DD202179A5 - Verfahren zur reinigung von zuckersaft, der durch extraktion von zuckerruebenmaterial hergestellt wurde - Google Patents
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Abstract
Verfahren der Reinigung von durch Extraktion von Zuckerruebenmaterial hergestelltem Zuckersaft, bestehend aus dem mechanischen Separieren unaufgeloester Bestandteile, dem chemischen Behandeln des Saftes zwecks Ueberfuehrung niedrigmolekularer Nichtzucker in hoehermolekulare Verbindungen sowie zwecks Umwandlung nichtloeslicher Verbindungen wie auch bestehend aus der Ultrafiltration des so gewonnenen Zuckersaftes, um diesen von hoehermolekularen Bestandteilen zu trennen und auf diese Weise einen gereinigten Zuckersaft zu gewinnen, welcher zur Herstellung von Weisszucker geeignet ist, der jenem aus konventionell gereinigtem Zuckersaft hergestellten Weisszucker qualitativ ueberlegen ist.
Description
Berlin, den 19.4.1982 60 315/17
Verfahren zur Reinigung von Zuckersaft, der durch Extraktion von Zuckerrübenmaterial hergestellt wurde
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Reinigung von Zuckersaft, der durch Extraktion von Zuckerrübenmaterial gewonnen wurde; das genannte Verfahren besteht aus den Schritten der mechanischen Abscheidung ungelöster Komponenten aus dem Zuckersaft und dem darauffolgenden Separieren hochmolekularer Komponenten aus dem so gewonnenen Saft.
Bei der Zuckerherstellung aus Zuckerrüben werden die Rüben geschnitzelt, und die auf diese Weise gewonnenen Schnitzel werden mit warmem Wasser beispielsweise einer Temperatur von 70 0C extrahiert und bilden so einen Zuckersaft und extrahierte Schnitzel (Pulpe). Der dann von der Pulpe abgeschiedene Zuckersaft enthält zusätzlich zur Saccharose verschiedene Nichtzucker, wie beispielsweise organische und anorganische Salze, Aminosäuren, Farbstoffe und hochmolekulare Substanzen, wie etwa Protein und Pektin.
Der so gewonnene Zuckersaft wird nunmehr zwecks Entfernung der Nichtzucker gereinigt.
In einem konventionellen Saftreinigungsverfahren werden Kalk (CaO) und Kohlendioxid (CO2) zugesetzt, wobei das genannte Kohlendioxid dadurch hergestellt wird, daß KaIk-
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stein in einem Kalkofen auf der Basis des Einsatzes von Festbrennstoff, wie z. B, Schlacken, erhitzt wird.
Das Zusetzen von Kalk und Kohlendioxid resultiert in der Bildung eines Niederschlages (Schlamm), welcher aus Calciumcarbonat und einem Teil der oben genannten Nichtzucker besteht. Uer Schlamm wird durch Filtration beispielsweise auf einem rotierenden Vakuumfilter beseitigt. Der so gewonnene entwässerte Klärschlamm wird vorteilhaft als Bodenverbesserungsmittel eingesetzt.
Das Filtrat, welches durch die Beseitigung des Klärschlammes vermittels Filtration gewonnen wird, enthält immer noch etwas Kalk (CaO), weshalb zusätzliche Mengen an Kohlendioxid und wahlweise auch Soda zugesetzt werden können, wie auch der pH-V/ert auf etwa 9,0 und 9,2 eingestellt werden kann, um zusätzlichen Schlamm zu bilden, der daraufhin ebenfalls durch Filtration beseitigt wird.
Das auf diese Weise gewonnene Filtrat kann mit Schwefeldioxid (SO2) behandelt werden, bevor es in herkömmlicher Weise z. B. zur Gewinnung von kristallinem Zucker weiterverarbeitet wird.
Die Beschreibung der GB-PS 1 361 674 offenbart ein Verfahren, bei welchem die konventionelle Saft reinigung durch einen Reinigungsgang ersetzt worden ist, in dem der anfänglichen mechanischen Beseitigung von unaufgelöstem Material - z, B, durch normale Filtration - ein Schritt folgt, in welchem der Saft einer Ultrafiltration unterzogen wird. Die Ultrafiltration erfolgt unter Einsatz einer Membrane jenes Typs, welcher Wasser und Saccharosemoleküle hindurchläßt, höher-
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molekulare Verbindungen jedoch zurückhält. Nach einer anfänglichen Ultrafiltration kann dem Konzentrat Wasser zugesetzt werden, danach wird das Gemisch einer weiteren Ultrafiltration unterzogen* Dieser Vorgang kann wahlweise wiederholt werden.
Abschließend werden die auf diese Weise gewonnenen durchgesetzten Stoffe einer oder mehreren Nachbehandlungen in Gestalt einer chemischen Behandlung, einer konventionellen Filtration, einer IonenaUstauschbehandlung oder einer Hyperfiltration ausgesetzt. In Verbindung mit diesen Behandlungen kann der pH-Wert des Zuckersaftes beispielsweise durch Zusetzen von Kalk (CaO) auf 6 bis 11,5 eingestellt werden.
Das oben erwähnte Verfahren nach dem bisherigen Stand der Technik stellt keine ökonomisch befriedigende Weise dar, einen Zuckersaft herzustellen, welcher ausreichend farblos ist, um daraus einen hochwertigen Zucker, d, h. Weißzucker, zu produzieren. Es wird davon ausgegangen, daß dies auf einige niedrigmolekulare Farbstoffe zurückzuführen ist, die während des Ultrafiltrationsschrittes gemeinsam mit den Saccharosemolekülen die Membran passieren und somit im Permeat verbleiben.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur Zuckersaftreinigung, welches nicht unter dem oben erwähnten Nachteil leidet und welches im Vergleich zum herkömmlichen Kalk-Reinigungsverfahren einfacher und wirtschaftlicher ist.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, mit dem ein Zuckersaft hergestellt werden kann, der ausreichend farblos ist, um einen hochwertigen Weißzucker zu ergeben.
Diese Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß sich der mechanischen Abscheidung unaufgelöster Bestandteile vom Saft eine chemische Behandlung anschließt, in welcher niedrigmolekulare Nichtzucker in höhermolekulare Verbindungen überführt werden und in der der auf diese Weise gewonnene Saft einer Ultrafiltration sowie wahlweise einer Kalkbehandlung zwecks Ausfällung saurer Rückstände ausgesetzt wird.
Die chemische Behandlung zur Umwandlung niedrigmolekularer Nichtzucker in höhermolekulare Verbindungen hat den Effekt, daß Farbstoffe in solche Verbindungen überführt werden, welche während der darauffolgenden Ultrafiltration entfernt werden können. Bei den niedrigmolekularen Verbindungen handelt es sich hauptsächlich um phenolische Verbindungen, wie beispielsweise 3,4-Dihydroxyphenylalanin, Das Hinzugeben eines Oxydationsmittels, wie etwa Wasserstoffperoxid, Belüftung des Saftes oder das Zusetzen eines Komplexbildners, wie etwa Eisenchlorid und Aluminiumsulfat - von denen Eisenchlorid auch als Oxydationsmittel zu wirken vermag - bewirkt die Steigerung,der relativen Molekülmasse der Verbindungen beispielsweise als ein Ergebnis einer Polymerisation.
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• Die chemische Behandlung erfolgt vorzugsweise bei einer Temperatur von 50 bis 70 0C, Es kann sich als wünschenswert erweisen, den pH-V/ort des Saftes mittels einer Base, wie beispielsweise Soda oder Natriumhydroxid, auf 6,8 bis 7,2 einzustellen, da eine solche Angleichung des pH-Wertes die Polymerisation beschleunigt.
Durch das Überführen hochmolekularer Verbindungen wie etwa Pektin und Proteine in eine lösliche Form wird auch die FiIt rationsleistung der im darauffolgenden Ultrafiltrationsschritt verwendeten Ultrafiltrationsanlage gesteigert.
Die Wirkung der chemischen Behandlung auf die Färbung des Zuckersaftes geht aus der folgenden Tabelle I hervor, in welcher jene Farbwerte aufgeführt werden, die bei Anwendung bzw, 'weglassung der chemischen Behandlung ermittelt wurden.
| Tabelle I | Chemische Behandlung | 60 | ICUHSA | 0C. | 1 | Farbe ' |
| Test-Nr. | keine | min | 2.000 | bis 2 700 | ||
| 1 | 0,02 % H2O2, 80 0C, 15 min | 1 | 300 | |||
| 2 | Belüftung | 1 | 450 | |||
| 3 | Belüftung + 0,007 % ^2°2 | 1 | 300 | |||
| 4 | 1 | 16.0 | ||||
| 5 | ||||||
| 6 | 050 | |||||
| 100 ppm FeCl-, 60 0C, 30 min | ||||||
| 100 ppm FeCl, + Belüftung, | ||||||
| 3 30 |
'Ermittelt nach der von F. Schneider beschriebenen Methode: Zuckeranalyse, ICUMSA-Methoden, Peterborough, England 1979.
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*
Jie aus Tabelle I hervorgeht, bewirkt die chemische Behandlung eine signifikante Verbesserung der Zuckersaftfarbe,
Die nachstehende Tabelle II beschreibt die Eigenschaften des Zuckersaftes nach verschiedenen chemischen Behandlungen und einer Ultrafiltration,
| Tabelle II | Mittlerer Fluß 1/nr/h 0 bei 80 0C | QX) | ICUMS*\ Farbe | 544 | Invert zucket XXX ) | .1 | :- CaO /0 |
| Chemische Behandlung | ^45 | 91,9 | 1 | 100 | 0,5,, | .1 | 0,025 |
| 0,2 % H2O2, 80 0C | ~47 | 92,2 | 3 | 726 | 0,5.. | .1 | 0,025 ' |
| Belüftung | 47 | 91,7 | 2 | 0,5,. | 0,025 | ||
| 100 ppm FeCl3, 20 0C | |||||||
| 100 ppm FeCl, + | 989 | .1 | |||||
| 0,024 H2O2, 20 0C, | 51,9 | 90,7 | 1 | 0,5.. | 0,025 | ||
| pH = 6,5,,.6,7 | 567 | .1 | |||||
| 100 ppm FeCl3 + | 67,9 | 92,7 | 2 | 0,5.. | 0,025 | ||
| 0,024 % HpOp, 20 °C, pH = 7,0 * * | |||||||
' Q= Reinheit, d. h, das in % ausgedrückte Verhältnis von Zuckermenge zu trockenen Feststoffen, ermittelt auf der Basis des Brechungsindex«
xx) '
' Ermittelt nach der von F, Schneider beschriebenen Methode: Zuckeranalyae, ICUMSA-Methoden, Peterborough, England 1979.
' Die Invertzuckerkonzentration in fj, basierend auf dem mittels Brechungsindex festgestellten Gehalt an Trockenfeststoffen·
236739 3 ΐ9·4
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Tabelle II zeigt, daß der Fluß signifikant gesteigert Wird, wenn der pH-Wert des Saftes eine Steigerung von 6,5 bis 6,7 auf 7,0 erfährt.
Die Ultrafiltration wird vorzugsweise bei einer Temperatur von 80 bis 90 0C und unter einem Druck von 1 bis 10 kp/cm vorgenommen. Die in einem solchen Verfahren verwendeten Membranen, beispielsweise aus Polymeren hergestellte Membranen, sind so geartet, daß sie niedrigmolekulare Verbindungen, wie etwa Saccharose, Glukose, Fruktose, anorganische und organische Säuren sowie Aminosäuren, hindurchlassen, wohingegen hochmolekulare Substanzen, wie etwa Pektin, Proteine, Dextrane und hochmolekulare Farbstoffe, zurückgehalten werden.
Bei einer typischen Ultrafiltration von chemisch behandeltem Saft werden 90 bis 95 Masse-/o des Zuckersaftes als Permeat abgeführt. iVaschwasser wird vorzugsweise in einer solchen Menge zugesetzt, daß die Gesamtmenge des Permeats der Menge des behandelten Zuckersaftes entspricht. So wird vorzugsweise das 'Jasser entweder kontinuierlich oder chargenweise dem Konzentrat zugesetzt, wenn der Hauptteil des Saftes z. B. 90 Vol.-% - im Verlauf der Ultrafiltration als Permeat abgeführt worden ist, um so das verdünnte Konzentrat durch Ultrafiltration weiter zu konzentrieren. Das oben erwähnte Konzentrat, das etwa 5 % der behandelten Zuckersaft-Gesamtmenge ausmacht, enthält typischerweise etwa 3,5 bis etwa 4,0 % der Gesamtmenge des Rübenmaterials, und der Zuckergehalt im Konzentrat macht etwa 50 bis 60 % - ba sierend auf der Gesamtmenge an Trockenfeststoffen - aus (folglich weist das Konzentrat eine Reinheit von 50 bis 60 auf).
23 6 7 3 9 3 19.4-.1982*
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Wie aus der obigen Tabelle II hervorgeht, weist der durch die Ultrafiltration gebildete Zuckersaft (das Permeat) hinsichtlich Farbe und Reinheit im wesentlichen die gleichen Eigenschaften auf, wie d3r durch eine herkömmliche Reinigung gewonnene Zuckersaft» Der gereinigte Saft enthält einige organische und anorganische Säuren, welche entsprechend einer bevorzugten Verkörperung des erfindungsgemäßen Verfahrens durch Zusetzen von Kalk in kleineren Mengen - z. B, in einer CaCO_~Menge, welche 0,03 bis 0,06 % der Masse des eingesetzten Rübenmaterials entspricht - ausgefällt werden* Beim Zusetzen des Kalkes bildet sich ein im allgemeinen aus Phosphorsäure-, Milchsäure- und Zitronensäuresalzen bestehender Niederschlag,
Beim Erhitzen des Saftes auf etwa 100 C werden die ausgefällten Salze in ein Sediment überführt, und der pH-Wert des Saftes stabilisiert sich, da Aminosäuren, wie etwa Glutamin und Asparagin, verseift werden. Die abgesetzten Salze werden vorzugsweise durch Dekantieren,in einem Verdicker oder durch Filtration abgeschieden. Der auf diese IVeise gewonnene Zuckersaft kann nun mit SO2 behandelt werden, bevor er weiteren konventionellen Behandlungen ausgesetzt wird.
Die folgende Tabelle III enthält typische Werte, die bei der Zuckersaftreinigung in der erfindungsgetnäßen Weise sowie in einer herkömmlichen Kalk-Reinigungsmethode gewonnen wurden*
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Erfindungsgemäßes Verfahren
Dünnsaft, Menge relativ zur Masse des Rübenmaterials
Dünnsaf tvverte Trockenfeststoffgehalt (Bx-Wert}f ermittelt auf der Basis des Brechungsindex
Zuckergehalt Qx)
ICUMSA-Farbexx^
Invertzucker, rel, zum Trockenfeststoffgehalt
CaO, % pH
CaO-Verbrauch relativ zur Nasse des eingesetzten Rübenmaterials
FeCl3-Verbrauch SO2-Verbrauch NapC0_-Verbrauch
| 13, | « · | 15 |
| 12, | « · | 14 % |
| 92. | 93 | |
| 2 000, | • * | 3 000 |
| 0,5, | , · | 1 <Y *· iO |
| o, | 017 | |
| um | 9 |
Herkömmliches Kalk-Reinigungsverfahren
13...15 12...14 % 92...93 300...2
0,01...0,05 % 0,004 um 9
ppm
g S/t Rüben 150 g S/t Rüben
500 g/t Rüben
x) Q= Reinheit, d, h, das in % ausgedrückte Verhältnis von Zuckermenge zu Trockenfeetstoffen, ermittelt auf der Basis des Brechungsindex,
Ermittelt nach der von F. Schneider beschriebenen Methode: Zuckeranalyse, ICUMSA-Methoden, Peterborough, England 1979,
L. 3 Ό / O y ό 19.4.1982
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Wie aus Tabelle III ersichtlich wird, liegt der CaO-Verbrauch und damit der Verbrauch an Kalkstein und Schlacke im erfindungsgemäßon Verfahren beträchtlich niedriger als beim herkömmlichen Reinigungsverfahren, Folglich können die Ausgaben hinsichtlich Kalkofen, Schlackeanlage, Scheidepfannen und Filtern beträchtlich verringert werden.
Die oben erwähnte Verringerung der Betriebskosten entspricht den Kosten für die bei der chemischen Behandlung eingesetzten Chemikalien - z, B, H„02 und/oder FeCl., sowie den im erfindungsgemäßen Verfahren inbegriffenen Energieaufwendungen für den Betrieb der Ultrafiltrationsanlage, Hingegen ist die Baukostenverringerung sehr viel umfangreicher als die zusätzliche Kostenaufwendung für Ultrafiltrationsanlage, Ausföllbehälter und Filter oder Verdicker, welche im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt worden, da die Aufbaukosten für ein Saftreinigungssystem nach dem erfindungsgemäßen Verfahren nur etwa 50 bis 60 % der Aufbaukosten für eine konventionelle Saft reinigungsanlage ausmachen.
Darüber hinaus bietet das erfindungsgemäße Verfahren gegenüber dem konventionellen Verfahren jenen Vorteil, daß das durch die Ultrafiltration gewonnene Konzentrat in einer sehr viel ökonomischeren V/eise - d, h, als melasseähnliches Material in der Viehfütterung - eingesetzt werden kann, als dies bei dem nach konventioneller Reinigung gewonnenen Schlamm der Fall ist; letzterer kann lediglich als Bodenverbesserungsmittel Anwendung finden«
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i >usf ührunnsbeispiel
üie Erfindung soll nun mit Bezug auf die folgenden Ausführungsbeispiele näher beschrieben werden:
213 1 Diffusionssaft wurden mit einem Filter gefiltert, dessen Maschenweite etwa 20 μ betrug. Auf diese Weise wurden Pülperückstände, Geröll usw. beseitigt. Dem Saft wurden 100 ppm FeCl, und 0,024 % H_0„ bei einer Temperatur
von 20 C zugesetzt. Der so behandelte Diffusionssaft wurde nunmehr auf 80 0C erhitzt und in einem DDS-UItrafiltrationsapparat ultrafiltriert. Die Ultrafiltration erfolgte bei einem mittleren Druck von 4,5 bar und einer Temperatur von 80 0C unter Einsatz von DDS GRGIP-Hembranen. Der pH-lVert des Diffusionssaftes wurde mit NaOI-I auf etwa eingestellt, dieser pH-Wert wurde während der Ultrafiltration aufrechterhalten. Nach dem Abgehen von 170 1 Permeat wurde das Konzentrat mit 40 1 Wasser erneut gefiltert, daraufhin wurde eine weitere Menge Permeat abgeführt, so daß die Gesamtmenge an Permeat 230 1 ausmachte. Das Konzentrat machte 13 1 aus. Die mittlere Leistung während
2 der Ultrafiltration betrug 69,9 l/m .h. Analysen von Permeat und Konzentrat ergaben die nachstehenden Ergebnisse
Bx- Zucker- ICUM- CaO In- Menge
.Wert gehalt Q SA vert- pH
o/ c/ Farbe c/ zuk- .
/ο /ο /ο ι <v xg
Ke r, /ο
'fj?rrne"l2,6 11,68 92,7 2 567 0,024 *-l 7,1
Konzen trat 11,2 5,72 51,1 7,2
236739 3
_α2_
Anschließend wurden dem Permeat etwa 0,05 % CaO zugesetzt, um den pH-Wert auf 8,8 einzustellen. Der Zuckersaft wurde nun auf 100 °C erhitzt. Die Temperatur wurde 15 min lang bei 100 0C gehalten, daran anschließend wurde der entstandene Niederschlag durch Filtration beseitigt. Die Analyse des dabei entstandenen Schlammes ließ erkennen, daß während des Kaikens verschiedene Ca- und Mg-Phosphatsalze wie auch organische Säuren, wie etwa Zitronensäure, Milchsäure und Essigsäure, ausgefällt worden waren.
Nach Beendigung des Kaikens wurden 600 mg Na2SO pro kg Saft zugesetzt, um einen Dünnsaft der folgenden Zusammensetzung zu bilden:
Bx- Zucker- ICUMSA CaO Invertw'ert gehalt Q Farbe zucker pH
Dünnsaft 13,6 12,40 91,2 2 795 0,017 ~ 1 9,00
Nach dem Verdampfen in einem Laborverdampfer wurde ein Dicksaft der folgenden Zusammensetzung gewonnen:
Bx- Zucker- ICUMSA CaO Invert- pH
Wert gehalt Q Farbe zucker
(V (V CV CV
Dicksaft 70,4 65,45 92,96 3 338 0,071 1,47 8,7
O C 7 O Q O -19.4.1982
O Ό / J 3 A 13 . 60 316/17
250 1 Diffusionssaft wurden unter Einsatz eines Filters mit Maschenweiten von etwa 20 μ gefiltert. Dem gefilterten Saft wurden 100 ppm FeCl3 und 0,024 % ^2°2 bei 20 °C zugesetzt. Der solchermaßen behandelte Saft wurde sodann auf 80 C erhitzt und bei einem durchschnittlichen Druck von 4,5 bar und einer Temperatur von 80 0C in einem DDS-Ultrafiltrationsapparat mit DDS GR61P-Merabranen einer Ultrafiltration unterzogen. Der pH-Wert des Diffusionssaftes wurde mit NaOH auf 6,5 bis 6,7 gebracht und während der Ultrafiltration auf diesem Wert gehalten. Nach dem Abgehen von 210 1 Permeat wurde das Konzentrat mit 40 1 Wasser erneut gefiltert, daraufhin wurde eine weitere Menge Permeat abgeführt, so daß die Gesamtmenge an Permeat 270 1 ausmachte. Die Menge des Konzentrates betrug 20 1. Die mittlere
Leistung während der Ultrafiltration betrug 51,9 l/m ,h, Analysen von Permeat und-Konzentrat ergaben die nachstehenden Werte:
Bx- Zuk- ICUMSA CaO Invert- Menge Wert l<er- Q Farbe (/ zucker pH kg gehalt '° %
/ο
Permeat 14,5 13,15 90,7 1 989 0,029 r* 1 6,6
Konzen trat 12,0 6,95 57,9 6,7
Anschließend wurden dem Permeat 0,05 % CaO zugesetzt, um den pH-Wert auf 8,8 einzustellen. Der Saft wurde nun auf 100 0C erhitzt. Die Temperatur wurde 15 min lang bei 100 0C gehalten, daran anschließend wurde der entstandene Niederschlag mittels Filtration entfernt. Dem Filtrat wurden
236 739 3 19·4·19ΰΖ
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600 mg Na^SO- pro kg Saft zugesetzt, um einen Dünnsaft der nachstehenden Zusammensetzung zu bilden:
Bx- Zucker- Q ICUMSA CaO Invert- pH Wert gehalt Farbe % zucker
,o /o
Dünnsaft 14,8 13,55 91,6 2 500 0,020 ΛΊ 8,6
Nach dem Verdampfen in einem Laborverdampfer wurde ein Dicksaft der folgenden Zusammensetzung gewonnen:
Dx- Zucker- Q ICUMSA CaO Invert- pH Wert gehalt Farbe % zucker
IV
(.' et /ü
,0 /J
saft 70,3 64,62 91,9 3 336 0,078 1,6 8,9
220 kg Diffusionssaft mit einem Bx-tVert von 15,4 \j - das entspricht 33,8 kg Trockenfeststoffen - einer Zuckerkonzentration von 13,65 \'ό - das entspricht einer Zuckermenge von 30,0 kg - sowie eine Reinheit (Q) von 88,64 - das entspricht einem Gehalt an Nichtzuc-kern von 3,8 kg - wurde in der in Ausführungsbeispiel 1 beschriebenen Weise behandelt. Während der Ultrafiltration wurden 11 kg Wasser zugesetzt. Die Ultrafiltration ergab 220 kg ultrafiltrierten Diffusionssaft mit einem Bx^Wert von 14,4 % (entsprechend 31,7 kg Trockenfeststoffe), einer Zuckerkonzentration von 13,21 % (entsprechend 29,0 kg Zucker) und eine Reinheit (Q) von
2*3 fi 7 ^ Q ^ 19.4.1982
O υ / O J O „ 15 . 60 316/17
91,50 (entsprechend 2,7 kg Nichtzucker) sowie 11,O kg ge~ waschenes Konzentrat mit einem Bx-Wert von 19,1 ^ (entsprechend 2,10 kg Trockenfeststoffe), einer Zuckerlconzentration von 9,05 % (entsprechend 1,00 kg Zucker) und eine Reinheit (Q) von 47,4 (entsprechend 1,10 kg Nichtzucker).
Claims (7)
1. Verfahren zur Reinigung von Zuckersaft, der durch Extraktion von ZuckerrUbenmaterial hergestellt wurde, welches aus den Schritten der mechanischen Abscheidung von unaufgelösten Rübenbestandteilen vom Zuckersaft und der darauffolgenden Separierung hochmolekularer Bestandteile vom so gewonnenen Saft besteht, gekennzeichnet dadurch, daß der Saft nach der mechanischen Abscheidung unaufgelöster Bestandteile einer chemischen Behandlung unterzogen wird, um niedrigmolekulare Nichtzucker in höhermolekulare Verbindungen zu überführen und der so gewonnene Saft einer Ultrafiltration sowie wahlweise einer Kalkbehandlung zwecks Ausfällung saurer Rückstände unterzogen wird.
Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die chemische Vorbehandlung eine Oxydation umfaßt·
3· Verfahren nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die chemische Vorbehandlung dos Zusetzen eines Komplexbildners umfaßt.
4. Verfahren nach einem der vorgenannten Punkte, gekennzeichnet dadurch, daß die chemische Vorbehandlung bei einer Temperatur von 60 bis 70 C vorgenommen wird©
5. Verfahren nach irgendeinem der vorgenannten Punkte, gekennzeichnet dadurch, daß vor oder während der chemischen Behandlung der pH-Wert des Saftes auf .6,8 bis 7.2 eingestellt wird«,
. 19.4.1982
6 7 3 9 3 "17" 50 315/17
6. Verfahren nach Punkt I1 gekennzeichnet dadurch, daß die Ultrafiltration bei einer Temperatur von 80 bis 90 0C erfolgt.
7. Verfahren nach Punkt 6, gekennzeichnet dadurch, daß nach Abgehen des Saft-Hauptanteiles während der Ultrafiltration in Gestalt des Permeats dem verbleibenden Konzentrat Wasser kontinuierlich oder portionsweise zugesetzt wird und daß das so gewonnene verdünnte
Konzentrat erneut durch Ultrafiltration konzentriert wird,
Konzentrat erneut durch Ultrafiltration konzentriert wird,
8. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß dem ultrafiltrierten Saft Kalk zugesetzt wird, um
anorganische und/oder organische Säuren auszufüllen und daß dor auf diese Weise entstehende Niederschlag separiert wird,
anorganische und/oder organische Säuren auszufüllen und daß dor auf diese Weise entstehende Niederschlag separiert wird,
9. Verfahren nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß das Gemisch aus ultrafiltriertem Saft und Kalk auf
etwa 100 0C erhitzt wird,
etwa 100 0C erhitzt wird,
10, Verfahren nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß der ultrafiltrierte Saft nach dem Abscheiden des
Niederschlages mit SO2 behandelt wird.
Niederschlages mit SO2 behandelt wird.
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