DD201762A5 - Schneckenpresse - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung ist anwendbar bei einer Schneckenpresse zur Pressgutbehandlung in mehreren aufeinanderfolgenden Abschnitten mit mindestens einer Drossel, deren konischer Drosselring im Pressemantel gegenueber einem konischen Drosselbund auf der Schnecke zur Aenderung der Einschnuerung des Durchtrittsquerschnitts fuer das Pressgut zwischen zwei Abschnitten axial verschiebbar ist. Waehrend das Ziel in einer Senkung der Stoeranfaelligkeit und des Wartungsaufwandes zu sehen ist, besteht die Aufgabe darin, eine Schneckenpresse der gattungsmaessigen Art zu schaffen, die auch eine Fest-Fluessig-Trennung vegetabiler Stoffe zuverlaessig gewaehrleistet und bei der sich eine Abdichtung des Pressraumes moeglichst eruebrigt. Dieses wird im wesentlichen dadurch erreicht, dass sowohl der Drosselring (9) im Pressenmantel (1) als auch der Drosselbund (8) auf der Schnecke (3) unverschieblich befestigt sind und die Verschiebbarkeit zwischen beiden durch eine Verschiebbarkeit zwischen Pressenmantel (1) und Schnecke (3) erreicht ist.
Description
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Berlin, 17. 6. 81
Schneckenpresse
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schneckenpresse zur Preßgutbehandlung in mehreren aufeinanderfolgenden Abschnitten mit mindestens einer Drossel, deren konischer Drosselring im Pressenmanten gegenüber einem konischen Drosselbund auf der Schnecke zur Änderung der Einschnürung des Durchtrittsquerschnitts für das Preßgut zwischen zwei Abschnitten axial verschiebbar ist·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei einer derartigen Schneckenpresse, wie si« zum Beispiel aus der DE-OS 1 944 642 bekannt ist, wird die Verstellbarkeit der Drossel dadurch erreicht, daß bei axial festliegender Schnecke und ebenso festliegendem Gehäuse der Drosselring am letzteren axial verschieblich ist. Das erfordert eine besonders sorgfältige Abdichtung der verschieblichen Teile gegenüber dem Gehäuse, da die Abdichtungsstelle von dem im Preßraum herrschenden Druck beaufschlagt ist. Auch bei guter Abdichtung läßt sich ein Übertritt von Preßgut aus dem Preßraum zwischen die Dichtflächen nicht ganz vermeiden. Daher is+ eine solche Ausführung störanfällig und benötigt einen erheblichen Wartungsaufwand.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine gattungsgemäße Schneckenpresse so auszubilden, daß die Störanfälligkeit
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und der Wartungsaufwand gesenkt werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schneckenpresse der vorstehend genannten Art zu schaffen, die auch eine Eest-Flüssig-Trennung vegetabiler Stoffe zuverlässig gewährleistet und bei der sich eine Abdichtung des Preßraumes möglichst erübrigt.
Erfindungsgemäß wird dieses bei einer Presse der eingangs genannten Art dadurch erreicht, daß sowohl der Drosselring im Pressenmantel auch auch der Drosselbund auf der Schnecke unverschieblich befestigt sind und die Verschiebbarkeit zwischen beiden durch eine Verschiebbarkeit zwischen Pressenmantel und Schnecke erreicht ist. Das kann in der Weise verwirklicht werden, daß bei feststehendem Pressenmantel die Schnecke verschieblich oder bei axial festliegender Schnecke der Pressenmantel verschieblich oder bei feststehendem Pressengehäuse Schnecke und Pressenmantel verschieblich, und zwar auch gegeneinander verschieblich sind. In jedem Fall findet eine Abdichtung von zwei gegeneinander verschieblichen Teilen gegen den Preßdruck nicht mehr statt. Die erforderliche Abdichtung zwischen Schnecke und Pressenmantel liegt am Pressenanfang vor der Preßguteingabe in einem Bereich, der drucklos ist und deshalb keinerlei Schwierigkeiten bedingt. Am Pressenende findet überhaupt keine Abdichtung statt, da hier ein ohnehin offener Austrittsspalt zwischen Schnecke und Pressenmantel vorhanden ist.
Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf Schnecken mit nur zwei Behandlungsabsennitten mit nur einer dazwischenliegenden Drossel beschränkt. Es können beliebig viele Abschnitte mit jeweils an der Übergangsstelle angeordneten Drosseln vorgesehen sein. Diese Drosseln werden dann durch eine Verschiebung zwischen Schnecke und Pressenmantel alle gleichzeitig verstellt.
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Um dabei unterschiedliche Veränderungen der Drosselwirjmngen der verschiedenen Drosseln entsprechend den gewünschten Änderungen der Betriebsbedingungen in den verschiedenen Abschnitten der Schneckenpresse zu bewirken, wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, die Drosseln mit unterschiedlichen Spaltweiten und/oder unterschiedlichen Formen auszuführen. Dadurch können praktisch beliebige Beeinflussungen der Betriebsbedingungen in einer Presse miteinander kombiniert werden.
In Portführung des Gedankens, Abdichtungsstellen gegen den Preßraum der Schneckenpresse in drucklose Zonen oder mindestens solche geringeren Druckes zu verlegen, wird schließlich empfohlen, Teilfugen zwischen Teilen, aus denen die Schnecke zusammengesetzt ist, wenigstens zum Teil in den in Preßrichtung unmittelbar auf eine Drossel folgenden Bereich zu legen. Da dieser Bereich einem verhältnismäßig niedrigen Druck ausgesetzt ist, werden die Teilfugen bei weitem nicht so stark vom Preßgut zugesetzt und dessen korrodierender Y/irkung ausgesetzt, wie unter höherem Preßdruck. Daher wird die Gefahr von Schwierigkeiten bei einer etwa für das Auswechseln von Verschleißteilen der Schnecke notwendigen Demontage der Schnecke erheblich herabgesetzt.
Ausführungsbeispiel
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schneckenpresse dargestellt, und zwar in
Fig. 1 : im Längsschnitt durch die Presse, in
Fig. 2 und Fig. 3: im Schnitt durch eine Drosselstelle mit geöffneter und weitgehend gescnlossener Drossel.
Ein Pressenmantel 1 einer Seiherschneckenpresse umgibt eine drehbare, von einer Antriebswelle 2 her angetriebenen Schnecke 3. Der zwischen Schnecke 3 und Pressenmantel 1 gebildete Preßraum, der von einer Eingabeöffnung 4 her beschickt wird,
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ist in drei Abschnitte 5; 6 und 7 unterteilt. An der Übergangsstelle zwischen diesen Abschnitten sind Drosseln angeordnet, die je aus einem konischen Drosselbund 8 auf der Schnecke 3 und einem im Querschnitt dachförmigen Drosselring 9 im Pressenmantel 1 gebildet sind.
Der in der Zeichnung rechts liegende Teil der Dachform des Drosselringes 9 erzeugt zusammen mit dem ihm gegenüberliegenden Drosselbund 8 einen je nach der axialen Lage des Pressenmantels 1 zur Schnecke 3 mehr (Pig. 2) oder weniger (Pig. 3) großen Ringspalt 10 der Drossel. Zur Verstellung dieses Ringspalts 10 ist der Pressenmantel 1 zwischen Trennwänden 11 eines festen Pressengehäuses und damit gegenüber der axial ebenfalls festliegenden Schnecke 3 axial verschieblich. Die Verschiebung des Pressenmantels 1 und damit die gleichzeitige Verstellung der Drosseln erfolgt durch einen nicht dargestellten Antrieb im Pressengehäuse, wobei Führungen 12 den Pressenmantel 1 gegen eine Drehung um seine Achse sichern. Der Pressenmantel 1 ist an seinem Austrittsende durch ein gehäusefestes Lager 13» äas den Austrittskonus 14 des Pressenmantels 1 aufnimmt, radial fixiert. An seinem Eintrittsende ist er im Pressengehäuse und auf der Schnecke 3 gelagert.
Die Schnecke 3 ist aus einem durchgehenden Schneckenkern und aufgeschobenen Hülsen 16 zusammengesetzt, deren Teilfugen jeweils in Förderrichtung unmittelbar hinter einem Drosselbund 8 liegen.
Claims (5)
- - 5 - 59 240 26Berlin, 17. 6. 81Erfindungsanspruch1. Schneckenpresse zur Preßgutbehandlung in mehreren aufeinanderfolgenden Abschnitten mit mindestens einer Drossel,
deren konischer Drosselring im Pressenmantel gegenüber
einem konischen Drosselbund auf der Schnecke zur Änderung der Einschnürung des Durchtrittsquerschnitts für das Preßgut zwischen zwei Abschnitten axial verschiebbar ist,
gekennzeichnet dadurch, daß sowohl der Drosselring (9) im Pressenmantel (1) als auch der Drosselbund (8) auf der
Schnecke (3) unverschieblich befestigt sind und die Verschiebbarkeit zwischen beiden durch eine Verschiebbarkeit zwischen Pressenmantel (1) und Schnecke (3) erreicht ist. - 2. Schneckenpresse nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß mehrere Drosseln gleichzeitig vorgesehen sind.
- 3. Schneckenpresse nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Drosseln unterschiedliche Spaltweiten haben,
- 4. Schneckenpresse nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Drosseln unterschiedliche Formen haben.
- 5. Schneckenpresse nach einem der vorhergehenden Punkte,
gekennzeichnet dadurch, daß Teilfugen zwischen Teilen,
aus denen die Schnecke (3) zusammengesetzt ist, wenigstens zum Teil in dem in Preßrichtung unmittelbar auf eine Drossel folgenden Bereich liegen.Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
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