DD159593A1 - Kombiniertes loch-und pflanzgeraet - Google Patents
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Abstract
Das kombinierte Loch- und Pflanzgerät wird angewendet vorzugsweise für das Pflanzen von Jungerdbeerpflanzen. Ziel der Erfindung ist es, den Kraft und Zeitaufwand beim Herstellen der Pflanzlöcher und beim Andrücken des Erdreiches zu verringern. Die Aufgabe, ein kombiniertes Handgerät zu entwickeln, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass an einem Stab außermittig an dessen einer Seite ein Lochformer und dessen anderer Seite ein zylindrischer Erdreichverfestiger angeordnet sind. Fig. 1
Description
Leuna-Werke "Walter Ulbricht" Leuna, 15» Mai 1981
LP 8158
Titel der Erfindung
Kombiniertes Loch- und Pflanzgerät
Anwendungsgebiet der Erfindung
Das kombinierte Loch- und Pflanzgerät wird vorzugsweise für die Pflanzung von ßrdbeerjungpflanzen angewendet, insbesondere in Kleingartenanlagen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Jirdbe6rkultüren findet man fast in jedem Kleingarten. In der Regel bleiben die Pflanzen 3 Jahre stehen, danach werden sie durch Jungpflanzen ersetzt. Damit ein gleichmäßiger Bestand erhalten bleibt, muß jährlich ein bestimmter Teil der Kultur erneuert werden. Diese Pflanzarbeit ist manuell durchzuführen und ist sehr umständlich und zeitaufwendig.
Das Pflanzen erfolgt mit dem Pflanzholz, dem Pflanzspaten oder mit der bloßen Hand (Freude am Garten (1978), VEB Deutscher Landwirtschafteverlag Berlin, S. 358 ff.)· Die Pflanzen, die nach Möglichkeit mit einem Brdballen versehen sein solltens setzt man in das vorgefertigte Pflanzloch und umfüttert den Ballen fest mit Erde. Danach wird die Pflanze gut angegossen, und anschließend wird das Erdreich glattgeharkt. Nachteilig ist bei dieser Pflanztechnologie, daß das Herstellen des Loches, das Einsetzen der Pflanze mit Erdballen und das Festdrücken des die Pflanze umgebenden Erdreiches ausschließlich in gebückter Haltung erfolgt und dabei ein großer Zeitaufwand erforderlich ist.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Kraft- und Zeitaufwand beim Herstellen der Pflanzlöcher und beim Andrücken des Erdreiches zu verringern.
Wesen der Erfindung
Es bestand die Aufgabe, ein kombiniertes Pflanzgerät zu entwickeln, mit dem ein Herstellen gleichmäßiger Pflanzlöcher, ein festes Andrücken des Erdreiches nach erfolgtem Einsetzen der Pflanze und ein Ausformen einer Gießrinne möglich ist. Die Aufgabe wird gelöst durch ein kombiniertes Loch- und Pflanzgerät, wobei erfindungsgemäß an einem etwa hüfthohen Stab an dem einen Ende außermittig ein kegelstumpfartiger Lochformer angeordnet ist, der an seiner weiten Seite mit einer Trittfläche versehen ist, und am anderen Ende des Stabes sich ebenfalls außermittig ein Zylinder befindet, dessen Innendurchmesser etwa 10 % größer ist als der größte Außendurchraesser des Lochformers und dessen Länge etwa die 1,5fache Länge der Höhe des Lochformers beträgt, wobei an seinem unteren Ende der Zylinder eine trichterförmige Aufweitung aufweist, die als Ring im Schnitt V-förmig gestaltet ist.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels und der dazugehörigen Zeichnung näher erläutert werden. Die Figur 1 zeigt im Schnitt das kombinierte Loch- und Pflanzgerät j bei dem an einem Stab 1 an dem einen finde der Lochformer 2 außermittig befestigt ist. Der Lochformer besitzt eine Trittfläche 3, mit deren Hilfe der Lochformer mit dem Fuß in das Erdreich gedrückt wird, wodurch das entsprechend geformte Loch für die Aufnahme des Erdballens der Pflanze entsteht. Am anderen Ende des Stabes 1 ist außermittig der Erdreichverfestiger 4 befestigt, der aus einem Zylinder 5 und einem Ring 6 mit V-förmigem Querschnitt besteht.
Darstellung der Erfindung in Funktion
Nach der Vorbereitung des Bodens und dem Markieren der Pflanzstellen wird das kombinierte Loch- und Pflanzgerät mit dem kegelstumpfartigen Lochformer 2 senkrecht auf die markierten Stellen reihenweise mittels Fuß durch das Auftreten auf die Trittfläche 3 in den Boden eingedrückt. Danach werden die Pflanzen mit Erdbällen in die vorgefertigten Löcher gesetzt. Im folgenden Arbeitsgang wird das gegenüberliegende Ende des kombinierten Loch- und Pflanzgerätes 4 mit der trichterförmigen Öffnung und dem darüber befindlichen Zylinder 5 zentrisch über der Pflanze aufgesetzt. Durch das Auftreten auf den Zylinder 5 wird der Trichter bis zu seinem oberen Rand in das die Pflanze umschließende Erdreich gedrückt. Damit ist der Arbeitsgang festes Andrücken des Erdreiches nach erfolgtem Einsetzen der Pflanze und gleichzeitiges Ausformen einer tiefen» V-förmigen Gießrinne beendet.
Außerdem gewährleistet das erfindungsgemäße Pflanzgerät, daß die erforderlichen Arbeitsgänge in aufrechter Haltung durchgeführt werden können und das frühere Bücken entfällt. Aus der Figur 2 ist beim Formen der Gießrinne 7 mit dem Ring 6 der Kraftrichtungsverlauf 8 während des Andrückvorganges zu erkennen. Durch da% Anfüllen der Gießrinne 7 mit V/asser wird das Erdreich nicht nur im ursprünglichen Pflanzloch 9» sondern
auch in einer darüber hinausgehenden Zone 10 angefeuchtet. Die Gießrinne bewahrt sich besonders in der wasserarmen Jahresaeit, wo oft Sprengverbot für Trinkwasser mittels Schlauch besteht, weil das Gießen unmittelbar über dem Wurzelbereich erfolgen kann und das Weglaufen des Wassers verhindert wird.
Claims (1)
- BrfindungeanspruchKombiniertes Loch- und Pflanzgerät, dadurch gekennzeichnet, daß an einem etwa hüfthohen Stab an dem einen Ende außermittig ein kegelstumpfartiger Lochformer angeordnet ist, der an seiner weiten Seite mit einer Trittfläche versehen ist, und am anderen Ende des Stabes sich ebenfalls außermittig ein Zylinder befindet, dessen Innendurchmesser etwa 10 % größer ist als der größte Außendurchmesser des Lochformers und dessen Länge etwa die 1,5fache Länge der Höhe des Lochformers beträgt, wobei an seinem unteren finde der Zylinder eine trichterförmige Aufweitung aufweist, die als Ring im Schnitt V-förmig gestaltet ist.Hierzu gehört 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
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Publications (1)
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| DD159593A1 true DD159593A1 (de) | 1983-03-23 |
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ID=5531572
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1981
- 1981-06-15 DD DD23079281A patent/DD159593A1/de not_active IP Right Cessation
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