DD158377A1 - Steuerung von schwingsystemen in wendetrommeln - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Steuerung von Schwingsystemen in Wendetrommeln von Schoen- und Widerdruckmaschinen, in denen der Bogen nach dem Prinzip der Hinterkantenwendung gewendet werden kann. Die Aufgabe, die Steuerung in Wendetrommeln so auszugestalten, dass trotz Kopplung beider Schwingsysteme bei der Bogenuebergabe/-uebernahme in der Wendetrommel in der Einschwingphase des Saugerschwingers beide Schwingsysteme einen voneinander unabhaengigen Bewegungszyklus aufweisen, wird dadurch geloest, dass zum zeitweiligen Antrieb des Saugerschwingers an den Schwingsystemen ein Kurvengetriebe angeordnet ist.
Description
Steuerung von Schwingsystemen in Wendetrommeln
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Steuerung von Schwingsystemen in Wendetrommeln von Schön- und Widerdruckmaschinen, in denen der Bogen nach dem Prinzip der Hinterkantenwendung gewendet werden kann, wobei ein Schwingsystem den Bogen vom vorgeordneten Bogenführungszylinder übernimmt, nach einer Schwingbewegung den Bogen an ein ebenfalls eingeschwungenes zweites Schwingsystem übergibt, welches wiederum in ausgeschwungener Stellung den Bogen an den folgenden Zylinder mit der Hinterkante voran gewendet übergibt .
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Derartige Steuerungen von Schwingsystemen in Wendetrommeln sind durch die DD-PS 59 799 bekannt. Gemäß dieser Druckschrift wird der Bogen durch einen Saugerschwinger vom vorgeordneten Druckzylinder angesaugt, an einen Greiferschwinger in eingeschwungene Lage übergeben und danach vom Greiferschwinger an den folgenden Zylinder übergeben. Die Schwingsysteme sind mittels Zahnsegmente wobei der Antrieb über den Saugerschwinger erfolgt un
somit die Schwingbewegung des Saugerschwingers auf den Greiferschwinger übertragen wird.
Nachteilig an dieser Steuerung der Schwingsysteme ist, daß infolge der direkten Kopplung von Greifer- und Saugerschwinger durch Zahnsegmente beide Schwingsysteme während des gesamten Bogenwendezyklus verbunden sind und somit bei gleichem Übersetzungsverhältnis ein voneinander abhängiger Bewegungszyklus gegeben ist. Dadurch treten bei hohen Maschinendrehzahlen große Massenkräfte zur Begrenzung der Maschinenlaufleistung auf, die einer günstigen Gestaltung einzelner Bewegungsabschnitte des Bogenwendevorganges, wie z. B. Einschwingen der Schwingsysteme und einer maschinendynamischen Optimierung der Steuerung entgegenstehen und somit die maximale Maschinenlaufleistung begrenzen.
Ungekoppelte Schwingsysteme sind durch die DD-PS 127 935 bekannt. Gemäß dieser Einrichtung sind unterschiedliche Schwingwinkel für Greifer- und Saugerschwinger erzielbar. Die Trennung der Schwingsysteme hat jedoch den Nachteil, daß eine genaue Bogenübergabe vom Sauger- an den Greiferschwinger nicht möglich ist.
Ziel der Erfindung
Durch die Erfindung wird das Ziel verfolgt, die Steuerung von Schwingsystemen in Wendetrommeln so zugestalten, daß die beim Wendevorgang auftretenden Massenkräfte klein gehalten werden und somit einer Leistungssteigerung nicht entgegenstehen.
Aufgabe der Erfindung
Es ist Aufgabe der Erfindung, die Steuerung von Schwingsystemen in Wendetrommeln so zugestalten, daß trotz Kopplung beider Schwingsysteme bei der Bogenübergabe/-Übernahme in der Wendetrommel, in der Einschwingphase des Saugerschwingers beide Schwingsysteme einen voneinander unabhängigen Bewegungszyklus aufweisen.
- 3 - / / a / ff H U
Wesen der Erfindung
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß zum zeitweiligen Antrieb des Saugerschwingers an den Schwingsystemen ein Kurvengetriebe angeordnet ist und daß der Rollenhebel des Kurvengetriebes zentrisch zur Mitte der Schwingwelle des Greiferschwingers und die Steuerkurve zentrisch zur Mitte der Schwingwelle des Saugerschwingers angeordnet ist. Weiterhin ist die Steuerkurve zentrisch zur Mitte der Schwingwelle des Greiferschwingers und dei Rollenhebel exzentrisch zu den Schwingwellen angeordnet und mit dem Rollenhebel ein weiteres Zahnsegment, das in das Zahnsegment des Saugerschwingers eingreift, verbunden. Die Erfindung ermöglicht in kritischen Phasen der Bogenwendung einen voneinander unabhängigen Bewegungszyklus der Sohwingsysterne, Die durch das Schwingen der Schwingsysteme auftretenden Massenkräfte können dadurch klein gehalten werden und wirken sich somit nicht nachteilig auf eine Leistungssteigerung und auf das Druckergebnis aus.
Ausführungsbeispiel
An einem AusfUhrungsbeispiel soll nachfolgend die Erfindung näher erläutert werden
In den Zeichnungen zeigt:
Figur 1: Wendetrommel in verschiedenen Phasen der Bogenwendung in vereinfachter Darstellung
Figur 2: Schwingsysteme in der Stellung beim Abnehmen des Bogens vom vorgeordneten BogenfUhrungszylinder, wobei in einer anderen Ausführungsform das dem Schwingsystemen zugeordnete Kurvengetriebe über einen exzentrisch zu einer der Schwingwellenmitten.gelagerten Rollenhebel mittels Stirnradzwischenstufe am Saugerschwinger indirekt angreift.
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Figur 3' Vereinfachter Bewegungsplan der Schwingsysteme während einer Drehung der Wendetrommel im SW~Druck,
Figur 1 zeigt eine Wendetrommel 2 einer Schön- und Widerdruckmaschine in verschiedenen Bewegungsphasen während der Bogenwendung sowie die benachbarten Bogenführungszylinder 1; 3. Die Schwingsysteme 4; 5 der Wendetrommel 2 bestehen im Ausführungsbeispiel aus einem Saugerschwinger 4 mit dem Saugerkopf 4V'1 und einem Greiferschwinger 5 mit dem Greiferaufschlag 5.1 und Greiferzunge 5.2, Die Schwingsj^steme 4; 5 sind an den Schwingwellen 6; 7 angeordnet, die in der Wendetrommel 2 drehbar gelagert sind* Weiterhin sind an den Schwingwellen 6; 7 Zahnsegmente 8; 9 befestigte Den Schwingsystemen 4; 5 ist außerdem ein Kurvengetriebe 10, bestehend aus an der Schwingwelle 7 drehfest gelagertem Rollenhebel 10.1 mit Führungsrolle 10,2 und an der Schwingwelle 6 angeordneter Steuerkurve 10,3, zugeordnet. Die ausgeschwungene Lage des Greiferschwingers .5 wird durch den Anschlag 11 und des Saugerschwingers 4 durch den einstellbaren Anschlag 12 begrenzt, wobei an dem Saugerschwinger 4 ein nicht dargestelltes Federsystem angreift.
In der Figur 2 ist die Kopplung der Schwingsysteme 4; 5 in einer anderen Ausführungsform dargestellt, wobei zentrisch zur Mitte des Greiferschwingers 5 eine Steuerkurve 10.3 an der Schwingwelle 7 befestigt ist und der Rollenhebel 1.0.1 exzentrisch zu den Mitten der Schwingwellen 6; 7 in der Wendetrommel 2 im Drehpunkt 1.9 drehbar gelagert ist«
In einem bestimmten Bewegungsbereich wirkt dieser Rollenhebel 10,1 mit einem zentrisch zur Mitte des Rollenhebels 10.1 drehbar gelagerten weiteren Zahnsegment 14 durch den Anlagebolzen 15 zusammen und treibt dabei das auf der Schwingwelle 6 befestigte Zahnsegment 8 und damit den Saugerschwinger 4 an. Außerdem sind diesen Schwingsystemen 4; 5 ein Federsystem 16 und ein Anschlag 12 am Saugerschwinger 4 und ein Anschlag 11 am Greiferschwinger 5 zugeordnet. Der Rollenhebel 13 wird durch eine Druckfeder 17 an die Kurve 10.3 angedrückt.
In weiteren, nicht dargestellen Ausfuhrungsbeispielen kann die Kurve 10.3 auch exzentrisch zu den Mitten der Schwingwellen 6;
oder der Rollenhebel 13 zentrisch zur Mitte der Schwingwelle 6 oder die Steuerkurve 10.3 und der Rollenhebel 13 exzentrisch zu den Mitten der Schwingwellen 5; 6 und weitere zugehörige Zahnsegmente 14 angeordnet werden.
In den dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispielen ist vorzugsweise nur ein nicht näher erläuterter bekannter Schwing» antriebsmechanismus vorgesehen, der an dem Greiferschwinger 5 angreift, der den Bogen 18 an den folgenden Bogenführungszylinder 3 übergibt. Der bekannte Schwingantriebsmechanismus ist nicht Gegenstand der Erfindung, Er ist allgemein bekannt und könnte beispielsweise so ausgeführt sein, wie in der DD-PS 59 79! ...) dargestellt. In einer vorteilhaften Ausführungsform ist den Zahnsegmenten 8; 9 ein Übersetzungsverhältnis von i<1, z. B, 1 ί 3» 1 : 4, vorgegeben,
In Figur 2 ist weiterhin ein nicht weiter beschriebenes bekannte! Bogenleitelement 13 dargestellt.
Figur 3 stellt einen vereinfachten Bewegungsplan des Sauger- und des Greiferschwingers 4; 5 einer Wendetrommel während des Drehwinkels J dar. Darin sind die Umfangsgeschwindigkeiten des Greifer- und des Saugerschwingers 4; 5 v„ bzw. Vg als Funktion ν = f (_/ ) aufgetragen.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung im Schön- ~n . und Widerdruck ist folgende:
} Der vom Bogenführungszylinder 1 geförderte Bogen 18 wird vom Saugerkopf 4.1 des Saugerschwingers 4 im Tangentenpunkt t.. ρ an der Hinterkante erfaßt.
Infolge nun einsetzenden Antriebs mittels Kurvengetriebe 10 gemäß Figur 1 bzw. mittels Kurvengetriebe 10 und zwischengeschal tetem weiteren Zahnsegment 14 gemäß Figur 2 wird der Saugerschwinger 4 durch den am Greiferschwinger 5 angreifenden, nicht dargestellten Schwingantriebsmechanismus während des Bewegungsbereichesjf , gemäß Figur 3 so lange beschleunigt, bis die zu einem stoßfreien Zahneinlauf erforderlichen gleichen Umfangsgeschwindigkeiten der Zahnsegmente 8; 9 erreicht sind. Der Saugerschwinger 4 steht nunmehr mit dem Greiferschwinger 5 direkt und formschlüssig in Verbindung, so daß die zur lagegenaüen Bogenübergabe erforderliche direkte Kopplung der Schwing-
systeme 4; 5 hergestellt ist, bis der Bogen 18 in einer eingeschwungenen Lage der Schwingsysteme 4; 5 vom Saugerschwinger 4 an den Greiferschwinger 5 übergeben und zwischen Greiferaufschlag 5.1 und Greiferzunge 5.2 geklemmt wird.
Der Ausschwingvorgang von Saugerschwinger 4 und Greiferschwinger 5 verläuft so lange parallel (Bewegungsbereich J β), wie die Zahnsegmente 8; 9 im Zahneingriff stehen. In dem daran anschließenden BewegungsbereichJ „ wird der Saugerschwinger 4 durch das Kurvengetriebe 10 an den einstellbaren Anschlag 12 stoßfrei angelegt und durch das Federsystem 16 in dieser Lage gehalten, während der Greiferschwinger 5 weiterhin die durch den nicht dargestellten Schwingantriebsmechanismus vorgegebene Geschwindigkeit bei- behält (Bewegungsbereich_f E) und somit eine äußere durch den Anschlag 11 begrenzte Endlage erreicht, so daß während des-Passierens des Tangentenpunktes to. ο durch den Greiferschwinger 5 der Bogen 18 an den folgenden Bogenführungszylinder 3 übergeben werden kann*
Wach der Bogenübergabe verharren die Schwingsysteme 4; 5 in dieser Lage und erst ab einem bestimmten Bereich J j, vor. dem Tangentenpunkt t., . ο beginnt der Greiferschwinger 5 einzuschwingen, ohne daß der Saugerschwinger 4 seine durch Federsystem 16 und Anschlag 12 vorgegebene Lage ändert und Bogenleitelemente 13 bis unmittelbar an den Saugerkopf 4«1 heran den Bogen 18 am vorgeordneten Bogenführungszylinder 1 halten, bis sich ein erneuter Bogenwendezyklus anschließt.
In den Bewegungsbereichen j . und $ E wird der Saugerschwinger 4 somit über das Kurvengetriebe 10 bewegt; im Bereich j' g sind Sauger- und Greiferschwinger 4; 5 mittels Zahnsegmenten 8; 9 gekoppelt. In den Bewegungsbereichen J°^ und f E wird nur der Greiferschwinger 5 gesteuert.
Claims (3)
1. Steuerung von Schwingsystemen in Wendetrommeln von Schö'n- und Widerdruckmaschinen, in denen der Bogen nach dem Prin-
, ' zip der Bogenhinterkantenwendung gewendet wird, wobei das Schwingsystem aus einem den Bogen vom vorgeordneten Bogenführungszylinder abnehmenden Saugerschwinger und einem den Bogen nach Übernahme an den nachfolgenden Zylinder abgebenden Greiferschwinger besteht und die beiden Schwingsysteme "- "während der Bogenübergabe in der Wendetrommel mittels Zahnsegment gekoppelt sind, gekennzeichnet dadurch, daß zum zeitweiligen Antrieb des Saugerschwingers (4) an den Schwingsystemen (4; 5) ein Kurvengetriebe (10) angeordnet ist.
2. Steuerung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Rollenhebel (10.1) des Kurvengetriebes (10) zentrisch zur Mitte der Schwingwelle (7) des Greiferschwingers (5) und die Steuerkurve (10.3) zentrisch zur Mitte der Schwingwelle (6) des Saugerschwingers (4) angeordnet sind.
3. Steuerung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Steuei kurve (10.3) zentrisch zur Mitte der Schwingwelle (7) des Greiferschwingers (5) und der Rollenhebel (10.1) exzentrisch zu den Schwingwellen (6; 7) angeordnet sind und daß mit dem Rollenhebel (10.1) ein weiteres Zahnsegment (14), das in das Zahnsegment (8) des Saugerschwingers (4) eingreift, verbunden ist.
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Also Published As
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