DD160209A3 - Vorrichtung zum roesten u. kuehlen insbesondere von kaffeebohnen - Google Patents

Vorrichtung zum roesten u. kuehlen insbesondere von kaffeebohnen Download PDF

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DD160209A3
DD160209A3 DD22457180A DD22457180A DD160209A3 DD 160209 A3 DD160209 A3 DD 160209A3 DD 22457180 A DD22457180 A DD 22457180A DD 22457180 A DD22457180 A DD 22457180A DD 160209 A3 DD160209 A3 DD 160209A3
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Lothar Moerl
Wolfgang Michel
Joerg Kliefoth
Manfred Winkelmann
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Lothar Moerl
Wolfgang Michel
Joerg Kliefoth
Manfred Winkelmann
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Roesten und Kuehlen insbesondere von Kaffeebohnen im Schwebezustand, bestehend aus uebereinander angeordneter Vorrats-, Roest-, Kuehl-, Heizgasverteiler- und Kuehlgasverteilerkammer sowie einer Sprueheinrichtung. Ziel ist, bei verringertem Vorrichtungsaufwand und Energiebedarf sowie hoeherer Produktivitaet, die Roestqualitaet und -ausbeute zu verbessern. Mit einfachem Vorrichtungsaufbau sollen kuerzere Prozesszeiten, homogene Wirbelschichten und gleiche Verweilzeiten der Kaffeebohnen ermoeglicht werden. Hierzu bestehen die Heizgasverteiler- und Kuehlgasverteilerkammer jeweils aus einem inneren und einem mit Anstroemboden versehenen aeusseren Raum, denen Heizgas bzw. Kuehlgas in bestimmter Menge, Temperatur und Stroemungsgeschwindigkeit zufuehrbar ist. Eine zwischen Roestkammer und innerem Raum der Heizungsverteilerkammer angeordnete gasdurchlaessige Klappe sowie eine zwischen letztgenanntem Raum und Kuehlkammer vorgesehene gasundurchlaessige Klappe sind gleichzeitig jedoch im Wechsel zu einer zwischen Roestkammer und Vorratskammer befindlichen gasundurchlaessigen Klappe zu oeffnen und zu schliessen. Die Kuehlkammer ist mit dem inneren Raum der Kuehlgasverteilerkammer durch eine gasdurchlaessige Klappe verbunden. Die Betaetigung der Klappen, Absperrorgane und der Spruehvorrichtung sind steuerbar.

Description

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Titel der Erfindung
Vorrichtung zum Rösten und Kühlen insbesondere von Kaffeebohnen
Anwendungsbereich der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Rösten und Kühlen von Kaffeebohnen, Gerstenkörnern, Kakaobohnen und dgl·, die im wesentlichen aus einer Vorratskammer, einer Rostkammer, einer Kühlkammer, einer Heizgas- und einer Kühlgasverteilerkammer sowie einer Sprüheinrichtung zur Abschreckung und Befeuchtung des Röstgutes unmittelbar nach dem Röstprozeß besteht, wobei das Rösten und Kühlen des Röstgutes im Heizgas- bzw. Kühlgasstrom in einer Wirbelschicht und der Transport des Röstgutes von der Vorratskammer bis zur Abförderungsstufe durch die Schwerkraft erfolgt.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind bereits verschiedenartige Vorrichtungen zum Rösten insbesondere von Kaffeebohnen bekannt, bei denen das Rösten und Kühlen im Schwebezustand erfolgt, da hierdurch gegenüber Vorrichtungen, bei denen Trommeln oder bewegte Einbauten zur Bewegung der Kaffeebohnen Verwendung finden, die Qualität der Kaffeebohnen durch die schonendere und gleichmäßigere Behandlung verbessert werden kann· Das gleiche gilt auch für andere bohnen- oder körnerartige Produkte, die geröstet werden sollen·
Bei der in der DE-OS 1 692 248 beschriebenen Vorrichtung werden die Kaffeebohnen in einem Druckkessel unter Dampf-
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druck vorerhitzt, danach plötzlich dem Atmosphärendruck ausgesetzt und entspannt, anschließend im Schwebezustand gerostet und schließlich im Schwebezustand gekühlt. Für den kontinuierlichen Transport der Kaffeebohnen vom Eintrag zum Austrag, insbesondere auch während der Vorerhitzung, Röstung und Kühlung sind Schnecken und Vibrationsförderer vorgesehen. Die Anlagen für das Vorerhitzen unter Dampfdruck, für die Erzeugung der Heißluft, die in den Zuleitungsrohren zur Rösttrommel auf eine Strömungsgeschwindigkeit von 61 m/s gebracht werden soll, sowie für die genannten Fördereinrichtungen erfordern erhebliche Aufwendungen für die Herstellung, den Betrieb und die V/artung. Neben den Energieaufwendungen für die Erzeugung des Dampfdruckes sind zusätzliche Energieaufwendungen für die Erzeugung der Heiß- und Kühlluft erforderlich· Der kontinuierliche Transport der Kaffeebohnen durch Schnecken- bzw. Vibrationsförderer gewährleistet keine gleichen Verweilzeiten der einzelnen Kaffeebohnen in den Verfahrensstufen und führt auf Grund der mechanischen Beanspruchung zu Beschädigungen der Kaffeebohnen. Hierdurch werden die Qualität der Kaffeebohnen und die Ausbeute beeinträchtigt.
Eine andere bekannte Vorrichtung gemäß DE-OS 2 531 390 besteht im wesentlichen aus einer unterteilten Trockenkammer, einer Röstkammer und einer Kühlkammer. Der kontinuierliche Durchlauf der Kaffeebohnen vom Eintrag zum Austrag und die Behandlung der Kaffeebohnen in den einzelnen Kammern erfolgt im Schwebezustand. Hierzu sind für die Trockenkammer zwei Gebläse für die getrennte Zuführung von Heizgas mit unterschiedlichen Temperaturen, für die Röstkammer ein Ge- -bläse für die Zuführung von Heizgas mit weiterhin erhöhter' Temperatur un:d für die Kühlkammer ein Gebläse für die Zuführung der Kühlluft erforderlich. Die Kühlkammer weist eine Sprüheinrichtung zur Befeuchtung der Kaffeebohnen auf.
Ein wesentlicher Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß auf Grund des kontinuierlichen Transports der Kaffeebohnen von einer zur anderen Kammer im Schwebezustand eben-
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falls keine definierbaren gleichen Verweilzeiten für die einzelnen Kaffeebohnen in den einzelnen Kammern, d.h. in den jevcLligen Behandlungsstufen, gewährleistet sind, und deshalb keine gleichmäßige Kaffeequalität erreicht werden kann. Da die Verweilzeiten in den einzelnen Verfahrensstufen im wesentlichen durch die Länge der verschiedenen Kammern bestimmt werden, müssen die Kammern eine verhältnismäßig große Ausdehnung aufweisen. Bin weiterer Nachteil ergibt sich daraus, daß das Heizgas und die Kühlluft durch die Verteilerplatten in einem Winkel zur Wandung entsprechend abgelenkt wird. Dadurch kann keine homogene einwandfrei durchmischte Wirbelschicht, die für eine gleichmäßige Röstung und Kühlung der Kaffeebohnen erforderlich ist, erzielt werden. Schließlich ist von If acht eil, daß bei der Vorrichtung sowohl der Austrag der Kaffeebohnen im Schwebezustand von der Rostkammer in die Kühlkammer als auch der Austrag der Speisen im oberen Teil der Röstkammer vorgesehen sind. Hierdurch muß ein bestimmter Abstand der beiden Austragsöffnungen eingehalten werden, um das Ausscheiden der Spelzen zu gewährleisten. Die hierzu notwendige Bauhöhe der Röstkammer wirkt sich ebenso wie die bereits erwähnte notwendige Länge der Kammern auf die Herstellungskosten und den Raumbedarf ungünstig aus.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Rösten und Kühlen insbesondere von Kaffeebohnen, mit der bei verringertem Aufwand für die Herstellung und verringertem Energiebedarf beim Betrieb der Vorrichtung eine höhere Produktivität bei verbesserter Qualität und höherer Ausbeute der gerösteten Kaffeebohnen oder eines anderen Röstgutes erzielt wird.
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Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu entwickeln, mit der bei wesentlich verkürzter Prozeßzeit eine schonendere und gleichmäßigere Behandlung der zu röstenden Kaffeebohnen, Gerstenkörner, Kakaobohnen und dgl. möglich ist. Die Vorrichtung soll die Erzeugung einer homogenen einwandfrei durchmischten Wirbelschicht bei Gewährleistung gleicher Verweilzeiten für jede Kaffebohne u.dglL in einer Behandlungsstufe, insbesondere bei^i frosten und beim: Kühlen, ermöglichen. Die Vorrichtung soll mit v@rhältnisr mäßig einfachen gut steuerbaren Mitteln aufgebaut sein, eine geringe Störanfälligkeit aufweisen und mechanische Beanspruchungen dos Rostgutes weitgehend ausschließen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die " Heizgasverteilerkammer und die Kühlgasverteilerkammer .jeweils aus mindestens einem inneren und einem mit Anströmboden versehenen äußeren Raum, vorzugsweise aus einem Mittelraum und einem diesen umgebenden Ringraum, gebildet sind, die über je eine ganz oder teilweise absperrbare Rohrleitung mit der im Kreislauf geführten Heizgasleitung bzw. mit der Kühlgaszuleitung in Verbindung stehen. Weiterhin sind eine die Röstkammer mit der Vorratskammer verbindende bzw. diese absperrende gasundurchlässige Klappe sowie eine im Wechsel zu vorgenannter Klappe zu öfftieide oder zu schließende die Röstkammer mit dem inneren Raum der Heizgasverteilerkammer verbindende gasdurchlässige Klappe, eine gleichzeitig mit dieser Klappe zu öffnende oder zu schließende den inneren Raum der Heizgasverteilerkammer mit der Kühlkammer verbindende bzw· diese absperrende gasundurchlässige Klappe, eine die Kühlkammer mit dem inneren Raum der Kühlgasverteilerkammer verbindende bei Beendigung des Kühlprozesses geöffnete gasdurchlässige Klappe, ein mit der Abförderungsstufe in Verbindung stehendes, nach Beendigung des Kühlprozesses geöffnetes Absperrorgan und sowohl an sich bekannte Temperatur-Regeleinrichtungen als auch an sich bekannte, in der Röstkammer stets höheren Druck als in der Kühlkammer gewährleistende Differenz-Druck-ReffeleinrloVitijncpn
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Aus führung sb e i sp i e 1
Nachstehend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgeraäßen Vorrichtung.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Vorratskammer 1, einer Röstkammer 2, einer Heizgasverteilerkammer die in einen Mittelraum 31 und einen Ringraum 3" unterteilt ist, einer Kühlkammer 4 und einer Kühlgasverteilerkammer 5, die ebenfalls in einen Mittelraum 5' und einen Ringraum 5" unterteilt ist. Die Zuführung der Kaffeebohnen in die Vorratskammer 1 erfolgt über ein Absperrorgan 6 jeweils in einer definierten Menge durch eine nichtgezeigte Dosiereinrichtung. Die Vorratskammer 1 ist gegenüber der Rostkammer durch eine gasundurchlässige Klappe 7, die Röstkammer 2 ist gegenüber dem Mittelraum 3' der Heizgasverteilerkammer 3 durch eine gasdurchlässige Klappe 8 und der Mittelraum 3' ist gegenüber der Kühlkammer 4 durch eine gasundurchlässige Klappe 9 schlagartig zu öffnen und zu verschließen. Die Klappen 7, 8, 9 sind hierbei durch an sich bekannte Mittel jeweils um ihre Mittelachse schwenkbar. Die Röstkammer 2 steht mit dem Ringraum 3" der Heizgasverteilerkammer 3 über einen gasdurchlässigen ringförmigen Anströmboden 10 und die Kühlkammer 4 steht mit dem Ringraum 5" der Kühlgasverteilerkammer 5 durch einen gasdurchlässigen ringförmigen Anströmboden 11 in Verbindung. Der Anströmboden . fällt zur Mitte ab und mündet in den Mittelraum 5' der gleichzeitig als Abzugsrohr für den Austrag der Kaffeebohnen dient und mit einer gasdurchlässigen Klappe 44 ver-r sehen ist, die bei Beendigung des Kühlprozesses geöffnet ist. Zwischen dem Mittelraum 5' und dem angedeuteten Rohrleitungssystem 12 der Abförderungsstufe ist ein Absperrorgan 13 angeordnet.
Der Heizgasstrom wird voneinem Gebläse 14, das mit einem Gasaufheizer 15 verbunden ist, über eine Rohrleitung 16 dem Mittelraum 31 bzw. über eine Rohrleitung 17 dem Ring-
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raum 3" zugeführt. Die Zuführung des Heizgasstromes zum Mittelraum 31 kann durch eine Drosselklappe 18 und zum Ringraurn 3" durch eine Drosselklappe 19 ganz oder teilweise gesperrt werden. Das Kühlgas wird der Kühlkammer von einem Gebläse 20 über eine Rohrleitung 21 in einem Teilstrom über eine Rohrleitung 22 und den Ringraum 5" durch den Anströmboden 11 in einem weiteren Teilstrom über eine Rohrleitung 23 und den Mittelraum 51 zugeführt. Die Teilströme des Kühlgases können durch eine Drosselklappe in der Rohrleitung 22 und eine Drosselklappe 25 in der Rohrleitung 23 gedrosselt bzw. unterbunden werden. Zur Regelung der Heizgaseintrittstemperatur steht eine Temperatur-Regeleinrichtung 26 über Meßsonde.n mit dem Mittelraum 3* der HeizgasVerteilerkammer 3 in Verbindung·
Das verbrauchte Heizgas wird über eine Heizgasabführleitung 27, einen Zyklon 28 und eine Heizgasrückführleitung zum Gebläse 14 zurückgeführt, nachdem die Spelzen am Spelzenaustrag 30 ausgeschieden wurden. Die Abführung des verbrauchten Kühlgases in die Atmosphäre erfolgt über eine Rohrleitung 31, einen Zyklon 32 und eine Abführleitung 33, nachdem die noch vorhandenen Spelzen an einem Spelzenaustrag 34 abgeschieden wurden. Die für die Ableitung des Kühlgases in der Rohrleitung 31 vorgesehenen Öffnungen sind durch ein gewölbtes Abdeckblech 35 vor dem Eintritt von Kaffeebohnen bzw. anderem Rostgut geschützt. Zur Aussonderung von Steinen und anderen Verunreinigungen, die schwerer als die Kaffeebohnen sind, dient eine Abzweigung 36· Durch eine Klappe 37 kann die Abzweigung 36 oder der untere Teil des als Austragsrohr dienenden Mittelraumes 51 wechselweise verschlossen werden. Die Betätigung der Klappe wird in Abhängigkeit von der Betätigung der Drosselklappe und des Absperrorgans 13 gesteuert. Zur wahlweisen Befeuchtung der Kaffeebohnen am Anfang des Kühlprozesses oder am Ende des Röstprozesses oder in beiden Prozessen befindet sich in der Kühlkammer 4 eine Sprüheinrichtung 38, und in der Röstkammer 2 eine Sprüheinrichtung 39, die über Absperrorgane 40 bzw· 41 mit Y/asser versorgt werden können.
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Der Sprühvorgang wird entsprechend einem vorbestimmten Programm zeitlich über das Absperrorgan 40 oder das Absperrorgan 41 oder über beide Absperrorgne 40, 41 gesteuert· Durch eine Difforenzdruck-Regeleinrichtung 42 werden die Druckverhältnisse so geregelt, daß der Druck in der Röstkammer 2 immer größer als der Druck in der Kühlkammer 4 und der Druck in der Kühlkammer 4 immer größer als der Druck in dem Rohrleitungssystem 12 der Abförderungsstufe ist. Die Steuerung des Öffnens und Schließens des Absperrorgans 6, der Klappe 7 sowie der Klappen 8 und 9, die beide immer gleichzeitig betätigt werden, erfolgt in Abhängigkeit von einem festgelegten Zeitprogramm· Nach dem Zeitprogramm wird auch die Betätigung der Drosselklappen 25, 18 und der Klappe 37 sowie des Absperrorgans 13 gesteuert. Zum Ausgleich des in der Röstkammer und ^a. der Heizgasrückführung entstehenden Überdrucks ist ein Regelorgan 43 vorgesehen. Das Regelorgan 43 kann wie im Beispiel hinter dem Gebläse 14 aber auch an einer anderen Stelle der Heizgasrückführung angeordnet sein.
Nachstehend soll die Wirkungsweise der Vorrichtung für das Rösten einer bestimmten Kaffeesorte mit einem Feuchtigkeits» gehalt des Rohkaffees von etwa 13 % beschrieben werden· Mit Hilfe einer nicht dargestellten Dosiereinrichtung gelangt eine definierte Menge Kaffeebohnen durch die Betätigung des Absperrorgans 6 in die Vorratskammer 1 und durch kurzzeitiges Öffnen der Klappe 7 durch die Schwerkraft in die Röstkammer 2. Sofort nach dem Schließen der Klappe 7 gelangt die nächste Charge in Form der gleichen definierten Menge Kaffeebohnen in die Vorratskammer 1, wo sie solange verweilt bis der Röstprozeß der vorhergehenden Charge abgeschlossen ist. Der Röstprozeß der Kaffeebohnen erfolgt in einem von unten nach oben gerichteten Heizgasstrom bei einer Strömungsgeschwindigkeit des Heizgases von 5 m/s und einer spezifischen Heigasbelastung von 5kg Heizgas pro Vq Kaffeebohnen. Diese Parameter des Heizgases, das bei geöffneten Drosselklappen 18, 19 sowohl übenden Mittelraum 3' als auch über den Ringraum 3" der Heizgasverteilerkammer
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in die Röstkammer 2 strömt, gewährleisten, daß sich eine homogene sehr gut durchmischte Wirbelschicht von etwa 500 mm Höhe ausbildet. Hierdurch sowie durch eine verhältnismäßig niedrige Eintrittstemperatur des Heizgases von etwa 228° C, die mit Hilfe der Temperatur-Regeleinrichtung26 in Verbindung mit dem Gasaufheizer 15 weitgehend konstant gehalten wird, sowie durch eine kurze Rost zeit von et v/a 2,5 Minuten erfolgt eine schonende Röstung der Kaffeebohnen, und es wird ein sehr gutes Röstbild erreicht.
liach Ablauf der Rost zeit von 2,5 Minuten werden die Klappen 8 und 9 schlagartig geöffnet und gleichzeitig der Heizgasstrom zürn !.litteIraurn 31 der Heizgasverteilerkammer 3 durch Betätigung der Drosselklappe 18 so gedrosselt, daß die Kaffeebohnen durch die Schwerkraft schlagartig in die Kühlkammer 4 fallen. Dieser Vorgang wird durch das über den Ringraum 3" weiterhin in die Röstkammer 2 einströmende Heizgas unterstützt.
Der Heizgasstrom wird über die Differenzdruck-Regeleinrichtung 42 in Verbindung mit dem Regelorgan 43 so geregelt, daß der Druck in der Rostkammer 2 stets um etwa 400 Pa größer als in der Kühlkammer 4 ist. Hierdurch wird verhindert, daß das Kühlgas, das von dem Gebläse 20 über die Rohrleitungen 21, 22 und den Anströmboden 11 kontinuierlich und über die Rohrleitung 23 und das zentrale Abzugsrohr d.h. den Mittelraum 51, der Kühlgasverteilerkammer 5,.zeitweilig gedrosselt der Kühlkammer 4 zugeführt wird, nicht in die Röstkammer 2 gelangt und durch Vermischen mit dem Heizgas das Heizgas erheblich abkühlt. Unmittelbar nachdem die Klappen 8, 9 wieder geschlossen sind, wird die Klappe 7 kurzzeitig geöffnet und die in der Vorratskammer 1 bereitstehende Menge Kaffeebohnen der Röstkammer 2 zugeführt. Inzwischen hat sich im Kühlgasstrom, der mit den Drosselklappen 24, 25 entsprechend eingestellt wurde und eine Temperatur von etwa 20 C aufweist, eine homogene sehr gut durchmischte Wirbelschicht mit einer Höhe von etwa 400 mm
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ausgebildet. Unmittelbar nach Ausbildung dieser Wirbelschicht wird die Sprüheinrichtung 38 über das Absperrorgan 40 betätigt und die Kaffeebohnen werden hierbei mit einer Wassermenge .von etwa 0,1 kg Wasser pro kg Kaffeebohnen und einer Wassertemperatur von etwa 15° C in einem Zeitraum von etwa 10 Sekunden befeuchtet. Durch die plötzliche Abkühlung und das Besprühen mit Wasser werden die Kaffeebohnen aufgebläht und nehmen die für die im vorliegenden Beispiel gewünschte Endfeuchte von 3,4 % notwendige Wassermenge auf. Der Kühlprozeß wird nach einer Gesamtzeit von 2 Minuten beendet. Es ist auch möglich, daß die Kaffeebohnen'in der Röstkammer 2 unmittelbar nach Beendigung des Röstprozesses durch die in der Zeichnung dargestellte Sprüheinrichtung 39 befeuchtet und hierbei abgekühlt werden.
Hierzu wird mit Hilfe der ,Drosselklappe 25 der Kühlgasstrom, der über den Mittelraum 51 in die Kühlkammer 4 gelangt, so weit vermindert, daß die Kaffeebohnen nach Öffnen der Klappe44 mit Hilfe der Schwerkraft durch den Mittelraum 51 und das zum Austrag geöffnete Absperrorgan 13 dem Rohrleitungssystem 12 der Abförderungsstufe zugeführt werden. Die Abzweigung 36 ist hierbei durch die Klappe 37 geschlossen. Der Austrag der Kaffeebohnen aus der Kühlstufe in die Abförderungsstufe wird dadurch unterstützt, daß auf Grund der kontinuierlichen Zuführung mindestens einer Teilmenge des Kühlgases über den Anströmboden 11 zur Kühlkammer 4 in der Kühlkammer 4 stets ein höherer Druck als in dem Rohrleitungssystem 12 der Abförderungsstufe herrscht.
Während des Kühlprozesses ist die Abzweigung 36 geöffnet und der untere Teil des Mittelraumes 5' durch das Absperrorgan 13 und die Klappe 37 verschlossen,so daß Steine und andere unerwünschte schwerere Bestandteile, die durch den Kühlgasstrom nicht im Schwebezustand gehalten werden können, durch die Schwerkraft über die Abzweigung 36 ausgeschieden werdeno können« Hierzu ist die Klappe 44 kurzzeitig zu öffnen. Die unerwünschten Bestandteile, die leichter als die Kaffeebohnen sind, wurden in bekannter Weise während des Röstprozesses über die Heizgasabführleitung 27 und soweit noch vor-
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handen während des Kühlprozesses über die Rohrleitung 31 ausgeschieden.
Überschüssiges Heizgas wird über das Regelorgan 43 in die Atmosphäre abgeführt» Das überschüssige Heizgas kann vorher in einer nicht gezeigten Gasreinigungsanlage gereinigt wer* den, um eine Umweltverschmutzung zu verhindern. Da bei der Durchführung des Verfahrens in den verschiedenen Verfahrensstufen eine gleiche definierte Menge Kaffeebohnen, d.h. verschiedene Chargen, parallel behandelt werden, richtet sich die Ausstoßzeit pro Charge nach der längsten Zeit, welche eine Charge in einer der Verfahrensstufen verweilen muß. Im vorliegenden Beispiel ist dies die Röststufe, in der die Kaffeebohnen 2,5 Minuten verweilen. Die Menge einer Charge ist natürlich von der Größe der Anlage und deren pneumatischer Auslegung bestimmt.

Claims (1)

  1. 22 4 57
    Erfindungsanspruch
    Vorrichtung zum Rösten und Kühlen insbesondere von Kaffeebohnen, Gerstenkörner Kakaobohnen u.dgl., die im wesentlichen aus einer Vorratskammer, einer Röstkammer, einer Kühlkammer, einer Heizgas- und einer Kühlgasverteilerkammer sowie einer Sprüheinrichtung zur Abschreckung und Befeuchtung des Röstgutes unmittelbar nach dem Röstprozeß besteht, wobei das Rösten und Kühlen des Rostgutes im Heizgas- bzw. Kühlgasstroni in einer Wirbelschicht erfolgt, das die Röstkammer verlassende Heizgas im Kreislauf der Ileizgasverteilerkammer wieder zugeführt wird und die verschiedenen Kammern der Vorrichtung derart in unterschiedlicher Höhe zueinander angeordnet sind, daß der Transport des Röstgutes von der Vorratskammer bis zur Abförderungsstufe durch die Schwerkraft erfolgt, gekennzeichnet dadurch, daß die Heizgasverteilerkammer (3) und die Kühlgasverteilerkammer (5) jeweils aus mindestens einem inneren und einem mit Anströmboden versehenen äußeren Raum, vorzugsweise einem Mittelraum (3f bzw. 51) und einem diesen umgebenden Ringraum (3" bzw. 5")ι gebildet sind, die über je eine ganz oder teilweise absperrbare Rohrleitung (16; 17 bzw. 22; 23) mit der im Kreislauf geführten Heizgasleitung bzw. mit der Kühlgaszuleitung in Verbindung stehen und weiterhin eine die Röstkammer (2) mit der Vorratskammer (1) verbindende bzw. diese absperrende gasundurchlässige Klappe (7) sowie eine im Wechsel zu vorgenannter Klappe (7) zu öffnende oder zu schließende die Rostkammer (2) mit dem inneren Raum der Heizgasverteilerkammer (3) verbindende gasdurchlässige Klappe (8), eine gleichzeitig mit dieser Klappe (8) zu öffnende oder zu schließende den inneren Raum der Heizgasverteilerkammer (3) mit der Kühlkammer verbindende bzw· diese absperrende gasundurchlässige Klappe (9), eine die Kühlkammer (4) mit dem inneren Raum der Kühlgasverteilerkammer (5) verbindende bei Beendigung des Kühlprozesses geöffnete gasdurchlässige Klappe (44), ein mit der Abförderungsstufe in Verbindung stehendes, nach Beendigung
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    des Kühlprozesses geöffnetes Absperrorgan (13) und sowohl an sich bekannte Temperatur-Regeleinrichtungen als auch an sich bekannte, in der Rüstkammer (2) stets höheren Druck als in der Kühlkammer (4) gewährleistende Differenz-Druck-Regeleinrichtungen vorgesehen sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DD22457180A 1980-10-15 1980-10-15 Vorrichtung zum roesten u. kuehlen insbesondere von kaffeebohnen DD160209A3 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0132877A3 (en) * 1983-07-22 1985-03-13 The Procter & Gamble Company Ultrafast roasted coffee
EP0183878A1 (de) * 1982-10-12 1986-06-11 General Foods Corporation Kontrolliertes Rösten von Kaffee

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