. Vorteilhafterweise werden als Verschäumungsmittel j?reone eingesetzt. Als Zusatzkomponente des Plasmagases wird mit Vorteil Luft eingesetzt. Die plasmaelektrische Entladung zur Modifizierung der Polymerschaumfolienoberfläche kann eine Koronaentladung sein.
Im Gegensatz zu bekannten Ergebnissen der Hydrophobierung von Polymersubstraten durch Koronaentladungen in Fluorkohlenwasserstoff-Atmosphäre wurde gefunden, daß bei Verwendung von Luft-Freon-Gemischen als Entladungsgas in der Koronastrecke eine räumlich homogene Hydrophilisierung der Schaumfolienoberfläche erreicht wird.
Die Koronaentladung wird unmittelbar an den für die Schaumfolienberstellung verwendeten Extruder angeschlossen. Von besonderem Vorteil ist, daß das für die Verschäumung eingesetzte halogenhaltige Gas, insbesondere Preon, mit der in die Koronastrecke eingeleiteten Luft als Entladungsgas geeignet ist. Dabei kommt dem durch die Verschäumung erreichten Oberflächenzustand und der Gasfüllung der Poren eine besondere Bedeutung zu»
Ausführungsbeispiel
Polyolefinschaumfolie aus 95 % Polyäthylen und 5 % Äthylen-Vinylacetat-Kopolymer mit einem Vinylacetatgehalt von 28 Gew.-# wird in einem Extruder mit Ringdüse unter Eindosierung von Preon als Treibmittel hergestellt. Nach Schlitzen des Polienschlauches wird die Flächenbahn unmittelbar durch eine KoronaentladungS3trecke bekannter Bauart geführt, und, während des Eintritts in die Koronastrecke wird unter Verwendung des Vers chäumungsrnitt eis ein-' Freon-Luft-Gemisch über der Schaumfolienoberfläche eingestellt. Die in diesem Gemisch durchgeführte Koronaentladung kann ein- oder zweiseitig unter Verwendung beispielsweise mehrerer Koronastrecken erfolgen. Durch eine intensive Absaugung über der Koronastrecke wird das Entweichen von Reaktionsprodukten des Entladungsgases, die beispielsweise Phosgen enthalten können, in/die Produktionshalle verhindert.
Die erfindungsgemäß modifizierte Polymerschaumfolie läßt sich dauerhaft bekleben und bedrucken.

Claims (4)

  1. Erfindungsanspruch
    1. Verfahren zur Modifizierung der Oberflächeneigenschaften von Polymerfolien durch plasmaelektrische Entladungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerschaumfolie einer unmittelbaren plasmaelektrischen Entladung ausgesetzt wird, wobei das Plasmagas aus dem aus der Polymerscbaumfolie austretenden Verschäumungsmittel und weiteren zugesetzten Komponenten besteht.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verschäumungsmittel Freone eingesetzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Zusatzkomponente des Plasmagases Luft eingesetzt wird.
  4. 4. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die plasmaelektrische Entladung eine Koronaentladung ist»
DD22633380A 1980-12-19 1980-12-19 Verfahren zur modifizierung der oberflaecheneigenschaften von polymerfolien DD155570A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0127149A3 (en) * 1983-05-31 1985-01-30 Idemitsu Petrochemical Company Limited A method for the treatment of a thermoplastic resin
AT396321B (de) * 1987-05-21 1993-08-25 Gunze Kk Nahrungsverpackungsmaterial und verfahren zur herstellung desselben

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0127149A3 (en) * 1983-05-31 1985-01-30 Idemitsu Petrochemical Company Limited A method for the treatment of a thermoplastic resin
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