DD157882A5 - Anlage zur kontinuierlichen herstellung von gruenfutter - Google Patents
Anlage zur kontinuierlichen herstellung von gruenfutter Download PDFInfo
- Publication number
- DD157882A5 DD157882A5 DD22884881A DD22884881A DD157882A5 DD 157882 A5 DD157882 A5 DD 157882A5 DD 22884881 A DD22884881 A DD 22884881A DD 22884881 A DD22884881 A DD 22884881A DD 157882 A5 DD157882 A5 DD 157882A5
- Authority
- DD
- German Democratic Republic
- Prior art keywords
- chamber
- cups
- green
- germination
- climatic
- Prior art date
Links
Landscapes
- Cultivation Of Plants (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Gruenfutter aus keimfaehigem Saatgut, welches angemaischt, in Tassen gefuellt und in eine Keimkammer gebracht wird, in welcher sich aus dem Saatgut ein Wurzelvlies bildet, aus dem in weiteren aufeinanderfolgenden Klimakammern auf endlos umlaufenden Baendern eine Gruenfuttermasse gebildet wird. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dass eine wirtschaftliche Anlage zur Ermoeglichung einer raschen Zuechtung von Gruenfutter aus lagerfaehigem Saatgut, z.B. Cerarien, insbesondere Gerste, in wenigen Tagen geschaffen wird. Da die Lagerzeit der Gerste unter Umweltkontrolle auf lange Zeit (Jahre) moeglich ist, kann diese Anlage sowohl kontinuierlich als auch jederzeit z.B.fuer bestimmte Notzeiten eingesetzt werden. Erfindungsgemaess wird diese Aufgabe dadurch geloest, dass mindestens eine Keimkammer zur Bildung eines Wurzelvlieses und mindestens eine Klimakammer fuer die Gruenblattbildung bzw. Bestockung des Wurzelvlieses in Gruenfuttermassen an eine Kreisleitung zur Fuehrung der Reaktionsgase von einer in die andere Kammer angeschlossen ist und fuer die Wurzelvliesbildung in der Keimkammer Tassen vorgesehen sind, die aus einem Rahmen bestehen, in welchen verschweisst oder lose ein oder mehre Traggitter eingesetzt sind, welche gegen Durchbiegung unterstuetzt sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Grünfutter aus keimfähigem Saatgut, welches angemaiscbt, in Tassen gefüllt und in eine Keimkammer gebracht wird, in' welcher sich aus dem Saatgut ein Wurzelvlies bildet, aus dem in weiteren, aufeinanderfolgenden Klimakammern auf endlos umlaufenden Bändern eine Grünfuttermasse gebildet wird.
Die Frischfutterversorgung zur Fütterung bzw. Beifütterung von Tieren, insbesonders von Kühen, Schafen, Pferden, etc. stößt sowohl in warmen als auch in kalten ariden Zonen auf große Schwierigkeiten.
Oft ist die bestehende Infrastruktur ausschlaggebend, um Futter aus größeren Entfernungen heranzuschaffen. In vielen ariden Zonen ist es von vornherein ausgeschlossen, Grünfutter herzustellen. Im Freiland heißer arider Wüstengebiete verhindert zumeinst der Wassermangel die Grünfutterproduktion. In Eiswüsten ist diese von vornherein infolge der tiefen Temperaturen ausgeschlossen. ' . >
Es sind bereits zahlreiche Verfahren betreffend die Herstellung von Malz bzw. Grünmalz aus keimfähiger angequollener Gerste, also die bekannte Erzeugung eines Enzymträgers, der insbesondere in der Brauerei und in anderen Zweigen der Gärungstechnik bzw. Lebensmittelerzeugung als solcher angewendet wird, vorgeschlagen worden. .
So beschreibt die AT-PS 187.075 ein Verfahren zur ununterbrochenen Erzeugung von Malz, bei welchem das K-eimgut ohne Unterbrechung mittels einer Fördervorrichtung durch Keim- und Trockenzonen hindurchbewegt wird, wobei das'vorgeweichte Keimgut ein feststehendes, im wesentlichen horizontal gelagertes Rohr mittels einer rotierenden Förderschnecke durchwandert, in welchem Rohr es im Verlaufe der Wanderung unter regelbarer Zufuhr von Luft und Wasser fertig geweicht, dann zu Grünmalz keimen gelassen und dieses unter Zufuhr von heißer Luft gedarrt wird. Bei diesen Verfahren ist eine Blattbildung in großen Mengen nicht vorgesehen.
Die gegenständliche Erfindung hingegen hat 'Sich die Herstellung von Grünfutter zur Aufgabe gestellt, also ' eines pflanzlichen Materials, -bei dem es auf dessen Nährwert, aber nicht in erster Linie auf den Fermentbzw. Enzymgehalt ankommt.
Ziel der Erfindung ·
Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer wirtschaftlichen Anlage zur Ermöglichgung einer raschen Züchtung von Grünfutter aus lagerfähigem Saatgut, z. B-. Cerarien, insbesondere Gerste, in wenigen Tagen. Da die Lagerzeit der Gerste unter Umweltkontrolle auf lange Zeit (Jahre) möglich ist, kann diese Anlage sowohl kontinuierlich als auch jederzeit z. B. für bestimmte Notzeiten eingesetzt werden.
Dieses -Ziel wird dadurch erreicht, daß bei einer Anlage der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß mindestens eine Keimkammer zur Bildung eines Wurzelvlieses
und mindestens eine Klimakammer für die Grünblattbildung bzw. Bestockung des Wurzelvlieses in Grünfuttermassen an eine Kreisleitung zur Führung der Reaktionsgase von einer in die andere Kammer angeschlossen sind, und .für die Wurzelvliesbildung in der Keimkammer Tassen vorgesehen sind, die aus einem Rahmen bestehen, in welchem verschweißt oder lose ein oder mehrere Traggitter eingesetzt sind, welche gegen Durchbiegung unterstützt sind.
Beim Maischen und beim Keimungsprozeß wird weitgehend Kohlensäure und Wasserdampf frei, während in der Phase, in welcher die Grünblattbildung und allenfalls ihre Bestockung und insbesondere die Schoßenbildung mit Hilfe von Licht, durch Photosynthese stattfindet, wird neben C0? auch Sauerstoff frei. Es handelt sich hiebei um zwei gekoppelte Verfahrenssysteme, in welchen sowohl die Kohlensäure aus der Anmaische-und Keimphase, als auch die sauerstoffangereicherte Luft aus der Wachstumsphase·- Im Kreislauf, je nach Gehalt, Bedarf und Analyse geführt wird. Eine geregelte Zufuhr von Frischluft in die Gaskreisläufe ist gleichfalls möglich. . .
Diese Koppelung der Reaktionsgase hat vor allem den Vorteil, daß der .Gaskreislauf innerhalb der geschlos·^ senen Anlage bei fast gleicher Temperatur (z. B. 20 bis 25°c) geführt werden kann, was eine wesentliche Energieeinsparung erbringt, außerdem auch der Wasserdampf der Umlaufatmosphäre erhalten bleibt, was vor allem 'den Wasserhaushalt günstig beeinflußt. Dieser geschlossene Kreislauf bildet die Basis für eine wirtschaftliche Produktion, unbeeinflußt von den standortbedingten geographischen Umweltbedingungen.
Die Phase, welcher in erster Linie ein Atmungsprozeß zugrunde liegt, wird in eine.Anmaisch- und eine Wurzelvliesphase unterteilt, während anschließend eine Grünblattbildung, eine Bestockung und eine Schoßenbildung in einem oder mehreren Klimaräumen durchgeführt werden. Auch kann "eventuell in speziellen Fällen die Schoßenbildung im Freiland mit direktem Sonnenlicht fortgesetzt werden.
Ausführungsbeispiele ·
Die Erfindung wird nachstehend anhand der zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1: eine schematische Darstellung der Anlage,
Fig. 2: einen Querschnitt eines Tassenstapels,
Fig. 3: eine schaubildliche Darstellung zweier · 'Tassenstapel in der Keimkammer,
Fig. 4: eine Ausführungsform einer Tasse im Querschnitt, . '
Fig. 5: eine Einzelheit in größerem Maßstab.
Wie Fig. 1 zeigt, ist zur Aufnahme von keimfähigem Saatgut ein Trichterbottich 1 vorgesehen, unter dem sich ein endloses Umlaufband 2 befindet, aif welches von einer nicht dargestellten Stapeleinrichtung leere Tassen 3 gelangen. Zur Aufnahme der gefüllten Tassen dient ein fahrbares Rahmengestell 4, welches den Transport der Tassen 3 in eine Keimkammer 5 besorgt, die allenfalls mehrere Kahmengestelle 4 aufnehmen kann, und für die Wurzelvliesbildung bestimmt ist. Für die Blattbildung sind zwei aufeinanderfolgende Klimakammern 6,7
vorgesehen,' denen allenfalls eine dritte, 8 oder v/eitere folgen kann bzw. können. Jeder der Klimakammern bis 8 ist an eine zur Keimkammer 5 und zum Trichter-bottich 1 führende Leitung 9 angeschlossen, während eine Leitung 10 vom Bottich 1 und von der Kammer 5 zu den Kammern 6 bis 8 zurückführt, sodaß die beiden Leitungen 9, 10 mit den angeschlossenen Räumen des Bottichs 1 und den Kammern 5 bis 8 einen geschlossenen Gaskreislauf bilden. .
Die Tassen 3 bestehen aus einen Rahmen- 11 mit eingeschweißtem Gitterboden 12, auf welchen vor dan Einfüllen des Saatgutes mindestens eine luftdurchlässige Folie 13, z. B. aus Papier oder einem Kunststoffsieb allenfalls in Falten, wie in Fig. 4 dargestellt ist, gelegt wird. Im Rahmengestell 4 sind die Tassen in der Kammer 5 so gelagert, daß zwischen je zwei Tassen 3 ein Zwischenraum 14 vorgesehen ist, welcher endseitig wechselweise durch eine am unteren Rand des Rahmens angelenkte Schote 15 abgeschlossen ist, sodaß an einem Ende eines Zwischenraumes 14 eintretende Gase, die darüber und die darunter gelegene Tasse durchsetzt und in dem darüber bzw. darunter befindlichen Zwischenraum am anderen Ende austreten muß.
Im Anschluß an die Keimkammer 5 befindet sich eine Hebebühne 16, die vorzugsweise hydraulisch betätigbar ist, und zur Aufnahme des aus der Kammer 5 kommenden Rahmengestells 4 dient. Die Hebebühne 16 übernimmt das Rahmengestell 4 im angehobenen Zustand und.senkt sich schrittweise, wobei in jeder Stellung eine Tasse 3 entleert wird. Zu diesem Zwecke befindet sich die Hebebühne 16 nahe der Stirnseite einer Fördereinrichtung in Form eines endlosen Transportbandes, das mit einem
vorangestellten Messer 1-8 als Tisch ausgebildet ist, welcher um eine Walze 19 nach oben kippbar ist, die sich vor dem Messer 18 befindet. Über der V7alze 19 ist eine, allenfalls mit Stiften bestückte Greifwalze 20 zum Erfassen und zum Transport des auf der Tasse 3 befindlichen Vlieses 31 vorgesehen. Weiters befindet sich an der dem Walzenpaar 19, 20 gegenüberliegenden Seite des Rahmengestells 4 eine nicht dargestellte pneumatische oder hydraulische Ausstoßeinrichtung, durch welche die Tassen 3 aufeinanderfolgend aus dem Rahmengestell 4 bis zu einem Anschlag in den Bereich der Walzen 19, 20 vorgestoßen werden.
In jeder für die autotrophe Phase bestimmten Klimakammer 6 bis 8 befindet sich ein endloses Umlaufband 21 bzw. 22 bzw. 23, welches über Umlenkrollen • in lotrechten Schlangen geführt ist, und in Abständen voneinander zwischen randseitigen Ketten, Seilen od. dgl. Träger 24 in Form von im Querschnitt dreieckigen Stangen aufweist. Zwischen einzelnen oder allen auf- und absteigenden Ästen des Umlaufbandes 21 bis 23 befinden sich Bestrahlungskörper 2.6, von welchen das Züchtungsgut die für sein Wachstum erforderlichen Licht- und Wärmestrahlen erhält. Das Umlaufband 17 führt schräg nach unten zum Umlaufband 21, welches, ebenso, wie die nachfolgenden Umlaufbänder 22 und 23 einen für die Aufnahme des Züchtungsgutes bestimmten, schräg gegen das Innere.des vom Umlaufband eingeschlossenen Raumes verlaufenden Teil 27 bzw. 28 aufweist. Zwischen je zwei UmI auf bändern-'·^? bis 23 ist zwischen dem jeweiligen Abgabeteil-28.und dem gegenüberliegenden Aufnähmeteil 27 ein Übergabeband 29 vorgesehen, welches, ähnlich wie die Umlaufbänder 21 bis 23 als •endloses Band ausgeführt ist und Träger 24 aufweist,
jedoch zum Unterschied von den genannten Bändern horizontal verläuft.
Schließlich sind zusätzliche Leitungen 32' für Frischluft vorgesehen, die zum Zwecke ihrer Unterscheidung von den Leitungen 9, 10 strichliert eingezeichnet sind.
Die erfindungsgemäße Anlage arbeitet in folgender Weise: Die keimfähige Gerste wird mit Wasser, vorzugsweise bis zur optimalen Wasseraufnahme im Trichterbottich angemaischt. Der heterogene Anmaischprozeß stellt einen wesentlichen Arbeitsvorgang der heterogenen Phase dar. Er wird derart geführt, daß der Quellvorgang mit einer optimalen Wasseraufnahme erfolgt und bereits eine Wurzelbildung eingeleitet wird. Das entstehende CO0 wird in den Gaskreislauf einbezogen.
Anschließend wird die Gerste in die am horizontalen Umlaufband 2 gelegenen Tassen direkt auf die Papierfolie od. dgl. aufgeschüttet. Um ein aufgelockertes Wurzelvlies zu erreichen., können auch zusätzlich eine oder mehrere Papierfolien zwischen dem angemaischten Saatgut eingesetzt werden, welche gleichzeitig einen Teil des Cellulosegehaltes für das fertige Futter darstellen«, Die Tassen 3 werden mit Zwischenabständen 14 übereinanderliegend durch Einschieben in das fahrbare Rahmengestell 4 gestapelt/
Diese so gefüllten Tassen ermöglichen eine wei.tgehende Belüftung, wobei darauf zu achten ist, daß die Reaktionstemperatur 30°, vorzugsweise 2τ bis 23°, nicht übersteigt.
Es entstehen dadurch Längs-'und/oder Querkanäle, welche den Atmungsprozeß beschleunigen.und den Gasaustausch O0 bis CO2 begünstigen,und nach einem
C-
späteren Auseinanderziehen der Faltung der Laubblattbildung bzw. für eine Bestockung und Schoßenbildung Platz schaffen. Auch kann zur Oberflächenvergrößerung somit eine bessere Durchlüftung erreicht werden, -wenn die Vlieskultur'samt den Filter- und Siebauflagen räumlich mehrfach gefaltet oder mehrfach schräg übereinander gelegt wird.
Die fahrbaren Rahmengesteile 4 werden samt den eingeschobenen Tassen 3 in die klimatisierte Keimkammer 5 geführt, in welcher die erforderliche Temperatur und Feuchtigkeit durch eine kontrollierte Umlaufluftführung erreicht wird. Durch nicht dargestellte seitlich angebrachte Düsen werden feuchte Luftnebel erzeugt, welche zwischen den Tassen 3, vorzugsweise durch die Gitter-.·' und Filtersysteme dem Keimvorgang zugeführt werden, in der Keimkammer 5 müssen die Reaktionsgase raschest aus dem Wurzelviies ausgetragen werden. . Der Keimvorgang wird so lange durchgeführt, bis s'ich die Wurzeln zu einem dichten Vlies verwachsen, welches bei einer nachträglichen vertikalen Aufhängung selbsttragend ist. Die Luftführung zwischen den Tassen bzw. Vliesen kann, wie Fig. 2 zeigt, über und/oder·durch die Gerstenschichte geführt werden, wobei die Luft mittels der Schikanen 15 gezwungen wird, durch die Auflagegitter hindurchzuströmen. Letzterer Vorgang erfordert eine höhere Luftpressung oder eine Absaugung. Die hier zur Anwendung gelangenden Reaktioiisgase. müssen sauerstoffreich sein, und werden vor allem in den Klimakammer 6 bis 8 gewonnen, während die aus der keimenden Gerste austretenden Gase, welche nach der Formel
(CH2O) + O2 . > CO2 + H2O
reagieren, Kohlensäure und Wasserdampf enthalten, wovon der Wasserdampf teilweise zur Befeuchtung der keimenden Gerste herangezogen und der restliche Wasserdampf mit der Dohlensäure den Klimakammern 6 bis 8 zugeführt wird.
Nach mehreren Tagen v/erden die Rahmengestelle 4 aus der Keimkammer 5 zu klimatisierten, aus den Klimakammern 6 bis 8 bestehenden Anlage geführt, in welcher die Grünblattbildung bzw. die Bestockung und die Schoßenbildung erfolgt. ':
Die Tassen 3 werden einzeln und taktweise auf der Höhe der Walze 19 aus dem Gestellrahmen 4 bis zum Anschlag ausgestoßen? Mit Hilfe der Stachelwalze 20 wird das Wurzelvlies einschließlich seiner Folie von der Tasse 3 abgezogen und dem Abschermesser 18 zugeführt, welches zwischen das Vlies und die Folie eindringt, und wie in Fig. 5 angedeutet ist, die Folie nach unten in einen Behälter 30 ablenkt, während das Vlies 31 auf das Transportband 17 gebracht wird, welches das Vlies in die erste Klimakammer 6 schiebt, in welcher die Grünblattbildung erfolgt.
Die Grünfutteranlage kann, wie erwähnt, einen Klimaraum β oder mehrere Klimaräume 6 bis 8 aufweisen, wobei den Wachstumsphasen, wie Grünblattbildung, Bestocken und Schößen die jeweils erforderlichen ökologischen Bedingungen angeboten werden. In der Grünfutteranlage wird das Gut auf dem vertikal und horizontal geführten Umlaufsystem bewegt. Durch die kurze, schräge. Strecke 27- unmittelbar beim Einlauf der Grünfuttervliese werden diese mit Hilfe der Träger 24 mittig aufgenommen und vorzugsweise über Luftschleusen
- 10 -
in den Klimäraum getragen. Die Träger 24 bzw. Tragbalken sind so ausgebildet, daß es.zu einer Aufspreizung der vertikal hängenden Vliese kommt, und-somit eine weitgehende Belüftung und Bewässerung des Wurzel-.systems ermöglicht wird, wobei die grüne Laubblattbildung bzw. spätere Bestockung oder/bzw. Schoßenbildung auf der Oberseite des Vlieses erfolgt. Auch eine vertikale Aufhängung, sowie das Umwenden um 180° kann erfolgen. \ .
Die Vliese werden zyklisch im Umlauf geführt, wobei sowohl das erforderliche Wasser oder eine Nährlösung regelmäßig zugeführt wird. Zur Laubblatt- oder Sproßbildung bzw. Schoßenbildung wird künstliches und/oder natürliches Zusatzlicht eingesetzt. Aus den Keimanlagen wird Kohlensäure diesen Grünfutterkulturräumen zugeführt, um die Photosynthese rasch voranzutreiben. Durch eine Kompensation mittels Lichtzusatz wird die Respiration weitgehend zurückgedrängt.
Die Vliese werden auf den Umlaufbahnen auf den Tragbalken seitlich derart aufgehängt, daß sie in hintereinander bzw. nebeneinander geführter Folge den jeweiligen Tagesbedarf decken. Es ergeben sich dadurch bei einer 4-tägigen Kultur vier auf den Träger 24 nebeneinanderliegende Grünfutterbahnen. Dies ergibt eine weitere einfache, wirtschaftliche Betriebsführung. Nach Beendigung bestimmter Wachstumsphasen (3 bis 4 Tage) wird die Grünfuttermasse, vorzugsweise mit einer Stachelwalze, vom Gehänge abgezogen,, und in Häckselanlagen zerkleinert. Hiebei ist es möglich, Zusätze wie Kraftfutter, Stroh' der Grünfuttermasse hinzuzufügen, um das erforderliche Tierfutter zu erhalten. Die gesamte Anlage kann zweckmäßig .in einem geschlossenen
Gebäude untergebracht werden, ist mit allen er ford er Iichen Hilfseinrichtungen ausgestattet, z. B. : Nährlösungseinrichtungen, Klimaanlage, Reinigungs- und Sterilisierungseinrichtung, Wasserversorgungsanlage, sowie Meß-, Steuer- und Kegelanlage, um einen weitgehend- reibungslosen Betrieb zu sichern.
Der in Fig. 6 graphisch angedeutete Energiehaushalt zeigt den Energieabbau und -Zuwachs in den einzelnen Phasen des Richtungsprogramms. Wie ersichtlich, ist bis zur Grünblattbildung ein geringer Abbau und dann ein steiler Zuwachs zu verzeichnen.
Claims (4)
- Erfindungsanspr-uch1. Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Grünfutter aus keimfähigem Saatgut, welche angemaischt, in Tassen gefüllt und in eine Keimkammer gebracht wird, in welcher sich aus dem Saatgut ein Wurzelvlies bildet, aus dem in weiteren aufeinanderfolgenden Klimakammern auf endlos umlaufenden Bändern eine Grünfuttermasse gebildet wird, dadurch' gekennzeichrnet, daß mindestens eine Keimkammer (5) zur Bildung eines Wurzelvlieses und mindestens eine Klimakammer (6 bzw. 7 bzw. 8) für die Grünblattbildung bzw. Bestockung des Wurzelvlieses in Grünfuttermassen an eine Kreisleitung (9, 10) zur Führung der Reaktionsgase von einer in die andere Kammer (5 bzw. 6 bzw. 7 bzw. 8) angeschlossen sind, und für die Wurzelvliesbildung in der Keimkammer (5) Tassen (3) vorgesehen sind, die aus einem Rahmen (11) bestehen, in welchem verschweißt .oder lose ein oder mehrere Traggitter (12) eingesetzt sind, welche gegen Durchbiegung unterstützt sind.
- 2. Anlage nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tassen (3) horizontal liegend, in Abstand voneinander in einem fahrbaren Gestellrahmen (4) über Gleitflächen oder Rollenleitprofile'übereinander gestapelt sind.
- 3. Anlage nach Punkt 1,-dadurch gekennzeichnet, daß auf einem weitmaschigen Traggitter (12) ein oder mehrere Schichten von luftdurchlässigen Gewebegitter, Netzen, Folien, Papier (13) od. dgl. sowie aus Metall, Kunststoff, Textil od. dgl. -aufgelegt ist»
- 4. Anlage nach Punkt 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Draht-, Kunststoff und Papierschichten für eine spätere Oberflächenvergrößerung bzw. eine bessere Durchlüftung gewellt,' gefaltet, gebuckelt sind oder Erhöhungen aufweisen.Zeldinungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD22884881A DD157882A5 (de) | 1981-04-01 | 1981-04-01 | Anlage zur kontinuierlichen herstellung von gruenfutter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD22884881A DD157882A5 (de) | 1981-04-01 | 1981-04-01 | Anlage zur kontinuierlichen herstellung von gruenfutter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD157882A5 true DD157882A5 (de) | 1982-12-15 |
Family
ID=5530048
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD22884881A DD157882A5 (de) | 1981-04-01 | 1981-04-01 | Anlage zur kontinuierlichen herstellung von gruenfutter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD157882A5 (de) |
-
1981
- 1981-04-01 DD DD22884881A patent/DD157882A5/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE68923877T2 (de) | Verfahren und vorrichtung für die hydroponkultur. | |
| DE2351508A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum zuechten von pflanzen | |
| DE3049742C2 (de) | Anlage zur Massenproduktion von Eiern eines Insekts | |
| EP3272200B1 (de) | System und verfahren zur kultivierung und ernte von pilzen | |
| DE202010012739U1 (de) | Vorrichtung zur Aufzucht einer oder mehrerer Pflanzen | |
| CH621234A5 (de) | ||
| DE2047820A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur hydroponi sehen Kultivation von Pflanzen | |
| DE2558574A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum aufziehen von pflanzen | |
| CH712019B1 (de) | Verfahren und Anlage zu dessen Durchführung, zum industriellen Anbauen, Ziehen, Ernten, Waschen, Verpacken, Etikettieren und Kühllagern von Pflanzen, insbesondere von Salaten, Gemüsen oder Feldfrüchten. | |
| AT398358B (de) | Verfahren zum züchten von pflanzen und zuchtbeutel zur durchführung des verfahrens | |
| DE69009312T2 (de) | Verfahren für die Hydrokultur von Pflanzen sowie Wachstumsvorrichtung und System zur Ausführung dieses Verfahrens. | |
| DE2846604A1 (de) | Verfahren zur produktion von pilzen, insbesondere champignons und anlage zur durchfuehrung dieses verfahrens | |
| DE3434486A1 (de) | Verfahren und anlage zum kultivieren von saprophytisch lebenden pilzen | |
| DD157882A5 (de) | Anlage zur kontinuierlichen herstellung von gruenfutter | |
| DE69210420T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum ernten von pflanzen | |
| EP4062749B1 (de) | Vorrichtung und verfahren zur aufzucht von pflanzen | |
| EP0078964A1 (de) | Verfahren zum Betrieb eines Gewächshauses und Gewächshaus zum Durchführen des Verfahrens | |
| AT364599B (de) | Anlage zur kontinuierlichen herstellung von gruenfutter | |
| AT390053B (de) | Kompostieranlage | |
| DE3109246A1 (de) | "anlage zur kontinuierlichen herstellung von gruenfutter" | |
| CH719014B1 (de) | Gewächshaus. | |
| EP4082330A1 (de) | Mikroklimatisches gewächshaus mit automatisiertem wachstumsbereich und einer vielzahl von keimtischen | |
| DE2726176C3 (de) | Champignonzuchtanlage | |
| DE2535057A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur durchfuehrung der pilzzucht | |
| CH672122A5 (de) |