DD200155A1 - Metallcarboxylathaltige additivkomplexverbindung fuer anstrichsysteme - Google Patents

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DD200155A1 DD23296981A DD23296981A DD200155A1 DD 200155 A1 DD200155 A1 DD 200155A1 DD 23296981 A DD23296981 A DD 23296981A DD 23296981 A DD23296981 A DD 23296981A DD 200155 A1 DD200155 A1 DD 200155A1
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Ehrenfried Dietsch
Gerd Freund
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Ehrenfried Dietsch
Gerd Freund
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Abstract

Die Erfindung betrifft metallcarboxylathaltige Additivkomplexverbindungen, die aus Carboxylaten von Metallen der 2. und/oder 4. und/oder 8. Gruppe des Periodensystems der Elemente sowie Loesungsmitteln und Viskositaetsverminderern bestehen und vorrangig fuer Anstrichsysteme verwendet werden. Ziel- und Aufgabenstellung der Erfindung bestehen darin, vorgenannte Additivkomplexverbindungen hinsichtlich Zusammensetzung und Struktur in Verbindung mit dem Herstellungsprozess so zu veraendern, dass die dem Stand der Technik anhaltenden Toxizitaets-, Verfaerbungs und Lagerstabilitaetsprobleme beseitigt bzw. weitestgehend abgestellt werden. Erfindungsgemaess entsprechen metallcarboxylathaltige Additivkomplexverbindungen obiger Zielstellung, wenn die aus der Umsetzung von anorganischen Metallverbindungen, vornehmlich des Bariums, Calciums, Zinks, Bleis, Zirkoniums, Kobalts, Mangans, Eisens und Nickels, mit aliphatischen, verzweigkettigen Carbonsaeuren, vorzugsweise C 6-C 10, hervorgegangenen Carboxylate im Molverhaeltnis Metallkomponenten zu Saeurerest wie 1:1,5 bis 1:1,8 in Loesungsmitteln und substituierten Aethern bzw. deren Mischungen vorliegen, wobei sich innerhalb der Komplexverbindung mindestens ein Metallcarboxylat als neutrale oder basische Verbindung darstellt.

Description

In der DE-OS 2 412 79o werden diesbezüglich entsprechende Metalle bzw. deren Mischungen angeboten, wobei allerdings in den vielzähligen Ausführungsbeispielen wiederum das Bleicarboxylat dominiert. Da vorgenannte Verbindung darüberhinaüs in hoher Basizität vorliegt, steht nicht nur das bekannte Toxizitätsproblem im erhöhten Maße an, sondern es kommt auch zu merklichen Verfärbungen sowie zur Niederschlagsbildung. Diese nachteiligen Erscheinungen vertiefen sich im allgemeinen mit zunehmender Lagerung, woraus teilweise Beschränkungen hinsichtlich der Anwendbarkeit resultieren. Zwar versucht man, mittels Lackbenzin sowie relativ großen Mengen an Glykoläthern der Lagerstabilitäteproblematik und ihren ungünstigen Auswirkungen zu begegnen, doch werden dadurch einerseits die Flammpunkte der Sikkative und damit die Arbeitssicherheit herabgesetzt, während andererseits die zwangsläufige Glykolätherdestillation den technologischen Aufwand erhöht.
Ziel der E
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die bei metallcarboxylathaitigen Additivkomplexverbindungen für Anstrichsysteme auftretenden Mangel, die sich insbesondere als Toxizitäts-, Verfärbungs- und Lagerstabilitätsprobleme darstellen, zu beseitigen bzw. weitestgehend abzustellen.
7 Darstellung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, vorgenannte Additivkomplexverbindungen bezüglich ihrer Zusammensetzung und Struktur in Verbindung mit dem Herstellungsprozeß so zu verändern, daß sie den angegebenen Zielstellungen entsprechen. l Erfindungsgemäß weisen metallcarboxylathaltige Additivkomplexverbindungen für Anstrichsysteme vorzügliche Eigenschaften hinsichtlich unerwünschter Verfärbung und Lagerstabilität bzw. Flammpunkt und Arbeitssicherheit bei der Weiterverarbeitung auf, wenn, die aus der Umsetzung von anorganischen Metallverbindungen der 2. und/oder 4. und /oder 8. Gruppe des Periodensystems der Elemente mit
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Erfindungsanmeldung Titel der Erfindung
Metallcarboxylathaltige Additivkomplexverbindung für Anstrichsysteme
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft metallcarboxylathaltige Additvkomplexverbindungen, die aus Carboxylaten von Metallen der 2, und/oder 4. und/oder 8. Gruppe des Periodensystems der Elemente sowie Lösungsmitteln und Viskositätsverminderern bestehen.
Derartige Additivkomplexverbindungen werden vorrangig als Trockenstoffe für Farben, Lacke und Firnisse, aber auch in einigen Fällen als Katalysatoren verwendet.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Metallcarboxylathaltige /.dditivkomplexverbindungen für Anstrichsysteme sind seit einiger Zeit bekannt bzw. wurden verschiedentlich beschrieben.
Große Bedeutung als Trockenmittel haben in diesem Zusammenhang vor allem Carboxylate der Metalle Blei, Nickel, Barium, Mangan und Kobalt erlangt (DE-OS 2 412 79o), wobei letztgenanntes Metall auch noch innerhalb eines Komplexes mit einer Zirkonium-alkoxy-Verbindung anzutreffen ist (DE-AS 2 536 393).
Solche Kombinationen bzw. Komplexverbindungen resultieren vornehmlich aus dem Bestreben, die an sich gut wirksamen, aber toxikologisch bedenklichen Bleicarboxylate zumindest teilweise durch gleichwirksame bzw. effektivere Sikkative zu substituieren.
aliphatischen, verzweigtkettigen Carbonsäuren sich ergebenden Carboxylate in Lösungsmitteln und substituierten Äthern bzw. deren Mischungen vorliegen, wobei sich innerhalb der Komplexverbindung mindestens ein Metallcarboxylat als neutrale oder basische Verbindung darstellt. Letztgenanntes Merkmal setzt demnach das Vorhandensein von mindestens zwei Metallen der angeführten Gruppen des Periodensystems in der Additivkomplexverbindung voraus. Falls Blei als Metallkomponente auftritt,dann ergeben sich auf Grund der Komplexverbindung, die stets auch neutrale Verbindungen in sich vereint, kaum Toxizitätsprobleme über die vertretbaren Grenzen hinaus.
Vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang auch, das Molverhältnis zwischen den Metallkomponenten und dem Säurerest bzw. den Säureresten bei der Verwendung von zwei oder mehreren aliphatischen, verzweigtkettigen Carbonsäuren im Bereich von 1:1,5 bis 1:1,8 zu halten.
In Verbindung mit oben erwähntem Molverhältnis ist es ferner erfindungswesentlich, daß die basischen und neutralen Metallcarboxylate, die selbstverständlich als Lösung vorliegen, aus einem gemeinsamen Herstellungsprozeß hervorgegangen sind.
Hinsichtlich der in der Komplexverbindung möglichen Metallkomponenten eignen sich besonders Barium, Calcium, Zink, Blei, Zirkonium, Kobalt, Mangan, Eisen und Nickel, während sich als aliphatische, verzweigtkettige Carbonsäuren vor allem solche mit 6-bis Ίο C-Atomen als besonders geeignet erwiesen haben.
Ausführungsbeispiele
1. In einem1 Reaktionsgefäß werden aus 377 g 2-lthylhexansäure 1467 g Parex-Paraffin 224 g Blei(II)-oxld 47,5 g Kobalthydroxid (61.9 % Co) 367 g Äthylenglykolmonobutyläther 2445 g einer Blei-Kobalt-Carboxylatkomplexverbindung hergestellt.
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Das erhaltene Erzeugnis weist zwischen den Metallkomponenten Blei/Kobalt und dem Carbonsäurerest ein Molverhältnis von 1:1,7 auf, wobei sich das Kobaltcarboxylat innerhalb der Komplexverbindung als neutrale Verbindung darstellt.
Hinsichtlich der Qualitätsparameter zeigt betreffendes Produkt ausgezeichnete öl- und Lacklöslichkeit bei einem Flammpunkt von 61 0C und einer Viskosität von 15 mPars.
Die Gegenwart von Blei führte nicht zu unerwünschten Verfärbungen; das klare Aussehen blieb auch nach 12 monatiger Lagerzeit erhalten.
In einem Reaktionsgefäß werden aus 1o51 g 2-Äthylhexansäure
984 g Parex-Paraffin
32o g Bariumhydroxid
2o4 g Zinkoxid
95,5 g Kobalthydroxid
28o g Äthylenglykolmonoäthyläther 14o g Triäthylenglykol
28o5 g einer Barium-Zink-Kobalt-Carboxylatkomplexverbindung hergestellt.
Die erhaltene Koraplexverbindung weist zwischen den Metallkomponenten Barium/Zink/Kobalt und dem Carbonsäurerest ein Molverhältnis von 1:1,6 auf, wobei Bariumcarboxylat als neutrale Verbindung erscheint.
Die Öl-und Lacklöslichkeit sowie Lagerstabilität entspricht den Aussagen zu Beispiel 1. Der Flammpunkt liegt bei 59 0C, während die Viskosität 45 mPa.s beträgt.
In einem Reaktionsgefäß werden aus 248 g 2-Äthylhexansäure
16o g Isononansäure
5o7 g Parex-Paraffin und Triäthylenglykol
39 g Calciumhydroxid 95 %ig 224 g Blei(II)-oxid 126 g Äthylenglykolmonobutyläther
1265 g einer Calcium-Blei-Carboxylatkomplexverbindung hergestellt.
Das Molverhältnis zwischen den Metallkomponenten Calcium/ Blei und den Carbonsäureresten beträgt 1:1,8, wobei Calciumcarboxylat als neutrale Verbindung vorliegt. Öl-und Lacklöslichkeit, Verfärbung sowie Lagerstabilität entsprechen wiederum Beispiel 1, während der Flammpunkt bei 63 0C und die Viskosität toei 23 mPa«s liegt.

Claims (5)

  1. Erfindunffsansprüche
    1. Metallcarboxylathaltige Additivkomplexverbindung für Anstrichsysteme, bestehend aus Carboxylaten von Metallen der 2. und/oder 4. und/oder 8. Gruppe des Periodensystems der Elemente sowie Lösungsmitteln und Viskosität s verminderern, gekennzeichnet dadurch,.daß die aus ' der Umsetzung von anorganischen Metallverbindungen und aliphatischen,.verzweigtkettigen Carbonsäuren erhaltenen Carboxylate als Verbindungen von mindestens zwei Metallen der 2, und/oder 4. und/oder 8. Gruppe des Periodensystems der Elemente und einer oder mehrerer aliphatischen verweigtkettiger Carbonsäuren in Lösungsmitteln und substituierten Äthern bzw. deren Mischungen vorliegen, wobei sich innerhalb der Komplexverbindung mindestens ein Metallcarboxylat als neutrale oder ba- ' sisehe Verbindung darstellt.
  2. 2. Metallcarboxylathaltige Additivkomplexverbindung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Molverhältnis zwischen den Metallkomponenten und dem Carbonsäurerest bzw. -resten 1:1,5 bis 1:1,8 beträgt.
  3. 3. Metallcarboxylathaltige Additivkomplexverbindung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Carboxylate Verbindungen der Metalle Barium, Calcium, Zink, Blei, Zirkonium/ Kobalt, Mangan, Eisen und Nickel sind.
  4. 4. Metallcarboxylathaltige Additivkomplexverbindung nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß als aliphatische, verzweigtkettige Carbonsäuren solche mit 6 bis 1o C-Atomen eingesetzt werden.
  5. 5. Metallcarboxylathaltige Additivkomplexverbindung nach Punkt 1 bis,4, gekennzeichnet dadurch, daß die basischen und neutralen Metallcarboxylate aus einem gemeinsamen Herstellungspfozeß hervorgegangen sind. '
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