DD19212A5 - Verfahren zur Herstellung eines Schmiermittels, insbesondere für die Schmierung von Koepeseilen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Schmiermittels, insbesondere für die Schmierung von Koepeseilen

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DD19212A5
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Description

Erfinder zugleich
GÜNTHER GEDECKE, Dresden HÖRST RIEDEL, Dresden
Inhaber:
Patentart: Deutsches Ausschließungspatent
Die Erfindung betrifft die Herstellung eines Schmiermittels, insibesondere für die Schmierung von Koepeseilen.
Es ist bekannt, Vaseline und lackähnliche Materialien für diese Schmierung zu verwenden. Vaseline bieten den hochbeanspruchten Förderseilen (Koepeseilen) jedoch keinen Korrosionsschutz. Darüber hinaus besitzt Vaseline keine genügende Schmierwirkung gegenüber den auftretenden Zug- und Scherkräften. Die teilweise eingesetzten Seillacke hatten keine genügende Adhäsion- zum Draht. Die hohen Druck- und Biegebearispruchungen des Drahtseiles bewirkten ein völliges Verspröden und Ablösen des Lackes während der Förderung.
Es war nun überraschend festzustellen, daß es möglich ist, bereits mit geringen Zusätzen von kalkhydratgehärtetem Naturharz und hochmolekularem Paraffin einen mittelflüssigen Erdölrückstand durch mehrstündige Umwälzung bei 423° K (150° C) in einem Rührkessel so zu verändern, daß das daraus entstandene Produkt die geforderten Eigenschaften eines Förderseil (Koepeseil)-Schmierstoffes besitzt
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Schmiermittels, insbesondere für die Schmierung von Koepeseilen, ist dadurch gekennzeichnet, daß kalkhydratgehärtetes Naturharz (Kolophonium) (Tropfpunkt etwa 373° K [100° C], SZ unter 90) in Mengen von etwa 5 bis 20 % mit hochmolekularem
Paraffin, einem Produkt der Fischer-Tropsch-Synthese mit 45 bis 60 C-Atomen und mittleren Molekulargewichten von 600 bis 650 (NZ 0,1 und JZ 1 bis 3), in Mengen von etwa 5 bis 20% bis 423° K (150° C) geschmolzen und anschließend mit 60 bis 90 % propanharzhaltigem Rückstand der Mineralöldestillation gekocht wird, bis die Mischung einen Tropfpunkt von 358° K (85° C) und einen Brechpunkt unter 253° K (— 20° C) erreicht hat. Der propanharzhaltige Rückstand der Mineralöldestillation wurde mittels Propan aus dem Erdöl erhalten und besitzt einen Tropfpunkt von etwa 298° K (25° C), eine Viskosität von etwa 16° E/3730 K (100° C) und einen Flammpunkt von über 533° K (260° C).
is Beispiel:
Je 100 kg kalkhydratgehärtetes Naturharz und hochmolekulares Paraffin werden bei 423° K (150° C) mittels Rührwerk gemischt und dieser Grundschmelze 800 kg naturharzhaltiger Erdölrückstand unter konstant gehaltener Temperatur und ständiger Umwälzung der Masse zugegeben. Es wird so lange gekocht, bis das Produkt den gewünschten Tropfpunkt von 353° K (80° C) bei einem Penetrationswert von etwa 40 (Vio mm) besitzt.
Die angegebene Mischung, die Temperatur in einer Höhe von 423° K (150° C) sowie die Lenkung der Kochzeit bei ständiger Umwälzung der Mischung bis zur Einstellung der oben angegebenen Konsistenz, ergibt die günstigsten Verhältnisse bezüglich der Analysenwerte und dem Verhalten in der Praxis am Förderseil. Längere Kochzeiten sowie höhere Zugaben der Komponenten als die oben angegebenen führen wohl zu höheren Tropf punkten, jedoch wird das angestrebte Temperaturintervall von 253 bis 353° K (— 20 bis + 80° C) nach oben hin verzerrt
Die Kennwerte des erfindungsgemäßen Schmierstoffes werden wie folgt beschrieben:
Aschegehalt Wassergehalt
unter 0,5 % unter 0,1 %
Tropfpunkt über 353° K (80° C)
Brechpunkt unter 253° K (— 20° C)
Penetration unter 40 (V10-HIm)
Flammpunkt über 474° K (200° C)
Gehalt an wasserlöslichen
Säuren 0%
Fremdstoffe 0%
Die Eigenschaften des. Gegenstandes sind folgende: Das Temperaturintervall von etwa 253 bis 353° K (—20 bis +800C) zeichnet die hohe Elastizität und Adhäsion gegenüber dem Seil aus und garantiert, so daß weder bei höheren noch bei tieferen Temparaturen negative Eigenschaften des Schmierstoffes auftreten können.
Da der erfindungsgemäße Schmierstoff keine Lack-, sondern ausgesprochene Schmierstoffeigenschaften aufweist, wird die innere Reibung im Seil wesentlich gemindert, wobei hinzukommt, daß bei gleichzeitiger Hanfseelentränkung mit dem genannten Schmierstoff während der Seilfahrt der Schmierfilm innerhalb der Drahtlitzen von innen heraus ständig ergänzt wird. Gleichzeitig besitzt der Schmierstoff korrosionsschützende Wirkung.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    1. Verfahren zur Herstellung eines Schmiermittels, insbesondere für die Schmierung von Koepeseilen, dadurch gekennzeichnet, daß kalkhydratgehärtetes Naturharz (Kolophonium) mit einem Tropfpunkt von etwa 373° K (100° C) und einer SZ unter 90 in Mengen von etwa 5 bis 20% mit hochmolekularem Paraffin, einem Produkt der Fischer-Tropsch-Synthese mit 45 bis 60 C-Atomen und mittleren Molekulargewichten von 600 bis 650, mit einem Erstarrungspunkt von 363 bis 368° K (90 bis 95° C), einer NZ von 0,1 und einer JZ von 1 bis 3 in Mengen von etwa 5 bis 20 % bei 423° K (150° C) geschmolzen und anschließend mit 60 bis 90 % propanharzhaltigem Rückstand der Mineralöldestillatiqn, der durch Fällung harzartiger Be-' standteile mittels Propan aus Erdöl gewonnen wurde, mit einem Tropfpunkt von etwa 298° K so (25° C), einer Viskosität von etwa 16°Έ/373° Κ (100° C) und einem Flammpunkt von über 533° K (260° C), gekocht wird, bis die Mischung einen Tropfpunkt von 358° K (85° C) und einen Brechpunkt unter 253° K (— 20° C) erreicht hat.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Produkt an sich bekannte Lösungsmittel zugesetzt werden.
    VEB Vo'rdrück-Leitverlag Berlin, Berlin-Hohenschönhausen Druck: Ag 300/60/DDR 300 5/60 10 HI/18/20

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