DD201328A5 - Flachstrickmaschine mit elektronischer steuerung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Flachstrickmaschine mit elektronischer Steuerung, welche programmierbare Festwertspeicher in Form von PROMs und frei zugaengliche Speicher in Form von RAMs sowie Bauelemente zum Eingeben der Daten fuer den Betrieb der Maschine enthaelt. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, den Aufwand bei der Vorbereitung der Maschine zu verringern und die Fehlerwahrscheinlichkeit zu senken. Erfindungsgemaess wird diese Aufgabe dadurch geloest, dass die Steuerung eine interne Schnittstelleneinheit, eine programmierbare Festwertspeichereinheit, einen Mikroprozessor und eine Datenspeichereinheit mit wahlfreiem Zugriff aufweist, die ueber eine gemeinsame Steuersammelleitung miteinander verbunden sind, dass in der Festwertspeichereinheit und in der Datenspeichereinheit getrennte Speicher fuer die Daten von fuenf Teilgruppen Bildpatrone, Nadeleinleitung, Strickschema, Funktionsnummernliste und Schemaablauf vorgesehen sind und dass in der Festwertspeichereinheit fuer das Stricken von Standardmuster programmierbare Festwertspeicher fuer alle Daten der Teilgruppe Strickschema und einen Teil der Daten der Teilgruppe Funktionsnummernliste vorgesehen sind. Figur
Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Flachstrickmaschine -mit elektronischer Steuerung, welche programmierbare Festwertspeicher in Form von PROMs und frei zugängliche Speicher in Form von RAMs sowie Bauelemente zum Eingeben der Oaten für den Betrieb der Maschine enthält.
Durch die DE-OS 2 301 847 ist eine derartige Flachstrickmaschine mit elektronischer Steuerung bekannt geworden. Die Eingabe der Daten erfolgt dort über einen Magnetbandspeicher oder von Hand. Für Teile des ständigen Betriebsprogramms sind Festwertspeicher vorgesehen, während alle übrigen Daten für jede Einstellung der Maschine in einen frei zugänglichen Speicher RAM eingegeben werden müssen. Dies führt zu erhöhtem Aufwand und erhöhter Fehlerwahrscheinlichkeit.
Durch die Zeitschrift "Wirkerei- und Strickerei-Technik", Oktober 1977, Seite 496 bis 500 ist eine NC-gesteuerte Flachstrickmaschine bekannt geworden, bei der sämtliche
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Maschinenfunktionen über mitlaufende Lochstreifen gesteuert werden. Damit ist das Strickprogramm festgelegt, beliebige Wiederholungen sind nicht möglich.
Durch die DE-OS 2 120 892 schließlich ist eine Flachstrickmaschine bekannt geworden, die Festwertspeicher für bestimmte Grundstrickarten und deren Nadeleinteilung enthält. Frei zugängliche Speicher RAM für die musterspezifischen Daten sind dort nicht vorhanden.
Bei Flachstrickmaschinen mit elektronischer Steuerung ist die Eingabe von Daten für den Betrieb der Flachstrickmaschine sehr kompliziert und zeitraubend, so daß diese Eingabe bisher nur Von besonders ausgebildeten Spezialisten erfolgreich durchgeführt werden konnte.
Ziel der Erfindung ist es, eine Flachstrickmaschine der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, welche die Dateneingabe in die Flachstrickmaschine auch mit auf dem Gebiet der Dateneingabe nur angelernten Kräften mit minimalem Zeitaufwand und minimaler Fehlerwahrscheinlichkeit bei der Dateneingabe ermöglicht.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Steuerung eine interne Schnittstelleneinheit, eine programmierbare Festwertspeichereinheit, einen Mikroprozessor und eine Datenspeichereinheit mit wahlfreiem Zugriff aufweist, welche über eine gemeinsame Adressen-, Daten- und Steuersammelleitung miteinander verbunden sind, daß ir der Festwertspeichereinheit und in der Datenspeichereinheit getrennte Speicher für die Daten von fünf Teilgrupper
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Bildpatrone, Nadeleinteilung, Strickchema, Funktionsnummernliste und Schemaablauf vorgesehen sind und daß in der Festwertspeichereinheit für das Stricken von Standardmuster programmierbare Festwertspeicher für alle Oaten der Teilgruppe Strickschema und einen Teil der Oaten der Teilgruppe Funktionsnummernliste vorgesehen sind.
Zweckmäßig ist ein auf die interne Schnittstelleneinheit geschaltetes, eine Tastatur, eine Anzeige, Zähler und Schalter enthaltendes Bauelement zum Eingeben der Oaten für die Standardmuster derTeilgruppe Strickschema und des erforderlichen Teils der Teilgruppe Funktionsnummernliste direkt an der Maschine in die Festwertspeicher der Festwertspeichereinheit in der Maschine eingebaut.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann ein Datenträgergerät mit zugehörigem Datenträger zum Eingeben der Oaten für die Standardmuster der Teilgruppe Strickschema und des erforderlichen Teils der Teilgruppe Funktionsnummernliste über einen vorbereiteten externen Datenträger in die Festwertspeicher der Festwertspeichereinheit auf' die interne Schnittstelleneinheit geschaltet sein.
Bei der ersterwähnten zweckmäßigen Ausführungsvariante ist es vorteilhaft, eine auf die interne Schnittstelleneinheit geschaltete Funktionstaste zum Abrufen der Daten für Standardmuster an der Maschine vorzusehen.
Zweckmäßig wird die Anordnung so getroffen, daß ein Datenträgergerät mit zugehörigem Datenträger zum Abspeichern aller Daten für den Betrieb der Flachstrickmaschine für jede Teilgruppe einzeln oder Kombinationen hiervon auf externe Datenträger/beispielsweise Magnetbandkassetten, aus den Speichern der Festwertspeichereinheit und der Datenspeichereinheit auf die interne Schnittstelleneinheit geschaltet ist.
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Auch ist es mit Vorteil möglich, die Zähler des auf die Schnittstelleneinheit geschalteten Bauelements zum Eingeben von Befehlen fur eine Auswahl einer oder mehrerer Nadelgruppen für das Stricken ohne Änderung der eingegebenen und gespeicherten Daten zu schalten.
Die Schalter des auf die Schnittstelleneinheit geschalteten Bauelemente sind zweckmäßig zum Eingeben von Befehlen für eine Unterdrückung einer oder mehrerer Strickreihen ohne Änderung der eingegebenen und gespeicherten Daten geschaltet.
Schließlich ist es noch vorteilhaft eine Tastatur oder einen Schalter an der Maschine vorzusehen, die zum direkten Eingeben der Information über Feinheit der Flachstrickmaschine in die Speicher der Datenspeichereinheit mit der internen Schnittstelle verbunden ist.
Die vorerwähnte Teilgruppe Strickschema enthält alle Daten, welche für die Funktion der Maschine in einer Strickreihe erforderlich sind, während die zusätzlichen Daten aus der Teilgruppe Funktionsnummernliste, welche in die Festwertspeicher eingespeichert werden, die Reihenfolge derartiger Funktionen in der Strickreihe enthalten. Damit sind alle maschinenspezifischen Daten für das Stricken von Standardmustern fest in die elektronische Steuerung der Flachstrickmaschine eingespeichert, während nur die musterspezifischen Daten aus den Teilgruppen Bildpatrone, Nadeleinteilung, Schemaablauf und dem verbleibenden Teil der Teilgruppe Funktionsnummernliste von dem Stricker aufbereitet und in die Flachstrickmaschine eingegeben werden müssen,
Die Standardmuster, deren Daten fest in die Maschine eingespeichert werden, sind Bunt- und Umhänger-Oacquardmuster wie Zweifarbenjacquardmuster, Dreifarbenjacquardmuster, Vierfarbenjacquardmuster, Halbschlauchumhängemuster und Zopfmuster.
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Öle elektronische Steuerung 1st, wie bereits angedeutet, derart aufgebaut und geschaltet, daß die Daten für die Standardmuster der Teilgruppe Strickschema und des erforderlichen Teils der Teilgruppe Funktionsnummernliste direkt an der Maschine in die Festwertspeicher eingebbar, sind. Alternativ können diese Daten über einen vorberei-
teten externen Datenträger, der vorzugsweise ein Magnet-'"
band ist, in die Festspeicher eingebbar sein.
Der Vorteil bei der Dateneingabe besteht darin, daß alle Daten für den Betrieb der Flachstrickmaschine für jede Teilgruppe einzeln oder in Kombination hiervon auf externe Datenträger, beispielsweise Magnetbandkassetten, aus den Speichern der elektronischen Steuerung abspeicherbar sind. Die externen Datenträger lassen sich dann in der abgespeicherten Reihenfolge oder in einer neuen Kombination für das Eingeben der archivierten Muster- und Betriebsdaten bzw· neu zu erstellenden Muster verwenden. Wichtig ist, daß sämtliche for den Betrieb der Flachstrickmaschine erforderlichen Daten abgespeichert und archiviert werden.
Um praktisch unbegrenzte Möglichkeiten zur Zusammenstellung von neuen Mustern aus den abgespeicherten und archivierten Daten zu haben, werden Datenteile der Teilgruppen bis minimal die Daten für eine Nadel auf die externen Datenträger abgespeichert.
Ober an der Maschine vorgesehenen voreinstellbare Zähler sind die Befehle für eine Auswahl einer oder mehrerer Nadelgruppen für das Stricken ohne Änderung der eingegebenen und gespeicherten Daten eingebbar· Die Daten in den Zählern haben Priorität gegenüber den Daten der Teilgruppen, so daß sich beispielsweise die Nadelraumbreite unabhängig vom Strickprogramm ändern läßt, wobei gegebenenfalls ein Breitenrapport automatisch unterbrochen wird. Damit läßt sich eine Gestrickbreitenveränderung ohne Eingriff in das Strickprogramm verwirklichen.
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An der Maschine können Schalter vorgesehen sein, über die Befehle für eine Unterdrückung einer oder mehrerer Strickreihen ohne Änderung der eingegebenen und gespeicherten Oaten eingebbar sind* Mit einer derartigen Längenbegrenzung kann die Gestricklänge übergeordnet zum Strickprogramm, insbesondere der Teilgruppe Schemaablauf, verkürzt werden. Das Muster kann bei jeder Länge unter der Voraussetzung abgebrochen werden, daß die Fadenführer und der Versatz bei Neubeginn in der dann erforderlichen Grundstellung stehen. Auch diese Dateneingabe in die Maschine erfolgt außerhalb der fünf Teilprogramme.
Ober die erwähnte Tastatur oder einen entsprechenden Schalter ist die Information über Feinheit der Flachstrick- : maschine direkt in die elektronische Steuerung eingebbar. | Damit kann die spätere Eingabe von Daten für den Betrieb j der Flachstrickmaschine automatisch an die jeweilige Feinheit angepaßt werden.
Schließlich kann die erfindungsgemäße Flachstrickmaschine derart weitergebildet sein, daß an der Maschine eine Tastatur oder ein Schalter vorgesehen ist, über die die Information über Feinheit der Flachstrickmschine direkt in die elektronische Steuerung eingebbar ist. Damit kann die spätere Eingabe von Daten für den Betrieb der Flachstrickmaschine automatisch an die jeweilige Feinheit angepaßt werden.
Ausführungsbeispiel:
Die Erfindung ist im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die zugehörige Zeichnung zeigt ein Blockschaltbild der elektronischen Steuerung.
In dem Blockschaltbild ist im Gestell der Flachstrickmaschine das Bauelement eingebaut, welches eine Tastatur,
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eine Anzeige, einen Zähler und einen Schalter enthält.
Die Schnittstelleneinheit 2 ist ein als IC-Modul aufgebauter interner Interfacemodul und der Festwertspeicher 3 ein als IC-Modul aufgebauter programmierbarer Festwertspeicher PROM. Der Mikroprozessor 4 ist ein als IC-Modujl aufgebauter Microprozessormodul. Die Datenspeichereinheit 5 ist ein als IC-Modul aufgebauter Datenspeicher RAM mit wahlfreiem Zugriff.
Das Bauelement 1 und die Schnittstelleneinheit 2 sind in beiden Richtungen wirkend miteinander verbunden.
Die Schnittstelleneinheit 2, die Festspeichereinheit 3, der Mikroprozessor 4 und die Datenspeichereinheit 5 arbeiten auf die gemeinsame Steuersammelleitung 8, die genau genommen eine Adressen-, Daten- und Steuersammelleitung ist und erhalten über diese Sammelleitung 8 Informationen bzw. Signale.
Mit der Schnittstelleneinheit 2 befindet sich ferner ein Datenträgergerät 6 in gegenseitiger Wirkungsverbindung. Der Datenträger 7 erhält seine Aufzeichnungen vom Datenträgergerät 6 bzw. liefert seine Aufzeichnungen über das Datenträgergerät 6 an die Schnittstelleneinheit 2. '
Für das Eingeben von Daten für den Betrieb einer Flachstrickmaschine mit elektronischer Steuerung befindet sich vorteilhaft ein vollständiger Strickprogramm auf einem Magnetband, also dem Datenträger 7. Dieses Magnetband wird dann mit Hilfe eines Bandgerätes, dem Datenträgergerät 6 in die elektronische Steuerung der Maschine eingespielt. Die elektronische Steuerung der Flachstrickmaschine enthält Festwertspeicher beispielsweise in Form von PROMs und frei zugängliche Speicher beispielsweise in Form von RAMS. Bei einer derartigen Steuerung
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können die Daten für den Betrieb der Maschine durch Einspielen einer oder mehrerer von Teilgruppen oder Teilen von Teilgruppen der Daten ergänzt werden und hierdurch ein neues Gesamtprogramm erhalten werden.
Die Zusammenstellung der Daten erfolgt anhand von speziell vorbereiteten Formblättern, wobei jeder Teilgruppa von Daten jeweils ein Formblatt zugeordnet ist. Die oigemliche ProgrammeirsteHung kann dann mit Hilfe wahrerer' Magnetbänder, beispieleweise zwei Hagnetbändern, erfolgen, von denen ein Band beispielsweise drei Teilgruppen von Daten und das andere Band zwei Teilgruppen von Daten enthält.
Die gesamten Daten für den Betrieb der Flachstrickmaschine sind in insgesamt fünf Teilgruppen unterteilt, um eine möglichst einfache und fehlerfreie Dateneingabe mit geringstmöglichem Arbeitsaufwand von selten der eingebenden Bedienungsperson vornehmen zu können.
Die fünf Teilgruppen von Daten sind eine erste' Teilgruppe Bildpatrone, ein© zweite Teilgruppe. Nadeleinteilung N, eine dritte Teilgruppe Strickschema, eine vierte Teilgruppe Funktionsnummernliste und eine fünfte Teilgruppe Schemaablauf.
Die erste Teilgruppe Bildpatrone von Daten entspricht einer technischen Patrone für das Stricken, Maschenübergeben und Maschenübernehmen für das vordere Nadelbett bei beispielsweise der Erstellung eines Zopfmusters.
Die zweite Teilgruppe Nadeleinteilung von Daten umfaßt den horizontalen Ablauf des'Strickvorgangs· Es ist eine Normaleingabe mit automatischer Wiederholung über die gesamte Maschinenbreite möglich,, Mehr als acht Gestrickbänder bzw. Nadeleinteilungen müssen über Einzeleingabe
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festgelegt werden. Insgesamt sind bis zu 64 Nadeleinteilungen möglich. Weiter sind an der Maschine bis zu 64 Wahlschalter mit einem Maximalwert von 255 Wiederholungen von Daten und Datengruppen vorgesehen.
Die Daten sowohl für die Teilgruppe Bildpatrone als auch die Teilgruppe Nadeleinteilung sind musterspezifische Daten.
Die dritte Teilgruppe Strickschema betrifft die Reihenfestlegung für Standardmuster, d.h. die Daten darüber, was in einer Reihe geschehen soll, beispielsweise Umhängen, Versetzen, Masche^ Fang, Aus, Fadenführerwahl. Diese Teilgruppe Strickschema enthält maschinenspezifische Daten für das Stricken von Standardmustern Bund- und Umhänge-Dacquardmustern wie Zweifarbenjacquardmustern, Dreifarbenjacquardmustern, Vierfarbenjacquardmustern, Halbschlauchumhängemustern und Zopfmustern. Die Daten dieser Teilgruppe Strickschema werden in die Festspeicher der elektronischen Steuerung der Flachstrickmaschine eingegeben und können von dort über eine Funktionstaste abgerufen bzw. zur Archivierung auf externe Datenträger ausgespeichert werden.
Die vierte Teilgruppe von Daten ist die Teilgruppe Funktionsnummerliste. Diese Teilgruppe enthält die Daten über den Einsatz der in der Teilgruppe Strickschema festgelegten Funktionsreihen wie auch über den Einsatz von Funktionsreihen aus den musterspezifischen Daten. Dede wiederkehrende Funktionsreihe kann beliebig aus der maschinenspezifischen Teilgruppe Strickschema abgerufen werden. Die die Teilgruppe Strickschema ergänzend betreffenden Daten der Teilgruppe Funktionsnuramernliste werden ebenfalls in die Festsipeicher der Maschine übernommen. Die übrigen musterspezifischen Daten aus der Teilgruppe Funktionsnummernliste werden bei jeder Maschinenvorbereitung in die elektronische Steuerung der Maschine eingegeben. Die
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Teilgruppe Funktionsnummernliste betrifft u.a. den Rapport des Strickstücks.
Die fünste Teilgruppe von Daten ist die Teilgruppe Schemaablauf. Diese Teilgruppe enthält musterspezifische Daten für den vertikalen Ablauf des Strickens. Die Daten werden jeweils von der Bedienungsperson bei der Vorbereitung der Maschine für den Strickbetrieb i.i die elektronische Steuerung eingegeben.
Wie bereits erwähnt, können die Daten für Standardraster Bunt- und Umhängejacquardmuster, z.B. Halb&chlauchumhangemuster, Zopfmuster oder Zwei-, Drei- und Vierfarbenjacquardrauster, als ständig wiederkehrende Daten zusammengefaßt und in der Teilgruppe Strickschema Z der Daten festgelegt werden. Dies ist möglich bis zur Schemazeile maximal 320, weil der Strickablauf als solcher für die erwähnten Standardmuster immer einheitlich ist. Die Daten der Teilgruppe Strickschema werden zusammen mit den für die Standardmuster zusätzlich erforderlichen Daten der Teilgruppe Funktionsnummernliste fest in die Steuerung der Flachstrickmaschine eingespeichert und stehen dort zum Abruf bzw. zum Ausspeichern zu Archivierungszwecken bereit. Die Daten der übrigen Teilgruppen sind jeweils neu festzulegen und in die Maschine einzugeben. Für den gesamten Strickablauf werden dann sämtliche Daten der fünf Teilgruppen gemeinsam verwendet. Unterschiedliche Bildpatronen zeigen zwar unterschiedliche Bildmuster, haben aber stricktechnisch die gleichen Abläufe.
Für die Mustereingabe ist es möglich, diese entweder mit Hilfe eines Eingabegräts auf einen externen Datenträger in Form einer Magnetbandkessette zu geben und von dort in die Steuerung weiterzugeben, oder es können die Daten auch ohne Magnetbandkassette direkt vom Badienpult in die Steuerung eingegeben werden. Letztere Eingabeart hat den
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Vorteil, daß das Eingabegerät und das Magnetbandgerät nicht unbedingt benötigt werden, wenn sie beispielsweise wegen Reparatur oder Einsatz an einer anderen Maschine nicht zur Verfügung stehen. Weiter ergeben Korrekturen in der Maschine über das Bedienpult und eine anschließende Bandneuerstellung durch Oberspielen ein fehlerfreies Magnetband.
Mit der Untergliederung der für den Betrieb der Flachstrickmaschine erforderlichen Daten in die Teilgruppen Bildpatrone, Nadeleinteilung, Strickschema, Funktionsnummernliste und Schemaablauf und Einspeicherung der Daten für das Stricken von Standardmustern aus der vollständi- -.-gen Teilgruppe Strickschema sowie dem erforderlichen Teil aus der Teilgruppe Funktionsnummernliste in Festwertspeicher der elektronischen Steuerung der Flachstrickmaschine wird nicht nur eine weitmöglichst vereinfachte Dateneingabe in die Maschine erreicht, sondern es ist auch möglich, die Daten für vollständige Strickprogramme schnell und billig zu archivieren. Diese Archivierung kann in der Form des Abrufens und Abspeicherns der vollständigen Daten auf einen oder mehrere externe Datenträger, vorzugsweise Magnetbänder, erfolgen. Die sämtliche Daten für einen bestimmten Strickvorgang eines oder mehrerer Strickstücke enthaltenden externen Datenträger können ihrerseits wiederum zum Eingeben der Daten in die Maschine durch angelerntes Hilfspersonal verwendet werden. Darüber hinaus ist es möglich, von den auf den externen Datenträgern archicierten Daten Datenausdrucke zu erstellen, welche dem Stricker eine direkte Obersicht der gespeicherten Daten in strickmaschinenspezifischer Form geben.
Neben einer Vollarchivierung wie oben beschrieben ist auch eine Teilarchivierung möglich und vorgesehen, d.h. daß die Daten jeder der fünf Teilgruppen gruppenweise abgerufen und archiviert werden können. Selbstverständlich
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lassen sich auch die Daten mehrerer Teilgruppen auf einen externen Datenträger abrufen und archivieren» Schließlich ist es möglich und vorgesehen, beliebige Teile der Daten einer Teilgruppe bie zu minimal einer Nadel abzurufen und zu archivieren. Auch können von verschiedenen Maschinen die Daten in Teilgruppen entnommen und zu einer Gesamtdatenarchivierung zusammengafaßt werden. Durch Kombinieren einzelner bestehender Teilgruppen von Daten bzw. Datenuntergruppen ist eine schnelle und billige Erstellung von neuen Gesamtdaten für den Betrieb der Flachstrickmaschine mit einer anderen Kombination von Strickstücken und Mustern möglich. Die Vervielfältigung der archivierten Daten auf weitere externe Datenträger, insbesondere in Form von Magnetbandkassetten, bereitet mit dem beschriebenen Verfahren keinerlei Schwierigkeiten.
Eine weitere Möglichkeit zur Vereinfachung der Eingabe von Daten für den Betrieb der Flachstrickmaschine besteht darin, durch übergeordnete Befehle für eine Auswahl einer oder mehrerer Nadelgruppen für das Stricken eine Festlegung von Nadelraumbreiten vorzunehmen. Die Eingabe dieser Befehle in die Maschine erfolgt über voreinstellbare Zähler an der Maschine ohne Änderung der in der elektronischen Steuerung eingegebenen und gespeicherten vollständigen Daten entsprechend den Teilgruppen von Daten. Die Festlegung der Nadelraumbreiten ist somit unabhängig von dem Strickprogramm, wobei die Bestimmung der Nadelraumbreiten dem Strickprogramm übergeordnet ist und gegebenenfalls einen breiten Rapport unterbricht. Die Daten entsprechend den Befehlen für die Festlegung der Nadelraumbreiten können jedoch erforderlichenfalls zusammen mit den gesamten Daten über das Strickprogramm auf externe Datenträger abgespeichert und archiviert werden. Mit dieser Art vdn übergeordnetet Festlegung von Nadelraumbreiten läßt sich der für das Stricken verwendete Nadelraum beliebig wählen. Beispielsweise entspricht die Feinheit
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E12 der Nadelbetten einer Gesamtnadelzahl von 972 pro Nadelbett. Innerhalb dieser Gesamtnadelzahl kann der Nadelraum, wenn die Arbeitsbreite beispielsweise 800 Nadeln betragen soll, beliebig gewählt werden, z.B. von Nadel 91 bis 890.
Weiter ist es möglich, das Stricken von bis zu acht getrennten Strickteilen gleicher oder unterschiedlicher Breite, z.B. für Schals und dergleichen, mit Hilfe der Festlegung der Nadelraumbreiten bei ungeändertem Strickprogramm vorzubereiten bzw. in die Maschine einzugeben. Die übergeordnete Festlegung der Nadelraumbreite erlaubt eine Strickgrößenbreitenveränderung ohne Eingriff in das ~· Strickprogramm.
Eine ähnliche Weiterbildung des beschriebenen Verfahrens besteht darin, Befehle.für eine Unterdrückung einer oder mehrerer Strickreihen ohne Änderung der eingegebenen und gespeicherten Daten über Schalter oder dergleichen einzugeben. Auch hier sind diese Befehle wiederum dem Strickprogramm übergeordnet. Mit einer derartigen Längenbegrenzung kann die Gestricklänge entgegen den in der Teilgruppe Schemaablauf festgelegten Daten verkürzt werden. Unter der Voraussetzung, daß die Fadenführer und der Versatz bei Neubeginn des Strickens in der erforderlichen Grundstellung stehen, kann das Muster bei jeder Länge abgebrochen werden.
Schließlich wird Information über die Feinheit der Flachstrickmaschine über eine Tastatur mittels eines Codes oder über einen Schalter direkt in die elektronische Steuerung eingegeben. Hier handelt es sich um eine automatische Vorbereitung der elektronischen Steuerung der Flachstrickmaschine für die spätere Dateneingabe zur automatischen Verarbeitung der Information über die Feinheit bei der Dateneingabe.
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Claims (8)
- 233783 7Erfindungsanspruch1. Flachstrickmaschine mit elektronischer Steuerung, welche programmierbare Festwertspeicher in Form von PROMs und frei zugängliche Speicher in Form von RAMs sowie Bauelemente zum Eingeben der Daten für den Betrieb der Maschine enthält, gekennzeichnet dadurch, daß die Steuerung eine interne Schnittstelleneinheit (2), eine programmierbare Festwertspeichereinheit (3), einen Mikroprozessor (4),,, . . und eine Datenspeichereinheit (5) mit wahlfreiem Zugriff aufweist, welche über eine gemeinsame Adressen-, Daten- und Steuersammelleitung (8) miteinander verbunden sind, daß in der Festwertspeichereinheit (3) und in der Daten-. Speichereinheit (5) getrennte Speicher für die Daten von fünf Teilgruppen Bildpatrone, Nadeleinteilung, Strickschema, Funktionsnummernliste und Schemaablauf vorgesehen sind und daß in der Festwertspeichereinheit (3) für das Stricken von .Standardmuster programmierbare Festwertspeicher für alle Daten der Teilgruppe Strickschema und einen Teil der Daten der Teilgruppe Funktionsnummernliste vorgesehen sind.
- 2. Flachstrickmaschine nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß ein auf die interne Schnittstelleneinheit (2) geschaltetes, eine Tastatur, eine Anzeige, Zähler und Schalter enthaltendes Bauelement (1) zum Eingeben der Daten für die Standardmuster der Teilgruppe Strickschema und des erforderlichen Teils der Teilgruppe Funktionsnummernliste direkt an der Maschine in die Festwertspeicher der Festwertspeichereinheit in der Maschine eingebaut ist. · .- 15 -233783 7
- 3. Flachstrickmaschine nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß ein Datenträgergerät (6) mit zugehörigem Datenträger (7) zum Eingeben der Daten für die Standardmuster der Teilgruppe Strickschema und des erforderlichen Teils der Teilgruppe Funktionsnummerliste über einen vorbereiteten externen Datenträger (7) in die Festwertspeicher der Festwertspeichereinheit (3) auf die interne Schnittstelleneinheit (2) geschaltet ist.
- 4. Flachstrickmaschine nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß eine auf die interne Schnittstelleneinheit (2) geschaltete Funktionstaste zum Abrufen der Daten für Standardmuster an der Maschine vorgesehen ist.
- 5. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Punkte, gekennzeichnet dadurch, daß ein Datenträgergerät (6) mit zugehörigem Datenträger (7) zum Abspeichern aller Daten für den Betrieb der Flachstrickmaschine für jede Teilgruppe einzeln oder Kombinationen hiervon auf externe Datenträger (7), beispielsweise Magnetbandkassetten, aus den Speichern der Festwertspeichereinheit (3) und der Datenspeichereinheit (5) auf die interne Schnittstelleneinheit (2) geschaltet ist.
- 6. Flachstrickmaschine nach einem der Punkte 2 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß die Zähler des auf die Schnittstelleneinheit (2) geschalteten Bauelemente (1) zum Eingeben von Befehlen für eine Auswahl einer oder mehrerer Nadelgruppen für das Stricken ohne Änderung der eingegebenen und gespeicherten Daten geschaltet sind.
- 7. Flachstrickmaschine nach einem der Punkte 2 bis 6, ge-, kennzeichnet dadurch, daß die Schalter des auf die Schnitt Stelleneinheit (2) geschalteten Bauelemente (1) zum Eingeben von Befehlen für eine Unterdrückung einer oder meh-- 16233783 7rerer Strickreihen ohne Änderung der eingegebenen und gespeicherten Daten geschaltet sind.
- 8. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Punkte, gekennzeichnet dadurch, daß eine Tastatur oder ein Schal ter an der Maschine vorgesehen und zum direkten Eingeben der Information über Feinheit der Flachstrickmaschine in die Speicher der Datenspeichareinheit (5) mit der internen Schnittstelle (2) verbunden ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnung
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