DD201501A1 - Vorrichtung zur messtechnischen erfassung von riffeln der mahlwalzen - Google Patents

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DD201501A1
DD201501A1 DD23470881A DD23470881A DD201501A1 DD 201501 A1 DD201501 A1 DD 201501A1 DD 23470881 A DD23470881 A DD 23470881A DD 23470881 A DD23470881 A DD 23470881A DD 201501 A1 DD201501 A1 DD 201501A1
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Dieter Haensch
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Dieter Haensch
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Abstract

Die Erfindung ist eine kombinierte Vorrichtung und ermoeglicht die messtechnische Erfassung der Riffelhoehe, Riffelflaechenbreite sowie eine visuelle Betrachtung und Beurteilung der Oberflaechenguete von Mahlwalzen allgemein. Die Erfindung kann in Betrieben eingesetzt werden, die den Zerkleinerungsprozess mittels Walzenmuehlen mit geriffelten Walzen realisieren. Vorzugsweise ist die Erfindung in den Betrieben der Lebensmittelindustrie wie in Getreidemuehlen einzusetzen. Ziel der Erfindung ist die Kontrolle der vorgegebenen geometrischen Abmessungen der Walzenriffeln bei der Herstellung von Riffelwalzen, sowie die Kennzeichnung des Verschleissgrades zur Ermittlung von optimalen Laufzeiten und damit Senkung des spezifischen Energieverbrauches beim Zerkleinerungsprozess.

Description

Beschreibung der Erfindung
a) Titel der Erfindung
Vorrichtung zur meßtechnischen Erfassung von Riffeln der Mahlwalzen
b) Anwendungsgebiet der Erfindung
Vorrichtung zur meßtechnischen Erfassung von Riffeln der Mahlwalzen kann vorzugsweise-in Getreidemühlen aber auch in anderen Betrieben eingesetzt werden, in denen der Zerkleinerungsprozeß von Produkten oder Rohstoffen mittels geriffelten Walzen realisiert wird·
Die Erfindung dient einmal zur Prüfung der vorgegebenen Riffelparameter bei der Herstellung von Riffelwalzen und zum anderen zur Ermittlung des Verschleißgrades im Produktionsprozeß mit dem Ziel der Ermittlung von optimalen Laufzeiten von Riffelwalzen· Hauptziel isi es, den relativ hohen Energieverbrauch beim Zerkleinerungsprozeß zu minimieren·
°) Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei bekannten Lösungen der Erfassung der Geometrie von Walzenriffeln handelt es sich einmal um das Lupenverfahren und zum anderen um das Abgußverfahren· Beim Lupenverfahren wird die Oberfläche der Riffelwalzen durch Betrachten mit einer Lupe beurteilt· Dies geschieht teils mit normalen aber auch mit speziellen Meßlupen· Jedoch erfordert diese Methode eine jahrelange Erfahrung und ist immer mit subjektiven Störeinflüssen behaftet· Auf der anderen Seite ist dieses Verfahren wenig aufwendig und wird heute noch in Mühlenbetrieben angewandt·
Wesentlich genauere Ergebnisse liefert das Abgußverfahren· Hier werden mit speziellen Abgußmassen und Formen Abdrücke von den Walzenoberflächen angefertigt und anschließend mikroskopisch oder mit speziellen Tastgeräten ausgewertet· Veröffentlicht bereits 1955 von G. Poerster "Die MUhIe" 92· Jahrgang, Heft 45 sowie von Schultz "Die MUhIe" 94. Jahrgang, Heft 2 1957.
Eine wesentliche Weiterentwicklung erfuhr das Verfahren durch das Allunionswissenschaftliehe Forschungsinstitut für Getreide und Getreideprodukte der UdSSR. Veröffentlicht in "Trudy" 1968, Nr· 68 von A#J· Zotev und anderen·
Das Anfertigen der Abdrücke ist relativ aufwendig und mit längeren Stillstandszeiten der Produktionsanlage verbunden· Die Auswertung der Abdrücke ist nicht problemlos, denn sie müssen vor mikroskopischer Auswertung mechanisch bearbeitet werden, was den Genauigkeitseffekt des Verfahrens negativ beeinflußt· Aus genannten Gründen hat sich diese Methode leider nicht in der Praxis durchgesetzt· In der jüngeren Fachliteratur gibt es Ausführungen über beide Verfahren, aber keine wesentlichen Veränderungen oder andere Verfahren und Methoden, die das meßtechnische Erfassen der Geometrie von Walzenriffeln beinhalten·
d) Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist das meßtechnische Erfassen der geometrischen Hauptparameter von Walzenriffeln, um eine Gütekontrolle der hergestellten Riffelwalzen zu realisieren, sowie den Verschleißgrad im Produktionsprozeß festzustellen· Dies wiederum hat die Ermittlung von optimalen Laufzeiten und damit die Senkung des spezifischen Energieverbrauches im Zerkleinerungsprozeß zur Folge·
ѳ) Darlegung des Wesens der Erfindung
Dem Ziel der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die ein Messen der geometrischen Hauptparameter der Walzenriffel im eingebauten Zustand der Mahlwalze mit relativ einfachen Mitteln und vertretbarem Aufwand sowie ausreichender Genauigkeit ermöglicht« Die bereits bekannten Lösungen können auch im eingebauten Zustand der Mahlwalzen angewandt werden, ermöglichen aber keine exakte meßtechnische Erfassung der zu messenden Parameter. Beim Lupenverfahren wird die ungefähre Breite der oberen Riffelfläche durch LichtSpiegelung eingeschätzt oder besser gesagt, es wird festgestellt, ob überhaupt eine Fläche vorhanden ist und die Walze nicht unterschritten ist· Die Messung der Riffelhöhe ist mit dem Lupenverfahren nicht möglich.
Das Abgußverfahren gibt wesentlich mehr Aufschluß über die eingehaltenen Riffelparameter bei der Herstellung sowie den fortgeschrittenen Verschleißgrad im Produktionsprozeß. Es bleibt aber eine indirekte Methode, bei der es bei unsachgemäßer Anfertigung der Abdrücke sowie bei deren mechanischer Bearbeitung zwangsläufig zur Verfälschung der i.ießergebnisse führt
Die Meßergebnisse sind nicht sofort zu gewinnen, was bei der Walzenherstellung ein großer Nachteil ist· Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe gelöst, indem ein handelsübliches Lichtmikroskop an einer prismenförmigen magnetischen Haltevorrichtung höhenverstellbar befestigt wurde. Am beweglichen Tubus ist eine Meßuhr mit 0,01 mm Skala befestigt· Durch die Meßuhr wird die Höhendifferenz beim Fokussieren erfaßt, die mit der Riffelhöhe identisch ist· Auf dem Tubus befindet sich ein ggeichtes Meßschraubenokular, daß bei senkrechter Stellung der optischen Achse zur Riffelfläche die Breite derselben meßtechnisch erfaßt· Die Beleuchtung der Walzen ^d rfläche erfolgt mit schräg angebauter Halogenleuchte· Die Messungen können auch bei eingebauter V.'alze in der Riffelmaschine und in den Zerkleinerungsmaschinen an mehreren J teilen der Walze direkt durchgeführt werden«
- 4 f) AusführungsbeJ8piel
Die Erfindung яоіі an nachstehendem Ausführungsbeispiel Figur 1 erläutert werden·
Auf dem Walzenkörper 1 iet eine prismenförmige Vorrichtung 2, die an ihren Innenseiten mit Magnetplatten versehen ist, längs aufgesetzt· An der vorderen Stirnseite befindet sich eine Aufnahmeplatte 3» deren Schwalbenschwanzsitz zur Aufnahme des Lichtmikroskopes 6 dient·
Ein drehbares Anbringen der Aufnahmeplatte ermöglicht ein Verstellen der optischen Achse in einer Ebene zur speziellen Betrachtung der Schneidkante.
An der Meßuhrhalterung 9 befindet sich die Meßuhr 4, deren Meßbolzen den Anschlag 5 bewirkt·
Die Eichung des Meßschraubenokulars mit dem dazugehörigen Objektiv erfolgt im Mikroskopstativ mittels Objektivmikrometer· Die Beleuchtung der Walzenoberfläche erfolgt durch die am beweglichen Teil schräg angebaute Leuchte· Die Geometrie der Walzenriffel ist aus Figur 2 ersichtlich· Bei Stellung der optischen Achse senkrecht zur oberen Riffelfläche wird von der Riffelfläche bis in den Riffelgrund fokussiert· Die Höhe h bzw· h1 ist von der Meßuhr 4 abzulesen· Die Breite b bzw· b1 wird mit dem Fadenkreuz des Meßschraubenokulars ermittelt·
Größenbereich der Walzenriffel: b= 0,1 -0,3 mm
h β 0,06 - 1,22 mm
Die exakte Einhaltung von und ist durch das mit dem Werkzeugmikroskop geprüfte Riffelwerkzeug gewährleistet·

Claims (3)

- 5 Erfindungsangpruch
1· Vorrichtung zur meßtechniachen Erfassung von Riffeln der Mahlwalzen, gekennzeichnet dadurch, daß die Meßvoirichtung im wesentlichen aus einem handelsüblichen Lichtmikroskop 6, einer Meßuhr 4, einem Maßschraubenokular 7, sowie einer magnetischen, prismenfö'rmigen Haltevorrichtung 2 besteht·
2· Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß mit Stellung der optischen Achse senkrecht zur oberen Riffelfläche die Riffelbreite b und b1 mit dem Fadenkreuz, dea Meßschraubenokulars und die Höhe h und h1 anhand der höhenverstellbar angebrachten Meßuhr sofort reproduzierbar bei Mahlwalzen, unabhängig ihres Durchmessers, ermittelt werden kann*
3· Vorrichtung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Vorrichtung mit relativ geringem Aufwand herstellbar ist, ihre Ausmaße eifci Wessen der Riffeln bei Walzen in eingebautem Zustand ermöglichen und die zur Messung erforderlichen Stillstände einen Zeitraum von maximal 5 Minuten nicht überschreiten·
Hierzu f Seite Zeichnungen
DD23470881A 1981-11-09 1981-11-09 Vorrichtung zur messtechnischen erfassung von riffeln der mahlwalzen DD201501A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4222085A1 (de) * 1992-07-04 1994-01-05 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Verschleißmeßverfahren für Mahlwalzen von Walzenmaschinen
DE10063377B4 (de) * 2000-12-19 2013-06-27 Bühler AG Verfahren zur Bestimmung eines Walzenwechsels von Riffelwalzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE4222085A1 (de) * 1992-07-04 1994-01-05 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Verschleißmeßverfahren für Mahlwalzen von Walzenmaschinen
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