DD157327A1 - Keramische glasuren mit halbglaenzender bis matter oberflaeche - Google Patents

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Sigrid Siewert
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Gisela Rostalski
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Peter Tiedemann
Sigrid Siewert
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    • C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
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    • C03C8/00—Enamels; Glazes; Fusion seal compositions being frit compositions having non-frit additions
    • C03C8/02—Frit compositions, i.e. in a powdered or comminuted form
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Abstract

Ziel der Erfindung ist die Herstellung von Glasuren mit halbglaenzender bis matter Oberflaeche fuer Wand- und Bodenfliesen, im wesentlichen aus Glasurfritten, Phosphorschlacke und Sekundaerrohstoffen auf der Basis natuerlicher Gesteine hergestellt, charakterisiert durch folgende Zusammensetzung: SiO tief 2 : 51,4 - 56,9%, Al tief 2 O tief 3 : 10,1 - 14,1%, B tief 2 O tief 3 : 2,2 - 6,9%, ZrO tief 2 : 0 - 5,2%, CaO : 14,9 - 20,8%, MgO : 0,1 - 3,5%, ZnO : 0,2 - 3,4%, BaO : 0,1 - 2,1%, K tief 2 O : 0,9 - 2,9%, Na tief 2 O : 1,5 - 3,8%, PbO : 0 - 3,2%, TiO tief 2 : 0,1 - 0,3%, Fe tief 2 O tief 3 : 0,4 - 2,1%, MnO tief 2 : 0 - 1,8%, wobei geringe Mengen von P tief 2 O tief 5, SO tief 3, F tief 2 und Cr tief 2 O tief 3 enthalten sein koennen. Durch erfindungsgemaesse Glasuren wird eine Verbesserung des Gebrauchswertes keramischer Erzeugnisse bei verringertem Kostenaufwand erreicht. Anwendungsgebiete sind: Produktion von Wand- und Bodenfliesen, Fassadenkeramik, Ofenkacheln, Sanitaerkeramik, Haushaltsporzellan, Zierkeramik, Toepferwaren, Steingut, technisches Porzellan, keramische Farben und Farbkoerper.

Description

-Λ-
IPK3 C 03 C 9/00
Beschreibung der Erfindung.
Titel der Erfindung:
Keramische Glasuren mit halbglänzender bis matter Oberfläche
Anwe ndungs geb Ie t. ι d er E r f i nd υ ng i_
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von keramischen Erzeugnissen, die vorzugsweise in einem Temperaturbereich von 1000 - 1140 0C gebrannt werden.
Charakteriatik der bekannten technischen Lösungen^
Keramische Glasuren werden üblicherweise so hergestellt, daß auf der Basis von verschiedenen Glasurfritten Kaolin, Farbträgern, synthetisch hergestellten Oxiden oder anderen chemischen Verbindungen bzw« sehr reinen Naturrohstoffen ein Versatz zusammengestellt, aufgemahlen und nach verschiedensten Methoden weiterverarbeitet wird. Seit geraumer Zeit prüft man, nicht zuletzt durch steigende Rohstoff- und Energiekosten bedingt, Sekundärrohstoffe in den verschiedensten Bereichen einzusetzen. In der keramisehen Massenproduktion ist für die Herstellung von Glasuren neben der chemischen Zusammensetzung eine hohe Gleichmäßig·» keit der Zusammensetzung über einen ausreichend langen Zeitraum gefordert, so daß es nicht selten problematisch ist, derartige Ronstoffe mit Erfolg einzusetzen.
Aus der DE (AS) 1 596 754 ist bekannt, daß Hochofenschlacke als Glasrohstoff einsetzbar ist. Auf Grund der Bestandteile an Eisen- und Manganverbindungen wird ein gelblicher Farbton erreicht.
Aus den SU-Patentschriften 408 921 und 518 475 ist die Anwendung von eisenenthaltenden Schlacken und Schlacken der metallverarbeitenden Industrie bekannt« In den SU-Patentschriften 449 891, 558 012, 577 181 und 713 837 wird die Herstellung von Glasuren unter der Verwendung von verschiedenen Schlämmen beschrieben. Aua der DE (AS) 2 435 043 ist bekannt, daß Phosphorschlacke als Glasrohstoff vorgeschlagen wird* In der SU-Patentschrift 562 521 wird eine Glasurzusammenset sung von
SiO 30 - 36 % A12°3 · 3,0 - 3,6 # '
MgO 3,5 - 4,3 0Io
CaO 35 - 40 %
Fe2O3 0,6 - 0,7 % Cr2O3 1,5 - 2,0 % Ka2O 4 - 7 %
P2O5 0,3 - 0,4 #
SO3 1,5 - 2,0 Io
B2O3 8 .- 15 &
F2 0,8 1,0 ίο
unter Verwendung von 45 ~ 60 % Phosphorschlacke; 18 — 25 $ Eisenschlacke und 20 - 32 °b Borax für Keramsitbeton vorgeschlagen.
Die Farbe wird mit Erdfaxbton angegeben. In der SU-Patentschrift 592 775 wird eine Ziegelglasur mit sehr hohem Ausdehnungskoeffizienten von grüner Farbe mit himmelblauer Schattierung vorgeschlagen. Dabei finden folgende Bohstoffe Verwendung? ·'
- 3 —
Glasbruch:". 37 -. 45 # Phosphorschlacke: 28 - 32 # CuO;
Kalzinierte Soda; 25 - 30 1,5 - 2,0 £
Die chemisch« 3 Zusammensetzung 50,30 ist:
SiO2 j 46,50 ~ 1,34 ίο
Al2O3 , 1,25 - 2,47 %
MgO ; 2,26 - 20,81 ίο
CaO J 19,35 - 0,65 ίο
Fe2O3 , 0,59- 0,04 %
Cr2O3 . ! 0,03 - 27,39 #
^Mq (j ί 22,62 - 0,70 ίο
P2O5 , ί 0,67 - 2,00 ίο
CuO ί 1,50 - 0,43 'ίο
ί 0,40 - ίο
In der SU-Patentschrift 697 420 ist die Herstellung einer schwarzen Glasur für Keramsitbeton beschrieben. Dabei werden Phosphorschlacke 45 - 50'$; Asche 15-20 ; sili-75 katisches "Material 32 - 40 % verwendet. Die Eohstoffe werden gemischt, aufgemahlen und anschließend gefrittet. Die chemische Zusammensetzung ist:
SiO2
Al2O3
MgO
CaO
Fe2O3
Na2O ·
Ρ2°5 SO3
TiO,
49,31 - 52,33 ίο 6,98 - 7,92 % 0,69 - if80 ίο
22,09 - 26,08 <$> 0,57 - 0,63 ίο
10,41 - 14,72 & 0,54 - 0,60 ία 1,11 - 1,22 ίο
09 - 1, 32 ίο
0, 14 - ο, 18 <$>
Ό, 05 - ο, 06 ίο
In dem WP C 03 C 220 244 wird die Herstellung von keramischen Glasuren unter Verwendung des Sekundärrohstoffes Granodiorit-Brechsand beschrieben.
Zi1 el der ,Erf 1 ndung;.
Ziel der Erfindung ist die Herstellung von Glasuren mit halbglänzender bis matter Oberfläche für Wand- und Bodenfliesen* Dabei ist es möglich, helle als auch dunkelgefärbte Glasuren herzustellen» Die Einfärbung kann durch die eingesetzten Bohstoffe als auch durch Farbkörper oder Farboxide hervorgerufen werden« ~
Erfindungsgemäße Glasuren können durch folgende Komponenten charakterisiert werden;
SiO2 ; 51,4 ~ 56,9 ίο
AX2°3 ! 10,1 - 14,1 ίο
B2O3 , 2,2 - 6,9 ίο
ZrO2 j O 5,2 ίο
CaO . j 14,9 - 20,8 %
MgO j .0,1 - 3,5 ίο
ZnO j 0,2 - 3,4 ίο
BaO : 0,1 - 2,1 ίο
K2O , 0,9 - 2,9 ίο
Na2O 1,5- 3,8 ίο
PbO : ; O 3,2 ίο
TiO2 0,1 - 0,3 ίο
Fe2O3 . ι 0,4 - 2,1 ίο
MnO2 j O 1,8 ίο
eringe Mengen von P2O5 , so3, ι
' und Cr2O3 enthalten
sein können.
Für die Herstellung der Glasuren werden hauptsächlich folgende Materialien eingesetztr
Glasurfritte 25- 40 ίο Sekundärrohstoffe auf der Kaolin/Ton 8 - 15 # Basis natürlicher Phosphorschlaoke 25 - 40 ίο Gesteine; 15 .- 35 #
JFarbköxpex/Oxide: O- 7 ίο Sand: O - 10 ίο
Eine Zugabe geringer Mengen Klebe- und Yerflüssigungsmittel ist möglich. Die Rohstoffe weiden vorzugsweise direkt dem Mühlenversatz zugegeben. Die Weiterverarbeitung erfolgt nach herkömmlichen Methoden, d, h. das Auftragen der Glasur ist durch Tauchen, Spritzen, Schleudern, Tupfen, Wasserfallglasierung u.a.m. möglich. Der Glasur-
auftrag kann zwischen 400 ~ 1200 g/m betragen. Eine zu-• sätzliche Dekoration der glasierten Oberfläche ist möglich. Folgende Anwendungsbeispiele verdeutlichen die Breite des Wirkungsprinzips. Erfindungsgemäß wurden Glasuren für Wand- und Bodenfliesen hergestellt, die im Ein- und Zweibrandverfahren unter Langzeit- und Schnellbrandbedingungen im Temperaturbereich von 1000 0C - 1140 0C verarbeitet
wurden. Beispiel A Beispiel B ίο Beispiel C
56,9 # 51,4 ί> 52,3 #
SiO2 14,1 % 11,4 ίο 10,1 ίο
140 Al2O3 3,1 % 6,9 ίο 2,2 ί>
B2°3 5,2 ίο -
ZxO2 . 16,2 % 14,9 ίο 20,8 ίο
CaO 0,1 % 1,1 ίο 3,5 *
MgO 3,4 ίο 0,2 ί> 1,2 #
145 ZnO 0,1 ίο 2,1 ίο 0,1 ^
BaO 0,9 ίο 1,4 % 2,9 °h
K2O 1,5 ίο 3,8 1,7 %
Na2O 3,2 ί> - ίο
PbO 0,1 % 0,3 ίο 1 . 0,3 ίο
150 TiO2 0,4 # 1,3 2,1 ίο
Fe2O3 - - 1,8 #
MnO2 1,0 ^
CuO
Beispiel A. ist eine graue bis gelbliche, seidenmatte bis matte Glasur, wobei Glasurfritte, Phosphorschlacke und Granodiorit-Brechsand als Hauptbestandteile eingesetzt wurden«
Beispiel B ist eine weiß-graue halbglänzende Glasur, die hauptsächlich unter Verwendung von Glasurfritte, Phosphorschlacke und Granodiorit-Brechsand entstanden ist« Beispiel C ist eine eingefärbte Mattglasur unter Verwendung von hauptsächlich Glasurfritte, Phosphorschlacke und Granodiorit-Brechsand.
Durch die Anwendung erfindungsgemäßer Glasuren ist eine Erhöhung des Gebrauchswertes der Erzeugnisse zu verzeichnen, die seinen Ausdruck in der Färb- und Oberflächengestaltung, in der Verbesserung der Temperaturwechselbeständigkeit, der chemischen Resistenz gegen Haushaltschemikalien, verdünnte Säuren und Laugen, der Erhöhung des Widerstandes gegen Oberflächenverschleiß, der Verbesserung der !Ritzhärte und der Biegezugfestigkeit finden kann. Gleichzeitig ist es möglich, die Rohstoffeinsatzkosten und die Brenntemperaturen zu senkene Durch erfindungsgemäße Glas.uren lassen sich bei Einsatz herkömmlicher Dekorationsmittel besondere Effekte erzielen* Der Wärmeausdehnungskoeffizient erfindungsgeraäßer Glasuren liegt vor allem in Abhängigkeit der eingesetzten Glasurfritten zwischen 52 - 85 10"~7 K*"1 (20 - 400 0C). Die Glasuren können transparent oder halbdeckend sein.
Die Parameter der TGL 22827/01 und TGL 22827/03 werden erfüllt.

Claims (3)

  1. ή, — Keramische Glasuren mit halbglänzender bis matter Oberfläche - im wesentlichen hergestellt aus Glasurfritte, Phosphorschlacke und Sekundärrohstoffen auf der Basis natürlicher Gesteine ~ dadurch gekennzeichnet, daß diese durch folgende Zusammensetzung
    51,4 - 56,9 10,1 - 14,1' % '
    2,2- 6,9% 0 - 5,2 % CaO : 14,9 - 20,8 %
    0,1 - 3,5 %
    200
    205
    2.
    B2°3
    CaO MgO ZnO BaO
    K2O
    Wa2O
    PbO
    MnO
    0,2-0,1 0,9 1,5 - 0 0,1 0,4 0 -
    3,4%
  2. 2.1 % 2,9 ί> 3,8 Io
  3. 3.2 fo 0,3 % 2,1 % 1,8 %
    charakterisiert sind, wobei, geringe'Mengen von P2O^, SO0J F? und CrpO„ enthalten sein können.
    Keramische Glasuren nach Punkt- 1, dadurch gekennzeichnet, daß dievse zusätzlich durch Farbkörper, Färboxide oder andere Farbträger eingefärbt werdene
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