DD159183A1 - Verfahren zur waermebehandlung von hochlegiertem edelstahlzunder waehrend des gluehens - Google Patents

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DD159183A1
DD159183A1 DD23040081A DD23040081A DD159183A1 DD 159183 A1 DD159183 A1 DD 159183A1 DD 23040081 A DD23040081 A DD 23040081A DD 23040081 A DD23040081 A DD 23040081A DD 159183 A1 DD159183 A1 DD 159183A1
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spraying
heat treatment
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DD23040081A
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Dieter Gaebel
Hans Schneider
Klaus Schneider
Guenter Quenzel
Original Assignee
Dieter Gaebel
Hans Schneider
Klaus Schneider
Guenter Quenzel
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vorbehandlung von Zunder- und Oxidschichten auf hochlegierten Edelstaehlen zur Verbesserung ihrer Beizbarkeit und ist anwendbar bei der Produktion von warm- bzw. kaltgewalzten hochlegierten Stahlblechen u. -baendern sowie bei der Herstellung von Draehten in der Stahlindustrie. Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, durch welches die schlechte Beizbarkeit von Edelstahlzunder beseitigt wird und die dadurch vorhandene geringe Anlagenkapazitaet erhoeht wird. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass das Aufbringen der Medien unmittelbar vor dem Gluehen erfolgt, eine Zundervorbehandlung waehrend der Gluehungen erreicht wird und die Umwandlung des Walzzunders in Gluehzunder durch die vorhandenen Salzschichten gestoert, modifiziert bzw. stark behindert wird.

Description

Verfahren zur Wärmebehandlung von hochlegiertem. Edelstahlzunder während des Glühens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vorbehandlung von Zunder- und Oxidschichten auf hochlegierten Edelstahlen zur Verbesserung ihrer Beizbarkeit und ist anwendbar bei ' der. Produktion von warm- bzw« kaltgewalzten hochlegierten Stahlblechen und -bändern sowie bei der Herstellung von Drähten, aus Edelstahlen in der Stahlindustrie,»
Die Herstellung von hochlegiertem, kaltgewalztem Edelstahlband oder -blech hervorragender Ebenheit, definierter Geometrie und mechanischer Eigenschaften sowie bestimmter Mikroraüheit geschieht durch Kaltumformung warmgewalzter Materialien. Vor der Kaltumformung muß die beim Warmwalzprozeß auf dem Auslauf rollgang entstehende V/alzzunderschicht von der Stabloberfläcbe· entfernt werden* Durch den Einbau von Legierungselement en. des Stahles in den Zunder entstehen komplexe, schwer lösliche bzw» beizbare Oxidgemische auf der Walzgutoberfläche. Vor der eigentlichen Kaltumformung der Edelstahlbänder liegen die Produktionsabschnitte Glühen (Austenitisierung, Rekristallisation) und Entzundern. Das Glühen erfolgt unter Luftatmosphäre bei cae 1000°. Zur Erzielung einer fehlerfreien Kaltbandoberfläche muß vor dem Umformen die Walzzunderschicht entfernt
· «. 2 ~
werden; dies geschieht unter anderem durch Beizen. Bei diesem Verfahren laufen die beiden Prozesse, die Wärmebehandlung und das Beizen, getrennt voneinander auf verschiedenen Anlagen bzwe Anlagenteilen oder hintereinander, auf einer entsprechend angelegten Anlage ab. Bei der Glühung wird · neben der erwünschten Gefügeveränderung, Gefügeneubildung bz?/e Gefügeentspannung im kontinuierlichen Durchlaufprozeß bzw. im Haubenglühverfahren die Warmwalzzunderschicht je . nach Glühatfliosphäre und Abkühlung in Undefinierter Weise verändert« Die entstehende Glüh κ; under schicht ist durch die auf thermochemische Wirkungen beruhende Entzunderungsverfahren mit Kombination verschiedener Vorbeizen - Salzbad« schmelzen (Mischungen aus KaETO^,. Boras, ITaOH, anderen oxidierenden Salzen, reduzierenden Salzmischungen NaOH + oder KOH +HaH2), .Säuregemische (Mischungen aus
HCL, H2PO^)-- und Fertigbeizen mit Mischsäuren, . (Mischungen aus MO7, HF, H2SO^, HCL, H-^PO^ und anderen Zusätzen) schwer anzugreifen und zu entfernen, wodurch relativ große Einwirkzeiten erforderlich sind und geringe Durchlaufgeschwindigkeiten in den'Anlagen folgene
In der japanischen Patentschrift 49555/73 wird ein Verfahren zur Herstellung von Stahlbunden niedriglegierter Stähle mit hervorragender Beizbarkeit beschrieben« Hier werden -unmittelbar nach der Heißverformung Salzgemische auf verschiedene Weise auf die Stahloberfläche als dünne Schichten aufgebracht, wodurch gut beizbare Zunderschichten entstehen sollen« Gemäß OS 24-50396 ist ein weiteres Verfahren zur Vorbehandlung von niedriglegierten Stählen mit guten Beizeigenschaften bekannt. Hierbei wird das Medium beidseitig auf das aufgehaspelte Band aufgebracht .und zusätzlich erfolgt ein Verschluß einer Bandseite zur Verhinderung „der ' Luftzirkulation. Das Medium wird nach dem Aufrollen zu einem. Coil durch verschiedene Verfahren, unter anderem durch Tauchen, aufgetragen«
d) Ziel .der Erfindung
. — 3 —
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, durch welches'die schlechte Beizbarkeit von Edelstablzun der beseitigt wird und die dadurch vorhandene geringe Anlagenkapazität erhöht wird«
der Erfindung;
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu finden, bei Y/elchera die Ent zünder ung warmgewalzter, geglühter Bdelstahlbänder durch das Aufbringen von Salzgeraischen effektiver erfolgt und eine Kapazitätserhöhung garantiert wird» Erfindungs gemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Aufbringen der Medien unmittelbar vor dem Glühen erfolgt, eine Zun&ervölbehandlung während der Glühungeii erreicht wird und die Umwandlung des Walzzunders in Glühzunder ,
durch die vorhandenen Salzschichten gestört, modifiziert bzw, stark behindert wird«
Auf beide verzunderten Oberflächen von EdelstahIbändern oder - blechen v/erden vor dem Glühen Medien aufgebracht, deren Hauptbestandteile Salze oder. SaIzgeraische der Alkalien oder. Erdalkalien mit oxidierenden bzw. aufschließenden Eigenschaften sind (z.B. Hydroxide, Nitrate, Karbonate, Borverbindungen, Oxide, Chloride, Ammoniumverbindungen), Die Aufbringung erfolgt durch »Sprühen, Spritzen, Tauchen, Streuen, Aufschmelzen, so da.3 ein gleichmäßig dünner Salz- bzw, Salzgemischfilm auf der Bundoberfläche verbleibt. Die Aufbringung kann in wäßriger Lösung, in Lösungen anderer organischer bzw* anorganischer Lösungsmittel oder in Pulverform erfolgen„ Die Bandtemperatur soll so hoch sein, daß das Lösungsmittel ausreichend schnell und" gleichmäßig verdampft, darf aber nicht.so hoch sein, daß eine ungenügende Benetzung- durGh' das aufgebrachte Medium gegeben ist« Die aufgebrachte Salzmenge soll zwischen *Ö,2 und 2,0 g/m2 auf jedex Seite und die Bandtemperatur 60 - 900G betragen. .
4. -
Die Erfindung soll nachstehend an-mehreren Ausführungsbeispielen naher'erläutert v/erden«
Die Beispiele beziehen sich auf eine kombinierte Beiz-Glühstrecke einer Haubenglühanlage zur Behandlung von austenitischen und ferritischen Edelstahlen. ' .
Beispiel 1
Der Bandstahl wird durch eine Vorrichtung mit dem Medium beaufschlagt«, Üb.er ein Durch zieh gerüst läuft der Bandstahl weiter über eine Stützrolle in den Glühofen. Hier erfolgt die. Wärmebehandlung des Stahles und eine thermochemische thermomechanische Seaktion des Mediums, die Temperatur sollte > 6000C liegen und die Verweil ze it 2l 2 min. betragen. Das Stahlband wird dann abgekühlt", wobei das Salzgemisch entfernt wird. Danach wird nach den an sich bekannten !Technologien weiter gearbeitet. Ein ähnliches Verfahren ist auch'bei der Draht- und Blechproduktion anwendbar.
Beispiel 2
Das Beispiel bezieht sich auf Wärmebehandlung von ferritischen Chromstählen im Haubenofen, Vor dem Wärmebehandlungsprozeß wird das Warmband auf einer'Umwiekelanläge umgewickelt, dabei wird das Band auf beiden Seiten mit dem Medium beaufschlagt* Beim Glühprozeß tritt bei Glühtemperaturen >600° eine thermische Beeinflussung des Zunders ein. Im nachfolgenden Beizprozeß kann auf eine Salzbadbehandlung verzichtet v/erden, bzw. die Einwirkzeit erheblich verkürzt werden.
Beispiel 3
Außerdem ist es möglich, im Anschluß an den v/armwalzprozeß vor dem Haspeln Salzgemische aufzubringen, die'einen leicht beizbaren Walzzunder erzeugen.
' . '- 5 -

Claims (3)

  1. • · ' .· ' ." 25. %. Ml
    Patentanspruch^ //
    1. Verfahren zur Wärmebehandlung von hochlegier.tem Edelstahlzunder während des Glühens zum Zwecke der Verbesserung der Beizbarkeit dadurch gekennzeichnet f daß vor der Austeniti-Bierungsgluhung austenitischer Edelstahle im Durchlaufpro~ zeß auf die Bandoberflächen Medien, bestehend aus Salzen der Alkalien, Erdalkalien oder Borverbindungen, aufgebracht werden, mit denen die Bänder geglüht werden«
  2. 2. Verfahren nach Pkt. 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Auf-
    o
    lage zwischen 0,2 und 2,0 g/m auf jeder Seite beträgt.
    3β Verfahren nach Pkt« 1 dadurch gekennzeichnet, daß das Medium in wäßrigen Lösungen, in anderen organischen oder anorganischen Lösungsmitteln, in Pulverform aus der Schmelze, durch Tauchen oder Spritzen aufgebracht wird,
    4« Verfahren nach Pk't* 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Bandtemperatur so gewählt ist, daß ein gleichmäßiger Film entsteht und eine ausreichende Benetzung durch das Medium eintritt*
    β Verfahren zur Wärmebehandlung von hbchiegiertem Edelstahl» zünder während des Glühens zum Zwecke der Verbesserung Ihrer Beizbarkeit dadurch gekennzeichnet, daß warmgewalzte ferritische Edelstahle vor dem rekristallisierenden Glühen . im Haubenofen vor dem Beizen mit Medien, bestehend aus Salzen und Alkalien, Erdalkalien oder Borverbindungen, beaufschlagt und dann geglüht werden« .
  3. 6. Verfahren nach Pkt. 5 dadurch gekennzeichnet, daß die Auf-
    2 '
    . lage zwischen 0,2 und 2$0 g/m pro Seite betragen soll und durch Sprüchen, Spritzen oder Tauchen beim Umwickeln der Bunde als gleichmäßiger Film aufgebrächt wird.
    7« Verfahren nach Pkt« 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Medien nach dem Warmwalzen aufgebracht werden.«
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