DD158234A1 - Verfahren zur aufarbeitung von glasschlamm - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufarbeitung von oelhaltigem Glasschlamm, der bei der zerspanenden Trennung von Glas unter Verwendung von oelhaltigen Kuehlschmiermitteln anfaellt. Ziel der Erfindung ist die Aufarbeitung nach einfacher Technologie, kostenguenstig, mit geringem Energiebedarf und Gewinnung verwertbarer Produkte, mit der Aufgabe, durch Zusatz geeigneter Mittel die oelhaltigen Glasschlaemme in Oel- und Glasanteile zu trennen. Es wurde gefunden, dass oelhaltige Glasschlaemme durch Vermischen mit Waschlauge mit einem pH > 10, wobei die Waschlauge ein stark alkalisch reagierendes Netzmittel enthaelt, im Verhaeltnis Glasschlamm zu Wasser wie 1 : 0,5 bis 1 : 2 Ma.- Teilen bei Temperaturen v. 40 bis 100 Grad C und anschliessendem Absetzen in einer Beruhigungszone in die Phasen waessriger Glasschlamm, Waschlauge und Oel getrennt werden.
Description
1. IVe 1981
iüitel der Erfindung '
Verfahren zur Aufarbeitung von Glasschlamm Anwendungsgebiet dex1 Erfindung
JDie Erfindimg betrifft.©inVerfahren zur Aufarbeitung von ölhaltigem Glas schlamm 5 dor bei der zerspanenden kennung von Glas unter Verwendung von öligen KLüssigkoiten als Kühlschmiermittel anfällt«
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Während für dünnwandiges Glas beziehungsweise Halbzeug,, wie Flachglas j Eohre und dergleichen eine (&?ennung durch Anritzen und Brechen sowie Abschmelzen üblich ist, werden Halbzeuge für optische Gläser oft durch zerspanende !Trennung aus Blöcken und anderen großvolumigen Körpern hergestellt. Diese zerspanende Trennung ist nur unter Verwendung von'Kühlschmierflüssigkeiten möglich* Als Eühlschmierflüssigkeiten haben sich u» a« besonders Mineralölfraktione: wie beispielsweise Petroleum und andere Kohlenwasserstoffgemische mit genügend hohem Plammpunkt und entsprechender Viskosität sowie geringer Toxisität bewährt« Das bei der zerspanenden .Trennung des Glases entstehend© Glasmehl wird von der Eühlschmiorflüssigkeit aufgenommen und ©inem System von Absitzbehältern zugeführt« Dort setzt es sich als ölhaltiger Glasschlamm ab und wird olme weitöre Behandlung deponiert odor im freien abgebrannt»
§§-,£ Gas* fe#
Beide Methoden führen au erheblichen Umweltbelastungen clurch die Gefahr der Verölung.des Grundwassers, beziehungsweise durch starke Eußentwicklung beim Abbrennen. Ein vollständiges Verbrennen der ölhaltigen Bestandteile ist dabei nicht gewährleistet. Eine energetische Nutzung der Ölbestandteile des Glasschlammes -ist wegen der niedrigen Schmelztemperatur des Glases nicht bzw« nur bedingt möglich. Desgleichen besteht keine Möglichkeit der stofflichen Verwertung des ölhaltigen Glasschlammes,
Ziel der Erfindung · .
Ziel der Erfindung ist ein Verfahren zur Aufarbeitung von .ölhaltigem Glasschlamm, wobei die Aufarbeitung nach einfächer Technologie s kostengünstig und mit geringem Energiebedarf erfolgen soll,.um verwertbare Produkte zu gewinnen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Nach den bekennten Verfahren werden ölhaltige Glasschlämme entweder in. Deponien gelagert oder im Freien ausgebrannt, wobei starke Umweltbelastungen auftreten. Stoffliche und energetische Verwertungen sind nicht bekannt» Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, das es gestattet, ölhaltige Glasschlämme durch Zusatz geeigneter Mittel in öl- und Glasanteile zu trennen, um das öl als Kühlschmiermittel zurückzugewinnen und die Glaspartikel als Sekundärrohstoffe nutzen zu können.
Es wurde gefunden, daß ölhaltige Glasschlämme durch Vermischen mit Waschlauge mit einem pH 7 10, wobei die Waschlaug© ein stark alkalisch reagierendes Netzmittel enthält, im Verhältnis Glasschlamm zu Wasser wie 1 zu 0,5 bis 1 zu
2 Mae-Teile bei Temperaturen von 40 bis 100 0O und anschließendem Absetzen in einer Beruhigungszone in die Phasen wässriger. Glas'schlamia, Waschlauge und Öl getrennt wird.
- 3. - ' L· L· Ό
Erfindungsgemäß wird der aus dem Öl abgeschiedene ölhaltige Glasschlamm mit der Waschlauge intensiv gemischte Dabei wird auf eine Temperatur von 40 bis 100 0O aufgeheizt, wobei das Öl durch die Waschlauge von der Oberfläche der Glasteliehen verdrängt wird. Als alkalisch reagierende Netzmittel können alle im Temperaturbereich von 40 bis 100 0G voll wirksamen Netzmittel, ,wie beispielsweise handelsübliche Industriereinigungsmittel und Waschmittel eingesetzt werden» Es kommen nur solche Produkte zur Anwendung, die bei ausreichender Absenkung der Oberflächenspannung eine gute Umnetsung aufweisen, aber mit dem öl ked.ne stabile Emulsionen bilden, Nach dieser Behandlung trennt sich das Gemisch in kurzer Zeit in die Blasen wässriger Glasschlamm, Waschlauge und öl,
' Das zurückgewonnen© öl wird dem Zerspanungsprozeß als Kühl· . Schmieröl wieder zugeführt« Die Waschlauge wird erneut zur Trennung des ölhaltigen Glasschlammes eingesetzt« Die restliche Waschlauge wird durch bekannte mechanische !Flüssig«- keitsabtrennverfahrsri aus dem wässrigen Glasschlamm zurück· gewonnen«,
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung wird nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert*
In eine Waschlauge, bestehend aus 99 kg Wasser und 1 kg Waschmittel Fedapon SR werden 100 kg ölhaltiger Glasschleim unter Rübren auf 90 0O erwärmt«, Nach -30 Minuten Absitzzeit erfolgt ©in nochmaliges mäßiges Rühren von 5 Minuten» Nach . ' einstündigem Absitzen erhält man 23 kg Öl und 103 kg wässrigen Glasschlamm mit. einem Peststoff go halt von 70 Mao=%e
~ Il mm
Beispiel 2; .
Zu einer Waschlauge, bestehend aus '99 kg V/asser und 1 kg Waschmittel Fedapon SH werden 4Ό kg ölhaltiger Glasschlamm unter Rühren auf 55 0G erwärmt. Fach dem Absitaen und nochmaligen mäßigen Rühren setzt sich die Suspension in 3 Phasen abβ Es werden 12 kg öl und 43 kg wässriger Glasschlamm mit einem Feststoffgehalt von 65 Ma.-% abgenommen,
Dis Vorteile des Verfahrens bestehen darin,· daß
- das Kühlschmiermittel zurückgewonnen wird,
- keine umweltbelastende. Deponie erforderlich ist,
- die Waschlauge als Trennmittel mehrmals verwendet werden kann,
- der Glasabrieb als Sekundärrohstoff genutzt werden kann, • ·- die Pumpfähigkeit des wässrigen GlasSchlammes gegenüber dem ölhaltigen Glasschlamm ermöglicht wird.
Claims (1)
- •.-$-/2294ErfindungsanspruchVerfahren zur Aufarbeitung von Glasschiamm9 der "bei der zerspanenden Trennung von Glas unter Verwendung vonöligea Flüssigkeiten als Kühlschmiermittel anfällt, in seine öl-•und Glasanteile, gekennzeichnet dadurch, daß der ölhaltige Glasschlamm mit Waschlauge.mit einem pH > 10, wobei die Waschlauge ein stark alkalisch reagierendes Hetsmittel enthält, im Verhältnis Glasschlamm su Wasser wie 1 s 0,5 his 1 : 2 Ma.-Teilen bei Temperaturen von 4-0 bis100 0C intensiv vermischt und nach anschließendem Abset-2©n in einer Beruhigungseone die Phasen wässriger Glas» schlamms Waschlauge und Öl getrennt abgenommen werdenβ ·
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1981
- 1981-04-23 DD DD22944381A patent/DD158234A1/de unknown
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