DD155805B1 - SPflUNGKISSEN FUER RETTUNGSZWECKE - Google Patents

SPflUNGKISSEN FUER RETTUNGSZWECKE

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Description

a] Titel der Erfindung Sprungkissen für Rettungszwecke
bj Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Rettungsgerät, welches vorzugsweise bei der Feuerwehr zum Abfangen von abspringenden oder abstürzenden Personen auch aus großen Höhen eingesetzt wird,
c) Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt sind Rettungsgeräte, bei denen Luftkissen, -polster, -behälter usw. mit Hilfe von separaten Gebläsen oder Druckgasflaschen prall gefüllt werden (z.B, DE-OS 2 302 248 und USP 4 068 739)·
Weiterhin ist ein mehrzelliger mit Luftlöchern versehener Sprungbalg bekannt, bei dem die Befüllung mit Luft in der Weise geschieht, daß mehrere Bedienungskräfte den Sprungbalg in vertikaler Richtung auseinanderziehen (DE-PS 933 606), Ferner ist ein Sprungpolster für Rettungszwcke bekannt, bei dem die pralle Befüllung mit Luft durch eingebaute Blasebälge in der Weise geschieht« daß von der Bedienungsmannschaft Pumpbewegungen an Handgriffen bei gleichzeitigem Niederhalten dee Sprungpolsterbodens ausgeführt werden (DD-PS 136 573).
Bei allen vorgenannten Rettungsgeräten ist das gedämpfte Abfangen abspringender Personen durch das Luftpolster nur dann zufriedenstellend gewährleistet, wenn die Personen in der Nähe des Mittelpunktes des Rettungsgerätes aufkommen. Treffen die abspringenden Personen jedoch in der Nähe der Kanten der Bettungsgerate auf, so besteht die Gefahr des Abrutschens der Person oder des Wegdrückens des Sprungrettungsgerätes· In diesem Fall ist stets eine erhöhte Verletzungsgefahr des zu Rettenden vorhanden.
d) Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, seitlich auf das Sprungrettungs· gerät auftreffenden Personen einen höheren Schutz zu bieten und die Verletzungsgefahr des zu Rettenden zu verringern.
e) Darlegung des Wesens der Erfindung
Die technische Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst werden soll, besteht in einer Konstruktion des Sprungkissens derart, daß durch eine spezifische Gestaltung die zu rettende Person auch beim Auftreffen im Randbereich vom Luftpolster zuverlässig abgefangen wird«
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, etwa an 3/4 des Umfanges der Aufsprungfläche eines Sprungkissens Wülste angearbeitet sind, die über Luftklappen mit dessen Grundkörper, der Oberdruckventile enthält, zur pneumatischen Stabilisierung verbunden sind. Diese Wülste weisen im Gegensatz zum Grundkörper keine Oberdruckventile auf. Der Grundkörper besteht aus der Aufsprungfläche, einem Boden und einem Mantel. Im Falle der quaderförmigen Ausbildung des Sprungkissens ist der Wulst vorzugsweise an drei Kanten angebracht. Das Sprungkissen einschließlich der Wülste besteht aus weitgehend
luftdichtem flexiblen Material und wird pneumatisch durch Gebläse* Blasebälge, Druckgasflaschen oder anderweitig stabilisiert«
Zur Gewährleistung der Formstabilität der Wülste und des Luftkissens befinden sich senkrechte und waagerechte Distanzleinen im Innern des Sprungkissens« Durch eingebaute Oberdruckventile wird das mit Hilfe von Gebläsen oder anderweitig stabilisierte Sprungkissen beim Auftreffen einer zu rettenden Person so entlüftet« daß eine gute Dämpfung ohne Nachfedern erzielt wird« Die Arbeitsweise des Sprungkissens für Rettungszwecke ist folgendermaßen zu beschreiben:
Das Sprungkissen wird ausgebreitet und vorzugsweise mit einem Lüfter aufgeblasen« Dabei bilden sich die Wülste selbsttätig aus« Nach abgeschlossenem Aufblasvorgang können die gefährdeten Personen abspringen« Dabei sollte das Erreichen der Kissenmitte angestrebt werden« Trifft jedoch eine Person seitlich in Kantennähe auf die Aufsprungfläche oder gar auf die Wulst, so wird die Person in die Kehle zwischen Aufsprungfläche und Wulst gelenkt. Die Wulst trennt somit die Person z* B« von der Gebäudewand, nimmt die nach außen gerichtete Stoßkraft auf und vermeidet damit Verletzungen« Die Wülste verhindern weiterhin ein unbeabsichtigtes Herabsetzen der geretteten Person von der gegebenenfalls 2,50 m über Bodenhöhe befindlichen Aufsprungfläche« Diese abgefangene Person kann über den Teil des Sprungkissens, welcher keine Wulst besitzt» geborgen werden«
Nach beendetem Einsatz wird ein Oberdruckventil geöffnet, die Luft abgelassen und das Kissen zusammengefaltet und verpackt«
f) Ausführunqsbeispiel
Die Erfindung soll an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden· Es zeigen:
Fig« I Perspektivische Darstellung des Sprungkissens Fig« 2 Etwaige Lage einer in Kantennähe
aufgetroffenen Person
Das Sprungkissen ist im vorliegenden Falle ein Quader mit rechteckiger Grundfläche« Er besteht aus leichtem, flexiblem, festem und weitgehend luftdichtem Material, z« B. aus Polyamidseidengewebe mit Polyurethanbeschichtung« Der Grundkörper 6 wird gebildet durch eine Aufsprungfläche 1, einen Mantel 2, einen Boden 3 und erhält seine Formstabilität durch waagerechte und senkrechte Distanzleinen 5« Angearbeitete Wülste sind über Luftklappen 7 mit dem Grundkörper 6 zur pneumatischen Stabilisierung verbunden« Oberdruckventile 8, Luftfüllschläuche, Handgriffe und Markierungen vervollständigen das Sprungkissen, das im zusammengefalteten, verpackten Zustand von 2 Personen transportiert werden kann«
Die Abmessungen eines derartigen Sprungkissens sind bei etwa 7 m Länge, 6 m Breite, 2,50 m Höhe der Aufsprungfläche 1 und 3,50 m Höhe der Wülste 4 über dem Boden so gewählt, daß Personen aus etwa 50 m Absprunghöhe gerettet werden können. Der Aufblasvorgang wird mit Hilfe eines als Gebläse verwendeten Schaumlöschgerätes durchgeführt und ist in etwa 40 s abgeschlossen«
Die angegebene Größe des Sprungkissens kann auch geringer gewählt werden, wenn die zulässige Absprunghöhe entsprechend geringer angesetzt wird« Ebenso kann auch eine andere Form des Sprungkissens, z« B« sechseckig oder rund zur Anwendung kommen« Auch die Wülste 4 können so geformt sein, daß sich deren Höhe nach der Absprungstelle abgewandten Seite allmählicher verringert« Entscheidend ist, daß die Wulst 4 die abgesprungene Person von der Gebäudewand trennt«

Claims (1)

  1. Erfindunqsanspruch
    Sprungkissen für Rettungszwecke aus weitgehend luftdichtem, flexiblem Material« pneumatisch durch Gebläse, Blasebälge« Druckgas flaschen oder anderweitig stabilisiert und mit Oberdruckventilen versehen, gekennzeichnet dadurch. daS an etwa 3/4 des Umfanges der Aufsprungfläche (1) Wülste (4) angearbeitet sind, die über Luftklappen (7) mit dem Grundkörper (6) verbunden sind·
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen

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