DD156335A3 - Einlass-und spuelkanalanordnung bei zweitakt-brennkraftmaschinen - Google Patents

Einlass-und spuelkanalanordnung bei zweitakt-brennkraftmaschinen Download PDF

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DD156335A3 DD22902181A DD22902181A DD156335A3 DD 156335 A3 DD156335 A3 DD 156335A3 DD 22902181 A DD22902181 A DD 22902181A DD 22902181 A DD22902181 A DD 22902181A DD 156335 A3 DD156335 A3 DD 156335A3
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine gemischgespuelte Zweitakt-Brennkraftmaschine mit vom Kolben gesteuerten Einlasskanal, Auslasskanal und Spuelkanaelen, wobei der Einlasskanal in den Bereich des Kolbeninnenraumes gerichtet ist und mit einer Spuelkanalanordnung, die Spuelkanalfenster im Zylinder unterhalb des Kolbenschaftes aufweist oder durch Kolbenfenster im Kolbenschaft gefuehrt ist. Ziel der Erfindung ist die Verringerung des Kraftstoffverbrauches und der Schadstoffemission sowie der thermischen Belastung bei Zweitakt-Brennkraftmaschinen. Die Aufgabe besteht darin, eine solche Gemischfuehrung zu realisieren, dass im wesentlichen kein Kraftstoff in fluessiger oder in Gemischform in das Kurbelgehaeuse gelangt, sondern direkt in den Kolbeninnenraum gelenkt wird. Geloest wird die Aufgabe dadurch, dass der Einlasskanal in Teilkanaele unterteilt ist und im Bereich des Einlasskanalfensters in den Zylinder ansteigend angeordnet ist, wobei die in der Ebene des Einlasskanalfensters gegebene Richtung der Einlasskanalunterseite unter dem Kolben- und dem Pleuelauge hindurch auf die gegenueberliegende Innenseite des Kolbenschaftes trifft, wobei die projezierte Querschnittsflaeche des Einlasskanals bei Stellung des Kolbens im oberen Totpunkt mindestens zu zwei Drittel auf der Innenseite des Kolbenschaftes liegt.

Description

^-uaxjuciiJ·— utixQ. w^'u 1 aaixaxaiiuχ uλαu-і 15 иъл- üwgj. I/cur*. ij™j-»jL oaxxxxw-l cxx t*'
Wp O Γ« Ή "ΐ Y4 p Vi
Anv/eл.сігшfcs/rebiet der Erfindrin^.
Die Erfindung betrifft eine gemischgespülte Zv/eitakt-Brennkraftmaschine mit vom Kolben gesteuerten Einlaßkanals Auslaßkanal und Spülkanalenj wobei der Einlaßkanal in eine oder mehrere 'Teilkanäle aufgeteilt und in den Bereich des Kolbeninnenraumes gerichtet ist und mit einer Spülkanalanordnungjj die Spülkanalfenster im Zylinder unterhalb des Kolbenschaftes aufweist oder durch ein Kolbenfenster im Kolbenschaft geführt ist *
fihajEaJc t g rj, б t i k_- Лз X, ;1ШІЩШлк ν,
Vorbekannt ist es durch die DE - AS ІОІ2116, die Einlaßströmung für die Speisung der Kurbelgehäusepumpe durch ein Einlaßfenster im Zylinder zu führen f dem in" einer bestimmten Stellung ein Aufnahmefenster im Kolben gegenübersteht, so daß die Einlaßströmung in den Innenraum dos Kolbons erfolgt» Die Ablenkung der Einlaßströmimg in die Oberpartie des Kolbeninnenraumes erfolgt über eine Querwand innerhalb des Kolbens § die sich bis über den Bereich des Pleuelauges erstreckt- Bei dieser Konstruktion ist die Vergrößerung der Kolbenmasse und auch der lange Strömlingsweg innerhalb des Kolbens sowie die scharfe Umlenkung nachteilig»
Weiterhin ist nach DS-AS 802 733 bekannt9 eine Zweitaktbrennkraftmaschine mit höheren seitlichen Kolbenfenstern auszustatten^ durch die der Einlaß in das Kurbelgehäuse zusätzlich erfolgen SOlI9 wenn beim SpülVorgang Unterdruckverhältnisse in
der Kurbelkammer entstehen« Steuernd für den Einlaß wirken hierbei Plattenmembranens die hinter den Penstern des Kolbens angeordnet sind und bei Unterdruck im Kurbelgehäuse in Richtung des Kolbeninnern öffnend bewegbar sind. Diese Anordnung wird nur in dem beschriebenen Sonderfall wirksam, so daß nur ein kleiner Teil des Gemisches zwangsläufig durch den Kolben·» innenraum geführt wird*
Bei einer weiteren Ausführung nach DE » PS 748 335 ist bekannt, di© Einlaßströmung über ein Fenster im Kolben tangential geführt an der Kolbeninnenwand in den Kolbenianenraum au lenken* Diese Einrichtung wird nur während geringer Dauer und bei Durchsatz geringer ßemischmengen fur die Kolbenkühlung wirksam·
Es ist ferner durch die DD "FS 15 215 bekannt, den Ansaugkanal einer Zweitaktbrennkraftmaschine vor dem Eintritt in den Unterdruckraum der Kurbelkajamer-Spülpumpe in zwei Teilkanäle aufzuteilen» die beide durch die Kolbenunterkante gesteuert werden* Dabei sind diese so gerichtet, daß durch den einen Teilkanal das eintretende Priachgemisch unter den Kolben und durch den anderen Teilkanal direkt in den Kurbelrauin gelenkt wird. Dadurch schlägt sich ein bedeutender Teil des Kraftstoffes im Kurbelraum nieder, wird dem Gemisch kurzzeitig entzogen und sehr ungleichmäßig wieder zugesetzt.
Vorbekannt ist es auch durch die DD - PS 14 726, mehrere durch den Kolben gesteuerte Ansaugöffnungen im Zylinder vorzusehen» die so nahe wie möglich an die Auslaßöffnungen des Arbeitszylinders herangeführt werden sollen, um so eine Kühlung der AuslaßÖffnungen durch die angesaugte Frischluft oder das Kraftstoff-Luftgemisch zu erreichen. Durch das Annähern an die AuslaßÖffnungen im Zylinder ergibt sich eine in den Kolbeninnenraum gerichtete Neigung der Ansaugkanäle... Entsprechend.den begrenzten Platzverhaltnissen am Zylinder
-. 3 —
stehen sich wenigstens zwei Ansaugöffnungen gegenüber» wodurch sich bei den üblichen Betriebodrehzahlen des Motors diese Aniaaugatrömungön gegenseitig aufstauen, so daß eine gezielte Anlagerung des von dor Luft mitgeführt en Kraftstoffee im Kolben nicht möglich ist«
Ziel der Erfindung ist die Verringerung des Kraftstoffverbrauches und, dor Schadstoffemission sowie der thermischen Belaatung bei Zweitaktbrennkraftmaschinen· Insbesondere soll der im Kraftstoffluftgemisch Eugeführte Kraftstoff weitest» gehend, ao in den Kolbeninnenraum gelangen, daß er sich nicht sumpfartig absetzt, sondorn gut aufbereitet und schnell den nächsten Arbeitstakten zugeführt und gleichzeitig eine wirksame Kolbenkühlung erreicht wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde« bei einer Zweitakt-Brennkraftmaachine der eingangs genannten Gattung eine solche Gemischflihrung su realisieren9 daß im wesentlichen kein Kraftstoff in flüssiger oder in Gexäischform in das Kurbelgehäuse gelangt.j sondern direkt in den Kolbeninnenraum gelenkt wird, во daß eine vorteilhafte Gemischaufbereitung und lastabhängige Kolbenkühlung ersielt wird*
Bei herkömmlichen gemisohgeapülten Zweitaktmotoren gelangt der im Gemisch enthaltene Kraftstoff, durch den sum Kurbelgehäuse hin gerichteten Einlaßkanal praktisch vollständig in das Kurbelgehäuse und wird dort an der Wand angelagert und dadurch dem Gemisch entzogen. Durch Turbulenz und Verdampfung wird dieser Kraftstoff dem Gemisch nur aehr ungleichmäßig wieder zugeführt. Dadurch entstehen erhebliche Schwankungen bei der Qualität dos in den Brennraum gelangenden Gemisches, obwohl dor Vergaser an und für eich eine gleichmäßige Gemisch» Zuführung ge wahr 1 eist el;«
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Einlaßkanal im Bereich des Einlaßkanalfenatera in den .Zylinder in an sich bekannter Weise zur Symmetrieachse des Zylinders gegen den oberen Totpunkt in der Weise ansteigend angeordnet ist, daß die in der Ebene des Einlaßkanalfensters gegebene Richtung der Einlaßkanalunterseite beim Öffnen des Einlaßkanalfensters unter den Kolben- und dem Pleuelauge hindurch auf die gegenüberliegende Innenseite des Kolbenschaftes trifft» Bei Stellung des Kolbens im oberen Totpunkt weisen von der in dieser Richtung auf die gegenüberliegende Wand projezierten Querschnittsfläche des Einlaßkanals mindestens zwei Drittel auf die Innenseite des Kolbenschaftes. Mit diesem Merkmal wird der Kraftstoff zum großen Teil vom Kurbelgehäuse ferngehalten und bleibt im wesentlichen im Bereich des Kolbeninnenraumea« Dort bewirkt das: Kraftstoff-Luftgemisch eine bedeutende Absenkung der Kolbentemperatur, wobei tropfchenförmig flüssige Gemischanteile, die aus dem Saugrohr stammen, noch verdampft werden und so die Gemischaufbereitung verbessert wird« In bekannter Weise können innerhalb des Einlaßkanals in Strömungsrichtung und Steigungsrichtung verlaufende Plihrungswände, vorzugsweise in der unteren Hälfte des Einlaßkanals bis zum Einlaßkanalfenster erstreckend, angeordnet aein. Die Führungswände sind so angeordnet, daß sie den Einlaßkanl abschnittsweise in mehrere gleichgerichtete Teilkanäle aufteilen, die beim Aufwärtsgang des Kolbens nacheinander freigegeben werden· Dadurch ist eine zusätzliche Stabilisierung des durch die aufsteigende Richtung des Einlaßkanal3 in den Kolbeninnenraum gelenkten Frischgemischstrahles zu erreichen· In einer v/eiteren Ausgestaltung der Erfindung kann am unteren Rand des Kolbens an der dem Einlaßkanal gegenüberliegenden Innenseite des Kolbenschaftes in bekannter Weise eine Fase angeordnet sein, deren Winkel d\ vorzugsweise kleiner als 45° ist. Durch die Fase wird noch auf die Zylinderwand gelangter Kraftstoff beim Abwärtsgang in den Kolbeninnenraum hineinbefördert und so vom Kurbelraum ferngehalten·
Ferner können an der dem Einlaßkanal gegenüberliegenden Innenseite dea Kolbenschaftos durch Nuten oder Rillen gebildete Pangfläoiien quer aur Zylinderachse erstreckend und mit dieser ©inen vorzugsweise rechten Winkel einschließend, angeordnet sein, wobei vorteilhaft zwischen den übereinander angeordneten Pangflächen in den Kolbeninnenraum hinein sum Kolbenboden weisende Fuhrungnflachen vorhanden sind* Durch die Fangflächen wird der durch, die Einlaßströmung angelagerte Kraftstoff am Kolbenschaft gehalten und bei der Bewegungsumkehr des Kolbens um den oberen Totpunkt herum durch die FiihruEgaflächen vom Kolbenschaft weg in den Kolben*» innenraum geleitet und dsm. Gemisch zugesetzt« Im Kolbenschaft kann auch in bekannter V/eise ein vom unteren Rand ausgehender Ausachnitt vorgesehen sein, der im Bereich des oberen l'otpunktea das Einlaßkanalfenster freigebend ausgeführt iat·
Eina weitere Ausführung sieht vor» daß ein in den Zylinder hineinragendes und mit dem Kurbelgehäuse feat verbundenes Fuhrungsprofil angeordnet ist, dessen Kontur den Einlaßkanal in den Kolbeninnenraum hinein vei-iängert* Weiterhin ist es möglich, daß der Ausschnitt für den Einlaß« kanal am Kolbenschaft so hoch angeordnet iet, daß dieser fenstorfö'rmig ausführbar ist unddaß die Unterkante mit einem Leitprofil versehen iat, welches bei Uberdeokung des Einlaßkanals dessen untere Kontur weiterführend ausgeführt
Bei einer weiteren Ausführung ist ein an den Einlaßkanal anschließander Spülkanal vorgesehen, dessen Zuflußquerschnitt direkt über den Kolben in den Zylinder führt und der in an sich bekannter Waise durch ein Ventil gesteuert ist« Iu an sich bekannter Weise kann im Einlaßkanalfenster ein Steg vorgesehen sein, der in Zylinderlängsachse gerichtet und in Strömungsrichtung vor der Schmalseite des Pleuela angeordnet ist.
Der Einlaßkanal kann auch in bekannter Weise in Richtung zum Kolboninnenraum hin gekrümmt ausgeführt sein·
Ausführungsbesispiel der Erfindung
I НИЩ ' I HHll lll III Ii | | и Il ІИ III ІИД I ! I —1 и ,r-i , _ —ν- _.-_ . ^i л~_ _Ab.J
Anhand einer Zeichnung sollen Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert werden: Es zeigt:
Pig· 1 einen Längsschnitt einer Zvveitakt-Brennkraftmaschine quer zur Kurbelwellenaohse mit hoch angesetztem, steil angestellten in den Kolbeninnenraum gerichteten Einlaßkanal mit Führungswänden, Ausschnitt für das Einlaßkanalfenster und Fase an der Kolbenunterkante*
Fig. 2 wie Fig· 1
mit einem Kolbenfenater im Kolbenschaft und mit einer zusätzlichen vom Einlaßkanal ausgehenden Einlaßöffnung, in dem ein selbsttätig steuerndes Ventil angeordnet ist,
Fig* 3 wie Fig. 1
mit einem Fiihrungsprofil, da3 beispielsweise auf einer Stelze angeordnet und mit dem Kurbelgehäuse verbunden ist und quer zur Zylinderlängsachse angeordneten Fangflächen und Führungsflächen an der Innenseite des Kolbenschaftes sowie in Richtung zum Kolbeninnenraum gekrümmten Einlaßkanal,
Fig. 4 wie Fig. 1
mit im Kolbenschaft befindlichem Kolbenfenster für den Einlaßkanal und einem Leitprofil sowie einem in Richtung der Zylinderlängsachse im Einlaßkanalfenster angeordneten Steg.
Eine Zv/eitakt-Brennkraftmaschino vorstehend genannter Art besteht im einfachsten Fall aus einem Zylinder 1s einen darin beweglich angeordneten Kolben 2, einem Kurbeigehäuse 3 und einer darin gelagerten Kurbelwelle 4, die über ein Pleuel 5 Bit dem Kolben 2 verbunden ist* Der Zylinder 1 besitzt einen Auslaßkanal 17. ainen Einlaßkanal 10 und Spülkanäle 14 und ist nach oben durch einen Zylinderdeckel б verachloesen· Der EiiilaBkanal 10 ist so hoch und so 8teil au den Zylinder 1 angesetzt« daß die gedachte Verlängerung des Einlaßkanals 10 auch bei Stellung dea Kolbens 2'um den oberen Totpunkt herum unter den Kolben™ und dem Pleuelauge 29 hinduroh noch auf die Innenseite dea Kolbenschaftes 24 weist· Bedingt durch das hohe Ansetzen des Einlaßkanals 10 kann an der Kolbenunterkante ein Ausschnitt 23 für daa Einlaßkanalfenster 18 vorhanden sein« Ist die Steigung des Einlaßkanals 10 durch bauliche Gegebenheiten begrenzt, so ist es möglich, den Einlaßkanal 10 vor dom Einlaßkanalfenster 18 so gekrümmt auszuführen, daß die notwendige Steigung erreicht wird oder die dem Einlaßkanalfenstor 18 gegenüberliegende Innenseite des Kolbenschaftes 24 durch Verlängern des Kolbenschaftes 24 nach unten zu vergrößern. An den den Einlaßkanal 10 gegenüberliegenden unteren Rand des Kolbenschaftes 24 kann vorteilhaft eine zum Zylinder hin dünner v/erdende Fase 25 angeordnet sein· Sie schließt mit der Innenseite de3 Zylinders 1 einen Winkel &\ ein, der vorzugsweise, kleiner als 45° ist* Im Einlaßkanal 10 können vorteilhaft Führungswände 11 vorzugsweise in der unteren Hälfte des Einlaßkanals 10 angeordnet werden, die bis an den Zylinder 1 heranreichen und den Einlaßkanal 10 in mehrere Teilkanäle aufteilen* Durch einen Steg 16 im Einlaßkanal 10 kann das Einfedern der Kolbenringe bei zu großer Breit© des Einlaßkanalfensters 18 vermieden und gleichzeitig der Frischgemiochatrom geteilt und am Pleuel 5 vorbeigelenkt werden. Für die Verbindung des Innenraumes des Kurbelgehäuses 3 mit dem Innenraum des Zylinders 1 .bei Stellung des Kolbens 2 um den unteren Totpunkt herum-sind .Spülkanäle 14 vorhanden8 die durch Kolbenfenster 21 im Kolbenschaft 24 oder durch Ausschnitte 22 an der Kolbenunterkayite und den öpülkanalfenstern 15 ge-
speist werden· Zur Verlängerung der unteren Kontur dea Einlaßkanals 10 in den Zylinder 1. hinein kann ein Führungsprofil 31 zwischen den Bewegungsbereich des Kolbens 2 und des Pleuela 5 angeordnet sein» das fest mit dem Kurbelgehsuse 3 verbunden ist· Das Führungsprofil 31 kann beispielsweise auf einer Stelze 32 aufgesetzt sein. Ist der Kolbenaohaft 24 genügend lang ausgeführt, so daß dessen unteres Ende bei Stellung des Kolbens 2 im oberen Totpunkt noch das Einlaßkanalfenster 18 überragt, во läßt sich der Ausschnitt 23 durch einen Steg 19 am Kolbenschaft 24 zu einem Kolbenfenater ausbilden. An diesem Steg 19 kann ein Leitprofil 20 angeordnet sein, das an der Bewegung dea Kolbens 2 teilnimmt und die ünterkante des Einlaßkanals 10 beim oberen Totpunkt in den Kolbeninnenraum 28 hinein verlängert und gleichzeitig den Kolbeninnenraum 28 zum Innenraum dea Kurbelgehäuses 3 hin teilweise abschließt· Dabei kann dieses Leitprofii 20 so groß ausgeführt werden, wie es die Montierbarke it und der Bewegungsbereich des Pleuels 5 zulassen« Oberhalb des Einlaßkanals 10 kann beispielsweise eine Plattenmembranfeder als Ventil 13 angeordnet sein, die bei Stellung des Kolbens 2 um den unteren Totpunkt herum einen zusätzlichen Spülkanal 12 direkt in den Zylinder 1 freigeben kann.
Die Wirkungsweise ist bei der beschriebenen Zweitakt-Brennkraftmaschine folgende:
Beim Aufwärtsgang des Kolbens 2 wird der Einlaßkanal 10 freigegeben· Die einsetzende Strömung trägt den Kraftstoff der ansteigenden Richtung des Einlaßkanals 10 folgend unter dem Kolben und Pleuelauge 29 zur gegenüberliegenden Innenwand des Kolbenschaftes 24. Dabei wird auch der Kraftstoff mitgeriosen und gesielt angelagert, der während der Schließzeit am Einlaßkanalfenster 18 abgelagert wurde. Durch die großen Temperaturen des Kolbenschaftes 24 erfolgt eine gute Gemischaufbereitung durch Kraftstoffverdampfung und dadurch gleichzeitig eine lastabhängige Kühlung des Kolbena 2.
An dor Innenseite deя Kolbsnschaftes 24 können quer zur Eylinderläiigsachße durch Hut on oder Rillen zum Kolbenboden hin orientierte Fangfläohan 26 gebildet sein, die vorzugsweise zur Zylinderlängeachse rechtwinklig angeordnet sind* Zwischen den Fangflächen 26 sind vorteilhaft in den Kolbeninnenraum 28 hinein zum Kolbenboden weisende Pührungsflächen 27 angebracht* Durch die Langfischen 26 wird der durch die Einlaßotrömung angelagerte Kraftstoff am Kolbenschaft 24 gehalten und bsi der Bewegungsumkehr des Kolbens 2 um den oberen Totpunkt herum durch die Fünrungsfläehen 27 vom Kolbenschaft 24 weg in den Kolbsninnenraum 28 geleitet und dem Gemiech zugesetzt«
Durch Anordnen von Führungswänden 11 können im Einlaßkanal übereinanderliegende Teilkanäle gebildet werden, die von der Kolbemmterkante nacheinander geöffnet und geschlossen werden· Dadurch ist eine Verbesserung in der Weise möglich, daß sich beim Öffnen des Einlaßkanals 10 sofort ein vom untern Teilkanal ausgehender scharf gebündelter Teilstrom von Friachgemisch ausbilden kann, der direkt zur gegenüberliegenden Innenseite dea Kolbenschaftea 24 gerichtet ist· Der aus dem unteren Teilkanal in den Kolbeninnenrauiü 28 eingetretene Frischgemischstroin stabilisiert die aus den nachfolgende geöffneten Teilkanaälen einströmenden Teilströme und trägt sie ebenfalls in den Kolbeninnenraum 28* Durch das Führungsprofil 31 oder daa Leitprofil 20 kann die Fuhrung des Frischgemisches zur Innenwand des Kolbenschaftes 24 weiter verbessert werden« PlUssige Kraftstoffanteile, die trotzdem auf den Zylinder 1 gelangt sind, kö-nnen durch die Fase 25 beim Abwärtsgang des Kolbens 2 aufgenommen und in den Kolbeninnenraum 28 befördert werden« Durch die Massenträgheit wird der Kraftstoff beim Abwärtsgang zum größten Teil im Kolbeninnenraum 28 gehalten, so daß die in das Kurbelgehäuse 3 gelangende Kraftstoffmenge, stark reduziert wird* Das führt dazu, daß der größte Teil des Kraftstoffes dort nicht mehr zwischengespeichert, sondern über die Spülkanäle 14 direkt den folgenden Arbeitstakten zugeführt wird. Dadurch wird neben einer
ѵегЬеазѳгѣеп Gemischaufbereitung vor allen Dingen auch eins von Ladungawechsel zu Ladungswechael gleichmäßigere Qualität des in den Brennraum gelangenden Prisohgemisches erreicht» Vorteilhaft wird das Gemisch beim Spülvorgang durch im Kolben 2 befindliche Kolbenfönster 21 in die Spülkanäle 14 geführt, weil so gegenüber den tiefer liegenden Spälkanalfenstern 15 die Führung dea Gemisches vollständig durch den Kolben 2 erfolgte Mit der beispielhaft gezeigten Anordnung eines durch ein Ventil 13 gesteuerten zusätzlichen Spülkanales 12, der direkt über den Kolbenboden in den Zylinder 1 führt, lassen sich in an sich bekannter YZeise die im Ansaugrohr ablaufenden dynamischen Vorgänge zur Verbesserung des Spülvorganges nutaen«

Claims (1)

  1. Gemischgoapülte Zweitakt-Brennkraftmaschine mit vom Kolben gesteuerten Einlaßkanal, Auslaßkanal und SpUlkanälen, wobei der Einlaßkanal in einen oder mehreren Teilkanälen aufgeteilt und in den Bereich des Kolben« innenraumes gerichtet ist und mit einer Spülkanalanordnung, die sowohl Splilkanalfenstar im Zylinder unterhalb des Kolbenschaftes aufweist oder durch Kolbenfenster im Kolbenuhaft geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaßkanal (10) im Bereich des Einlaßkanalfensters (18) in den Zylinder (1) in an sich bekannter Weise zur Symmetrieachse des Zylinders (1) gegen den oberen Totpunkt in der Weise ansteigend angeordnet ist, daß die in der Sbsns das Einlaßkanalfensters (18) gegebene Richtung der Einlaßkanalunterseite beim Öffnen des Einlaßkanaifensters (18) unter den Kolben- und dem Pleueiauge (29) hindurch auf die gegenüberliegende Innenseite des Kolbenschaftes (24) trifft, wobei bei Stellung des Kolbens (2) im oberen Totpunkt von dar'in dieser Richtung auf die gegenüberliegende Wand projezierten Querschnittsfläche des Einiaßkanais (10) mindestens zwei Drittel auf die Innenseite des Kolbenschaftes (24) weisen·
    Zweitaktbrennkraftmaschine nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter V/eise innerhalb des Einlaßkanals (10) in Strömungsrichtung und Steigungsrichtung verlaufende Führungswände (11) vorhanden sind, die vorzugsweise in dor unteren Hälfte des Einlaßkanals (10) bis zum Einlaßkanalfenster (18) erstreckend angeordnet sind»
    Zweitaktbrennkraftmaschine nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter V/eise eine Fase (25) am unteren Rand des Kolbens (2) an der dem Einlaßkanal (Ю) gegenüberliegenden Innenseite des Kolbenschaftes (24) angeordnet ist, deren Winkel <Ь kleiner als 45° ist·
    4· Zweitakt-Brennkraftmaschine nach Punkt 1 9 dadurch gekennzeichnet, daß an der dem Einlaßkanal (10) gegenüberliegenden Innenseite des Kolbenschafteв (24) durch Nuten oder Rillen gebildete Pangflachen (26) quer zur Zylinderlängsachse erstreckend und mit dieser einen vorzugoweise rechten Winkel einschließend, angeordnet sind, wobei vorteilhaft zwischen den übereinander angeordneten Fangflächen (26) in den Kolbeninnenraum (28) hinein zum Kolbenboden weisende konische Fiihrungsf lachen (27) vorhanden sind·
    5· Zweitaktbrennkraftmaachine nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet,· "daß in an sich bekannter Weise im Kolbenschaft (24) ein vom unteren Rand ausgehender Ausschnitt (23) vorgesehen ist, der im Bereich des oberen Totpunktes das Einlaßkanal« fenster (18) freigehend ausgeführt ist*
    6· Zweitaktbrennkraftmaschine nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zylinder (1) fest ein Führungsprofil (31) angeordnet ist, das in Stro'siungsrichtung dea Einlaßkanals (10) hinter den Kolbenschaft (24) greifend vor dem Pleuel (5) angeordnet ist, wobei sein Profil die untere Kontur des Einlaßkanals (10) fortsetzend ausgeführt ist·
    7· Zweitaktbrennkraftmaschine nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschnitt (23) für den Einlaßkanal (10) am Kolbenschaft (24) so hoch angesetzt ist, daß dieser fensterförraig ausführbar ist und daß die Unterkante der fensterförmigen Ausführung mit einem Leitprofil (20) versehen ist, welches bei Überdeckung des Einlaßkanals (10) dessen untere Kontur weiterführend ausgeführt ist«
    8· Zweitaktbrennkraftmaschine nach Punkt 1, dadurch ©kennzeichnet, daß ein v/eiterer an den Einlaßkanai (10) anschließender Spülkanal (12) vorhanden ist, dessen Zuflußquerschnitt direkt über den Kolben (2) in den Zylinder (1) führt und in an sich bekannter V/eise vermittels eines Ventils (13) gesteuert ist·
    9© Zweitaktbrennkraftmaschine nach Punkt 1, dadurch gekenn-» aelehnet« daß durch einen an sieh bekannten Steg (16) im Sinlaßkanalfenster (18) der in Richtung der Zylinderlängsachse gerichtet und.'in Strömungsrichtung vor der Schmalseite des Pleuels (5) angeordnet ist, der Einlaßkanal (10) mit unterteilter Mündung ausgeführt ist«
    10· Zweitaktbrennkraftmaschine nach Punkt 1, dadurch gekenn= zeichnet- daß der Einlaßkanal (Ю) in an sich bekannter Weise in Richtung sum Kolbeninnenraum (28) hin gekrümmt ausgeführt ist·
    Hierau 2 Seiten Zeichnungen·
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