DD157018A5 - Verfahren und vorrichtung zum trocknen von organischen feststoffen,insbesondere braunkohlen - Google Patents
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Abstract
Organische Feststoffe, wie beispielsweise Braunkohlen, werden dadurch getrocknet, dass sie nach einer Vorwaermung vorzugsweise kontinuierlich durch wenigstens eine Trockenstufe, in welcher sie unter ueberatmosphaerischen Druck bei erhoehter Temperatur der Einwirkung von Sattdampf ausgesetzt werden, hindurchgefuehrt werden. Zum Vorwaermen der Feststoffe wird Dampf eingesetzt und das gebildete Kondensat vor dem Einbringen der Feststoffe in die unter Sattdampf arbeitende Trocknungsstufe abgefuehrt. Fuer die Vorwaermung kann Sattdampf, und bevorzugt der im Trocknungsprozess anfallende Dampf, verwendet werden. Die Vorwaermung selbst kann unter atmosphaerischen Druck vorgenommen werden, wobei der in der Trocknungsstufe anfallende Dampf entspannt wird. Die Vorwaermung wird in einem Bunker (1) vorgenommen, welcher ueber eine Druckschleuse (6) mit einem Autoklaven (7) verbunden ist. Den vozuwaermenden Feststoffen wird Dampf uebereine Leitung (2) zugefuehrt. Das Kondenswasser wird aus dem Bunker (1) ueber eine Leitung (3) ausgebracht. Es koennen zussetzliche Leitungen (5) an den Bunker (1) fuer die Ableitung des Kondensats aus verschiedenen Querschnittsebenen angeschlossen sein.
Description
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Berlin, den 13. 3. 1981
AP F26B/226 933 58 402/26
Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von organischen Peststoffen, insbesondere Braunkohlen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Trocknen von organischen Peststoffen, insbesondere Braunkohlen, bei welchem die vorgewärmten Peststoffe, vorzugsweise kontinuierlich, durch wenigstens eine Trocknungsstufe, in welcher sie unter überatmosphärischem Druck bei erhöhter Temperatur der Einwirkung von Sattdampf ausgesetzt werden, hindurchgeführt werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Insbesondere bei der Trocknung von Braunkohle ist es bekannt, daß die teilweise erhebliche Feuchtigkeit der Braunkohle zu einem großen Teil aus kapillar, aber auch chemisch gebundenem Wasser besteht, welches bei Trocknung mittels unmittelbarer Erwärmung der Kohle nur unter großem Energieaufwand entfernt werden kann. 3s ist bereits bekannt, daß dieses Wasser durch V/asserdampf oder auch durch heißes Wasser ausgetrieben werden kann. Es sind auch bereits Verfahren bekannt, welche ein semikontinuierliches Trocknen ermöglichen. Derartige bekannte Verfahren haben die aufgewendete Energie zwar zumeist wesentlich besser genützt als das ursprüngliche Pleißner-Verfsihren, jedoch wurde das Entwässerungsproblem bei den bekannten Verfahren nur in ungenügender V/eise·gelöst. Die der Sattdampftrocknungsstufe zuzuführenden Feststoffe müssen vorgewärmt werden, und bei den bekannten Verfahren dieser Art erfolgt die Vorwärmung in der Weise, daß die i'eststoffe in Wasser aufgeschlämmt und erwärmt werden. Durch diese Aufschlämmung wird aber ein verhältnismäßig
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großer V/asserballast in die Sattdarapftrockenstufe mitgenommen, und dieser V/asserballast muß in der Sattdampftrockenstufe aufgewärmt werden, wofür ein verhältnismäßig großer Energieaufwand erforderlich ist»
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Trocknen von organischen Feststoffen, insbesondere Braunkohlen, so auszubilden, daß es wirtschaftliche!; vor allem Wärmeenergie sparender durchgeführt v/erden kann.
Darlegung des V/es ens der Erfindung;
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Trocknen von organischen Peststoffen, insbesondere Braunkohlen, bei welchem die vorgewärmten Feststoffe, vorzugsweise kontinuierlich, durch wenigstens eine Trocknungsstufe, in welcher sie unter überatmosphärischem Druck bei erhöhter Temperatur der Einwirkung von Sattdampf ausgesetzt werden, hindurchgeführt werden, zu schaffen, das sich dadurch auszeichnet, daß nur ein verhältnismäßig geringer Wasserballast der zu trocknenden Feststoffe in die Sattdampftrockenstufe mitgenommen werden muß,sowie eine geeignete Vorrichtung hierzu anzugeben·
Die Erfindung zielt nun darauf ab, ein solches Trockenverfahren wirtschaftlicher zu gestalten und Wärmeenergie zu sparen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe verfahrensseitig dadurch gelöst, daß die Vorwärmung der Feststoffe durch Beaufschlagung mit Dampf erfolgt und das gebildete Kondensat vor Einführung der Feststoffe in die Sattdampftrockenstufe abgeführt wird· Auf diese Weise wird der Wasserballast, mit welchem die Feststoffe in die Sattdampftrockenstufe eingeführt we rdentwe sent lieh verringert, und es müssen in der
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Sattdampftrockenstufe nur noch die Feststoffe selbst weiter aufgewärmt werden. Es wird daher auch die Menge des aus der Sattdampftrockenstufe abzuführenden Abwassers verringert. Gemäß der Erfindung werden zweckmäßig die Peststoffe durch Beaufschlagung mit Sattdampf vorgewärmt. Beim Trockenprozeß fällt Sattdampf an,und gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird für die Vorwärmung der Peststoffe der im Trockenprozeß anfallende Sattdampf verwendet, wobei aber auch erhitzter Dampf, sofern er im Trockenprozeß anfällt, verwendet werden kann. Dadurch ,wird Energie eingespart und der Troclcenprozeß wirtschaftlicher gestaltet. Gemäß der Erfindung kann beispielsv/eise für die Vorwärmung der Feststoffe der sich bei der Entspannung des unter hohem Druck stehenden Abwassers aus dem Trocknungsprozeß bildende Dampf verwendet werden.
Zweckmäßig stehen die vorzuwärmenden Peststoffe unter Atmosphärendruck. Dies ermöglicht die Verwendung eines einfachen Bunkers für die Aufnahme der vorzuwärmenden Peststoffe. Die Peststoffe werden dann in üblicher Weise über eine Druckschleuse in den Autoklaven eingebracht, welcher die Sattdampfatmosphäre bildet. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist daher im wesentlichen gekennzeichnet durch einen Bunker für die vorzuwär-menden Peststoffe, v/elcher über eine Druckschleuse mit einem Autoklaven verbunden ist und an welchem eine dampfführende Leitung und im tiefsten Bereich eine Ableitung für das Kondenswasser angeschlossen sind. Das sich bildende Kondensat wird daher.sofort abgeführt und belastet die vorgewärmten Peststoffe nicht mehr. Hierbei kann gemäß der Erfindung wenigstens eine zusätzliche Leitung für die Ableitung des Kondensats in einem höheren Bereich des Bunkers an diesen angeschlossen sein« Dies hat insbesondere dann einen Vorteil, wenn feinkörnige Peststoffe,
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insbesondere Braunkohlen, mit einer Korngröße von 1 yum bis 5 mm dem .Trocknungsverfahren unterworfen werden. Hier kann es vorkommen, daß das sich bildende Kondenswasser zu langsam durch den Einsatz im Vorwärmbunker nach unten sickert, und wenn eine oder mehrere zusätzliche Leitungen in einem höheren Bereich an den Bunker angeschlossen sind, so wird das sich bildende Kondensat schneller abgeführt·
Ausführungsbei spi el
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Fließschemas für die Behandlung von Braunkohle erläutert·
Die Braunkohle wird entweder stückig oder in Form von Peinkorn in den oben offenen Vorwärrabunker 1 eingebracht. In den Vorwärmbunker wird Sattdampf über eine Leitung 2 eingeblasen. Das sich bildende Kondensat wird über eine im unteren Bereich des Bunkers eingeschlossene Leitung 3 und über einen PiIter 4 als Abwasser abgeführt. In dem Vorwärmbunker 1 ist an einer höheren Stelle noch eine zweite Leitung 5 angeschlossen« Aus dem Vorwärmbunker 1 gelangt die vorgewärmte und weitgehend trockene oder nur einen geringen Wasserballast aufweisende Braunkohle über eine Druckschleuse 6 in einen Autoklaven 7, in welchem зіе über Siebkaskaden 8 abwärts gleitete In diesem. Autoklaven 7 herrscht überatmosphäri3cher Druck,und im unteren Ende des Autoklaven 7 wird Sattdampf über eine Leitung 9 eingeführt» Die Feststoffe werden hierauf durch eine Förderschnecke 10 ausgetragen und gegebenenfalls noch weiteren Trockenstufen zugeführt. Aus dem Autoklaven 7 wird das Abwasser über Leitungen 11 und eine Sammelleitung 12 abgeführt und gelangt in ein Entspannung sgefäß 13. Der sich in dem Entspannungsgefäß bürdende Sattdampf wird über die Leitung 2 in den Vorwärm-
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bunker 1 eingeführt« Das Wasser wird über eine Leitung 14 abgeführt und kann zu Vorwärmzwecken oder dgl. im Trockenprozeß ausgenutzt werden.
Claims (2)
- 226933 458 402 /2>fi - 6 -Erfindungsanspruch.1· Verfahren zum Trocknen von organischen Peststoffen, wie insbesondere Braunkohlen, bei welchem die vorgewärmten Peststoffe, vorzugsweise kontinuierlich, durch wenigstens eine Trocknungsstufe, in welcher sie unter überatmosphärisch em Druck bei erhöhter Temperatur der Einwirkung von Sattdampf ausgesetzt werden, hindurchgeführt werden, gekennzeichnet dadurch, daß die Vorwärmung der Peststoffe durch Beaufschlagung mit Dampf erfolgt und das gebildete Kondensat vor Einführung der Peststoffe in die Sattdampftrockenstufe abgeführt wird·2« Verfaliren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Peststoffe durch Beaufschlagung mit Sattdampf vorgewärmt werden,3. Verfahren nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß für die Vorwärmung der Feststoffe im Trocknungsprozeß anfallender Dampf verwendet wird*4» Verfahren nach Punkt 1, 2 oder 3, gekennzeichnet dadurch, daß für die Vorwärmung der Peststoffe der sich bei der Entspannung des unter hohem Druck stehenden Abwassers aus dem Trocknungsprozeß bildende Dampf verwendet wird.
- 5. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß die vorzuwärmenden Peststoffe unter Atmo-Jphärendruck stehen.6, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Punkte 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen Bunker (1) für die vorzuwärmenden Peststoffe, v/elcher über eine226933 458 402/26 . - 7 -Druckschleuse (6) mit einem Autoklaven (7) verbunden ist und an welchem eine dampfführende Leitung (2) und im tiefsten Bereich eine Ableitung (3) für das Kondenswasser angeschlossen sind.Vorrichtung nach Punkt 6, gekennzeichnet dadurch, daß wenigstens eine zusätzliche Leitung (5) für die Ableitung des Kondensats in einem höheren Bereich des Bunkers (1) an diesen angeschlossen ist.} Hierzu 1 Seite Zeichnung.]
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