DD161119A3 - Keramisches bindemittel zur herstellung poroeser korundschleifkoerper - Google Patents

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DD161119A3
DD161119A3 DD23114181A DD23114181A DD161119A3 DD 161119 A3 DD161119 A3 DD 161119A3 DD 23114181 A DD23114181 A DD 23114181A DD 23114181 A DD23114181 A DD 23114181A DD 161119 A3 DD161119 A3 DD 161119A3
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Wolfgang Schiller
Joachim Wiegmann
Siegfried Blankenburg
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Schleifkoerper Union Dresden 8
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein keramisches Bindemittel zur Herstellung poroeser Korundschleifkoerper mit verbesserten mechanischen Eigenschaften, insbesondere zur Herstellung von normalporoesen (gemaess TGL 29-806) Schleifwerkzeugen fuer das Hochgeschwindigkeitsschleifen. Das Erfindungsziel ist das Auffinden eines entsprechenden keramischen Bindemittels. Die Erfindungsaufgabe besteht darin, insbesondere normalporoese Korundschleifkoerper mit Bruchumfangsgeschwindigkeiten von etwa 150 m/s und einem gewoehnlichen keramischen Gefuege mittels eines neuartigen keramischen Bindemittels herzustellen; letzteres soll darueberhinaus fuer alle poroesen Korundschleifkoerper einsetzbar sein.Erfindungsgemaess wurde eine keramische Bindemittelkomposition fuer verschiedenste Arten von Korundschleifkoernern gefunden, die aus 60 bis 98 Masse-% Alkaliborosilikatglas definierter chemischer Zusammensetzung, 1 bis 10 Masse-% Alkalihexafluoroaluminaten resp. Mischungen von Alkalifluoriden und Aluminiumfluorid und ggf. 0 bis 30 Masse-% handelsueblicher plastischer keramischer Rohstoffe besteht. Der ueberraschende synergistische Effekt des erfindungsgemaessen Bindemittels beruht schluessig in der Wirkung der Fluorid-Ionen, die die Viskositaet der eingesetzten Glaeser in der Grenzschicht zum Korund erniedrigen ohne gleichzeitig dessen Aufloeserate zu erhoehen. Dadurch wird eine sehr gute Einbindung der Schleifkoerner waehrend des Brandes ermoeglicht. Die Glasphase im gebrannten Schleifkoerper ist praktisch homogen aufgebaut und an Al tief 2 O tief 3 nahezu gesaettigt.

Description

Keramisches Bindemittel zur Herstellung poröser Korundschleif-
körper
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein keramisches. Bindemittel zur Herstellung poröser. Korundschleifkörper mit verbesserten Gebrauchswerte igenschaften, insbesondere zur Herstellung von normalporösen., (,gemäß TGL 29 - 806), Schleifwerkzeugen für. das. Hochges.chwindigkeitsschleifen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Seit vielen Jahren sind <?< - Al ρ Cu, dotierter Korund sowie hochkorundhaltige Sohleifkörner wichtige Schleifmittel für schwere S.chleifarbeiten. Die Leistungsfähigkeit der genannten Schleifkörner auf Korundbasis beruht auf deren Härte, hohem Schmelzpunkt und ausreichender chemischer Passivität gegenüber den zu bearbeitenden Werkstoffen (vgl, u.a.: Hadert, H.: Chemiker - Ztg. °0 (1966) 23, S,801).
Schleifkörper mit keramischer Bindung werden durch Mischen der Ausgangsstoffe Schleifkorn und keramischer Bindemittelkomposition, !Formgebung der grünen Masse und Brennen bei lern-
peraturen oberhalb 1000. 0G hergestellt (vgl. u.a.: levine, S.: Ceramic Age 64 (1954) 5, S. 13ffj ebd, 64'· (1954) 6, S. 19ff; ebd. 65 (1955) 1, S. 18 und 53ff).
Die keramische Bindung "besteht primär aus Glas; sekundäre KrI-stallausScheidungen sind möglich (,vgl,- u.a.: Gormly, H.W. : Amer. Ceram. Soc. Bull. 57 (1958). 3, S. 144ff). Eür die Eigenschaften des fertigen, keramisch gebundenen Schleifkörpers: ist es. unter anderem wesentlich, daß die Schleifkörner von der glasigen Phase vollständig "benetzt und durch viskoses Eließen miteinander verbunden sind, wodurch.eine feste Haftung entsteht; eine gewisse Affinität zu den korundhaltigen. Körnern ist im allgemeinen wünschenswert (vgl* z.B.: LE-PS 960.435)»
Die keramischen Bindungen lassen sich traditionsgemäi3 durch Brennen "bei Segerkegel 10 bis 13 aus Gemischen von verschiedenen Tonen und Feldspat, Kalkspat, Magnesit und ggf. Eritten herstellen (vgl. u.a. t Sd.:. Eo er st,- W..: üllinanns Encyklopädie der technischen Chemie. Dritte, völlig neu gestaltete Auflage,, 12. Band. München - Berlin: Urban. &. Schwarzenberg 1960, S. 333") Technisch eingeführte Versätze können Singer, E., und Singer, S.S..:, Industrielle Keramik. Zweiter Band. Massen, Glasuren, Earbkörper, Herstellungsverfahren. Berlin u.a.: Springer 1969, S0 104ff entnommen werden. Eeben diesen porzellanähnlichen Bindemitteln sind auch steatitähnliche. Zusammensetzungen vorges:chlagen worden (DEf-PS 861.528). Zur Senkung der Brenntemperatur auf etwa 1100- C sind frühzeitig Bindemittel auf der Basis von Gläsern mit geringen Zusätzen an Plastifikatoren zur Anwendung gebracht worden (vgl. üea„ * Singer, Z. :znd Singer, S.S. s.o.; .ÜS-PS. 2.907.143; US-PS. 2.351.433; US-PS 2.324.377; US-PS
Z.034.721; US-PS 2.423,293; DE.-BS. 1.261.009; DE-ES 960.435). Der. wesentliche Nachteil der genannten keramisch gebundenen normalporösen Korunds.chle if körper Desteht in ihren begrenzten Gebrauchswerteigenschaften; diese gestatten bekanntermaßen nur maximale Umfangsgeschwindigkeiten von 35 m/s., in Ausnahmefällen von 45 m/s. (,vgl.: Ed.:. Eoerst, W.: s.o» 15..'Band». 1964, S.. 20.1).
Es ist aus der derzeitigen Praxis, der Schleiftechnik bekannt, daß eine Erhöhung der Sebrauchswerteigenschaften der Schleifkörper, insbesondere ihrer maximalen Umfangsgeschwindigkeit auf. über 50. m/s. wesentliche Verbesserungen bezüglich der Zerspanung sie istung, der Oberflächengüte des zu bearbeitenden Werkzeuges:, der Verminderung des: S-chleifkörperverschleißes und der aufzuwendenden Schnittkräfte mit sich bringt» Es sind daher keramische Bindemittelzusammensetzungen zur Herstellung normalporöser Korundschleifkörper vorgeschlagen worden, mit: denen die maximale Umfangsgeschwindigkeit auf- 50 bis 70. m/s verbessert werden können.. S,o empfiehlt die. DD-PS 95.766 eine Mischung aus Bor ο silikatglas, und [EaIk. Ih der DD-PS 95.985 .ist eine Bindemittelzusammensetaung auf. der Basis φ - Spodumen, Borosilikatglas und Kryolith (Ha-, Al]?,-) vorgeschlagen worden; nach der DD-PS 95.986 wird, zusätzlich Talk hinzugege^- ben.. Der in beiden Vorschlägen benötigte r) - Spodumen muß zuvor durch eine thermische Behandlung bei 950 bis. 1000 0G aus (X - Spodumen hergestellt werden. Eine weitere Bindemittelzusammensetzung beschreibt die DD-PS 104.939; danach besteht sie aus einem bariumoxidhaltigen Borosilikatglas und Phosphaten der Alkali- resp.. Erdalkalimetallen. Schließlich schlägt
die DE-OS 2.258.540 vor, in übliche Bindemittel 1 bis 7 Masse-^ BaQ' einzuführen«.- Die Brenntemperaturen der unter Verwendung der vorgenannten keramischen Bindemittelversätze hergestellten Massen liegen zwischen 1250 und128Q 0C, vorzugsweise bei 127Q- 0G, innerhalb 2. h; sie weisen demzufolge ein.: relativ enges; Brennintervall auf. Die erhaltenen Schleifkörper eignen sich, ausschließlich zum Schnellschleifen bis 70 m/s. maximaler Umfangsgeschwindigkeit; hierin ist der wesentliche Mangel der. aufgeführten Vorschläge zu. sehen«.
Der gegenwärtige Entwicklungsstand der. Schleifmaschinen- res.p, -automatenherstellung zielt eindeutig auf. Eochgeschwindigkeits— arbeiten„. Die .dazu benötigten Schleifkörper müssen demzufolge höchste Gebrauchswerteigenschaften aufweisen, insbesondere, soll die. maximale Umfangsgeschwindigkeit mindestens; 80 m/s betragen. Letzteres, verlangt, im, Rahmen der heute im allgemeinen bestehenden Zulassungsgrundsätze Bruchumfangsges-chwindigkeiten (v-D) der/ Schleifkörper von etwa 15.0 m/s* JFach dem jetzigen. Stand der Technik erreichen normalporöse, in einfacher Weise keramisch gebundene Korundschleif körper die. Anforderungen des-: Hochgeschwindigkeitsschleifen nicht (vgl.: DD.-P.S 105.755, S. 3).
Es ist bekannt,, daß sich mit beträchtlicher Steigerung der Porosität der Zorundschleifkörper deren mechanischen Eigenschaften erheblich verschlechtern». Erfahrungsgemäß gelingt es nur, keramisch normalgebundene hochporöse Korundschleifzeuge für maximale Umfangsgeschwindigkeiten von 40 bis 45 m/s herzustellen. ' .
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, ein keramisches. Bindemittel zur Herstellung poröser Korundschleifkörper mit verbesserten. Gebrauchswerteigenschaften, insbesondere zur Herstellung normalporöser (gemäß TGL 29 - 806) Schleifwerkzeuge für das. Hochgeschwindigkeitsschleifen, aufzufinden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine .Bindemittelkomposition zu. finden, mit der verschiedenste Korundschleifkörner, wie reines; cA - Al 2 Q-*» dotierter Korund, oder hochkorundhaltige Phasen, zu porösen Schleifkörpern keramisch gebunden werden können, wobei ,
- der. nach dem Brande entstandene keramische Scherben über den ganzen Schleifkörper praktisch das. gleiche Gefüge aufweist (nahezu statistische Verteilung der Körner und Poren — das "gewöhnliche keramische Gefüge"),
- das; Produkt mit der traditionellen Technologie in. technisch bewährten Anlagen hergestellt werden kann,
- der erhaltene normalporöse (gemäß TGL. 29 - 806) Schleifkörper die wesentlichen Eigenschaftsforderungen für das Eochgeschwindigkeitsschleifen, wie Bruchumfangsgeschwindigkeiten von etwa 150 m/s, erreichen muß und in speziellen Ausführungsformen überbieten sollte,
- die grüne Schleifkörpermasse ein im Vergleich zu bislang bekannten Bindemittelzusammensetzungen auf Glasbasis breiteres Brennintervall aufweist,
- das Eigenschaftsbild der erfindungsgemäßen Schleifkörper in
schon "bekannter Weise, z.H. entsprechend der Lehre der ÜS-PS 2.102.343, erheblich verbessert v/erden kann.
Es wurde überraschenderweise eine vergleichsweise einfache Bin
demittelkomposition auf der Basis von Alkaliborosilikatgläsern, Alkalihexafluoroaluminaten und ggf. plastischer keramischer Rohstoffe gefunden, mit der es gelingt, die gestellte Aufgabe unter Zuhilfenahme eines Verfahrens zur Herstellung poröser, insbesondere normalporöser, Korundschleifkörper zu erfüllen. Die erfindungsgemäßen Kennzeichen können dem Erfindungsanspruch entnommen werden.
Die durchgeführten Untersuchungen zeigten, daß nur die Glaszusammensetzungen gemäß Punkt 1 bis 4 mit .Alkalihexafluoroaluminaten und ggf. plastischen keramischen Rohstoffen im Verbund mit technisch üblichen Schleifkörnern auf Korundbasis ,Schleifkörper hoher mechanischer Eestigkeit und demzufolge hoher Bruchumfangsgeschwindigkeit ergaben. Aus praktischen Gründen wird, in.· dieser Schrift zur Charakterisierung der Eigenschaften der erhaltenen Schleifkörper das: Verhältnis der Bdegebruchf e.stigkeit zur Rohdichte herangezogen, das bekanntermaßen dem Quadrat der Bruchumfangsgeschwindigkeit (y,) proportional ist und hier in—' tern, als. ¥q bezeichnet wird, Ss. wurde, gefunden, daß die aus. der erfindungsgemäßen Bindemittelkomposition und Sdelkοrund Typ, EK 12 hergestellten normalporösen Biegebruchkörper Vq - Werte grös-
2 2
ser als: 30.000. m "/a aufwiesen, wenn die aus der gleichen grünen Mas.se gefertigten Mustersehleifscheiben der Abmessung 250 χ 2Ü χ. 51 mnP V-J3- Vierte von 155 + 5 m/s, die der Dimensionierung 500, χ 20. x. 203. mm5 V13- Werte von 145 + 5 m/s. lieferten·
D.er Synergismus der Bindemittelbestandteile Alkaliborosilikat— glas, Alkalihexafluoroaluminat und ggf. plastische keramische Rohstoffe ist bislang nicht eindeutig zu erklären; es kann aus: den. durchgeführten Untersuchungen jedoch, schlüssig gefolgert werden, daß sowohl Qberflächenphänomene als, auch Rückwirkungen der:1 durch Eluorid - Ionen veränderten. Glasstruktur auf die S-chleifkörner die überraschenden Eigenschaftsverbesserungen bewirken. So wurde gefunden, daß ein homogenes: Glas. dex_ äquivalenten Zusammensetzung eines: Bindemittels, aus Glas und Kryolith (Ha,AlE,. Χ zwar eine Eestigkeitserhöhung gegenüber dem fluoridfreien Glase liefert, jedoch nicht in. dem Maße wie die. erfindungsgemäße. Bindemittelkomposition. Weitere Untersuchungen legen., den. Schluß nahe, daß während., des= Brennprozess:es.. Elu— orid.. — Ionen in die. Oberfläche, der. Glaspartikeln strukturell, eingebaut werden. Dieses, führt bekanntermaßen zu einer Erniedrigung der Viskosität dieser. Grenzschicht, was., erfahrungsgemäß zu einer besseren Einbindung der Schleifkörner führen muß; wesentlich ist jedoch, daß diese Viskositäts:senkung nicht mit einer. Reaktivitätserhöhung gegenüber dem Korund parallel geht,, wie es: u.a.. für die bekannten Flußmittel Li^O. und BaO gefunden wurde., (vgl. auch: DS-PS 960.435 und DE-QS 2.258.54.0)· Eine starke Auflösung des. Korundes, als Eolge der: Reaktivitätserhöhung behindert seine gute Einbindung durch Yiskositätserhöhung der glasigen Grenzschicht; die Viskositätssenkende. Wirkung der letztgenannten Elußmittel wird, demzufolge schnell kompensiert.
Es ist das überraschende. Ergebnis der durchgeführten Untersuchungen, daß erkannt wurde., daß Eluorid — Ionen der Hezafluoro— aluminate die Viskosität der eingesetzten Alkaliborosilikatgläs.er aus: dem chemischen Zusammensetzunscsbereich der Punkte. T
bis 4 erniedrigen, ohne dabei die Reaktivität dieser Gläser gegenüber dem Korund meßbar zu erhöhen, was mit hoher Wahrscheinlichkeit zum synergistischen Effekt der erfindungsgemäßen Bindemittelkomposition führt, Demzufolge kann;, die Wirkung der Hexafluoroalurainate in der Bindejnittelzusainmenset— zung nicht einfach als die eines, llußmittels. gemäß US-PS 5.457.Ü91 beschrieben werden,.. In den Beispielen wird schließlich ausgewiesen,, daß der unerwartete technische Effekt, der. Hind'emittelkompositiom in:, eindeutiger Weise; nur mit den angegebenen.. Glaszusammensetzungen, zu. erzielen ist»
Untersuchungen an. Standardversätzen-zeigten, daß im. erfin?- dungsgemäßen; Mndemittel 1 bis 10, Massel Alkalihexafluoro— aluminat enthalten, aein. SOllten«. Schon geringe Anteile dieser komplexen Huoride. ergeben eine, erhebliche. Eigenschaf ta— Yerbesasrung der gebrannten Schleifkörper;, bei behalten oberhalb TQ, Msse-%. verschwindet der synergistische Effekt schnell.
Überraschend für den mit dem. Hexafluoroaluminat synergistisch wirkenden Zusammensetzungsbereich des~. Glases: ist. die- große; Eoleranzbreite für den Glasbestandteil Al^CU« Bieabezüglich durchgeführte Untersuchungen haben gezeigt, daß der Al^CU Gehalt im Glase praktisch keinen Einfluß auf die Eigenschaften der gebrannten Schleifkörper ausübt» Diese Erscheinung beruht im wesentlichen auf der Auflösung des, Korundes in der Bindemittelkomposition während des Brandes.. Diese führt, wie analytische Untersuchungen unter Zuhilfenahme der Torschrift der WIE G. 01 N/219.570 ergaben, zu einer vom Stoffmengengehalt an Netzwerkwandlerionen praktisch linear abhängigen Sättigungs· . ko
konzentration an Al2(X in der. nach dem Brande vorliegenden keramischen Bindung; sie beträgt innerhalt) der. Fehlergrenzen der analytischen Methoden (rela 3 %) bis zu 21 Masse-70 Al2CU in der:· glasigen Phase., Darüberhinaus wurde, festgestellt, daß die Glaaphase des· Scherbens homogen aufgebaut ist, was: bedeutet, daß die durch die Eindemittelkomposition und die. Al2O, Auflösung während dea Brandes: vorliegenden Konzentrationsund Spannungsgradienten praktisch vollständig abgebaut e werden. Auf der; Basis: weiterer Versuche: wurde als Trend erkannt, daß erst im.AIpOy — Sättigungsbereich und dementsprechend bei hinreichender Homogenisierung der. Glaaphase die Schleifkörper ihre optimalen Eigenschaften erreichen.. ITm letztere zu erzielen, sind je nach der eingesetzten grünen Masse Brenntemperaturen von 1000 bis: 1300 0G-, vorzugsweise von 1100 bis: 1250 0C, erforderlich; dia keramische Bindung sollte danach mindestens 22 MassB-% Al2O- enthalten. ' :
Die. erfindungsgemäße Bindemittelkomposition kann bis zu 30. Mas.- s&-% plastische, keramisch e. Rohstoffe wie: Tone, Bentonite oder Kaoline enthalten, ohne daß sich die Eigenschaften der gebrannten Schleifkörper im. "Vergleich zu tonmineralfreien Bindemittelzusammensetzungen verschlechtern. Überraschenderweise führt der Einsatz plastischer keramischer Rohstoffe in der angegebenen Menge nicht nur zur vorbekannten besseren Pormbarkeit der grünen Masse, sondern liefert ein breiteres Brennintervall mit nahezu.gleichbleibenden Eigenschaften der gebrannten Produkte; demgegenüber zeigen tonmineralfreie Bindemittelzusammensetzungen gemäß Punkt 1 bia 4' deutlich ausgeprägte Eigenschaftsmaxima als Eunktion der Brenntemperatur.
Schließlich wurde gefunden, daß mit der erfindungsgemäßen Bindemittelkomposition auch hochporöse Schleifkörper au;£ Korund— "basis; mit verbesserten mechanischen Eigenschaften hergestellt werden., können;. Schleifscheiben der.1 Dimension!erung 250 ι 20 ι 51 mm sind für maximale Umfangsgeschwindigkeiten von 50. m/s. einsetzbar», .'
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung aoll durch nachfolgende Ausführungsbeispiele näher , erläutert werden, wobei die Erfindung nicht auf diese Beispiele, beschränkt ist... Lie aufgeführten Beispiele beziehen sich ausschließlich auf normalporöse (gemäß IG-L. 29 — 80.6) Korundschleif körper ,,
Allgemeine Arbeitsvorschrift t
85 Masse-% handelsüblichen Sdelkorundes. Typ EE 12 werden'mit .2.bis-, 3 Mas.se-% 60. %-iger wäßriger Dextrinlösung angefeuchtet und sodann die erforderliche Menge Kryolith untergemischt». Darnach wird.der gesamte Anteil des; unter 63 *m zerkleinerten Glases; und ggf« dess Kaolins zugegeben und", anschließend.-das erhaltene Semenge intensiv gemischt. Aus der- grünen Masse werden mit/einem Preßdruck von :20.MPa Biegebruchkörper der Dimesionierung 15 x 15 x 120 mm und Musterschleifscheiben der Abmessungen für handelsübliche Schleifscheiben 250 χ 20 χ 51 nmr- bzw. 500 χ 20 χ 203 mm geformt, die sodann mit nahezu konstanter Aufheizgeschwindigkeit auf 900 bis 13.00. 0C, im Tunnelofen erhitzt und bei den jeweiligen Endtemperaturen 2 h belassen wurden. Die nach dem Abkühlen entnommenen MusterschleifkörOer der
zuvor genannten Dimensionen dienten zur Ermittlung der relevanten Eigenschaften, wie Rohdichte, Bruchumfangsgeschwindigkeit und Biegebruchfestigkeit (,Dreipunktbiegeversuch). Die erhaltenen Ergebnisse sind den Tabellen 1 bis 5 zu entnehmen.
Ta belle 1: Gegenbeispiele
Brenntemperatur in... 0C
Yq - Werte in.103 m2/s2
DE-OS 2.258.540 Schleifkörper Typ 1; 60. m/s Beispiel 1 250x20x51 -ΞΚ12- M. -
1100 1200 1300 1400 1 500
7,8 22,3 28,6 29,2 29,9
26,4
(X). Hersteller:. YSB Schleifkörper - Union Dresden (DDR).
Tabelle 2; Yersatz: 85 Masse-% SX 12 plus 15 Masae-% Bindemittel (Glas Gk 21 und Kryolith); 1200 0G
Kryolith in Masse-%
0 1
6,7
16
Yq - Werte in 105 irr/s2
29,0
31,1 32,1 34,2 31,2 16,6
Tabelle 3a-; Ausgewählte Gläser gemäß Erfindungsanspruch Punkt 1 bis; 4:
Gk 21 Gk 22 Glaszusammensetzung Gk 24 in Masse-% Gk 21/K GSSBM
68,8 60,5 Gk 23- 68,3 Gk 26 65,0 66,4
2,91 14,3 51,5 2,30 65,0 3,68 13,5
SiO2 8,44 7,57 26,0 8,80 3,93 7,76 4,50
Al2Q3Λ 1,17 1,13 6,38 1,50 8,38 1,37 0,02
B2Q5 2,62. 2,23 1,02 0,OQ 1,43 2,52 0,00
Ee2Q^ 9,70 8,73 1,90 12,t 2,65 11,9 13,0'
Li2Q 1,93 1,57 8,12 2-.,.5.Q- 12,4i 1,73 0,11;
Ia2O 1,27 1,27 1,35 1,30 1,90 1,00 2',2O
κ2ο 2,95 2,71 0,92ΐ 3,20 1,25. 2,44 0,11,
MgO' *·» 2,12 — 3,02 2,30 -·
GaO.· 0,28 0,14 0,18 - 0,19 0,11
ELu or id; 0,18 0,19
(550 .0;;
Tabelle 3b; Versatz: 85 Massel BK 12 plus: 14. Masse-% Glas plus. 1 Massed Kryolith:
Gk 21 &k 22 Sk 23· W.erte im 1 3 2/2 Gk 21/K SSSB 1(X)
Brenntempe 22,4 25,7 18,6 Gk 24, (*k 26 21,5 14,4
ratur ini 0G 34,0 - 32,9 34,7 20,4 16,0 29,4 30,9
900 31,9 34,9 34,3 28,6 21,3 34,9 30,8
1000. 33,2 34,1 33,7 31,2 32,8 34,2 29,8
1100. 31,1 33,1 33,2 30,7 32,6. 33,4 29,8
1200 31,1 33,1
1300
(X) Musterschleifkörper im Muffelofen LEW gebrannt.
Tabelle 4a: Gegenbeispiele: Ausgewählte Gläser:
Glaszusammensetzung in Masse-%
Gi!1 51082 ^X' GGft 2 Gi 557 GE 7278^w GF7251>
SiO2 47,0' 34,4 71,0, 49,0 32,4
3,01 6,91 0,15, 7,21 0;,15,
35,0 18,5 14,2' 20,3- 3tf,8 t
M2Q ..- - 1,41 - -
Na2Q 1Q,5 11,0 0,02 4,50 16,8 ^
K2Q 0,02 3,40 13,3> 4,60 0,02:
MgQ, 0,02 0,02 0,02 0,90 5,40
GaO 4,50 15,6 0,02 4,01 7,60
BaO 0,02 0,02. 0,01 7,50 0,02
ZnO ;. 0,02: 10v3 - 2,01
(X) Hersteller: VEB Eahlberg.- Mst, Schönebeck (DDR)
Tabelle 4b: Gegenbeispiele:
Versatz a): 85 Masse-% EK 12 plus 15 Masse-% Glas
b): 85 Masse-% EK 12 plus 14 MasseT% Glas plus 1 Masse-% Kryolith
Vq - Werte in 105 m?/s2
Brenntempe- Gi1 51082
GGB 2
G 557
GE 7278
7251
ratur in 0G a) b)" a) b) a) b) a) b) a) b) U
1000 26,2 _ 22,3 - 25,8 27,0 - 27,2 „
1100 1200 26,7 26,5 26,8 26,5 23,8 24,5 25,8 25,5 27,1 25,8 29,1 27,0 23,4 29,8 22,8 22,7 25,2 27,5 24,7 24,6 I VJ)
1300 24,7 - 24,7 - 24,4 - 29,1 - 26,5 -
(X) Musterschleifkörper im Muffelofen LEW gebrannt.
Tabelle 5: Versatz: 85 Masae-% EE". 12 plus 15 Mass.e-% Bindemittel, bestehend aus 6,7 Mass.e-% Kryolith, Q. und- 2 Q Mas se -% Kaolin. EKA-S, Rest Glas: Gk 21.
Vq - W.erte: in 1Q3 m2/a2 Brenntemperatur in 0C G% Kaolin . 20% Kaolin
. 900, 17,1 . . ' -
100Q. 32,6 '34,5
1100 35,3. 34.,3'
120Q 32.,.9 34,1
. , 1300' 29,1 33,6

Claims (4)

  1. 231 141 ' 8
    Erfindungsanspruch
    1. Keramisches Bindemittel zur Herstellung poröser, vorzugsweise normalporöser (gemäß TG-L 29-806), Korundschleif körper zum Hochgeschwindigkeitsschleifen, gekennzeichnet durch einen Gehalt an"
    - 60 bis 98 Masse-% Alkaliborosilikatglas aus dem chemischen Zusammensetzungsbereich: 50 bis 70 Masse-%
    1 bis 30 Masse-% Al3O3 4 bis 12 Masse-% B3O3
    2 bis 10 Masse-% RO 10 bis 2 0 Masse-% R3O
    0 bis 5 Masse-% Fe3O3
    0 bis 4 Masse-% weitere Bestandteile, wie z. B. Fluoride oder rohstoffbedingte Verunreinigungen, worin RO Erdalkalioxide und RpO Alkalioxide bedeuten,
    und
    - 1 bis 10 Masse-% Alkalifluoroaluminate und bzw. oder
    äquivalente Mischungen aus Alkaliiluorid und Aluminiumfluorid, vorzugsweise Kryolith,
    - 0 bis 30 Masse-% plastische keramische Rohstoffe, wie
    Tone, Bentonite, Kaoline und bzw. oder andere.
  2. 2. Alkaliborosilikatglas nach Punkt 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an (in Masse-%)
    67,0 bis 7 0,0 SiO3
    2,0 bis 4,0 AIpO.,
    7,0 bis 10,0 BpO3
    1 ,0 bis 1 ,5 Pe2O3
    2,0 bis 3.0 LipO
    9,0 bis 10,0 Na?0
    1 ,5 bis 2,5 K2O
    1,0 bis 2,0 MgO
    2,5 bis 3,5 CaO
    0,0 bis 1,5-weitere Bestandteile,
    wie z. 3. Fluoride oder rohstofibedingte
    Verunreinigungen.
    - 18 - 231 141
  3. 3. Alkaliborosilikatglas nach Punkt 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an (in Masse-%)
    59,0 bis 61,0 SiO2 13,0 bis 15,0 Al3O3 : 7,0 bis 8,0 B2O3
    1 ,0 bis 2,0 Fe2O3
    .2,0 bis 2,5 Li2O
    8,0 bis 9,0 Na2O
    1,0 bis 2,0 K2O 1 ,0. bis '.2,0 MgO
    2,0 bis :3,0 CaO
    0,0 bis 1,0 weitere Bestandteile,
    wie z. B. Fluoride oder rohstofibedingte
    Verunreinigungen.
  4. 4. Alkaliborosilikatglas nach Punkt 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an (in Masse-%)
    64,0 bis 66,0 SiO3
    3,0 bis 4,0 Al2O3
    ; : . -7,.O- bis 9,0 B2O3
    . 1,0 bis 2, 0. Fe2O3
    2,0 bis 3,0 Li2O ' 11,0 bis i3,0 Na2O
    1,0 bis 2,0 K2O 1,0 bis 2,0 MgO 2,0 bis 3,0 CaO · 2,0 bis 3,0 Fluorid
    0,0 bis 1,0 weitere Bestandteile wie z. B-. rohstcf!bedingte- Verunreinigungen
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