DD200158B1 - Verfahren zur herstellung geblasener und strassenbaubitumen - Google Patents

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DD200158B1
DD200158B1 DD23254481A DD23254481A DD200158B1 DD 200158 B1 DD200158 B1 DD 200158B1 DD 23254481 A DD23254481 A DD 23254481A DD 23254481 A DD23254481 A DD 23254481A DD 200158 B1 DD200158 B1 DD 200158B1
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Wilhelm Von Fintel
Klaus Hase
Lothar Heilmann
Ursula Kunze
Horst Leuthold
Werner Lier
Juergen Mehlig
Wolfgang Ruemmler
Joachim Salzmann
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Petrolchemisches Kombinat
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Description

Ausführungsbeispiele
1. Ein bei Temperaturen bis 406°C erhaltener Destillationsrückstand auf Erdölbasis wird im Gemisch mit 30% eines Vakuumdestillates als Rohstoff zur Herstellung eines geblasenen Bitumens GB 85/25 eingesetzt. Die bei der Verblasung erhaltenen Kennwerte des Bitumens sind in der Tabelle 1 zu finden.
2. Ein bei der Vakuumdestillation von Erdöl anfallender Rückstand wird bis zu einer Temperatur von 4020C einer thermischen Behandlung unterzogen und anschließend im Gemisch mit 25% Vakuumdestillat verblasen.
Die erhaltenen Kennwerte des geblasenen Bitumens sind in der Tabelle 1 zusammengestellt.
3. Ein bei Temperaturen bis maximal 4060C erhaltener Erdöldestillationsrückstand wird als Rohstoff zur Herstellung eines Straßenbaubitumens B20 verwendet.
Die Ergebnisse der Verblasung sind in der Tabelle 2 dargestellt.
4. Zur Herstellung eines Straßenbaubitumens B 20 wird ein Rückstand der Vakuumdestillation von Erdöl bis zu einer Temperatur von 412°C thermisch behandelt.
Der anfallende Rückstand dient als Einsatzprodukt für die Herstellung des B 20 durch Verblasung.
Die Qualitätseigenschaften des hergestellten Straßenbaubitumens sind in der Tabelle 2 aufgeführt.
In den Tabellen 1 und 2 werden die Eigenschaften der aus thermisch behandelten Rohstoffen hergestellten Bitumen und die zur Verblasung notwendigen Reaktionszeiten im Vergleich zu Bitumen, das aus nicht thermisch behandelten Rohstoffen hergestellt wurde, aufgezeigt. Alle geblasenen und Straßenbaubitumen sind unter gleichen Reaktionsbedingungen hergestellt.
Tabelle 1
geblasenes Bitumen GB 85/25
Ausführungsbeispiel 1
Ausführungsbeispiel 2
ohne thermisch
behandelte
Rohstoffe
angewandte Ölmenge % Reaktionszeit min Erweichungspunkt RuKX Brechpunkt 0C Penetration mm-10"1
30 110
85
-12
27
35 230
86
-12
23
Tabelle 2 Straßenbaubitumen B20
Ausführungsbeispiel 3
Ausführungsbeispiel 4
ohne thermisch
behandelte
Rohstoffe
Reaktionszeit min Erweichungspunkt RuK0C Brechpunkt 0C Penetration mm· 10~1 Duktilitätcm
70
68
-2
18
200
69 -2
17 5

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung geblasener und Straßenbaubitumen durch Verblasung unter Einsatz von reaktionsträgen Rohstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Verblasung eingesetzten Rohstoffe bei ihrer Erzeugung oder nachträglich, einzeln oder miteinander gemischt, einer thermischen Behandlung bei Temperaturen zwischen 401 bis 430°C unterzogen werden und anschließend allein oder im Gemisch mit bisher zur Bitumenherstellung üblichen Produkten in bekannten Blasverfahren als Rohstoff eingesetzt werden.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung geblasener und Straßenbaubitumen unter Verwendung von Rohstoffen, die bei der oxydierenden Polymerisation eine ungenügende Reaktionsfreudigkeit zeigen und zur Erreichung einer festgelegten Produktqualität einen hohen Einsatz von Ölen erfordern.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Es ist bekannt, daß zur Herstellung geblasener und Straßenbaubitumen durch oxydierende Polymerisation Destillations- und Extraktionsrückstände sowie Destillate und Extrakte der Erdölverarbeitung eingesetzt werden. Die Wirtschaftlichkeit eines Verfahrens zur Herstellung von Bitumen durch Verblasung hängt im wesentlichen von der Durchsatzmenge an Bitumen, der Menge der angewandten Reaktionsluft und der optimalen Rohstoffzusammensetzung ab. Zur Erreichung maximaler Durchsatze in den Bitumenblasanlagen werden eine Reihe von Lösungen vorgeschlagen, die prinzipiell die Vergrößerung der Grenzfläche zwischen flüssigem Reaktionsprodukt und der eingeblasenen Luft bewirken. Die Vergrößerung der Reaktionsfläche wird dabei durch spezielle Dispergiersysteme, die in die Reaktionsgefäße eingebaut sind, oder durch Dünnschichtverblasungen erreicht.
    Zur Erhöhung derWirtschaftlichkeitvon Bitumenblasanlagen wird ferner vorgeschlagen, in die Reaktoren Magnetstriktoren, die eine Ultraschallvibration erzeugen, einzubauen. Die nach diesen Verfahren arbeitenden Anlagen besitzen im Vergleich zu herkömmlichen einfachen Reaktionsgefäßen ohne Einbauten den Nachteil einer komplizierten Bauweise und erfordern für ihre Herstellung einen hohen Kostenaufwand. Während der gesamten Betriebszeit ist für derartige Anlagen ein zusätzliches Betreiben von Rührwerken oder Dispergiersystemen mit einem hohen Aufwand an Energie notwendig. Bei den zyklischen Instandhaltungsarbeiten fallen hohe Reparaturkosten an. Gleichzeitig ist für die zum Betreiben der Anlagen erforderliche Meß- und Regeltechnik ein höherer Aufwand notwendig und schließlich weisen auf Grund der komplizierten Technik solche Reaktionsgefäße eine größere Störanfälligkeit als einfache Reaktoren auf. Ein weiterer entscheidender Nachteil der bekannten Verfahren ist die erforderliche große Menge an Ölen, die vor allem für die Herstellung von plastischen Bitumentypen eingesetzt werden müssen.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist die Beseitigung der Nachteile der nach dem Stand der Technik bekannten Verfahren unter Vermeidung der Anwendung komplizierter und kostspieliger Einbauten in die Reaktionsgefäße. Gleichzeitig soll die für die Herstellung plastischer Bitumentypen erforderliche große Menge an teuren und nicht unbegrenzt zur Verfügung stehenden Ölen verringert werden.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung geblasener und Straßenbaubitumen durch Verblasung unter Einsatz von reaktionsträgen Rohstoffen zu entwickeln, die vor ihrer Verwendung einer thermischen Vorbehandlung unterzogen werden, wobei die oxydierende Polymerisation in bekannten einfachen Reaktionsgefäßen durchgeführt wird. Bei Anwendung dieses Verfahrens unter Einsatz von vorbehandelten Rohstoffen soll eine Reduzierung der zur Erreichung bestimmter Qualitätskennwerte der Bitumen notwendigen Ölmenge in der Rohstoffzusammenstellung und eine Verkürzung der Reaktionszeit erzielt werden.
    Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die bekannten, zur Herstellung geblasener und Straßenbaubitumen eingesetzten Rohstoffe bei ihrer Erzeugung oder nachträglich, einzeln oder miteinander gemischt, einer thermischen Behandlung bei Temperaturen über 4000C, vorzugsweise zwischen 401 bis 4300C, unterzogen werden und anschließend allein oder im Gemisch mit bisher zur Bitumenherstellung üblichen Produkten in bekannten Bitumenblasanlagen als Einsatzprodukt zur Anwendung kommen. Dabei wurde gefunden, daß sich der erfindungsgemäße Einsatz der vorbehandelten Rohstoffe gegenüber dem unbehandelten reaktionsträgen Material in einer großen Reaktionsfeudigkeit bei der Herstellung geblasener und Straßenbaubitumen und bei der Rohstoffzusammenstellung durch eine wesentliche Verringerung des notwendigen Ölanteiles zeigt. Dadurch ist es neben der Reduzierung der notwendigen Menge an Ölen zur Einstellung einer festgelegten Produktqualität möglich, reaktionsträge Materialien in bekannten einfachen Reaktionsgefäßen ohne Einbauten und ohne komplizierte Technologie mit hoher Reaktionsgeschwindigkeit unter Verwendung der üblichen Luftmengen zu verblasen.
DD23254481A 1981-08-12 1981-08-12 Verfahren zur herstellung geblasener und strassenbaubitumen DD200158B1 (de)

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