DD159296A1 - Sichter zum trocknen und klassieren von schuettgut - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung besitzt einen Sichter, der koernige Schuettgueter bei gleichzeitiger Trocknung in eine grobe und eine feine Fraktion klassiert. Er findet Anwendung insbes. bei der Herstellung v. Rohmehl fuer die Zementerzeugung nach dem Trockenverfahren. Ziel ist die Entwicklung eines Sichters, der zur Erreichung eines guenstigen Trocknungseffektes waehrend der Klassierung mit Heissgasen von sehr hoher Temperatur beaufschlagt werden kann. Aufgabe der Erfindung ist es, das Sichteraufgabegut auf mechanischem Wege einem Leitschaufelsystem zuzufuehren und die Verweilzeit des Materials im Sichter ueber das uebliche Mass hinaus zu erhoehen. Die Aufgabe wird geloest, indem oberhalb des am Sichtraum befindlichen Leitschaufelsystems 6 ein sich nach unten erweiternder Materialverteilerkegel 4 angeordnet ist. Dieser umschliesst das aus dem Sichtraum 7 herausfuehrende Gasaustrittsrohr 9. Der sich kegelfoermig nach unten verjuengende Sichtraum 7 ist innerhalb des Nachsichtraumes 11 angeordnet und von Falltreppen 10 umgeben.
Description
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Sichter zum Trocknen und Klassieren von Schüttgut
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf Sichter, die körnige Schüttgüter in eine grobe und eine feine Fraktion klassieren, wobei durch Zuführung von heißen Gasen gleichzeitig eine Trock· nung des Schüttgutes erfolgt« Derartige Sichtor werden insbesondere für die Herstellung von feinem und trockenem Rohmehl eingesetzt, das zur Zemonterzeugung nach dem Trockenverfahren verwendet wird»
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind Sichter mit innen- oder außenliegendem Ventilator bekannt, bei denen durch Zuführung von heißen Gasen ein Trocknungseffekt erzielt wirdβ Diesen Sichtern ist gemeinsam, daß das aufgegebene Material mittels rotierendem StreuteHer dispergiert und die Trennkorngröße durch ein rotierendes Gegenflügo!system festgelegt wird· Die Rotation wird durch eine Königswelle übertragen· Diese kann wegen ihrer Länge nicht fliegend gelagert v/erden, sondern besitzt im unteren Bereich ein im Sichterinneren befindliches Lager· Bauart dieses Lagers, Auswahl der Schmierstoffe und Möglichkeiten der Lagerkühlung lassen es nicht zu, den Sichter mit Heißgasen beliebig hoher Temperatur zu beaufschlagen· Aus diesem Grunde sind die Trocknungsleistungen derartiger Sichter im Vergleich zu anderen Aggregaten im Mahlkroislauf relativ geringe Den Nachteil schnell rotierender Teile besitzen statische Sichter (Stromsichter) nicht« Auch ist deren Trennschärfe mit der von Streusichtern durchaus vergleichbar· Stromsichter wer-
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den jedoch pneumatisch beaufschlagt, d« h. Sichtluft und Aufgabematerial werden als Staub/Luft-Gemisch von unten eingeblasen· Derartige Sichter sind für mechanisch austragende Mühlen mit äußerem Mahlkreislauf nicht geeignet· Das gleiche trifft zu für Sichter nach DD-WP 86 745, bei denen die Materialaufgabe als Staub/Luftgemisch von unten erfolgt*
Desweiteren ist ein mechanisch von oben zu beaufschlagender Stromsichter nach DD-WP 111 159 bekannt, dessen bodenbelüfteter Aufgabe-Ringbehälter im oberen Rand des Sichters ein trockenes, leicht fluidisierbares Aufgabegut erfordert· Feuchtes Material läßt sich allerdings nicht pneumatisch auflockern und kann diesem Sichter daher nicht aufgegeben werden·
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, den Trocknungseffekt und das Sicht« ergebnis eines Sichters weiter zu verbessern·
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, durch die Gestaltung des Sicht- und Nachsichtraumes die Verweilzeit des Materials "im Sichter zu erhöhen sowie Heißgase mit sehr hohen Temperaturen einzusetzen * Erfindungsgemäß wird die Aufgabe wie folgt gelöst«
Oberhalb des im Sichtraum befindlichen Leitschaufelsystems ist ein sich nach unten erweiternder, bis an den Leitschaufelkranz reichender Materialverteilerkegel angeordnet· Dieser umschließt das aus den Sichtraura nach oben herausführende Gasaus tritt sr ohr· Der am Leitschaufelkranz beginnende, sich kegelförmig nach unten verjüngende Sichtraum ist innerhalb des Nachsichtraumes angeordnet und von Falltreppen umgeben· Der Trichter des Sichtraumes bzw* ein am Trichter befestigter Auslauf reicht bis in den Grießgutsammelbehälter·
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Oberhalb des Materialverteilerkegels ist ein Materialfallschacht angeordnet« Dieser umgibt das aus den Sichtraum herausführende Gasaustrittsrohr ringförmig und ist mit einem oder mehreren j vorzugsweise zwei, Materialaufgabestutzen vorsehen© Im Inneren des Materialfallschachtes sind Einbauten untergebracht, durch die eine Verteilung des Materials er*» folgt«. Diese Einbauten sind feststehend und beispielsweise dachförmig angeordnet* Sie können aber auch angetrieben sein· Die v/eitere und endgültige Verteilung des Materials erfolgt durch den Materialverteilerkegel· Zu diesem Zweck ist dieser an seinem gesamten Umfang mit Verteilhilfen ausgerüstete Diese dienen gleichzeitig als Verschleißschutzelemente und sind beispielsweise konzentrische Rippen©
Dia benötigte Sichtluft wird über einen Gaseintrittsstutzen in den ITa chsichtraura eingeleitet«> Dieser Gaseintrittsstutzen ist vorzugsweise im Bereich der Falltreppen beispielsweise tangential angeordnet·
Um den Eintritt von Sichtluft aus den Nachsichtraum von unten in den Sichtraum zu vermeiden, ist hier ein mechanisches Spaltsystem angeordnet· Dieses wird im wesentlichen durch einen an sich bekannten Drosselkörper gebildet.
Das dem Sichter über den Materialfallschacht aufgegebene Material wird durch die Einbauten und den Materialverteilerkegel über den gesamten Sichterumfang verteilt und im Bereich des Leitschaufelsystems in Peingut und Grobgut getrennt» Itfährend das Grobgut entgegen dem aufsteigenden Sichtluftstrom die Falltreppen im-yUachsichtraum passiert und in den Grobgut samme !konus gelangt, wird das Feingut mit dem Sichtluftstrom über das Gasaustrittsrohr ausgetragen« Entsprechend seiner weiteren Aufgabe wird als Sichtluft Kühlluft oder Heißluft verwendet· Letztere dient zum Abtrocknen von feuchtem Material, beispielsweise Zeraontrohmaterial*
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AuBf iüirujigsbeispie 1
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden· In der zugehörigen Zeichnung ist der erfindungsgemäße Sichter im Schnitt schematisch dargestellt· Dieser besteht im wesentlichen aus dem Materialfallschacht 2 mit Materialaufgabeotutzen 1 und Verteilereinbauten 3, einem darunter angeordneten Materialverteilerkegel 4 mit konzentrischen Rippen 5, dem Leitschaufelsystem 6, dem im Kachsichtraura 11 angeordneten und von Falltreppen 10 umgebenen Sichtraum 7, dem Grobgutsamme!konus 12 sowie dem Gaseintrittsetutzen 12 und dem Gasaustrittsrohr 9·
Das feuchte, jedoch nicht klebende Gut wird durch einen oder mehrere, vorzugsweise zwei, Materialaufgabestutzen 1 dem Sichter aufgegebene Im Materialfallschacht 2 sorgen ebensoviele, beispieIsweiee dachförmige Verteilereinbauten 3 für eine Grobaufteilung des Materials in mehrere Teilströme· Das Gut rieselt über den Materialverteilerkegel 4, wobei sich eine Verteilung über den Kreisumfang vergleichmäßigt· Konzentrische Rippen 5 auf dem Kegelstumpf 4 dienen der Verschleißminderung und tragen zur gleichmäßigen Gutverteilung bei* Im Bereich des von außen verstellbaren Leitschaufel-Bystems 6 werden feine und mittlere Partikel vom Heißgasstrom erfaßt und in den eigentlichen Sichtraum 7 getragen, wobei sie in Drehbewegung versetzt werden· Die Klassierung im Zentrifugalkraftfeld erfolgt auf bekannte Weise· Während das mittlere Gut im Trichter 8 zusammengefaßt wird, verläßt die Sichtluft gemeinsam mit dem Peingut den Sichter durch das Gasaustrittsrohr 9 und wird in einem nachfolgenden, hier nicht dargestellten Abscheider entstaubt· Gröbere Teilchen und Agglomerate, die sich auf Grund ihrer Korngröße schwerer abtrocknen lassen, rieseln über Falltreppen 10 dem mit Drall aufsteigenden Heißgasstrom entgegen· Letzterer wird über den Gaseintrittsstutzen 13 beispielsweise tangential in den Nachsichtraum 11 vorzugsweise in Höhe der Falltreppen 10 eingeleitet· Hierdurch lösen sich Agglomerate auf und anhaftendes Feingut wird während des Trocknens freigesetzt und
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gelangt Über das Leitschaufelsystem 6 zinn Sichtraum 7· Das trockene Grob- und Mittelgut wird gemeinsam aus dem Grießkonus 12 ausgetragen·
Um den Eintritt von Sichtluft aus dem Nachsichtraum 11 über den Trichter 8 in den Sichtraum 7 zu verhindern, ist am unteren Ende des Trichters 8 ein mechanisches Spaltsystem angeordnet« Dieses kann beispielsweise durch einen Drosselkörper 14 in Form eines Doppelkegels oder eines nach unten offenen Kegels gebildet werden·
Die Vorteile dieses Sichters bestehen darin, daß er keine temperaturempfindlichen, drehenden Teile enthält und somit mit Heißgasen von sehr hohen Temperaturen zur Materialtrocknung beaufschlagt werden kann· Durch die Gestaltung des Sicht» und Nachsichtraumes v/erden hohe Verweilzeiten erreicht, wodurch der Trocknungseffekt erhöht und das Sichtergebnis verbessert
Claims (1)
- G-2304 9 1 7Erfindungsanspruch1« Sichter zum Klassieren und Trocknen von Schüttgut, bestehend aus einem sich kegelförmig nach unten verjüngenden Sichtraum, einem Hachsichtraum mit Falltreppen und Gaseintritt sstutzen, einem Grobgutsamme!konus, einem von außen verstellbaren Leitschaufelsyste, einer. Materialaufgabe sowie einem Gasaustrittsrohr, gekennzeichnet dadurch , daß oberhalb des am Sichtraum (7) befindlichen Leitschaufelsystems (6) ein sich nach unten erweiternder Materialverteilerkegel (4) angeordnet ist, der das aus den Sichtraum (7) herausführende Gasaustrittsrohr (9) umschließt und der sich kegelförmig nach unten verjüngende Sichtraum (7) innerhalb des Hachsichtraumes (11) angeordnet und von Falltreppen (10) umgeben ist«2« Sichter nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß sich oberhalb des Materialverteilerkegels (4) ein das Gasaustrittsrohr (9) umschließender Materialfallschacht (2) mit Verteilereinbauten (3) und mit einem oder mehreren, vorzugsweise zwei Materialaufgabestutzen (1) befindet·3· Sichter nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Verteilereinbauten (3) feststehend oder angetrieben sind·4β Sichter nach den Punkten 1 und 2, gekennzeichnet d a durch, daß der Materialverteilerkegel (4) an seinem Umfang mit Verteilhilfen und Verschleißachutzelementen, beispielsweise konzentrischen Rippen (5), ausgerüstet ist·- * - 230 Λ 9 15· Sich-ter nach den Punkten 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch , daß der in den Nachsichtraura (11) einmündende Gaseintrittsstutzen (13) vorzugsweise im Bereich der Falltreppen (10) beispielsweise tangential angeordnet ist.Sichter nach den Punkten 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß der Sichtraum (7) gegenüber dem Grobgutsamme lkonus (12) mittels eines mechanischen Spaltsystems in Form eines Drosselkörpers (14) abgedichtet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnung'
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