DD201389A1 - Flotationsvorrichtung zur abtrennung von nichtgeloesten stoffen aus fluessigkeiten - Google Patents

Flotationsvorrichtung zur abtrennung von nichtgeloesten stoffen aus fluessigkeiten Download PDF

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DD201389A1 DD23636081A DD23636081A DD201389A1 DD 201389 A1 DD201389 A1 DD 201389A1 DD 23636081 A DD23636081 A DD 23636081A DD 23636081 A DD23636081 A DD 23636081A DD 201389 A1 DD201389 A1 DD 201389A1
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine zylindrische Flotationsvorrichtung zur Abtrennung von nichtgeloesten Stoffen aus Fluessigkeiten, insbesondere Abwasser, und zur Eindickung von Schlaemmen mit geringem Feststoffgehalt, wie sie besonders in der Wasser- und Abwasserbehandlung anfallen, durch Flotation. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, unter Beibehaltung des bekannten Aufschwimmeffektes die Nachteile der bekannten Flotationsapparate auszuschalten und deren Effektivitaet durch einen ungestoert ablaufenden Flotationsvorgang zu erhoehen. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass in einem kreisrunden Behaelter eine ringfoermige Tauchwand, ein Zylinder als Beruhigungsraum, der mit einer oberen und einer unteren Achswelle fest verbunden ist, ein Zu- und Ablauf fuer die Fluessigkeit, eine Druckfluessigkeitszufuehrung sowie Schlammraeumeinrichtungen vorgesehen sind. Der odere Raum zwischen dem zylindrischen Beruhigungsraum und der Tauchwand ist als Flotationsraum, der untere Raum dagegen als Anlagerungszone ausgebildet.

Description

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Flotationsvorrichtung zur Abtrennung von nichtgelösten Stoffen aus Flüssigkeiten
b) Anwendungsgebiet d,er,
Die Erfindung betrifft eine zylindrische Plotationsvorrichtung zur Abtrennung von nichtgelösten Stoffen aus Flüssigkeiten, insbesondere aus Abwasser, und zur Eindickung von Schlammen mit geringem Feststoffgehalt, wie sie besonders in der Wasser- und Abwasserbehandlung anfallen, durch Flotation·'
c) Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Bei der Abtrennung von nichtgelösten Stoffen aus Flüssigkeiten durch Flotation werden nach der Art der Gasblasenerzeugung die bekannten Verfahren der Druckluft-, Vakuum-, Entspannungs-, Elektro- und Mikroflotation unterschieden· Die Träger der Flotation, feinste Gasbläschen, können einmal im Apparat selbst oder in den entsprechenden Flüssigkeitszuführungsleitungen verschiedenartig erzeugt werden* Dabei sind diese zugeführten Flüssigkeiten in der Regel der gesamte zu behandelnde Flüssigkeitsstrom, ein Teil davon oder ein Teil des behandelten Flüssigkeitsstromes als Rückführung·'
Es sind zylindrische Flotationsapparate bekannt, in denen im. folgenden als Inhaltsstoffe bezeichnete nichtgelöste Stoffe, die besonders von flockiger, faseriger, fettiger bzw· öliger Beschaffenheit sind und deren Dichten sich von der der sie umgebenden Flüssigkeit nur wenig unterschei—
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den, aus der Flüssigkeit abgetrennt werden'· Der Trennwirkungsgrad und damit die Effektivität dieser bekannten Apparate werden durch die konstruktiv bedingten hydrodynamischen Vorgänge begrenzt, was zu erhöhtem Mate·* rial- und Energieeinsatz und steigenden Kosten führt; Bekannt ist weiterhin, daß auf Grund der Strömungsverhältnisse im Zuführungssystem (Rohrleitungen, Armaturen) der Flotationsapparate die Inhaltsstoffe, und dabei besonders die flockigen, der zu flotierenden Flüssigkeit Scherbeanspruchungen unterliegen, die zu einer Zerteilung führen können· Flotationsfähige Inhaltsstoffe müssen dann erst im Flotationsapparat neu gebildet werden, unter Umständen auch durch Zugabe von Chemikalien· Damit aber geht im Flotationsapparat Eeaktionsraum für den eigentlichen Flo*» tat ion's vor gang verloren·
Hinsichtlich der Bildung flotierbarer Aggregationen aus Inhaltsstoffen und anhaftenden Gasbläschen sind bei den Entspannungsverfahren Flotationsapparate bekannt, die zu diesem Zweck einen Mischzylinder beinhalten· In diesen Mischzylinder werden vom Boden her der zu flotierende Flüssigkeitsstrom mit den Inhaltsstoffen und ein mit Gas gesättigter Flüssigkeitsstrom geführt· Um eine gute Durchmischung beider Ströme zu erreichen, werden turbulente Strömungsverhältnisse angestrebt· Diese Turbulenz behindert aber die Bildung der leichten Inhaltsstoffe-Gasbläschen-Aggregationen und führt auch hier zu einer Zerteilung flockiger Inhaltsstoffe bzw· wirkt sich erschwerend bei deren Bildung zu flotationsfähigen Inhaltsstoffen aus· Bedingt durch die GIeichstrumführung der in vertikaler Richtung aufwärts strömenden Inhaltsstoffe und Gasbläschen ijm Mischzylinder ist der Kontaktierungseffekt von Inhaltsstoffen und Gasbläschen nur gering· Außerdem ziehen sich die turbulenten Strömungsverhältnisse aus dem Misohzylinder bis in die Flotationszone hinein, was sich negativ auf den Trennwirkungsgrad auswirkt·
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Bei bekannten Flotationsapparaten wird die behandelte Flüssigkeit über Tauchungen aus den Apparaten abgeführt. Diese Tauchungen sollen nichtflotierte Inhaltsstoffe von der ablaufenden Flüssigkeit fernhalten· Deshalb wird notwendigerweise der vertikal aufwärts gerichtete Flüssigkeitsstrom mit den gebildeten Inhaltsstoffe-Gasbläschen-Aggregationen und den noch freien Inhaltsstoffen und Gasbläschen am oberen Rand des Mischzylinders umgelenkt und abwärts in Richtung der Tauchung geführt· Bei der Umlenkung des Flüssigkeitsstroms kommt es zu gestörten Strömungsverhältnissen, in deren Folge flotierhare Aggregationen in Richtung Tauchung mitgerissen bzw. zerstört werden· Noch nicht mit Gasbläschen behaftete Inhaltsstoffe werden zur Tauchung transportiert, ohne dabei die Möglichkeit zu besitzen, durch nachströmende freie Gasbläschen mit diesen zu kontaktieren und dadurch aufschwimmen zu können· Die gestörten Strömungsverhältnisse wirken sich aber auch bis in die Flotationszone aus und behindern die zusätzliche Bildung flotierbarer Aggregationen bzw, bewirken die teilweise Zerstörung der bereits vorhandenen flotierbaren Aggregationen»
d) Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, unter Beibehaltung des bekann*- ten Aufschwimmeffektes die vorgenannten Nachteile bei den bekannten Flotationsapparaten auszuschalten und deren Effektivität zu erhöhen·
e) Darlegung des V/esens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Flotationsvorrichtung zur Abtrennung von nichtgelösten Stoffen aus Flüssigkeiten zu schaffen, bei der günstige Bedingungen für die Bildung flotierbarer Inhaltsstoffe durch schonende Behandlung erreicht werden, optimale Kontaktbedingungen
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für Inhaltsstoffe und .Gasbläschen geschaffen werden und ein ungestörter Ablauf des Flotationsvorgangs durch beruhigte Strömungsverhältnisse gewährleistet wird, damit einerseits die Zerstörung bereits mit Gasbläschen kontaktierter Inhaltsstoffe vermieden und die Bildung von flotierbaren Aggregationen aus freien Inhaltsstoffen und Gasbläschen gefördert werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in einem kreisrunden Behälter, welcher Flüssigkeitszu- und Flüssigkeitsausläufe, öffnungen für die gashaltige Druckflüssigkeit sowie Schlammräumvorrichtungen aufweist, eine ringförmige Tauchwand und ein Zylinder als Beruhigungsraum, der mit einer oberen "und unteren Achswelle fest verbunden und drehbar ist, angeordnet sind. Am oberen Ende des als Beruhigungsraum dienenden Zylinders ist ein Schwimmschlammabstreifer und an der unteren Achswelle ist ein Bodenschlammschild befestigt· Am Boden des Behälters sind zwischen dem Beruhigungszylinder und der Innenkante der Tauchwand Eintrittsöffnungen für gashaltige Druckflüssigkeit angeordnet· In den oberen Teil des als Beruhigungsraum dienenden-Zylinders mündet ein'Zulaufzylinder, an dem der Flüssigkeitszulauf angebracht ist.
Der obere Raum zwischen dem zylindrischen Beruhigungsraum und der Tauchwand ist als Flotationszone, der Raum darunter dagegen als AnIagerungsζone und der Raum unmittelbar über den Eintrittsöffnungen für die gashaltige Druckflüssigkeit ist als Druckflüssigkeit sentspannungszone ausgebildet.
In dem Zulaufzylinder ist unterhalb des Flüssigkeitszulaufstutzens ein perforierter Verteilerboden angebracht.
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An dem unteren Ende des als. Beruhigungsraum dienenden Zylinders befinden sich weit unterhalb des Flüssigkeitsspiegels Öffnungen zur Einleitung der Flüssigkeit in die Anlagerungszone·
Etwa bis zur Oberkante dieser Öffnungen - weit unter dem Flüssigkeitsspiegel - reicht die ringförmige Tauchwand«
In der Mitte des konisch ausgebildeten Bodens der erfindungsgemäßen Flotationsvorrichtung ist ein Auslauf für den Bodenschlamm angebracht, der durch ein Bodenschlammschild ausgetragen wird.
Am oberen Ende des als Beruhigungsraum dienenden Zylinders ist zur Beräumung des Schwimmschlammes ein Schwimmschlammabstreifer mit einem beweglichen Schild an seinem vorderen Teil angebracht. Dieser räumt den Schwimmschlamm in eine oder mehrere Schlammtaschen, die sich in der äußeren oberen Flotationszone befinden. Die Oberkanten ragen geringfügig über den Flüssigkeitsspiegel heraus und die Schwimmschlammausläufe führen durch den Klarflüssigkeitsringraum nach außen.
Der den Beruhigungsraum umschließende Zylinder ist mit seinem oberen und unteren Boden, mit der oberen und unteren Achswelle sowie mit dem Bodenschlammschild und dem Schwimmschla,mma,bstreifer fest verbunden und drehbar.
Bei der Anwendung der erfindungsgemäßen Flotationsvorrichtung gelangt die zu behandelnde Flüssigkeit über den Flüssigkeitszulaufstutzen in den Zulaufzylinder und von dort über den Verteilerboden in den Beruhigungsraum. Durch die am unteren Ende des den Beruhigungsraum umschließenden Zylinders angeordneten Öffnungen tritt die mit Inhaltsstoffen beladene Flüssigkeit aus und strömt in horizontaler Richtung zu dem Klarflüssigkeitsringraum.
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Von dort wird sie über den Klarflüssigkeit sauslauf als Klarflüssigkeit abgezogen. Aus der Druckflüssigkeitsentspannung sz one strömen in vertikaler dichtung vom Boden her feinverteilte Gasbläschen. Diese vertikal strömenden feinverteilten Gasbläschen treffen in der Anlagerungszone im Kreuzstrom auf die sich horizontal bewegenden Inhaltsstoffe, wobei diese mit den angelagerten Gasbläschen nach oben in die beruhigte Flotationszone strömen* Dort werden diese beladenen Inhaltsstoffe als Schwimmschlamm mittels Schwimmschlammabstreifer in die Schlammtaschen geräumt und abgesogen. Die zu Boden sinkenden Inhaltsstoffe werden durch das Bodenschlammschild zum Bodenschlammauslauf transportiert und dort abgezogen·
f) AusführunRsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeich- nungen zeigen: ' ·'.
Pig· 1: Vertikalschnitt der erfindungsgemäßen Flotationsvorrichtung
Fig, 2: Flüssigkeitszulauf- und -beruhigungseinheit X aus Fig. 1
Die erfindungsgemäße Flotationsvorrichtung besteht im . wesentlichen aus dem Beruhigungsraum 2 für den eintretenden Flüssigkeitsstrom, der Druckflüssxgkeitsentäpannungszone 1c, der Anlagerungszone 1b, der Flotationszone 1a und den Austragungseinrichtungen für Schwimm- und Bodenschlamm· Am konischen Flotationsvorrichtungsboden 3 befinden sich kreisringförmig angeordnet Druckflüssigkeitseintrittsoffnungen 4 für die Zugabe der Druckflüssigkeit und die Entspannung des in der Druckflüssigkeit gelösten Gases. Der Abstand der Druckflüssigkeitseintrittsöffnungen 4 von der Mittelachse der Flotationsvorrichtung ent-
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spricht höchstens dem halben Radius der Flotationsvorrichtung.
In der Mitte des konischen Flotationsvqrrichtungsbodens 3 ist der Bodenschlammauslauf 5 angebracht. Über dem Flotationsvorrichtungsboden 3 befindet sich das an der unteren Achswelle 6b befestigte Bodenschlammschild 7. Am oberen Ende des Zylinders 10, der den Beruhigungsraum 2 umschließt, ist zur Beräümung des Schwimmschlamms von der Flüssigkeitsoberfläche der Schwimmschlammabstreifer 8 angebracht· Die Schilde des Schwimmschlammsbstreifers 8 sind geteilt. Während der vordere Teil jeden Schildes als bewegliches Schild 9 ausgebildet ist, wird das hintere Schild starr angeordnet·
In die Achswelle 6 der Flotationsvorrichtung ist der Beruhigungsraum 2 integriert. Der Beruhigungsraum 2 besteht aus einem Zylinder 10, einem mit Öffnungen versehenen, etwas ins Innere versetzten oberen Boden 11, an dem die obere Achswelle 6a befestigt ist und einem unteren Boden 12, der den Zylinder 10 von unten dicht verschließt· Mit dem unteren Boden 12 ist auch die untere Achswelle 6b fest verbunden· In der Wand des Zylinders 10 befinden sich am unteren Ende Öffnungen 13 für den Austritt des beruhigten Flüssigkeitszulaufs in den Flüssigkeitsringraum 1* Die Höhe der Oberkante der öffnungen 13 bis zur Flüssigkeitsoberfläche entspricht ungefähr dem halben Durchmesser der Flotationsvorrichtung· Der Beruhigungsraum ist so zu gestalten, daß sein Durchmesser ca· 1/6 des Durchmessers der erfindungsgemäßen Flotatiölvorrichtung beträgt· Der Flüssigkeitszulauf erfolgt über einen Flüssigkeitszulaufstutzen 14, der in einem starr angeordneten Zulaufzylinder 15 mündet. Dieser Zylinder ist mit einem Kopfboden 16 versehen. Durch diesen Kopfboden 16 wird die obere Achswelle 6a geführt. Im Zulauf zylinder 1.5 befindet sich ein perforierter Verteilerboden 17, durch den ebenfalls die obere Achswelle 6a hindurchführt· Nach unten hin
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ist der Zulaufzylinder 15 offen, und er ragt auf Grund seines kleineren Durchmessers im Vergleich zu dem des Zylinders 10 in diesen hinein. Die Strömungsintensität im Beruhigungsraum 2, ausgedrückt durch die REYNOLDS- Zahl, beträgt nur ca/ 10 ··· 20 % derjenigen im Flüssigkeit szulaufstutzen 14.
Die Klarflüssigkeit verläßt die Flotationsvorrichtung über den Klarflüssigkeit sauslauf 18. Vor diesem Klarflüssigkeit saußlauf 18 befindet sich eine ringförmig angeordnete Tauchwand 19. Da.bei ist die Unterkante der Tauchwand 19 in gleicher Höhe bzw. niedriger als die Oberkante der Öffnungen 13 des Zylinders 10 anzubringen· Die Oberfläche des Klarflüssigkeitsringraumes 22, der aus den zylindrischen Wänden der Flotationsvorrichtung und der Tauchwand 19 gebildet wird, besitzt ungefähr ein Viertel der Größe der Oberfläche des Flüssigkeitsringraums 1. Durch den Klarflüssigkeitsringraum 22 führen die Schwimmschlammausläufe 20 aus den sich paarweise gegenüberliegenden Schlammtaschen 21.
Die Erfindung wird im weiteren in ihrer Funktion näher erläutert. Hierbei ist die zu reinigende Flüssigkeit ein mit suspendierten Feststoffen verunreinigtes Abwasser. Das Abwasser gelangt durch den Flüssigkeitszulaufstutzen 14 in den Zulaufzylinder 15» wobei die Strömungsgeschwindigkeit beträchtlich verringert wird und eine primäre Beruhigung eintritt, über den Verteilerboden 17 wird das Abwasser vergleichmäßigt und gelangt in den Beruhigungsraum 2, wobei eine sekundäre Beruhigung eintritt· Aus dem Beruhigungsraum 2 strömt das Abwasser durch die Öffnungen 13 in die Anlagerungszone 1b des Flüssigkeitsringraumee, Das von den Feststoffteilchen gereinigte Abwasser, das die AnIa gerungszone 1b in horizontaler Richtung durchströmt hat, tritt in den Klarflüssigkeitsringraum 22 ein und durchströmt diesen in vertikaler Richtung zum Klarflüssig-
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keitsauslauf 18, über den es die erfindungsgemäße Flotationsvorrichtung als Klarwasser verläßt. Ein Teil des Klarwassers wird unter Druck mit Luft versetzt, wobei sich die Luft im Wasser löst. Dieses Druckwasser wird an den Druckflüssigkeitseintrittsö'ffnungen entspannt, so daß sich feinste Luftbläschen bilden, die sich ringförmig nach oben ausbreitend in vertikaler Richtung erst die AnI age rung sz one 1b und dann die Flotationszone 1a des Flüssigkeitsringraumes 1 durchströmen· Da die Entspannung des Druckwassers und damit die Gasbläschenbildung in der erfindungsgemäßen Flotationsvorrichtung erst beim Passieren des Düsensystems (Druckflüssigkeit seintritt soff nungen 4) erfolgt, wird die nachteilige, den Flotationsvorgang in seiner Wirkung mindernde frühzeitige Vereinigung zu großen Blasen durch eine Entspannung im Zuleitungssystem weitgehend verhindert. Das Düsensystem gewährleistet eine gleichmäßige Luftblasenverteilung über den gesamten Querschnitt des Flüssigkeitsringraumes 1· Die aufwärts steigenden Luftbläschen stoßen auf die in der Anlagerungszone 1b horizontal strömenden Feststoffteilchen. In diesem Bereich findet durch die konsequent angewendete Kreuzstromführung der Luftbläschen und Feststoffteilchen die größtmögliche Kontaktierung zur Bildung flotierbarer Fest st off-Luftbläschen-Aggregationen statt· Das aus dem Beruhigungsraum 2 über der Druckflüssigkeit sent spannungszone 1c beruhigt ausströmende, zu flotierende Abwasser einschließlich der gleichmäßigen Abwasserverteilung über den gesamten Querschnitt der Anlagerungszone 1b unterstützen die Kontaktierung von Feststoffen und Luftbläschen. Durch die gewählte Strömungsführung wird eine schonende Behandlung gebildeter Feststoff-Gasbläschen-Aggregationen und flockiger Partikel erreicht· Im Gegensatz zum Gleichstrom von Gasbläschen und Feststoffteilchen bei der Kontaktierung wird somit die größte Wirksamkeit erzielt. Wach der Kontaktierung können die mit Luftbläschen behafteten Feststoffteilchen
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ungestört in der Flotationszone 1a aufschwimmen, in der eine Zerstörung der Peststoff-Luftbläschen-Aggregationen verhindert wird. Zu Boden sinkende schwere Feststoffteilchen werden durch das Bodenschlammschild 7 zum Bodenschlammauslauf 5 transportiert und dort abgezogen· Auf Grund der niedrigen Umlaufgeschwindigkeit des Bodenschlammschildes 7 und des Schwimmschlammabstreifers 8 von 0,35 ··· 0,5 U/min wird eine Störung der Strömungsverhältnisse weitgehend vermieden·
Der aufschwimmende Schlamm wird mittels des Schwimmschlammabstreifers 8 zu den Schlammtaschen 21 transportiert» Die Oberkante der Schlammtaschen 21 ist geringfügig höher als die Wasseroberfläche· Über schräg ausgebildete Auflaufkanten der Schlammtaschen 21 gleitet das bewegliche Schild des Schwimmschlammabstreifers 8 über diese und schiebt somit den Schwimmschlainm in die Schlammtaschen 21, aus denen der Schlamm dann abgezogen wird
Durch die Erfindung ergeben sich folgende Vorteile:
Im Beruhigungsraum können sich aus feinen suspendierten ' Feststoffteilchen größere Aggregationen bilden, die bei der anschließenden Blasenhaftung bevorteilt sind· Die gleichmäßige Gasblasenverteilung über den gesamten Querschnitt der AnIa gerungs- und Flotationszone infolge der Druckflüssigkeitsentspannung und Gasblasenbildung am Düsensystem der Flotationsvorrichtung führt zu einem verbesserten Kontaktierungseffekt und damit zu einer Erhöhung der Flotationsleistung· Die beruhigte und gleichmäßige Flüssigkeitszugabe aus dem Beruhigungsraum in die Anlagerungszone und die konsequent angewendete Kreuzstromführung der Inhaltsstoffe und Gasblasen in der Anlagerungszone führt ebenfalls zur Verbesserung dieses Kontaktierungseffektes und gesteigerter Flotationsleistung·
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Die beruhigten Strömungsverhältnisse in der Flotationszone gewährleisten eine schonende Behandlung der gebildeten Aggregationen und bilden die Grundlage für die sichere flotative Entfernung der nichtgelösten Inhaltsstoffe aus der zu reinigenden Flüssigkeit· Die Flotationsvorrichtung gemäß der Erfindung wurde vorstehend in Verbindung mit der Behandlung eines mit suspendierten Feststoffen verunreinigten Abwassers beschrieben· Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf* die Abscheidung von suspendierten Feststoffen aus Abwasser beschränkt, sondern kann vielmehr dazu verwendet werden, , auch Inhaltsstoffe von fettiger und öliger Beschaffenheit und kolloidale Inhaltsstoffe aus industriellen und kommunalen Abwässern abzutrennen. Dazu können in der erfindungsgemäßen Flotationsvorrichtung auch Abwässer behandelt werden, deren Inhaltsstoffe mittels anorganischer oder organischer Flockungsmittel ausgeflockt werden· Auch ist die erfindungsgemäße Vorrichtung bei der biologischen Abwasserbehandlung, und zwar besonders in der Nachklärung und Schlammeindickung einsetzbar· In alternativer Weise kann die Erfindung verwendet werden, spezielle flüssige Medien in der Industrie zu behandeln, wie z· B, die Reinigung von Spinnbädern aus der Viskosefaserindustrie, die Reinigung von Zuckerlösungen und die Abtrennung von Ionenaustauscherpartikeln·

Claims (9)

  1. 23 636 0 5
    Erfindungsanspruch
    ί. Flotatiorisvoriichtung zur Abtrennung von nichtgelösten Stoffen aus Flüssigkeiten und zur Eindickung von Schlämmen mit einem kreisförmigen Behälter, welcher Flüssigkeitszu- und Flüssigkeitsabläufe, Eintrittsöffnungen für Druckflüssigkeit sowie Schlammräumvorrichtungen aufweist, gekennzeichnet dadurch, daß in dem kreisförmigen Behälter eine ringförmige Tauchwand (19), ein Zylinder (10), mit dem eine obere Achswelle (6a), ein Schwimmschlammabstreifer (8), eine untere Achswelle (6b) und ein Bodenschlammschild (7) über diese untere Achswelle fest verbunden sind, und am Boden des Behälters für gashaltige Druckflüssigkeit Austrittsöffnungen (4)f die sich zwischen dem Zylinder (10) und der Innenkante der Tauchwand (19) befinden, angeordnet sind, wobei ein Flüssigkeitszulaufstutzen (14) für die zu behandelnde Flüssigkeit an einem Zulaufzylinder (15) angebracht ist, der unbeweglich in den oberen Teil des drehbaren Zylinders (10) mündet·
  2. 2· Flotationsvorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Innere des Zylinders (10) als Beruhigungsraum (2), der obere Raum zwischen dem Zylinder (10) und der Tauchwand (19) als Flotationszone (1a), der untere Raum zwischen dem Zylinder (10) und der Tauchwand (19) als Anlagerungszone (1b) und der Raum unmittelbar über den Druckflüssigkeitseintrittsoffnungen (4) als Druckflüssigkeit sentspannungszone ausgebildet ist·
  3. 3. FIotatiölvorrichtung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß unterhalb des FlüssigkeitszulaufStutzens (14) in dem Zulaufzylinder (15) ein Verteilerboden (17) angeordnet ist·
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  4. 4· Flotationsvorrichtung nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß sich am unteren Ende des Zylinders (10) .weit unterhalb des Flüssigkeitsspiegels Öffnungen (13) zur Einleitung der Flüssigkeit in den Flüssigkeitsringraum (1) befinden·
  5. 5. Flotationsvorrichtung nach Punkt 1 bis 4» gekennzeichnet dadurch, daß die Tauchwand (19) bis weit unter den Flüssigkeitsspiegel, vorzugsweise bis etwa in Höhe der Öffnungen (13) reicht.
  6. 6. Flotationsvorrichtung nach Punkt 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß über dem konisch ausgebildeten Flotationsvorrichtungsboden (3) ein Bodenschlammschild (7) angeordnet ist und in der Mitte des Flotationsvorrichtungsbodens (3) ein Bodenschlammaiislauf (5) angebracht ist;
  7. 7· Flotationsvorrichtung nach Punkt 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß am oberen Teil des Zylinders (10) ein Schwiinmschlammabstreifer (8) mit einem beweglichen Schild (9) angebracht ist, \
  8. 8» Flotationsvorrichtung nach Punkt 1 bis 7» gekennzeichnet dadurch, da ß sich in der äußeren oberen Flotationszone (1a) eine oder mehrere Schlammtaschen (21) befinden, deren Oberkanten geringfügig über den Flüssigkeitsspiegel herausragen und deren Schwimmschlammausläufe'(20) durch den Klarflüssigkeitsringraum (22) nach außen führen.
  9. 9· Flotationsvorrichtung nach Punkt 1 bis'8, gekennzeichnet dadurch, daß der Zylinder (10) mit dem oberen Boden (11), dem unteren Boden (12) und dem Schwimmschlammabstreifer (8) sowie der obere Boden (11) mit der oberen Achswelle (6a) und der untere Boden (12) mit der unteren Achswelle (6b) und diese mit dem Bodenschlammschild (7) fest verbunden und drehbar sind.
    Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
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