DD200763A1 - Vorrichtung zur dichtigkeitspruefung von staubaustragsorganen waehrend des betriebes - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung wird angewendet zur Bestimmung der durch Staubaustragsorgane angesaugten Falschluftmengen an Abscheidern. Durch das Pruefen der Staubaustragsorgane kann der Verschleissgrad und damit der Zeitpunkt der erforderlichen Ueberholung bzw. Auswechslung exakt ermittelt werden. Die Erfindung kann aber auch bei systematischen Untersuchungen der Standzeiten von Staubaustragsorganen in der Zement-, Keramik-, Schleifscheiben- und Kohleveredelungsindustrie sowie im Industriezweig Steine und Erden eingesetzt werden. Mit der erfinderischen Loesung wurde eine Vorrichtung geschaffen, die es gestattet, die angesaugte Falschluftmenge im Zusammenhang mit dem Druckabfall ueber dem Austragsorgan zu ermitteln. Figur
Description
Vorrichtung zur Dichtigkeitsprüfung von Staubaustragsorganen während des Betriebes
Die Erfindung betrifft eine Yorrichtung zur Dichtigkeitsprüfung von Staubaustragsorganen an Entstaubungsanlagen während des Betriebes. Derartige Vorrichtungen finden Anwendung zur Bestimmung der durch Staubaustragsorgane angesaugten Falschluftmengen an Abscheidern. Durch das Prüfen der Staubaustragsorgane kann der Verschleißgrad und damit der Zeitpunkt der erforderlichen Überholung bzw. Auswechslung exakt ermittelt werden. Die Erfindung kann aber auch bei systematischen Untersuchungen der Standseiten von Staubaustragsorganen in der Zement-, Keramik-, Schleifscheiben- und Kohleveredlungsindustrie, so?/ie im Industriezweig Steine und Erden eingesetzt v/erden,
Je nach Eigenschaft des Staubes verschleißen Staubaustragsorgane mehr oder weniger schnell.- Bei verfahrenstechnischen Untersuchungen an Zyklonen zeigte sich der
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erhebliche Einfluß der durch Verschleiß des StaubaustiägsorganG srhcht angesaugten Palsohltiftmenge auf die Leistung der Anlage. Die Menge an Falschluft geht in die Auslegung ein und steht damit unmittelbar im Zusammenhang mit dem Garantiewert der Reingaskonsentration. Sie kann aber auch durch den Temperaturabfall zu Kondensationserscheinungen und damit zu Betriebsstörungen infolge Verkrustungen führen.
Beim bisherigen Überprüfen der mechanischen Punktion der Staubaustragsorgane, beispielsweise des Lagerspiels von Zellenradschleusen in willkürlich festgelegten Zeitabständen, war eine Peststellung des Verschleißgrades kaum möglich. Bin Auswechseln bzw. Regenerieren der Austragsorgane erfolgte meistens erst dann, vteiw. bereits Betriebsstörungen und zu hohe Emissionen auftraten. Da sich der genaue Zeitpunkt des Verschleißes nicht ohne weitere Hilfseinrichtungen ermitteln läßt, v/erden in Betrieben mit gutem Wartungspersonal auch bei ITichtauftreten von Störungen die Schleusen der Entstaubungsanlagen öfters demontiert und der Zustand des Zellenrades visuell begutachtet, !"achteilig bei dieser Methode sind die laufenden Betriebsunterbrechungen, d. h. die Einschränkung der Verfügbarkeit der Abscheider sowie damit verbunden die relativ hohen Kosten.
Ziel der Erfindung ist es, ohne Betriebsunterbrechungen und ohne große Umbauten der Abscheideanlage den Verschleißgrad der Austragsorgane, insbesondere Zellenradschleusen» su bestimmen. Eine Planbarkeit der Schleuseninstandsetzung und eine Optimierung der Instandsetzungszeiträume soll bei geringen Betriebskosten und Erhöhung der Verfügbarkeit gewährleistet sein.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Dichtigkeitsprüfung von Staubaustragsorganen während des Betriebes zu schaffen, die es gestattet, die angesaugte Falschluftmenge im Zusammenhang mit dem Druckabfall über dem Austragsorgan zu ermitteln. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß unterhalb des Austragsorgans der Abscheideanlage ein Rohrstück mit. mindestens einem Stutzen und einem Druckentnahmeröhrchen befestigt ist. Sind zwei Stutzen vorhanden, dient der untere zum Einführen eines an einer Luftleitung gehalterten aufblasbaren Gummikörpers. Dieser liegt nach Füllung mit Preßluft derart an den Rohrwänden an, daß das Rohrstück hermetisch abgedichtet ist. Die Preßluft kann mittels Dreiwegehahn schnell zu- bzw. abgeführt werden. Zur Kontrolle des Druckes im Absperrorgan und damit zur überwachung der Dichtheit ist ein Manometer vorgesehen. Zur Messung der angesaugten Luftmenge über dem Unterdruck in dem Rohrstück nimmt der obere Stutzen eine Ansaugmeßdüse auf. Um mit den Unterdruckwerten in günstige Meßbereiche zu kommen, sind die auswechselbaren Ansaugmeßdüsen in Abhängigkeit von der Luftmenge mit unterschiedlichen Durchmessern versehen. Sehr vorteilhaft ist es, nur einen Stutzen mit größerem Öffnungsquerschnitt am Rohrstück anzubringen, der mittels einer Meßkombination, bestehend aus dem Gummikörper und seiner Halterung, dem Manometer und Dreiwegehahn, der auswechselbaren Ansaugdüse und der Meßeinrichtung für den Unterdruck bzw. den Differenzdruck an dem Staubaustragsorgan, die Funktion des Abdichtens des Rohrstückes und der Messung der Falschluftmenge übernimmt. Die Meßkombination ist mittels Weichdichtung und Spannband auf dem Rohrstutzen lösbar befestigt.
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Die Erfindung soll nachstehend anhand von zwei Aus- . . führungsbeispielen näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt:
Pig. 1 die Vorrichtung zur Dichtigkeitsprüfung mit zwei Stutzen an dem Rohrstück
Fig. 2 die Vorrichtung mit einem Stutzen und aufsetzbarer Heßkombination
Wie Figur 1 angibt, sind an dem unterhalb des Staubaustragsorgans 1 angebrachten Rohrstück 2 der obere Stutzen und der untere Stutzen 4 angebracht. In den oberen Stutzen 3 wird je nach Höhe der Falschluftmenge eine Änsaugmeßdüse 5 eingesteckt und über die Meßeinrichtung 12 des Unter-, druckes im Rohrstück 2 der Meßwert ermittelt, aus welchem die Falschluftmenge über die Abmessungen der Ansaugmeßdüsen 5 errechnet wird. Für den Satz der auswechselbaren Düsen kann ein Diagramm zur sofortigen Auswertung verwendet werden· Bevor der Meßwert ablesbar ist, muß jedoch in den unteren Stutzen 4 die Einrichtung zum hermetischen Abdichten des Rohrstückes 2 eingeführt werden, die aus dem Gummikörper 6, dem Manometer 7 und dem Dreiwegehahn 8 mit den entsprechenden Verbindungsleitungen besteht. Beim Einblasen von Preßluft wird das Rohrstück 2 kurzzeitig dicht verschlossen und die Messung kann erfolgen. Der während der Messung durch das Austragsorgan 1 geförderte Staub sammelt sich auf dem Gummikörper β und führt zum schnellen Entleeren desselben, wenn die Messung beendet ist und der Dreiwegehahn 8 geöffnet wird. Das Manometer 7 dient zur Kontrolle der Abdichtung des Rohrstückes 2. Der Differenzdruck über das Staubaustragsorgan 1 wird über die Meßeinrichtung 13 bestimmt. Nach der Messung werden die Druckentnahmeröhrchen 14 oberhalb des Staubaustragsorgans 1 und 15 im
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Rohrstück 2 sowie aer obere und untere Stutzen 3; 4 wieder verschlossen.
Der Vorteil der Vorrichtung nach Pigur 1 liegt im geringen Aufwand, der schnellen hermetischen Abdichtung und Öffnung des Rohrstückes 2, der Wiederholbarkeit des Meßvorganges und der Möglichkeit, die Stutzen 3 ; 4 und Druckentnahmeröhrchen 14; 15 bei Heuanlagen mit vorzusehen, so daß die Messungen ohne Änderungen an der Anlage und ohne Unterbrechung des Betriebes erfolgen können.
Pigur 2 zeigt die Vorrichtung bei Verwendung nur eines Stutzens am Rohrstück 2. Auf diesen Stutzen wird mittels Weichgummidichtung 10 und Spannband 11 die Meßkombination 9 befestigt· Diese Meßkombination 9 vereinigt die in Pigur 1 auf zwei Stützen verteilten Punktionen. Sie enthält die zum Abdichten des Rohrstückes 2 erforderlichen Armaturen und die Meßeinrichtung 9 für die Palschluft sowie die DifferenzdruckmeiBeinrichtung 12; 13. Der Aufwand für die iießkombination 9 ist etwas größer, es wird jedoch nur ein Stutzen am ^ohrstück benötigt. Sollen von einem Meßtrupp eine größere Anzahl von Austragsorganen an verschiedenen Anlagen überwacht werden, ist die Vorrichtung nach Figur 2 empfehlen♦
Da die 3?alschluftwerte der Schleusen im Heuzustand bekannt sind, kann aus den Meßwerten einer Messung auf die Grenznutzungsdauer der Schleuse unter den speziellen ^taubbedingungen geschlossen v/erden, nimmt man eine bestimmte I'alschluftmenge als verfahrenstechnisch begründeten Maximalwert an.
Claims (2)
- - 233388 6Erfindungsanspruch1. Vorrichtung zur Dichtigkeitsprüfung von Staubaustragsorganen während des Betriebes, gekennzeichnet dadurch, daß unterhalb des Austragsorgans (1) ein Rohrstück (2) mit Stutzen (3; 4) befestigt wird, die einerseits eine je nach Luftmenge sich im Durchmesser unterscheidende auswechselbare -Ansaugmeßdüse (5) und andererseits einen an einer Luftleitung gehalterten aufblasbaren Gummikörper (6) aufnehmen, welcher im gefüllten Zustand das Eohrstück (2) hermetisch abdichtet, wobei an der Luftleitung ein Manometer (7) und ein Dreiwegehahn (8) angebracht sind, sowie ein Druckentnahmeröhrchen (14) oberhalb des Staubaustragsorgans (1) und ein DruckentnahmerÖhrchen (15) unterhalb des Staubaustragsorgans (1) befestigt Y^erden.
- 2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß bei Vorhandensein nur eines Stutzens eine Meßkombination (9), bestehend aus den Halterungen für den -Gummikörper (6), dem Manometer (7), dem Dreiwegehahn (8), der auswechselbaren Ansaugmeßdüse (5) und den Meßeinrichtungen für den Unterdruck im S-ohrstück (12) sowie den Differenzdruck am Staubaustragsorgan (13) vorgesehen ist, die mittels Weichdichtung (10) und vorzugsweise Spannband (11) am Stutzen des Rohrstückes (2) lösbar befestigt ist·Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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