DD157080A1 - Mittel zum schutz von blockgussformen und ein verfahren zum aufbringen dazu - Google Patents

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Ulrich Finger
Richard Wendt
Klaus Zahoransky
Friedrich Weiss
Harro Ratz
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Ulrich Finger
Richard Wendt
Klaus Zahoransky
Friedrich Weiss
Harro Ratz
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Abstract

sse Mittel und ein Verfahren dient dem Verschleissschutz, der Verbesserung der Blockqualitaet und zur Erleichterung der Entformbarkeit von Kokille und Block. Das erfindungsgemasse Mittel und Verfahren dient zum Verschleissschutz, der Verbesserung der Blockqualitaet und zur Erleichterung der Entformbarkeit von Kokille und Block. Das erfindungsgemaesse Mittel vereinigt in sich drei wesentliche Vorteile, indem es leicht zu handhaben,kostenguenstig und arbeitshygienisch voellig unbedenklich ist. Das Mittel besteht zu wenigrch Aufspritzen, Aufspruehen oder Tauchen aufgebracht.

Description

Titel der Erfindung
Mittel zum Schutz von Blockgußformen und ein Verfahren zum Aufbringen dazu
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Mittel zum Schutz von Blockgußformen, insbesondere von Kokillen zum Vergießen von Metall, beispielsweise von flüssigem Stahl, und ein Verfahren zum Aufbringen dazu·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Als Überzug zum Schutz von Blockgußformen vor schnellem Verschleiß, zur Erleichterung der Entformbarkeit und zur Verbesserung der Blockqualität werden sowohl anorganische als auch organische Substanzen eingesetzt, je nach den zu vergießenden Metallen, den Gießbedingungen und den metallurgischen Zielen, die im Vordergrund stehen.
Im Falle des Stahlgusses wird beim steigenden Guß im allgemeinen mit Gießpulver gearbeitet, während beim fallenden Guß die Kokillen häufig mit Stahlwerksteer gelackt v/erden. Das Aufbringen von organischen Mitteln, beispielsweise von Stahlwerksteer, auf 110 - 150 0C heiße Blockgußformen bringt in den meisten Anwendungsfällen neben der Anwendungsgefahr oft arbeitshygienische Probleme mit sich.
Als ein organisches Mittel, das auch auf Blockgußformen unmittelbar nach dem Entformen, d· h· bei Rotglut, aufgebracht werden kann, wird in der DE - OS - 2 811 079 eine fünfprozentige wäßrige Lösung von Dizyandiamid angegeben.
Als anorganisches Mittel zum Schutz von Blockgußformen kommen im Prinzip Stäube von feuerfesten Materialien in Präge, die in geeigneter Weise auf die Kokilleninnenwände aufgebracht werden. Hierbei ist jedoch bei jeder Stahlmarke zu klären, ob die eingesetzten Stoffe auch keine nachteiligen Auswirkungen auf die Blockstahlqualität mit sich bringen.
Von Grutnov u. a. "Schutzüberzug für Kokillen" Metallurg 20 (1975)2, 22 wird als Zusammensetzung eines feuerfesten Überzugs angegeben; 34,8 % Graphitpulver, 4 % feuerfester Ton und 61,2 % Wasserglas·
In der DE - OS - 1 936 283 wird als Mittel für eine Kokillenauskleidung zur Verbesserung der Blockoberfläche und der Innenstruktur beim Vergießen von Stahl folgende Mischung angegeben: 75 % SiO2, 13 % B2O3, 4 # Ua2O, 3 % Al2O3, Rest K2O, CaF3.
Die genannten Mittel weisen die Nachteile auf, daß sie verhältnismäßig teuer sind, beispielsweise Wasserglas oder B20~, und arbeitshygienische Nachteile durch SiO2~Stäube mit sich bringen·
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, durch ein geeignetes Mittel die Abgußzahl von Blockgußformen zu erhöhen, das Entformen von Block und Kokille zu erleichtern und die Blockqualität zu verbessern· Im Gegensatz zu den teilweise im Stand der Technik bereits bekannten Mitteln soll das erfindungsgemäße Mittel in den für die Stahlerzeugung notwendigen Mengen ausreichend verfügbar sein.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch ein billiges und arbeitshygienisch unbedenkliches Behandlungsmittel den Verschleiß von Blockgußformen, insbesondere von Stahlwerkskokillen aus Gußeisen, zu vermindern und durch Senkung des spezifischen Kokillenmaterialverbrauches bei der Blockstahlerzeugung die Produktionsselbstkosten zu minimieren.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Mittel ausschließlich oder in Kombination mit anderen festen und/oder flüssigen Stoffen wenigstens zu 20 fa Peststoffanteil aus feinkörnigen karbonatischen Erdalkalimetallverbindungen, insbesondere aus Schlämmkreide besteht. Dabei hat im Anwendungsfall der Schlämmkreide die Körnung kleiner als 0,100 mm, vorzugsweise kleiner als 0,070 mm zu sein. Nach einer Modifikation des erfindungsgemäßen Mittels findet die Schlämmkreide in Kombination mit Wasser und bis zu 80 % Peststoffanteil, insbesondere 10 % bis 40 %i Graphit Anwendung.
Das Aufbringen des Überzugs erfolgt zum Beispiel in der Weise, daß die pulverförmigen festen Ausgangsstoffe in einem flüssigen Medium, insbesondere mit Y/asser, in Schwebe gebracht werden und diese Suspension anschließend auf die bis zur Rotglut, insbesondere auf die auf 105 °C bis 150 °C vorgewärmten Kokilleninnenflächen vor jedem Abguß mit einer Flächendichte der Fest-
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Stoffanteile bis zu 0,8 kg/m , vorzugsweise 0,2 bis 0,3 kg/m aufgesprüht oder aufgespritzt, oder die gesamte Kokille in das Mittel eingetaucht wird.
Im Falle von Gußeisenkokillen wurde gefunden, daß die Erhöhung der Kokillenhaltbarkeit darauf zurückzuführen ist, daß das entstehende Kalziumoxid eine verschleißhemmende Schicht bildet, welche die Randentkohlung, die Zerstörung der Graphiteinschlüsse in der Randzone sowie die innere Oxydation des Eisens stark
hemmt. Als Folge davon wird die Bildung und Ausbreitung von Brandrissen stark eingeschränkt· Die Graphitkomponente in dem Schutzüberzug bewirkt eine Verbesserung der Blockoberfläche beim fallenden Guß sowie eine Verminderung der inneren Oxydation des Eisens in dem Kokillenwerkstoff·
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel für das Vergießen von Stahl in Gußeisenkokillen erläutert. Beim fallenden Vergießen von Stahl herrschen in dem angeführten Fall folgende Bedingungen:
Gießtemperatur:
Ausgußdurchmeaser
Stahlanalyse:
1540 - 1570
50 mm
Kohlenstoff
Silizium
Mangan
Phosphor
Schwefel
0,12 - 0,20 Masseprozent höchstens 0,17 tt wenigstens 0,40 höchstens 0,050 höchstens 0,050
Rest Eisen, Spurenelemente und herstellungsbedingte Verunreinigungen.
Kokillenwerkstoff:
Kohlenstoff
Silizium
Mangan
Phosphor
Schwefel
3,1 bis 3,9 Masseprozent 1,1 bis 1,9 " 0,7 bis 1,1 " 0,15 bis 0,50 » 0,02 bis 0,07 "
Rest Eisen, Spurenelemente und herstellungsbedingte Verunreinigungen·
40 Minuten nach dem Vergießen werden Block und Kokille entformt. Durch Tauchen in ein Wasserbad v/ird die Kokille auf eine Temperatur von 105 bis 150 0C abgekühlt. Anschließend wird eine wäßrige Suspension mit 60 % Feststoffanteil Schlämm-
kreide mit einer Körnung kleiner 0,070 mm und 40 % Peststoffanteil Graphitpulver gleichmäßig auf die Kokilleninnenwände aufgespritzt. Der dadurch gebildete geschlossene Überzug hat eine Flächendichte der Peststoffanteile von 0,25 kg/m · Die ausschließlich mit dem erfindungsgemäßen Überzug behandelten Kokillen erreichten im Mittel eine Haltbarkeit von 81 Abgüssen. Die Haltbarkeit von Kokillen, deren Innenflächen nicht behandelt wurden, betrug dagegen im Mittel 38 Abgüsse. Bei der allgemein üblichen Anwendung von Stahlwerksteer zum Lackieren der Innenflächen wurde im Mittel eine Haltbarkeit von 56 Abgüssen erreicht·

Claims (5)

Erfindungsansprüche
1. Mittel zum Schutz von Blockgußformen, insbesondere von Kokillen zum Vergießen von Metall, beispielsweise von flüssigem Stahl, gekennzeichnet dadurch, daß das Mittel ausschließlich oder in Kombination mit anderen festen und/oder flüssigen Stoffen wenigstens zu 20 % Peststoffanteil aus feinkörnigen karbonatischen Erdalkalimetallverbindungen, insbesondere aus Schlämmkreide, mit einer Körnung von kleiner als 0,100 ram, vorzugsweise mit einer Körnung von kleiner als 0,070 mm, zusammengesetzt ist«
2 2
0,2 kg/m bis 0,3 kg/m , vor jedem Abguß auf die vorgewärmten Kokillen, insbesondere auf die vorgewärmten Kokilleninnenflächen, gleichmäßig aufgetragen wird·
2 dichte der Peststoffanteile bis zu 0,8 kg/m , vorzugsweise
2· Mittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Mittel aus einer Flüssigkeit, Schlämmkreide und bis zu 80 %, vorzugsweise 10 % bis 40 %t Peststoffanteil Graphit zusammengesetzt ist·
3· Mittel nach den Punkten 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß das Mittel aus einer homogenisierten wäßrigen Suspension von Schlämmkreide und Graphit zusammengesetzt ist.
4· Verfahren zum Aufbringen des Mittels nach den Punkten 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß das Mittel mit einer Plächen-
5· Verfahren nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Temperaturen der Kokillen im Bereich bis zur Rotglut, vorzugsweise von 105 0C bis 150 0C, für das Tauchen, Aufsprühen oder Aufspritzen gewählt werden.
DD22707081A 1981-01-19 1981-01-19 Mittel zum schutz von blockgussformen und ein verfahren zum aufbringen dazu DD157080A1 (de)

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