DD156223A1 - Verfahren und vorrichtung zum gesteuerten abbremsen von stabstahl - Google Patents

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DD156223A1
DD156223A1 DD81229278A DD22927881A DD156223A1 DD 156223 A1 DD156223 A1 DD 156223A1 DD 81229278 A DD81229278 A DD 81229278A DD 22927881 A DD22927881 A DD 22927881A DD 156223 A1 DD156223 A1 DD 156223A1
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braking
brake
brake arm
cooling bed
aushebeschieber
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DD81229278A
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Inventor
Hans-Juergen Schulz
Renate Schindelhauer
Original Assignee
Schulz Hans Juergen
Renate Schindelhauer
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B43/00Cooling beds, whether stationary or moving; Means specially associated with cooling beds, e.g. for braking work or for transferring it to or from the bed
    • B21B43/003Transfer to bed

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum gesteuerten Abbremsen von Stabstahl im Auflaufsystem von Feinstahl-Kuehlbetten mit einer oberhalb der Ausgebeschieber angeordneten Zusatzbremskraft.Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, trotz erhohter Auflaufgeschwindigkeit des Walzgutes die Laenge der Auflaufsysteme beizubehalten und die Kuehlbettstaebe so abzubremsen, dass auch beim Anfall der Restenden eine Gleichlage der Kopfenden gewaehrleistet ist. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass in Rechnersteuerung je nach erforderlicher Bremsintensitaet innerhalb des Auflaufsystems von oben auf die Kuehlbettstaebe wahlweise Bremselemente einwirken.

Description

ι-229 2 7
Titel der Erfindung
Verfahren und Vorrichtung zum gesteuerten Abbremsen' von Stabstahl
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum gesteuerten Abbremsen von Stabstahl in Auflaufsystem von Feinstahlkühlbetten mit einem oberhalb der Aushebeschieber angeordneten Bremsklappensystem<>
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Wegen der hohen Auflaufgeschwindigkeit en des Walzgutes im Auf lauf system von Feinstahlkühlbetten ergeben sich lange Bremswege und -zeiten« So ist es üblich, daß beispielsweise . bei 24 m/s Auflaufgeschwindigkeit vor dem ca» 120 m langen . Kühlbett noch 55 m Auflaufrollgang erforderlich sind, bei gleichzeitiger Anwendung eines zweireihigen Aushebeschieber-.systems ο
Die Bremsstrecke hängt von der Walzgeschwindigkeit des letzten Gerüstes und von den Reibeigenschaften des Walzgutes abo Bei den bekannten Kühlbett systemen erfolgt das Bremsen der auf Kühlbettlängen geschnittenen Stäbe auf den Aushebeschiebern und an den Seitenführungen des Auflaufrollganges0 Die Stäbe kommen, allmählich auf Grund ihrer Reibung gegen die Unterla- · gen zum ,Stillstand und werden dann seitlich auf das Kühlbett übergeben. Kühlbett und Auflaufrollgang sind folglich in einer solchen Länge gebaut, daß die Anlage für die längsten ' vorkommenden Bremsstrecken ausreichte Die Baulängen der Auflaufsysteme betragen gegenwärtig bis' zu 180 m und beinhalten
damit noch eine ökonomisch vertretbare Länge, Um jedoch mit höheren Endwalzgeschwindigkeiten arbeiten zu können, ist man dazu übergegangen, zusätzliche Bremskräfte auf das zum Stillstand zu bringende Walzgut einwirken zu lassen· Nach der DD-PS 116.770 ist eine Lösung bekannt, bei der eine Anzahl Bremsklappen oberhalb der heb- und senkbaren Aushebeschieber beweglich aufgehängt sind und die Bremsklappen Vorrichtungen aufweisen, die eine Bremskraft regelbar auf das Walzgut ausüben sollen, wenn die Aushebeschieber oberhalb des höchsten Rollenpunktes gehoben sind0 Diese Lösung hat jedoch folgende Nachteile « Bremsklappe und .Aushebeschieber haben Drehachsen unterschiedlicher Lage, wodurch das Walzgut zwischen den Bremsflächen zwangsläufig gedreht v/ird,
-· wegen der Schwerpunktlage verändert sich mit dem Klappenhub das statische Kippmoment der Bremsklappe sehr stark
. - die konstruktive Anordnung führt funktionell zu stärkerer Abbremsung bei kürzeren Stablängen (Restenden), was zu unterschiedlichen Endlagen der Stabe führt«.
Um das zu korrigieren, ist zusätzlicher Aufwand notwendig oder die Schopfverluste an der Kaltschere sind sehr hocho Aus der zitierten Lösung ist die zeitliche Ausdehnung der Zusatzbremsung nicht erkennbar» Es wird nur die eine Bremslage über dem höchsten Rollenpunkt berücksichtigt, aber nicht der weitere Weg des Aushebeschiebers0 Es ist auch nicht erkennbar, in welcher Y/eise die Bremskraft geregelt werden soll und wodurch die auf das Walzgut wirkenden Bremsklappen gehoben oder gesenkt werdeno . Ein beispielsweise hydraulisches Einklemmen d.es Stabendes bei 0 12 und Auflaufgeschwindigkeit von 20 m/s führt mit Sicherheit zur Havarie, da die Reibung durch die Bremslast an der Ober- und Unterseite des· Stabes, also zweifach, wirksam wird» Realistisch sind jedoch Bremskräfte von maxo 100 N je Bremsklappe *!
Ziel der Erfindung
Das Ziel .der Erfindung ist die Vermeidung einer Verlängerung des Auflaufsystems bei größer werdenden Walzgeschwindigkei-
ten bzw. bei gleichbleibenden Walzgeschwindigkeiten eine Verkürzung des Auflaufsystems.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch eine verstärkte und gesteuerte Zusatzbremsung im Bereich der Aushebeschieber, unter Berücksichtigung unterschiedlicher Stabauflaufgeschwindigkeiten und Stablängen und des vorliegenden Reibungskoeffizienten, Kühlbettstäbe so abzubremsen, daß auch beim Anfall der Restenden eine G-leichlage der Kopfenden auf dem Kühlbett erreicht wird, . .
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß hinter der Kühlbettschere eine Erfassung der Stabdurchlaufgeschwindigkeit , der Stabsollänge· und der Stabistlänge erfolgt, bei gleichzeitiger Ermittlung der für die jeweilige Stablänge unter der Bedingung der Gleichlage der Kopfenden erforderlichen Bremsintensität, woraus sich logisch der Grad der Verminderung der Bremsintensität für die Restenden ergibt und somit die Ansteuerung der Bremseinrichtung entsprechend erforderlicher Intensität nach Beendigung des Aushebetaktes des vorangegangenen Kühlbettstabes erfolgte Zur Durchführung des Verfahrens ist ein Bremssystem vorgesehen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß unterhalb der Oberkante der Aushebeschieber an die Drehachsen der Aushebeschieberhebel durch Druckluft zylinder lüftbare Bremsarme
25· mit auf das Walzgut wirkendem Bremsschi angelenkt sind0
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist, daß zur Einstellung des Einlauf spalte's für das Walzgut die Bremsarme mit einem verstellbaren Anschlag versehen sind0
Weiterhin ist auf den Aushebeschieberhebeln eine Hebeltraverse angeordnet, die über einen verstellbaren Mitnehmer, bestehend aus einem in die Hebeltraverse eingeklemmten Drahtseil und einer außenseitig der Bremsarme einklinkbaren Verstellung, mit dem Bremsarm verbunden iste Der Mitnehmer ist mittels einer Druckfeder gegen die Hebeltraverse und >5 den Bremsarm verspannbar. ' .
Ausführungsbeispiel
Anhand eines Ausführungs-beispieles soll die Erfindung erläutert werden β' Es zeigen:
Fig· 1 sohematische Darstellung der Steuerung der Walzstabbremsung
Figo 2 Einzelheit A aus Pig· 1 als Draufsicht auf einen Bremsarm der Vorrichtung
Fig„ 3 einen Schnitt durch den Bremsarm nach Figo 2·
Entsprechend Figo 1 durchläuft der Walzstrang die Kühlbettschere 1 und passiert, auf Kühlbettlängen geschnitten, den Walζgutindikator 2, der Unterbrechungssignale bei Stabanfang und -ende über Digitaleingang an den Rechner gibt, eine nachgeschaltete Uhr startet und stoppt und somit die Durchlaufzeit t^ o'edes Kühlbettstabes vom Rechner gespeichert wird«,' Auf dem Verbindungsrollgang 3 und dem Auflaufrollgang 4 wird, um die Stablücke zu bekommen, der Kühlbettstab beschleunigt und gelangt auf die Aushebeschieber 5o Vor dem Kühlbett 6 sind an die Drehachsen 14 der Aushebeschieberhebel 7 nach Figo 3 mindestens zehn der Bremsarme 8 angelenkt, von denen ζ Bremsarme 8 im Einsatz sindo Diese werden über Digitalein-' gang vom Näherungsinitiator 9 &ach Fig* 2 dem Rechner gemeldet« Je nach der wirksamen Bremsarmanzahl· wird auf dem jeweiligen Kühlbettstab eine proportionale Zusatzbremsung im letzten Stabdrittel ausgeübt und somit der Bremsweg beeinflußt und die Lage des Kopfstückes auf dem Kühlbett fixierte Die Errechnung der Anzahl zu lüftender Bremsarme "n" nimmt der Rechner aus den vorgegebenen Eingangswerten —* Schnittfolgezeit t -,,j Erfahrungswert 9 der programmabhängig wirksamen Bremsarme ζ und der Stabdurchlaufzeit t. entsprechend folgendem groben Programmablauf vor:
soll k nein S da I *A* ρ - ft J5. \ dL "U J *
13SOlI oll/ g —. r Λ
P = ζ ί ι auf gerundet
η - ζ - ρ - ζ η = O
Ausgabe: r ganze Zahl
:} < 0,03
Eine Ansteuerung der Druckluft zylinder 10 der Bremsarme 8 über Digitalausgang erfolgt jeweils nach Eingang des Unterbrechungssignals über Digitaleingang "Aushebetakt beendet", so daß für den folgenden Kühlbettstab vn - Druckluftzylinder ausgefahren und die zugehörigen Bremsarme 8 gelüftet werden· Dementsprechend sind für diesen Kühlbettstab nur noch ζ - η Bremsarme wirksame Bei der Rechnung wird mit 36 ein Erfahrungswert verwendet, der bei der Inbetriebnahme der Anlage aus Bremsversuchen walzprograminabhängig ermittelt wirdβ Das Zusammenwirken der Bremsarme 8 mit den Aushebesöhiebern geschieht derart, daß der neben dem Aushebeschieber 5 auflaufende Kühlbettstab 11 auf der Rollgangsschräge 12 über den Aushebeschieber 5 gelangt, sobald dieser durch den Stößel-" antrieb 13 um den Winkel β und die Drehachse 14 in seine Ausgangsstellung zurückgeschwenkt ist.
Jeder Bremsarm 8 v/ird von den Aushebeschieberhebeln 7 bzwo der Hebeltraverse 15 über den verstellbaren Mitnehmer 16 ; um den Winkel oL in die Ausgangslage zurückgeschwenkt» Der Bremsarm 8 liegt mit dem verstellbaren Anschlag 17 auf der Riehtrinne 18o Dadurch entsteht zwischen dem am Bremsarm 8 angeschraubten Bremsschi 19 und dem Aushebeschieber 5 der Einlaufspalt "s"e Befindet sich die Stablücke zwischen den Kühlbettstäben 20 und 11 beim ersten wirksamen Aushebeschieber 5»
werden durch den Stößelantrieb 13 die Aushebeschieber 3 angehoben, wodurch der Bremsvorgang beginnt und der Einlaufspalt "s" verkleinert wird, bis über den Kühlbettstab 20 der Bremsschi 19 mit dem Bremsarm 8 hochgeschwenkt wirdo Dabei wirken das über das Gewicht 21 einstellbare Kippmoment sowie das Trägheitsmoment des Bremsarmes 8 auf den Kühlbettstab 20 und dadurch oberhalb und unterhalb des Kühlbettstabes 20 eine Zusatzbremskraft 0 : Während der Aufwärtsbewegung des Aushebe- Schiebers 5 bewegt sich der Kühlbettstab, 20 in Längsrichtung weiter und rutscht in Richtung Kühlbett 6 aus dem Bremsschi heraus. Der Bremsarm 8 fällt mit dem Bremsschi 19 auf den Aushebeschieber 5 ußcl. geht mit diesem in die Ausgangsstellung zurück· Muß ein Br.emsarm 8 für die gesteuerte Abbremsung des kürzeren Restendes gelüftet werden, so wird vor Beginn des Aushebetaktes in Rechnersteuerung der oder die Druckluft— zylinder 10 zur Vergrößerung des Luftspaltes "s" ausgefahren. Die Spaltvergrößerung bleibt während des gesamten Aushebetaktes erhalten und bewirkt, daß der zugehörige Bremsschi 19 nicht am Bremsvorgang beteiligt ist«,1 Zur Außerbetriebsetzung von Bremsarmen 8 bei Sortimentswechsel des Walzgutes wird der verstellbare Mitnehmer 16 ausgehängt, der Bremsarm 8 über den Winkelet hinausgeschwenkt und der Bremsarm 8 mittels Riegel 22 in Aufnahmebohrung 23 der Drehachse 14 arretiert» Dabei wird durch den Näherungsinitiator 9 dem Rechner gemeldet, daß der betreffende Bremsarm 8 nicht im Einsatz. isto Die Verstellung 25 dient der Einstellung des maximal erforderlichen Spaltes "s" bei ausgefahrenem Druckluft zylinder 10·

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    1· Verfahren zum gesteuerten Abbremsen ..von Stabstahl im Ablauf syst em von Feinstahl-Kühlbetten, gekennzeichnet .., dadurch, daß hinter der Kühlbettschere (1) eine Erfassung der Stabdurchlaufgeschwindigkeit, der Stabsolllänge und der Stabistlänge erfolgt, bei gleichzeitiger Ermittlung der für die jeweilige Stabistlänge unter der Bedingung der Gleichlage der Kopfenden erforderlichen • Bremsintensität, woraus sich logisch der Grad der Verminderung der Bremsintensität gegenüber den Stäben mit Sollänge ergibt und somit die Ansteuerung der Bremseinrichtung entsprechend erforderlicher Intensität nach Beendigung des Aushebetaktes des vorangegangenen Kühlbettstabes erfolgt«,
    2β Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum gesteuerten Abbremsen von Stabstahl im Auflaufsystem von Feinstahl-Kühlbetten mit einer oberhalb der Aushebeschieber angeordneten Zusatzbremskraft, gekennzeichnet dadurch, daß unterhalb der Oberkante der Aushebeschieber (5) an die Drehachsen (14) der Aushebeschieberhebel (7) schwenkbare und durch Druckluftzylinder (10) steuerbare Bremsarme (8) mit je einem auf das Walzgut wirkenden Bremsschi (19) angelenkt sind«
    ο Vorrichtung nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Bremsarm (8) mit einem.verstellbaren Anschlag (17) versehen ist β
    4. Vorrichtung nach Punkt 2 und 3» gekennzeichnet dadurch, daß auf den Aushebeschieberhebeln (7) eine Hebeltraverse (15) angeordnet ist, die über einen verstellbaren Mitnehmer (16) mit dem Bremsarm (8) verbunden ,isto
    — O —
    . 5« -Vorrichtung nach Punkt 4·, gekennzeichnet dadurch, daß der verstellbare Mitnehmer (16) aus einem in die Hebeltraverse (15) eingeklemmten Drahtseil (24) und der Verstellung (25) besteht,
    6· Vorrichtung nach Punkt 5» gekennzeichnet dadurch, daß die Verstellung (25) oberhalb des Bremsarmes (8) angeordnet ist und im Betriebszustand, außenseitig des Bremsarmes (8) einklinkbar und durch eine Druckfeder gegen das Drahtseil (24) und den Bremsarm (8) verspannbar isto
    Hierzu... 3. ...Seifen Zeichnungen
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DE19517883A1 (de) * 1995-05-16 1996-11-21 Schloemann Siemag Ag Verfahren und Vorrichtung zum bündigen Abbremsen des Restendes einer Walzlänge beim Transport auf ein Kühlbett

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