DD158510A1 - Antischaummittel - Google Patents

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DD158510A1
DD158510A1 DD22986281A DD22986281A DD158510A1 DD 158510 A1 DD158510 A1 DD 158510A1 DD 22986281 A DD22986281 A DD 22986281A DD 22986281 A DD22986281 A DD 22986281A DD 158510 A1 DD158510 A1 DD 158510A1
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DD
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hydrocarbons
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additive
extract
biolipid extract
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DD22986281A
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Inventor
Martin Hoffmann
Heinz Seidel
Beate Voigt
Original Assignee
Martin Hoffmann
Heinz Seidel
Beate Voigt
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Antischaummittel auf der Grundlage von Mineraloelen, Kohlenwasserstoffen, Paraffinoelen sowie anoxydierten und anverseiften Paraffinrueckstaenden und einem Zusatz zur Verbesserg.der Entschaeumerwirkung. Erfindungsgemaess wird als Zusatz Biolipidextrakt, ein Nebenprodukt aus der mikrobiologischen Fermentation von Kohlenwasserstoffen, oder eine aus dem Biolipidextrakt gewinnbare Extraktfraktion, in Mengen von 1-10 %,vorzugsweise 2-6 %, verwendet.

Description

Antischaummittel
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die erfindungsgemäßen Antischaummittel können zur Unterdrückung, Hemmung oder Zerstörung von Schaum in biologischen Abwasserreinigungsanlagen, bei der Neutralisation fetthaltiger Abwässer aus Metallreinigungsanlagen, bei~der Yerarbeitung von Gülle, bei den Prozessen der Papierherstellung und der Oberflächenveredlung von Papieren, beispielsweise durch Streichen, sowie bei Verfahren der Textilveredlung oder der Teztilfärberei eingesetzt werden»
Char akter ist ik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß zur Schaumverhinderung oder Schaumzerstörung in Abwässern, in den Prosessen der Papierhersteilung oder -Veredlung oder in den Prozessen der Textilveredlung oder -färberei Produkte auf Basis von Mineralölen, Kohlenwasserstoffen sovjie Paraffinölen angewendet werden» Diese Produkte enthalten neben den angeführten schaumdämpfenden oder schaumzerstörenden Komponenten Emulgatoren, um die Mineralöle, Kohlenwasserstoffe oder Paraffinöle in Wasser dispergisrbar zu machen.
Dieser Effekt kann auch erreicht werden-, indem die genannten Komponenten anoxydiert und die dabei entstandenen Carboxylgruppen verseift werden.
Diese Antischaummittel haben eine für die industrielle Verwendung häufig nur teilweise befriedigende Entschäumerwirkung. Es müssen folglich für die Schaumbekämpfung erhebliche Mengen an Antischaummittel!! eingesetzt werden, flas hohe Kosten mit sich bringt und eine erhebliche Umweltbelastung darstellte
Es ist weiterhin bekannt, daß Verbindungen, die durch saure oder alkalische Hydrolyse von Biolipidextrakt erhalten werden, zusammen mit einem Mineralöl wirksame Antischaummittel ergeben (DS-OS 1 95.6 303).
Der Biolipidextrakt fällt bei der mikrobiologischen Fermentation von Kohlenwasserstoffen mit Hefen oder Bakterien nach Extraktion der Biomasse mit niedrigsiedenden Lösungsmitteln in großen Mengen an» Die Verfahren zur Hydrolyse dieser Stoffe, die mit der Extraktion der dabei freigewordenen Fettsäuren verbunden sein können, verursachen ,jedoch hohen technischen und zeitlichen Aufwand.Zudem sind die für eine wirksame schaumverhindernde oder schaumhemmende Wirkung erforderlichen Sinsatzmengen der Hydrolysate oder der aus ihnen extrahierten Fettsäuren noch und können bis zu 25 % des Antischaummitteis betragen» Die dadurch im Mittel enthaltenen hohen Fettsäureanteile bewirken in alkalischen Medien aufgrund der unter diesen Bedingungen erfolgenden Verseifung eine Herabsetzung der entschäumenden wirkung.
Zig3. der. ±;rf indung
Siel der Erfindung ist ein Mittel, .mit dem bei geringen Sinsatzmengen eine wirksame Unterdrückung oder Zerstörung von Schauia erreicht wird und das unter Verwendung kosten-
günstiger und in ausreichender Menge zur Verfügung stehender Rohstoffe hergestellt werden kann.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Wirksamkeit von Antischaummitteln auf Basis von anosydierten und anverseif ten Paraffinrückständen, Mineralölen, Kohlenwasserstoffen oder Paraffinölen durch einen geeigneten Zusatz zu verbessern.
Ss nur de gefunden, daß diese Aufgabe gelöst viird, wenn als Zusatz ein chemisch unbehandelter Biolipidextrakt oder eine aus diesem durch Behandlung mit Aceton nach bekannten Verfahren (WB /ή 51 UuJ- ) gewinnbare Fraktion angewendet wird.
Der Biolipidexferakt oder die abgetrennte Fraktion wird dem Entschäumergemisch aus Mineralöl, Kohlenwasserstoffen, Paraffinölen oder anoxydierten und anverseiften Paraffinrückständen oder Gemischen davon durch einfaches Sinrühren bei Raumtemperatur zugesetzt. Erfindungsgemäß betragen die erforderlichen Einsatzmengen 1-10 >S, vorzugsweise 2 - 6 %, bezogen auf das Entschäumergeraisciu -Sin so hergestelltes Antischaummittel kann in üblicher Weise auf oder in die zu entschäumende Lösung gebracht werden. Die Intschäumer^irkung der vorgeschlagenen Mittel geht weit über die additive Wirkung hinaus, daha, man erhält einen ausgesprochen synergistischen Sffekt, Deshalb gestattet die Anwendung der gemäß dieser Erfindung vorgeschlagenen Antischaummittel gegenüber den bekannten Mitteln eine erhebliche Senkung der Einsatzmengen bei gleicher Sntschäumerwirkung. Damit verbunden sind eine Verringerung der ICosten für die Schaumbekämpfung und positive Auswirkungen auf die Umwelt. Die erfindungsgsmäß hergestellten Mittel behalten außerdem auch im alkalischen Bereich ihre Wirksamkeit. Gleichzeitig wird eine ökonomisch vorteilhafte Verwertung
_ it. -
von Nebenprodukten aus mikrobiologischen "/"erfahren erreicht.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Baispiele näher erläutert.
Ausführungsbeispiel Beispiel 1
Eine Statschäumermisehung aus 60 % eines Kohlenwasserstoffgemisches mit einem Siedepunkt über 520 K und 40 % eines anoixydierten, teilverseiften Paraffinrückstandes V3ird mit den in Tabelle 1 angegebenen Mengen eines Biolipidextraktesversetzt .
Der verwendete Biolipidexfcrakt hat folgende Zusammensetzung:
Phosphatide Glyceride
freie Fettsäuren sonstige biogene Inhaltsstoffe
Kohlenwasserstoffe der Siedelage etwa 520 bis 6,50 E
Die Prüfung der Ent^ohäumerviirkung erfolgt bei pH 7 und 298 K nach einer modifizierten Ross-Miles-Methode. Dabei läßt man aus einem Scheidetrichter, der am Auslaufrohr eine Stahlkapillare trägt, 500 ml der Prüflösung in einen 1000-ml-Meßzylinder einfließen, in dem 50 ml der Prüflösung vorgelegt sind. Der Abstand zwischen Flüssigkeitsoberfläche im Meßzylinder und Austrittsöffnung der Stahlkapillare beträgt dabei 450 mm. Gernessen wird das gebildete Sciiauaivoluraen 1 min und 3 min nach Abreißen des F'lüssigkeitsstrahles» Dabei vJird das Schaumvolumen einer Prüflösung mit einem Gehalt ,an Oj09 % waschaktiver Substanz ohne und mit Zusatz von Antischaummittel verglichen« Als naschaktive Substanz wird ein Alkansulfonat (I' 30, TS3 Leuna-7/erke) verwendet.
34 ,5 /O
17 %
5 ,5 %
2 ,5 To
40 .9 C7
Die Sinsatzmengen an Antischaummittel betragen jeweils 0,01 %,. bezogen auf die Prüflösung·
.Als MaB für die Entschäumerwirkurtg ^ird der folgende Ausdruck berecJb.net:
Ent s chäumerrc ir kung
Schaumvolumen mit Antischaummittel
Schaumvolumen ohne Antischaummittel
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengefaßt. 'Tabelle 1
Entschäumermischung/Biolipidextrakt Sntschaumervjirkung (Jb) nach Massenverhältnis 1 min 3 min
100 ί 0 99 : 1 97,5 : 2,5 95 : 5
37 39
76 90
89 92
92 95
Beispiel 2
Aus einem Biolipidextrakt wird durch Yerrühren mit der doppelten Menge Aceton der Phosphatidanteil ausgefällt, Die Acetonfraktion \nird abgetrennt und das Lösungsmittel destillativ entfernt» Dabei verbleibt ein Rückstand folgender Zusammens e t zung ϊ
Glyceride und freie
Fettsäuren 24,0 %
Phosphatide '5,0%
Kohlenwasserstoffe der
Siedelage etfta
520 bis 650 K 71,0 %
Analog Beispiel 1 \^ird ein Antischaummittel unter Verwendung unterschiedlicher Mengen an Extraktfraktion hergestellt. Die
229862
Sntschäimer^irkung wird nach der im Beispiel 1 beschriebenen Eoss-Miles~Methode geprüft. Die Ergebnisse sind in Tabelle zusammengefaßt.
Tabelle 2
Ent s chäume riais chung / Extraktfrakti on
Massenverhältnis
Entschäumerwirkung (%) nach
1 min
3 min
100 : 0
99 ; 1
97,5 : 2,5
95 : 5
90 : 10
35 66
78
87 91
82 88 92 95
Beispiel 3
Einem Antischaummittel auf Basis eines Mineralöles werden verschiedene Mengen Biolipidextrakt zugegeben und darin verrührt= Die Prüfung der Entschäumen ir kung erfolgt nach der im Beispiel 1 angegebenen Methode, jedoch mit veränderten Einsatzmengen an Antischaummittel« Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 zusammengefaß
t.
Tabelle 3
Entschäumermischung/ Biolipidextrakt
Massenverhältnis
Einsatzmengi Antischaummittel (%)
Entschäumervjirkung (Jo) nach
1 rain
3 min
100 0 0,025 27 42
95 : 5 0,025 30 86
0,050 •68 93
90 : 10 0,025 47 88
0,050 73 99
7 -

Claims (1)

  1. 229862
    Erfindungsanspruch
    1. Antischaummittel, bestehend aus .anossydierten und anverseiften Paraffinrückständen, Mineralölen, Kohlenwasserstoffen oder Paraffinölen oder Gemischen davon und einem Zusatz, gekennzeichnet dadurch., daß der Zusatz aus unbehandeltem Biolipidextrakt oder einer aus dem Biolipidextrakt durch Behandlung mit ilceton gerinnbaren !Traktion besteht.
    Antischaummittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Biolipideztrakt.oder die daraus gerinnbare !Fraktion in Mengen von 1 - 10 %, vorzugsweise 2 - 6 %, enthalten ist, bezogen auf das Intschäumergemisch.
DD22986281A 1981-05-12 1981-05-12 Antischaummittel DD158510A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0559472A1 (de) * 1992-03-06 1993-09-08 Unilever Plc Schaumarme, flüssige Reinigungszusammensetzungen

Cited By (3)

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WO1993018128A1 (en) * 1992-03-06 1993-09-16 Unilever Plc Low-foaming, liquid cleaning compositions
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