DD159186A1 - Vorrichtung zum einbringen von kiessand auf den unterbau eines eisenbahngleises - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einbringen von Kiessand als Isolierschicht auf den Unterbau eines Gleises zur Verbesserung und Stabilisierung von bindigen oder lehmigen Unterbaumaterialien. Es ist das Ziel der Erfindung, die bislang erforderlichen hohen Kosten- und Zeitaufwendungen des Einbringens von Kiessand als Isolierschicht zwischen dem Gleisschotter und einem aus bindigen Material bestehenden Unterbau zu verringern. Die Aufgabe besteht darin, eine Vorrichtg. zu schaffen, m. d. im Zusammenwirken mit einer Schotterbettreinigungsmaschine das Einbringen des abgelegten Kiessandes ohne einen zusaetzlichen Arbeitsgang gleichzeitig mit dem einmaligen Reinigen des Gleisschotters erfolgen kann. Gemaess der Erfindung wird dies erreicht, indem der Schotterbettreinigungsmaschine in Arbeitsrichtung vor dem Schotteraufnahmeorgan ein aus am Umfang mit Schuerfblechen und Gummischuerzen versehene rotierende Walze bestehendes Foerderelement und eine ueber die Schotteraufnahmestelle hinweg auf die zwischen der Schotteraufnahmestelle und der Schotterrueckfuehrungsstelle entstandene Luecke des Schotterbettes weisende Schurre zugeordnet ist.
Description
Vorrichtung zum Einbringen von Kiessand auf den Unterbau eines Eisenbahngleises
Anwendungsgebiet der Erfindung: .
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einbringen von Kies« sand als Isolierschicht auf den'Unterbau eines Gleises zur Verbesserung und Stabilisierung von bindigen oder lehmigen Unter« baumaterialien0 .
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
Es ist bekannt, die zum Zwecke der Verbesserung und Stabilisiere der Tragfähigkeit der·aus bindigem Material bestehenden Unterbau kronen gegenüber dem darüber.liegenden Gleisschotter mit einer ge nügend dicken Schicht' von Kiessand zu isolieren, um damit das Aufsteigen des bindigen Materials in den Gleisschotter und einer besonders nach Niederschlägen diesen Vorgang begünstigenden Was* serstau zu verhindern» Das Einbringen des Kiessandes erfolgt all gemein mit an sich bekannten Schotterbettfeinigungsmaschinen mil einem zusätzlichen zweiten Arbeitsgang, indem nach einem bereits vorausgegangenen Reinigungsvorgang der Sand zunächst auf das Schotterbett abgelagert und das Schotter«Sand«Gemisch von der Schotterbettreinigungsmaschine aufgenommen* Schotter und Sand mi den für diese.Art Reinigungsmaschinen typischen Siebeinrichtung*
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getrennt und zuerst der Sand auf das schotterfreie Planum abgelegt, planiert und verdichtet, und anschließend der Schotter auf die Sandschicht abgelegt und in bekannter V/eise verdichtet wird.
Außer den tnaschinentypischen Arbeits« und Transportelementen der verwendeten Schotterbettreinigungsmaschine sind für diese . Art des Einbringens des Kiessandes zusätzlich noch ein.gesondertes Förderband oder auf das vorhandene ein beide Schüttgüter trennender Mittelsteg und Abstreiforgane sowie Profilier- und Verdichteinrichtungen anzuordnen,» Der wesentlichste Nachteil besteht aber darin, daß dem Einbringen des Kiessandes ein Re i-. nigungsVorgang vorausgegangen sein muß und der Gleisschotter zweimal aufzunehmen ist» Darüber hinaus ist vor dem Ablegen des Kiessandes der vorgereinigte Schotter noch soweit vorzuverdichten, daß das Gleis von den Baumaschinen provisorisch befahrbar ist«,
Ziel der Erfindung: . .
Es ist das Ziel der Erfindung, die bislang erforderlichen hohen Kosten- und ZeitaufwSndungen des Einbringens von Kiessand auf den Unterbau von Gleisen als Isolierschicht zwischen dem Gleisschotter und einem aus bindigen oder lehmigen Material bestehenden Unterbau zu verringern.
Darlegung des Wesens der Erfindung:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der im Zusammenwirken mit einer Schotterbettreinigungsmaschine das Einbringen des abgelegten Kiessandes ohne einen zusätzlichen Arbeitsgang gleichzeitig mit einer einmaligen Reinigung des Gleisschotters erfolgen kann«
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Gemäß der Erfindung wird dies erreicht, indem der Schotterbett·« reinigungsmaschine in Arbeitsrichtung vor dem Schotteraufnähmeorgan ein aus am Umfang mit Schürfblechen und Gummischürzen versehene rotierende Walze bestehendes Förderelement und eine über die Schotteraufnahmestelle hinweg auf die zwischen der · Schotteraufnahmestelle und der Schotterrückführungsstelle entstandene Lücke des Schotterbettes weisende Schurre zugeordnet ist, . V
Mit der Erfindung ist der bereits auf dem ungereinigten Gleis abgelegte Kiessand in einfacher V/eise mit dem Förderelement kontinuierlich vor der Schotteraufnahmestelle aufzunehmen bzw a geführt durch die Schurre über das Schotteraufnahmeorgan der Reinigungsmaschine hinweg gezielt in die Lücke des Schotterbet« tes zu werfen« Mit der entsprechenden Auswurfrichtung der Schurre ist bei einer konstanten Drehzahl der Walze eine konstante Wurfweite gewährleistete" Der eingebrachte Kiessand ist zweckmäßig mit den bekannten Mitteln zu planieren und zu verdichten, bevor die Rückführung .des gereinigten Schotters erfolgt*
Die Erfindung vereinfacht und verbilligt wesentlich den für die Einbringung des Kiessandes bisher erforderlichen Aufwand« · Einerseits wird zeit« und kostenmäßig ein kompletter Reinigungs-Vorgang eingespart, was darüber hinaus auch eine Verringerung der für eine solche Gleisüberarbeitung notwendigen Gleissperrun; führt© Andererseits kann der Aufwand für die nachträgliche Um« rüstung der Schotterbettreinigungsmaschine geringer gehalten werden, indem sich die Zuordnung eines zusätzlichen Förderbandei oder die Veränderung des vorhandenen Förderbandes für die ge« trennte Rückführung von gereinigtem Schotter und Kiessand erübrigt« Der natürlicherweise mit der 'Anwendung der erfindungsge mäßen Vorrichtung verbundene unvermeidbare Verlust eines geringen Teiles des Kiessandes ist in Anbetracht der beträchtlichen Vorteile als unwesentlich einzuschätzen,»
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Ausführungsbeispiel:
Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispieles erläutert» Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der Schotteraufnahme und -•rückführung einer Schot terbettreinigungsmas chine mit . am Maschinenrahmen zusätzlich angeordnetem Förderelement
Figo 2 eine vergrößerte Darstellung des Förderelementes mit der nachgeordneten Schurre
Fig», 3 eine Ansicht des Förderelementes in der Gleislängsrichtung»
An.einer auf dem Gleis mit Schienen 1, Schwellen 2, Schotterbett und dem Unterbau 4 verfahrbaren Schotterbettreinigungsmaschine sind deren Arbeitselemente zur Reinigung des Schotterbettes 3 in Arbeitsstellung gebracht» Dabei ist ein Schotteraufnahmeorgan 6, meist in Form einer Räumkette, unter dem Gleisrost hin« durchgeführt <> Der aufgenommene Schotter wird auf in den Figuren nicht dargestellten Siebeinrichtungen gereinigt bzw» von Verunreinigungen und Abrieb getrennt und mit einem Förderband 7 durch den Gleisrost als gereinigter Schotter 3 a wieder in das Schotterbett 3 zurückgeführte In der mit einem Pfeil angedeuteten Arbeitsrichtung vor dem Schotteraufnahmeorgan 6 ist unter dem Maschinenrahmen 8 an Traversen 9 ein zusätzliches Förderelement 10 angeordnet, das aus einer um e.ine quer zur Maschinenlängsrichtung weisende Achse rotierende Walze 11 und auf deren Umfang angeordneten Schürfblechen 12 und Gummischürzen 13 besteht» Die Breite der Schürfbleche 12 und der Gummischürzen 13 entspricht etwa der oberen Breite des Schotterbettes 3β Die Gummi« schürzen 13 sind gemäß dem nach oben hervorragenden Profil der Schienen 1, wie in Figur 3 dargestellt, ausgeklinkt. In der Arbeitsrichtung hinter dem Förderelement 10 ist am Maschinenrahmen 8 an weiteren Traversen 14 eine über die Breite "des Schotterbettea 3 reichende Schurre 15 mit einer vorderen und
einer hinteren Öffnung angeordnet, wobei die hintere Öffnung schräg nach unten auf die .ausgeräumte Lücke des Schotterbettes weist*
Aus der Figur 1 ist ersichtlich, daß mit dem Sch.otteraufnahme« organ das Aufnehmen des Schotterbettes 3 einschließlich einer oberen dünnen Grenzschicht des .Materials des Unterbaues 4 erfolgt* Gleichzeitig damit wird mit dem rotierenden Förderele« ment 10 der bereits vorher auf dem ungereinigten Schotterbett zweckmäßig zwischen den Schienen abgelegte Kiessand 16 eingebracht, indem mit fortschreitender Arbeitsbewegung der Schotterbet treinigungsmas chine 5 der Kiessand 16 mit den rotierenden Schürfblechen 12 und ihren Gummischürzen 13 erfaßt und durch die Schurre 15 hindurch auf die neu hergestellte Oberfläche des Unterbaues 4 geschleudert wird« Die Schurre. 15 ist so eingestellt, daß der Kiessand 16 in die Lücke des Schotterbettes 3 noch vor der Rückführung des gereinigten Schotters 3 a geleitet wirde Zweckmäßig sind ebenfalls noch vor der Rückführung in bekannter Weise ein Planierpflug 17 und ein Verdichter 18 em Maschinenrahmen 5 zur Herstellung einer ebenen und verdichteten Isolierschicht 19 angeordnet.
Claims (1)
- -^ 230352 2Erfindungsanspruch · ·Vorrichtung zum Einbringen von Kiessand als Isolierschicht auf den Unterbau eines Gleises zur Verbesserung und Stabilisierung von bindigen oder lehmigen Unterbaumaterialien im Zusammenwirken mit einer Schotterbettreinigungsmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß der Schotterbettreinigungsmaschine (5) in Arbeitsrichtung vor dem Schotteraufnahmeorgan (.6) ein aus am Umfang mit Schürfblechen (12) und Gummischürzen (13) versehene rotierende Y/alze (11, bestehendes Förderelement (10) und eine über die Schotteraufnahmestelle hinweg auf die zwischen der Schotteraufnahmestelle entstandene Lücke des Schotterbettes (3) weisende Schurre zugeordnet ist«Hierzu 1 SeWe Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23035281A DD159186A1 (de) | 1981-05-28 | 1981-05-28 | Vorrichtung zum einbringen von kiessand auf den unterbau eines eisenbahngleises |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD159186A1 true DD159186A1 (de) | 1983-02-23 |
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ID=5531211
Family Applications (1)
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| DD23035281A DD159186A1 (de) | 1981-05-28 | 1981-05-28 | Vorrichtung zum einbringen von kiessand auf den unterbau eines eisenbahngleises |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD159186A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5090483A (en) * | 1989-07-18 | 1992-02-25 | Franz Plasser Bahnbaumaschinen-Industriegesellschaft M.B.H. | Ballast separating device for ballast cleaning machine |
| US5090484A (en) * | 1989-07-18 | 1992-02-25 | Franz Plasser Bahnbaumaschinen-Industriegesellschaft M.B.H. | Mobile ballast cleaning machine arrangement |
| US5257580A (en) * | 1991-11-13 | 1993-11-02 | Franz Plasser Bahnbaumaschinen-Industriegesellschaft M.B.H. | Arrangement and method for producing a protective layer on the subgrade of a track |
-
1981
- 1981-05-28 DD DD23035281A patent/DD159186A1/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5090483A (en) * | 1989-07-18 | 1992-02-25 | Franz Plasser Bahnbaumaschinen-Industriegesellschaft M.B.H. | Ballast separating device for ballast cleaning machine |
| US5090484A (en) * | 1989-07-18 | 1992-02-25 | Franz Plasser Bahnbaumaschinen-Industriegesellschaft M.B.H. | Mobile ballast cleaning machine arrangement |
| US5257580A (en) * | 1991-11-13 | 1993-11-02 | Franz Plasser Bahnbaumaschinen-Industriegesellschaft M.B.H. | Arrangement and method for producing a protective layer on the subgrade of a track |
| AT398097B (de) * | 1991-11-13 | 1994-09-26 | Plasser Bahnbaumasch Franz | Anlage zur herstellung einer planumschutzschichte |
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