DD200796A1 - Verfahren zur herstellung von 6-brom-2,4-dinitrophenol - Google Patents

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DD200796A1
DD200796A1 DD23329481A DD23329481A DD200796A1 DD 200796 A1 DD200796 A1 DD 200796A1 DD 23329481 A DD23329481 A DD 23329481A DD 23329481 A DD23329481 A DD 23329481A DD 200796 A1 DD200796 A1 DD 200796A1
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DD
German Democratic Republic
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dinitrophenol
bromine
oxidizing agent
preparation
acid
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Application number
DD23329481A
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Inventor
Ernst-Adolf Jauer
Horst Fischer
Eckhart Foerster
Original Assignee
Jauer Ernst Adolf
Horst Fischer
Eckhart Foerster
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein in den technischen Masstab uebertragbares Verfahren zur Herstellung von 6-Brom-2,4-dinitrophenol aus 2,4-Dinitrophenol, das die Nachteile der bisher bekannten Moeglichkeit zur Darstellung dadurch beseitigt, dass 2,4-Dinitrophenol mittels anorganischer ionogener Bromverbindungen und eines Oxydationsmittels in waessriger Suspension bromiert wird.

Description

VEB СНаМІЕКОМВІЖАТ BITTlHi1SLD Bitterfeld, 14. 9. 1981
2149
Verfahren zur Herstellung von 6-Brom-2,4-dinitropheno1
Anwendungsgebiet der Erfindung
Lie Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur technischen Herstellung des aus der wissenschaftlichen Literatur bekannten б-Вгот-2,4-dinitrophenols, das in jüngster Zeit als Vorprodukt für die Herstellung wertvoller Farbstoffe interessant geworden ist.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Technische Verfahren zur Herstellung von 6-Brom-2,4-dinitrophenol sind bisher nicht bekannt geworden. In der wissenschaftlichen Literatur werden folgende Möglichkeiten aur Darstellung genannt:
1. Die Nitrierung von 2-Bromphenol mit rauchender Salpetersäure in Abwesenheit (Je ehem. Soc. 29} 477) oder in Anwesenheit von Eisessig als Verdünnungs- bzw. Lösungsmittel (Gazz. chim. ital. 4,389). Von Nachteil ist dabei das
schlecht zugängliche 2-Bromphenol, das bei der Bromierung von Phenol nur in untergeordneter Menge entsteht.
2. Die Umsetzung von 2,4-Dinitrophenol mit elementarem Brom in Eisessig bei Siedetemperatur (J. prakt. Chem. 129, 243 (1931) und Бег. dtsch. chem. Ges. 59, 684, Ann. 4 (1926)). Bei diesem Verfahren zeigen sich mehrere liachteiIe wie schlechte Gesamtausbeute, schlechte Ausnutzung des Broms durch Bromwasserstoffentwicklung und каш. lösbare Probleme bei der Rückgewinnung von Eisessig und Bromwasserstoff, deren Dämpfe bei der angewendeten Temperatur von ca. 120 0C äußerst korrosive Eigenschaften haben« Von Vorteil ist jedoch dabei der Einsatz des großtechnisch leicht zugänglichen 2,4-DinitrophenoiSo
3. Sie Umsetzung von 2.4-Dinitrophenol mit elementarem Brom
in einer wäßrigen Suspension (Beilsteins Handbuch der Organischen Chemie, 3d» δ, S. 2б1). Von Nachteil sind hierbei die schlechte Ausnutzung des Broms durch Bromwasserstoffentwicklung und die beim Umgang mit elementarem Brom erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen,
Allgemein hat die direkte Bromierung immer den Nachteil, daß pro eingeführtes Bromatom ein Mol Bromwasserstoff als unerwünschtes Hebenprodukt anfällt. Ss werden deshalb in der Literatur verschiedene Methoden angegeben, nach denen der entstandene Bromwasserstoff zu Brom oxidiert und dem Verfahren wieder zugeführt werden kann.
Im allgemeinen v/erden Bromierungen von Phenolen oder aromatischen Kohlenwasserstoffen in flüssiger Phase, d. h. in Schmelze (DE-OS 2 828 220) oder in lösung (3S-0S 2 049 055) ausgeführt«
Um bei der Bromierung Verluste von Brom in Form von Bromwasserstoff zu vermeiden, werden oft äquimolare Mengen Chlor eingeleitet (DE-PS 1 151 811, DE-PS 1 129 957), oder man oxidiert mit Wasserstoffperoxid (DE-OS 2 828 220) oder mit
überschüssiger Salpetersäure (DE-PS 1 418 063)· In einer anderen Patentschrift wird der entstehende Bromwasserstoff mit einem Teil des LüsemitІеіь abde&fcilliert, außerhalb des Reaktionsgefäßes oxidiert und anschließend der Reaktion wieder zugeführt (DE-AS 1 266 309, DE-OS 1 277 831). Weiterhin kann der bei der Bromierung von Aromaten entstandene Bromwasserstoff durch Oxidation mit Sauerstoff unter Druck in Gegenwart von Katalysatoren der Reaktion wieder zugeführt werden (DE-PS 1 668 163).
Bei den vorstehend genannten Verfahren handelt es sich durchweg um die Bromierung reaktionsfähiger, leicht substituierbarer aromatischer Kohlenwasserstoffe oder Phenole. In allen Fällen wird ausdrücklich entweder in homogener Phase, d. h. in einem inerten organischen Lösemittel, oder oberhalb der Schmelztemperatur von Ausgangs- und Endprodukten gearbeitet«
Ziel der .Erfindung
Ziel der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 6-Brom-2,4-dinitrophenol im technischen Maßstab aus dem ebenfalls technisch erzeugten 2,4-Dinitrophenol, das frei ist von den Nachteilen der aus der wissenschaftlichen Literatur bekannten Darstellungsmethoden und das bei vollständiger Vermeidung einer Bromwasserstoffentwicklung auch alle anderen Nachteile, insbesondere den hohen apparativen und sicherheitstechnischen Aufwand beim umgang mit dem toxischen und korrosiven elementaren Brom, vermeidet»
Darlegung des 7/esens der Erfindung
In Verfolgung der Zielstellung wurde gefunden, daß das sonst relativ reaktionsträge 2,4-Dinitrophenol, das selbst von ele-
mentarem Chlor nur unbefriedigend zu 6-Chlor-2,4-dinitrophenol chloriert wird, in überraschend einfacher V/eise in 6-Brom-2,4-dinitrophenol überführt werden kann, wenn man es in wäßriger Suspension mit einer anorganischen, ionogenen, nicht oxidierenden Bromverbindung in neutralem Medium in Gegen?/art eines säurebildenden Oxydationsmittels bzw. in saurem Medium in Gegenwart eines beliebigen Oxydationsmittels umsetzt. Dabei muß die Zugabe des Oxydationsmittels so erfolgen, daß das entstehende Brom sofort für die Bromierung verbraucht wird und nicht aus dem Beäktionsgemisch entweichen kann·
Als säurebildendes Oxydationsmittel ist besonders elementares Chlor zu newaerLf dessen technische Beherrschung in apparativer und sicherheitstechnischer Hinsicht von vielen Chlorierungsprozessen her bekannt ist» Andere, nicht säurebildende Oxydationsmittel erfordern ein Arbeiten in Gegenwart starker Säuren wie Schwefelsäure oder Salzsäure, Besondere Verzüge ergeben sich bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dann, wenn die starke Säure und· die ionogene Bromverbindung identisch sind, d. h. wenn mit Bromwasserstoff gearbeitet wird. Verwendet man in diesem Pail Wasserstoffperoxid als Oxydationsmittel, so entstehen außer V/asser keine weiteren umweltbelastenden nebenprodukte. Im Falle von Alkalichlorat als Oxydationsmittel entsteht auf drei KoI 6-Brom-2,4-dinitrophenol nur ein Mol Alkalichbrid neben drei Mol Wasser.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht neben der völligen Vermeidung der Schwierigkeiten beim Umgang mit dem äußerst toxischen und aggressiven elementaren Brom bei der Herstellung von 6-Brom-2,4-dinitrophenol auch eine optimale Berücksichtigung der Belange des Umweltschutzes. Bs erfüllt ebenso die Forderungen nach hoher Ausbeute und Reinheit bei einem Minimum an technischer Ausrüstung, nach hoher Produktionssicherheit und nach hoher Produktivität bei gleichzeitig minimaler Belastung der Umwelt.
Ausführungsbeispiele
Die folgenden Ausführungsbeispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne sie jedoch darauf zu beschränken.
Beispiel 1
184 Teile 2,4-Dinitrophenol werden in 700 Teilen »Yasser angeschlämmt und mit 110 Teilen Natriumbromid versetzt. Unter Hühren wird bei 50 bis 60 0C gasförmiges Chlor so eingeleitet, daß kein freies Brom entsteht. Man läßt noch eine Stunde bei dieser Temperatur nachrühren und saugt ab. Ausbeute: 98 £ der Theorie; 1. 113 bis 115 0C
Beispiel 2
Zu einer Anschlämnung von 36,8 Teilen 2,4-Dinitrophenol in 100 Teilen Wasser und 24 VolumenteiIeη 48 TÜger Bromwasserstoff säure gibt man unter Hühren im Verlauf von 25 llinuten 24 VolumenteiIe 30 #iges Wasserstoffperoxid bei einer Temperatur zwischen 60 und 70 0C. Man rührt danach noch eine Stunde bei 70 0C, saugt ab und wäscht mit i/asser. Ausbeute: 95 <%> der Theorie; P. 113 bis 115 0C.
Beispiel 3
184 Teile 2,4-Dinitrophenol suspendiert man in 500 Teilen ?/asser, gibt 110 Teile 48 %ige Bromwasserstoffsäure zu und tropft bei 70 0C unter Rühren die wäßrige lösung von 40 Teilen Hatriumchlorat zu. Bei dieser Temperatur läßt man 1 Stunde nachrühren· Ausbeute: 92 # der Theorie; P. 117 0C.

Claims (1)

  1. Erfindung sanspruch
    Verfahren zur Herstellung von 6-3rom-2,4-dinitrophenol durch. Umsetzung von 2,4-Dinitrophenol in wäßriger Suspension mit einer ioncgenen nicht oxidierenden anorganischen Bromverbindimg und einem säurebildsiiden Oxydationsmittel in neutralem bledium oder einem beliebigen Oxydationsmittel in saurem LIedium. gekennzeichnet dadurch, daß die Zugabe des Oxydationsmittels so erfolgt, daß aas entstehende Brom vollständig für die Bromierung verbraucht wird und kein freies Brom aus der HeaktionsIosung entweicht.
DD23329481A 1981-09-15 1981-09-15 Verfahren zur herstellung von 6-brom-2,4-dinitrophenol DD200796A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2007023041A (ja) * 2005-07-20 2007-02-01 Lg Phillips Lcd Co Ltd 合成方法

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