DD159256A3 - Verfahren zur herstellung von foerdergurten mit schmutzabweisenden gummideckschichten - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Foerdergurten mit schmutzabweisenden Gummideckschichten sowie beschichteter Walzen und Fussbodenbelaege. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Gummideckschichten mit bleibenden schmutzabweisenden Eigenschaften zu finden, deren andere physikalisch-mechanische Kennwerte bekannten Deckschichten nicht nachstehen. Erfindungsgemaess wird diese Aufgabe dadurch geloest, dass den vorgewaermten Elastomeren niedermolekulares Polyaethylen mit einem Molekulargewicht von 3000 bis 25000 zugegeben und das daraus oberhalb des Schmelzpunktes des niedermolekularen Polyaethylens eine homogene Mischung hergestellt wird, die anschliessend auf unter 373 K abgekuehlt und nach Zugabe von Vulkanisationsmitteln ausgeformt und vulkanisiert wird.
Description
23011 9 2
Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von Fördergurten mit schmutz· _ ) abweisenden Gummideckschichten.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
Fördergurten mit schmutzabweisenden Gummxdeckschxchten, die das Anhaften des Fördergutes und Verschmutzungen vermeiden und dadurch Stillstandszeiten und Reinigungskosten verringern. Die Erfindung kann auch zur Herstellung von beschichteten Walzen und Fußbodenbelägen angewandt werden«
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
. · Bekannt sind Verfahren, bei denen die schmutzabweisende Eigenschaft durch eine nachträgliche Oberflächenbehandlung, z.B. durch Aufbringen eines schmutzabweisenden Filmes, erzielt wird. So wird z.B. in der BRD-OS 2251180 das nachträgliche Beschichten von Fördergurtdeckschichten mit Polyäthylen bzw. Polyurethan zur·Verminderung der Reibkoeffizienten zwischen Fördergurt und Flüssigkeit beschrieben. Nachteilig dabei ist jedoch, daß dieser
Film durch Abnutzung der Oberfläche relativ schnell an Wirkung verliert und nur durch eine Erneuerung, die zeit- und materialaufwendig ist, wieder herstellbar ist·
Bekannt sind weiterhin Verfahren, bei denen die schmutzabweisende Eigenschaft der Deckschichten durch Zugabe von Netzmitteln bei der Herstellung der Deckschicht angestrebt wird, wie z.B. in den US-Patenten 2811752 und 2859133 beschrieben. Diese Netzmittel migrieren an die Oberfläche der Deckschicht und werden im Arbeitsprozeß laufend abgegeben, wodurch die Deckschicht eine schmutzabweisende Eigenschaft erhält.
Der Nachteil dieser Verfahren liegt darin, daß durch die ständige Migration dieser Netzmittel in die äußeren Zonen der Deckschicht ihre Konzentration geringer wird und die Deckschichten ihre schmutzabweisende Eigenschaft allmählich verlieren. Deshalb ist dieses Verfahren für Fördergurtdeckschichten nicht geeignet, die ständig einem Abrieb ausgesetzt sind. Zur Erhöhung der antiadhäsiven Eigenschaft bzw. zur Herabsetzung der Konfektionsklebrigkeit von 1,^-cis-Polyisoprenmischungen wird in der Zeitschrift "Proizvod. Sin. rezinotechn. Idz.", Moskva, ο. Jg. (1976) 1, S. 14-16 vorgeschlagen, Polyäthylen hoher Dichte einzusetzen.
Der Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, daß die schmutzabweisende Eigenschaft nur bei unvulkanisierten Polyisoprenmischungen zu verzeichnen ist und daß sie sich mit der Vulkanisation verliert.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Fördergurten mit schmutzabweisenden Gummideckschichten, sowie beschichteter Ivalzen und Fußbodenbeläge, das die Nachteile bekannter Verfahren vermeidet und das Anhaften
~ 3 —
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von Fördergut und Schmutz an den Deckschichten weitest· gehend verhindert.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Fördergurten mit Deckschichten aus Gummi mit bleibender schmutzabweisender Eigenschaft zu ( } finden, deren andere physikalisch-mechanische Kennwerte
bekannten Deckschichten nicht nachstehen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß den vorgewärmten Elastomeren zusammen mit Füllstoffen und Weichmachern niedermolekulares Polyäthylen mit einem Molekulargewicht von 3000 bis 25000 -zugegeben und mit diesem oberhalb des Schmelzpunktos des niedermolekularen Polyäthylens zu einer homogenen Mischung verarbeitet wird.
Der Anteil des niedermolekularen Polyäthylens beträgt vorzugsweise 1 bis 5 Gewichtsprozente der Elastomeranteile dieser Mischung. Nach Abkühlung auf unter 373 K
,-~\ werden dieser Mischung auf einem Walzwerk Vulkani sat ions -
mittel zugegeben. Anschließend erfolgt die Herstellung der Deckschichten, z.B. auf einem Kalander, und die Vulkanisation.
Das niedermolekulare Polyäthylen führt zu einer erhöhten Kohäsion, die auch nach Vulkanisation der Deckschicht noch vorhanden ist. Sie verleiht der Deckschicht eine antiadhäsive Eigenschaft, die bis zum völligen Verschleiß der Deckschicht beibehalten wirdo
Durch die Zugabe von niedermolekularem Polyäthylen bis zu 5 Gewichtsprozenten des Elastomeranteiles werden die übrigen physikalisch-mechanischen Eigenschaften der Deckschicht, insbesondere die Zugfestigkeit und der Ab-
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rieb, nicht beeinträchtigt. Die nach diesem Verfahren hergestellten Deckschichten lassen das Fördergut und den Schmutz wesentlich -weniger haften« Dadurch -werden Stillstandszeiten und Reinigungskosten vermieden.
Äusführungsbeispiel
Die Erfindung -wird- an nachstehenden Ausführungsbeispielen zur Herstellung von Fördergurten mit schmutzabweisenden Gummideckschichten näher beschrieben. Der Aufbau der Mischungen erfolgt auf der Grundlage der üblichen Rezepturen für Deckschichten von Gummifördergurten, entsprechend ihrem Einsatzgebiet unter Zusatz verschiedener Dosierungen niedermolekularen Polyäthylens.
Die Mischungsherstellung erfolgt im Innenmischer. Die Vorwärmzeit für die Elastomere beträgt 2 Minuten. Nach Zugabe der Füllstoffe, Weichmacher, sonstiger Bestandteile und des niedermolekularen Polyäthylens erfolgt der Mischvorgang in 7 Minuten bei 393 bis 413 K. Danach werden die Mischungen auf dem Walzwerk unter 373 K abgekühlt und die Vulkanisationsmittel homogen eingemischt. Die weitere Verarbeitung der Mischungen zur Herstellung von Gummideckschichten für Fördergurte erfolgt auf üblichen Aggregaten (z.B. Kalander). Nach erfolgter Konfektion zum Fördergurtrohling schließt sich die Vulkanisation in Vulkanisierpressen bei Temperaturen von 4i8 - 438 K an. Die in der Tabelle angeführten Beispiele zeigen den Einfluß des niedermolekularen Polyäthylens auf die bleibenden schmutzabweisenden Eigenschaften von Deckschichten für Gummifördergurte ο Als Parameter für die schmutzabweisende Eigenschaft gilt die przentuale Verminderung der Schmutzalihaftungen der Deckschichten, hergestellt mit
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niedermolekularem Polyäthylen, gegenüber herkömmlichen Fördergurtdeckschichten.
Anhand der Prüfung des Abriebs nach der Schopper-Methode und der Bestimmung der Zugfestigkeit wird bewiesen, daß der Einsatz des niedermolekularen Polyäthylens keine Veränderung der physikalisch-mechanischen Eigenschaften der Deckschicht zur Folge hat.
Beispiele 12 3 4 5
Masseteile niedermolekulares Polyäthylen auf 100 Masseteile Elastomer
1,5
3,0
3,0
Masseteile Elastomere
Naturkautschuk 1,4 eis Polyisopren 1,4 eis Polybutadien.
Schmutzab-weisende Eigenschaft in 'fo Verminderung der Schmutzanhaftung
Abrieb nach Schopper in mm-*
Zugfestigkeit in M Pa
75 15 10
112
90
10
115
| 75 | 90 | 75 |
| 15 | — | 15 |
| 10 | 10 | 10 |
21,0 21,2 21,0
94
21,9
60
107
90
10
51
82
20,8 22,2
Claims (3)
- Erfindungsanspruch1· Verfahren zur Herstellung von Fördergurten mit schmutzabweisenden Gummideckschihten sowie von beschichteten Walzen und Fußbodenbelägen, d a du r c hgekennzeichnet , daß zur Herstellung der Deckschichten den vorgewärmten Elastomeren zusammen mit Füllstoffen und Weichmachern niedeimiolekulares Polyäthylen zugegeben und daß daraus oberhalb des Schmelzpunktes des niedermolekularen Polyäthylens eine homogene Mischung hergestellt wird, die anschließend auf unter 373 K abgekühlt und nach Zugabe von Vulkanisationsmitteln ausgeformt und vulkanisiert wird.
- 2. Verfahren nach Punkt 1., dadurch gekennzeichnet , daß niedermolekulares Polyäthylen mit einem Molekulargewicht von 3000 bis 25000 verwendet wird.
- 3. Verfahren nach Punkt 1. und 2., dadurch gekennzeichnet , daß die Menge des zugegebenen niedermolekularen Polyäthylens 1 bis 5 Gewichtsprozente der Elastomere beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23011981A DD159256A3 (de) | 1981-05-20 | 1981-05-20 | Verfahren zur herstellung von foerdergurten mit schmutzabweisenden gummideckschichten |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD23011981A DD159256A3 (de) | 1981-05-20 | 1981-05-20 | Verfahren zur herstellung von foerdergurten mit schmutzabweisenden gummideckschichten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD159256A3 true DD159256A3 (de) | 1983-03-02 |
Family
ID=5531032
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD159256A3 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0125441A1 (de) * | 1983-05-11 | 1984-11-21 | Continental Aktiengesellschaft | Fördergurt |
| DE10126122C2 (de) * | 2001-05-29 | 2003-05-15 | Armstrong Dlw Ag | Flexibler Bodenbelag mit regenerativer, schmutzabweisender Oberfläche |
-
1981
- 1981-05-20 DD DD23011981A patent/DD159256A3/de not_active IP Right Cessation
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