DD156804A1 - Verfahren zur reinigung von triacetin(glyceroltriacetat) - Google Patents

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DD156804A1
DD156804A1 DD22815981A DD22815981A DD156804A1 DD 156804 A1 DD156804 A1 DD 156804A1 DD 22815981 A DD22815981 A DD 22815981A DD 22815981 A DD22815981 A DD 22815981A DD 156804 A1 DD156804 A1 DD 156804A1
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triacetin
acetic acid
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ethanol
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DD22815981A
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Margit Hein
Dieter Reklat
Klaus Thoms
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Margit Hein
Dieter Reklat
Klaus Thoms
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Abstract

Technisches Triacetin wird von Essigsaeure und geruchsbildenden Verunreinigungen befreit, indem es mit einer geringen Menge eines niederen Alkohols, vorzugsweise mit 2 % Ethanol, Methanol oder Propan-2-ol, versetzt und das Gemisch innerhalb max. 15 min auf 145 Grad C bei vermindertem Druck, vorzugsweise p = 1,33 kPa (10 Torr), erwaermt und dabei destillativ der unumgesetzte Alkohol mitsamt seinen Umsetzungsprodukten abgetrennt wird. Das verbleibende Triacetin genuegt den Anforderungen an Triacetin in Lebensmittelqualitaet. Die Destillate koennen gesammelt und nach Umsetzung mit Essigsaeureester und erforderlichenfalls destillativer Reinigung als Loesemittel eingesetzt werden.

Description

228159 7
Verfahren zur Reinigung von Triacetin (Glyceroltriacetat)
Anwendungsgebiet^ der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich, auf ein Verfahren zur Herstellung von Triacetin in Lebensmittelqualität aus technischem Tri— acetin, das durch Umsetzung von Glycerol mit Essigsäure und/ oder Essigsäureanhydrid synthetisiert werden kann und je nach gewähltem Verfahrensweg einen unterschiedlichen Gehalt an Essigsäure und störenden Geruchsstoffen besitzt.
Triacetin hoher Reinheit findet weitgehende und ständig steigende Anwendung z. B. in der Lebensmittel-, Kosmetik-, Kunststoff- und Verpackungsindustrie;
in den letzten zwei Jahrzehnten vor allem in der Tabakindustrie als das bisher beste Tränkungsmittel für Zigaretten-Filterstäbe.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Wegen der geringen thermischen Belastbarkeit des unter Normaldruck bei 258 ... 260 0C siedenden Triacetins, dessen Zersetzungsprodukte, z. B. Essigsäure, Acrolein und Keten, uner-Y/ünseht'e Geruchsstoffe bilden, wird zur Reinigung allgemein die apparativ und energetisch aufwendige Hochvakuumdestillation angewendet. Vorgeschlagen wurde auch die Y/asserdanpfdestillation (DD 128 586j DE 2 330 435), die adsorptive Reinigung an Zeolithen (DD 126 327) oder an Aktivkohle (DD 128 586). Weiterhin sind kombinierte Reinigungsverfahren, s. B. die Neutralisation und anschließende Aktivkohlebehandlung (SU 535 286), beschrieben worden«
228159 7
Ziel der Erfindung
Die Erfindung bezweckt, Triacetin in Lebensmittelqualität aus technischem Triacetin nach, einem neuartigen einfachen, erschwernisfreien, arbeitskräftesparenden und kostengünstigen Verfahren zu gewinnen.
Dieses neue Verfahren vermeidet eine energetisch und apparativ aufwendige Hochvakuumdestillation ebenso v/ie eine alkalische Wäsche des technischen Triacetins zur Neutralisation von Essig säure einschließlich des damit verbundenen Substanzverlustes (Bei t = 25 0C lösen sich ca« 7 # Triac et in in V/asser)· Gegenüber Adsorptionsverfahren, v/ie s. B. dem beschriebenen Einsatz von Aktivkohle, entfällt der mit dem Verbrauch fester Adsorbantien verbundene höhere Arbeitskräftebedarf und die Arbeitserschwernis.
Erfindungsgemäß v/ird die Entfernung der Verunreinigungen, speziell der Essigsäure und der störenden Geruchsstoffe, aus dem technischen Triacetin durch Behandeln des technischen Produktes mit einem niederen Alkohol, z. B. mit !.'ethanol, Ethanol oder Propan-2-ol, vorgenommen»
Eingesetat werden ca. 2 #, bezogen auf das zu reinigende Produkt, mindestens jedoch die 1Ofache Molmenge der im technischem Produkt enthaltenen Essigsäure. Die chemische Umsetzung des Alkohols mit den Verunreinigungen des Tr iac et ins v/ird bei erhöhter Temperatur, jedoch nicht über 145 0C, in kurzer Zeit, max. 15 min, vorgenommen. Dabei werden die niedrigsiedenden -Anteile, im wesentlichen der überschüssige Alkohol und dessen Reaktionsprodukte, im Zwischenvakuum, etwa bei ρ = 1,33 IcPa (10 Torr), bis zu einer 3urapftemperatur von maximal 145 0C unter schonenden Bedingungen, z. B. unter Einsatz eines Dünnschichtverdampfers, abdestilliert. Das Destillat kann z, B. zu Essigsäureethylester aufgearbeitet und verwertet werden.
Das als Sumpf abgezogene Triacetin genügt jetzt den an Reintriacetin (Triacetin in Lebenomittelqualität) gestellten Qualitätsanforderungen.
Z Z ö 1 b
Ein derart zu reinigendes technisches Triacetin kann nach beliebigem Verfahren hergestellt worden sein, muß jedoch nach der Synthese durch einfaches Übertreiben im Grund- oder Zwischenvakuum von unverdampfbaren Bestandteilen und Einfärbungen befr-eit worden sein und soll oinen Llindestgehalt von 97>5 # Triacetin aufweisen.
Ausführungsbe!spiele
200 g eines technischen Triacetins, das einen Restessigsäuregehalt von 0,2 $ und deutlich wahrnehmbare Geruchsstoffe enthalt, werden mit 4 g Ethanol versetzt und innerhalb 15 min bei einem Druck von ρ = 1,33 IcPa (10 Torr) auf eine Temperatur von t =s 145 0C erwärmt. Dabei werden zugleich die niedrigsiedenden Anteile, im wesentlichen der überschüssige Alkohol und dessen Reaktionsprodukte destillativ abgezogen, bis der Siedepunkt des Triacetins erreicht γ/ird.
Zurück bleiben a,ls Sumpf produkt 196 g eines Triacetins, des den folgenden Reinheitsforderungen der Tabakindustrie genügt:
Geruch: im wesentlich geruchlos Aussehen: farblos, keine Trübungen
Freie Säure als Essigsäure = 0,01 #
Estergehalt als Triaoetin =99 #
Summe von Diacetin und Triacetin = 99,5 #
Summe der Verunreinigungen = 0,5 ί>
V/ie 3eispiel 1 in Verfahrensweise und Ergebnis, jedoch anstelle von 4 g Ethanol Einsatz von 4 g Methanol·
V/ie Beispiel 1 in Verfahrensweise und Ergebnis, jedoch anstelle von 4 g Ethanol Einsatz von 4 g Propan-2-ol.

Claims (2)

  1. Er fin du η .ς s an sprue h
    Verfahren zur Reinigung von Triacetin, speziell zur Entfernung von Essigsäure, geruchsbildenden Nebenprodukten der Synthese und Zersetzungsprodukten des G-lycerols und Triacetins, aus einen nach beliebigem Verfahren hergestellten technischen Triacetin durch Behandeln mit einem niederen Alkohol, der sich mit den Verunreinigungen chemisch umsetzt, gekennzeichnet dadurch,
    daß dem technischen Triacetin ein niederer Alkohol, z. B. !.'ethanol, Ethanol oder Propan-2-ol, in einem Anteil von ca.
  2. 2 #, mindestens jedoch in der lOfachen !,iolmenge der im technischen Produkt enthaltenen Essigsäure zugesetzt wird, daß das Gemisch in kurzer Zeit (10 .., 15 min) auf 145 C aufgeheizt wird und deabillativ bei vermindertem Druck, vorzugsweise bei ρ = 1,33 kPa (10 Torr), von einem Vorlauf aus nicht umgesetztem Alkohol, Umsetzungsprodulcten des Alkohols und weiteren unter den gewählten Bedingungen verdanrpfbaren VerunreIniiguugen befreit wird,
    daß wegen der thai.nisohen Empfindlichkeit des Triacetine diese Abtrennung unter schonenden Bedingungen, vorzugsweise unter Einsatz eines Dünnschichtvcröarnpfers, vorgenommen wird, und daß die gesammelten Destillate nach Umsetzung mit Essigsäure zu Essigsäureester und erforderlichenfalls nach destillativcr Reinigung einer Verwendung als Lösemittel zugeführt werden.
DD22815981A 1981-03-10 1981-03-10 Verfahren zur reinigung von triacetin(glyceroltriacetat) DD156804A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS63264554A (ja) * 1987-04-20 1988-11-01 Daicel Chem Ind Ltd アセチンの精製方法

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